Wo soll man WD40 NICHT verwenden

Moderator Persönliche Seite #2504482
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WD-40 ist im eigentlichen Sinne kein Schmiermittel, sondern sein
primärer Zweck war/ist ein Schutz gegen Feuchtigkeit.

Wenn's also ums Schmieren geht, kann es durchaus bessere Stoffe
geben.  Polymere schmiert man meist besser mit Silikonöl oder -fett,
bei Metallen ist, sofern die Stellen zugänglich sind, ein wenig Fett
meist sinnvoller als Kriechöle (weil es nicht so schnell wieder
wegläuft).

WD-40 ist natürlich besonders praktisch an schwer zugänglichen Stellen.
Gast #2504547
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Mit Kriechöl haben wir vor 30 Jahren alte Landwirtschaftsmaschinen 
repariert, die schon 20 Jahre im Freien standen. Alle großen Schrauben 
fest gerostet. Das macht Sinn. Ein Bauer hatte immer eine Dose Caramba. 
Oft mußte man an die Schraubenmutter trotzdem mit dem Gasbrenner ran, um 
sie auf zu bekommen. Es waren da auch keine Gummi- und Kunststoffteile 
im Spiel. Immer Holz und Eisen.

Am Autoauspuff vorderer Flansch am Krümmer hat mir Kriechöl auch schon 
geholfen. Allerdings: Einen Tag einwirken lassen. Kriechöl von kriechen. 
Auch wenn man das nicht möchte.

An der Dreschmaschine, die wir 1975 für den Schrott zerlegten, keine 
Ahnung, ob die noch aus den 1930-ern stammte, da half nur der große 
Schneidbrenner. Keine Schraube ging mehr auf. Und der Schneidbrenner war 
zum Zerlegen auch schnell genug.

Eigentlich war die Dreschmaschine ein schönes Gerät. War mal 
schweinchenrosa lackiert vom Werk.
Moderator Persönliche Seite #2504610
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Markus Müller schrieb:

> Dann stelle doch den Tipp hier rein...
> Beitrag "Wie am effektivsten das Auto Entfeuchten"

Ich glaube, das Zeug hilft nur dann gegen Feuchtigkeit, wenn man es
vorher damit einsprüht. ;-)

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Mit Kriechöl haben wir vor 30 Jahren alte Landwirtschaftsmaschinen
> repariert, die schon 20 Jahre im Freien standen.

Tja, und nach 1945 hatten'se kein WD-40, da hamm'se ganz einfach
Petroleum dafür genommen, um die aus den Weltkriegstrümmern gezogenen
Machinen wieder gängig zu machen.  Das Zeug löst prima Rost, und ist
auch recht schwer flüchtig.  (Mein Vater hatte damals als
Maschinenschlosser gearbeitet.)
Gast #2504669
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Jörg Wunsch schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Mit Kriechöl haben wir vor 30 Jahren alte Landwirtschaftsmaschinen
>> repariert, die schon 20 Jahre im Freien standen.
>
> Tja, und nach 1945 hatten'se kein WD-40, da hamm'se ganz einfach
> Petroleum dafür genommen, um die aus den Weltkriegstrümmern gezogenen
> Machinen wieder gängig zu machen.  Das Zeug löst prima Rost, und ist
> auch recht schwer flüchtig.  (Mein Vater hatte damals als
> Maschinenschlosser gearbeitet.)

Du stammst sicher aus dem Osten. Im Westen hatte man schon 1965 die 
Spraydosen Caramba Kriechöl.

Sicher, Petroleum war auch ein gutes Mittel, ist reichlich dünnflüssig 
und eben so noch leicht schmierend.

Heute habe ich Petroleum gelegentlich mal als ganz normales Lampenöl im 
Haus. Kaufe es aber nicht mehr. Die Preissteigerung in den letzten 3 
Jahren liegt in allen umliegenden Läden um ungefähr 300% in 3 Jahren. 
Sowas ist nicht tolerierbar.
Moderator Persönliche Seite #2504713
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Wilhelm Ferkes schrieb:

> Du stammst sicher aus dem Osten.

Ja, aber …

> Im Westen hatte man schon 1965 die
> Spraydosen Caramba Kriechöl.

… ich hatte von 1945/1946 gesprochen. ;-)

1965 hat man keine Maschinen mehr aus Trümmern gezogen.  Was bis
dahin immer noch unter Trümmern lag, konnte man dann wohl sicher
vergessen.

> Heute habe ich Petroleum gelegentlich mal als ganz normales Lampenöl im
> Haus.

Stinkt und rußt mörderisch im Vergleich zu den heute üblichen
Paraffinölen.

K. Laus schrieb:
> Und geändert hat sich fast nur der Name.

… und die Spraydose, Petroleum musste man noch mit dem Pinsel
auftragen. :-)
#2504849
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In Mexiko nehmen unsere Mitarbeiter Salatoel aus der Sprühdose zum 
Schmieren.
Ist günstiger als WD40. Hat den Nachteil, das das Zeug an der Luft nach 
einer Zeit zähflüssig wird und dann die Teile eher verklebt, als 
schmiert. Also wird flux nachgesprüht, ist ein Teufelskreis.

Mein Tipp:
Ballistol (Holz- und Lederpflege, Wunddesinfektion)  ist noch 
vielseitiger als WD40 und riecht angenehmer.
Gast #2504850
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WD-40? Nur als Rostlöser für feste Schrauben. Zum Schmieren ungeeignet, 
da zu schnell flüchtig. Für Feinmechanik völlig ungeeignet, da 
irgendwelche komischen Zusätze und Schwebstoffe. Und landet durch die 
Sprühdose sonstwo...

Nee danke, ein Öl, was alles kann, kann eben nichts richtig.
#2504888
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WD40 hat nur einen kurzzeitigen Effekt, z.B. um Schrauben und muttern 
wieder gängig zu machen und zu lösen.
Aber wie bereits erwähnt verflüchtig sich WD40, oder es verharzt.

Wenn man wirklich Schmierung benötigt, halte ich Schmierstoffe mit 
Molybdändisulfid.
Gibts im Laden als MoS2 von Caramba, Nigrin oder Liqi Moly...
Gast #2506486
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Hannes Jaeger schrieb:

> Das darin enthaltene Fischöl - dessen Vorhandensein der Hersteller
> natürlich verneint.

Das Fischöl wird bereits alle für die Margarine benötigt. Bei 
Großfischen wie Walen fallen ja gigantische Fettmengen an. Die 
Fischölreserven reichen dann für WD-40 gar nicht mehr. ;-)

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