Defektes Schaltnetzteil in einem Studioblitz

Gast #2447018
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo Leute,
Ich habe ein Studioblitzgerät zur Reparatur - und vermutlich ist das SNT 
defekt. Das Problem ist, daß die Anodenspannung zu hoch ansteigt, d.h. 
offensichtlich funktioniert die Regelung nicht. Entsprechend hatten auch 
die ELkos im Spannungsverdoppler dicke Backen und wurden bereits 
getauscht.
Beim Hochschrauben am Regeltrenntrafo hatte ich bereits bei einer 
Netzspannung von 175VAC eine Anodenspannung von 460V, diese sollte aber 
bei 190 - 250 VAC am Netzanschluß auf max. 380V ansteigen.

Der Trafo im Netzteil hat offensichtlich eine Primär- und 2 
Sekundärwicklungen. Im eingebauten Zustand ist die eine Sek-Wicklung 
recht hochohmig (ca. 4kΩ), wogegen die anderen lediglich im 
paar-Ohm-Bereich liegen. Es könnte aber natürlich auch sein, daß die 
Wicklung durch ist und ich 4KΩ externe Bauteile messe...
Leider hab ich die Funktion dieses Netzteiles noch nicht vollends 
verstanden und hab auch keinen Schaltplan. Ist es üblich, daß ein 
Sek-Abgriff eine Referenzspannung liefert, mittels der das SNT dann 
primärseitig geregelt wird? Kann es also sein, daß diese Sek-Wicklung 
durch ist, und daher das Netzteil nicht abregelt?

Das SNT verfügt über keinen integrierten Regler - ich seh da nur einen 
kleinen PNP-Transistor und einige Optokoppler...
Für eine schnelle Antwort wär ich sehr dankbar - ansonsten geht der 
Blitz morgen an den Besitzer zurück - und von dort in den Service des 
Herstellers.

Viele Grüße, Salossi
#2450725
Lesenswert?
• ▲
▼
Der vermeintliche 3-Bein-Transistor kann z.B. auch ein IC aus der 
VIPer-Reihe sein. Schau einmal genau(!) auf die Bezeichnung des, 
vermutlich auf einen kleinen Kühlkörper montierten, 'Transistors'.
Das das Schaltnetzteil völlig ohne Regelung ist bzw. sein soll vage ich 
stark zu bezweifeln. ;-)
Und es ist üblich/notwendig, das geregelte Schaltnetzteile einen 
Rückkopplungszweig entweder über einen Optokoppler oder über eine 
weitere Wicklung haben. Welche dieser beiden Methoden zur Anwendung 
kommt ist abhängig von der Topologie. Das aber beides gleichzeitig 
vorkommt, ist eher unwahrscheinlich. Somit vermute ich, das eine der 
beiden Sekundärwicklungen (die mit den 4 kOhm) wirklich 'durch' ist und 
dadurch tatsächlich die Regelung, sofern sie denn die Rückkopplung von 
dieser Wicklung bezieht, die Ausgangsspannung bis zum Maximum 
'hochzieht'.
#2450743
Lesenswert?
• ▲
▼
Raimund Rabe schrieb:

> Das das Schaltnetzteil völlig ohne Regelung ist bzw. sein soll vage ich
> stark zu bezweifeln. ;-)

Nun, bei typischen Amateurblitzen war das eigentlich üblich.
Es wurde nur der primärseitige Transistor abgeschaltet, wenn
die Ladespannung des Elkos erreicht war. Allerdings scheint das
Netzteil von Salossi schon etwas komplizierter zu sein...
Gruss
Harald

Antwort schreiben

Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt. Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten, für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.