Hallo,
ich habe eine Platine mit einem TC1262-3.3V erstellt ( Eingangsspannung
kommt von USB ). Datenblatt:
http://ww1.microchip.com/downloads/en/devicedoc/21373b.pdf
Ich habe vor und hinter dem Regler jeweils einen 1 uF Tantal so, wie im
Datenblatt gefordert. Ansonsten gibt es nur noch ein paar 100nF
Kondensatoren um den Mikrocontroller herum.
Leider wird der Regler sehr warm ( um nicht zu sagen heiß ... anfassen
geht nicht mehr wirklich und die ganze Massefläche wird gut erhitzt ),
sobald ich den USB Stecker verbinde.
Die Ausgangsspannung ist anfangs knapp über 2V und sinkt ganz langsam
immer weiter ( statt 3.3 V, wie es eigentlich sein müsste ).
Leider habe ich kein Oszilloskop, um herauszufinden, was genau da schief
läuft, aber vielleicht weiss jemand Rat.
Gruß,
Ralf
Heißer LDO schrieb:> ich habe eine Platine mit einem TC1262-3.3V erstellt
Schaltplan, Bild der Platine (scharf, beide Seiten und gemäß den Regeln
hier nicht als riesen-BMP)
Welcher Strom wird gezogen?
Sorry aber die Glaskugeln sind bei Aldi leider aus.
TSE schrieb:> tippe auf Kurzschluss am Ausgang> hatte so was mal, da wars Flussmittel zwischen den Pins am µC> Mess mal den Widerstand zwischen Ausgang und GND
Ui, das ist gut möglich. Laut Multimeter sind 14 Ohm zwischen Ausgang
und GND. Dann werde ich die Platine mal gründlich reinigen und mit einer
Lupe absuchen.
Wenn das nicht klappt, kommen ein paar Bilder.
TSE schrieb:> tippe auf Kurzschluss am Ausgang
Und deshalb misst er noch 2V?
@TE:
Welcher Typ ist verbaut?
Hast du die Max Power Dissipation durchgerechnet?
Fragen über Fragen...
Lies bitte mal Netiquette
Sooo, das säubern hat bisher nichts gebracht. Weiterhin 12-14 Ohm
zwischen Ausgang und GND. Kurzschlüsse habe ich auf die Schnelle auch
keine Gefunden.
Anbei einmal der Schaltplan und ein Bild vom Platinenlayout ( mit und
ohne Massefläche ).
C4 ist momentan nicht bestückt.
Udo Schmitt schrieb:> @TE:> Welcher Typ ist verbaut?> Hast du die Max Power Dissipation durchgerechnet?
Ein 3.3V Typ ist verbaut. Beim Planen des ganzen habe ich die
Dissipation durchgerechnet und war noch meilenweit vom Maximum entfernt.
Fragi schrieb:> Häng mal die Last ab. Was macht er dann?
Auf dem Platinenlayout kann man erkennen, dass ich die Last ( den µC )
leider nicht so ohne weiteres entfernen kann, daher kann ich das leider
nicht beantworten.
j. c. schrieb:> Schwingt er?
Woran kann ich das erkennen ? Habe im Moment leider kein Oszi zur
verfügung.
Dirk schrieb:> Wozu ist die L1 (Spule???) am Ausgang der Reglers drin?
Ein Ferrit für AVCC.
Dirk schrieb:> Wozu ist die L1 (Spule???) am Ausgang der Reglers drin?
Die trennt Vcc des Controllers von AVcc ab. Zwar hätte ich sie nahe
an den Controller gesetzt, aber letztlich wirkt der Leiterzug ja auch
nur als zusätzliche Induktivität, insofern sollte das nicht so
tragisch sein.
Heißer LDO schrieb:> Habe im Moment leider kein Oszi zur> verfügung.
Zwei Schottky-Dioden in Greinacher-Schaltung als HF-Tastkopf
benutzen und ein normales Multimeter dahinter setzen.
>Auf dem Platinenlayout kann man erkennen, dass ich die Last ( den µC )>leider nicht so ohne weiteres entfernen kann,...
Doch, das geht sogar supereinfach: Einfach die Leiterbahn hinter dem
Ausgangstantal unterbrechen.
Warum eigentlich die supercoolen Vias zur Kühlung, wenn das Tab des LDOs
nur über hauchdünne Thermals dranhängt?
Ich kenn mich mit dem STM32 nicht aus, aber warum muss da PB2 hart auf
GND liegen? Das ist der der Kurzschluss im wahrsten Sinne des Wortes
vorprogrammiert...
Fragi schrieb:> Doch, das geht sogar supereinfach: Einfach die Leiterbahn hinter dem> Ausgangstantal unterbrechen
Sowas wollte ich eigentlich verhindern.
Darum habe ich gerade eine 2. Platine genommen und nur USB Buchse, LDO
und den Ausgangs-Tantal eingelötet. Siehe da, stabile 3.3V. Es muss wohl
an der Gesamtbestückung liegen.
Georg A. schrieb:> Warum eigentlich die supercoolen Vias zur Kühlung, wenn das Tab des LDOs> nur über hauchdünne Thermals dranhängt?
In der Tat, das ist mir leider erst im Nachhinein aufgefallen. Ist für
Revision 2 auf jeden Fall schon vorgemerkt.
> Ich kenn mich mit dem STM32 nicht aus, aber warum muss da PB2 hart auf> GND liegen? Das ist der der Kurzschluss im wahrsten Sinne des Wortes> vorprogrammiert...
Das ist der BOOT1-Pin, mit dessen hilfe der Bootloader gewählt wird.
Hast natürlich Recht, das ist nicht so schön, ein Widerstand wäre besser
gewesen, damit man nichts kaputt macht, wenn der Pin doch auf Ausgang,
high geschaltet wird ( wird er im Moment aber eh noch nicht, da gar kein
Programm drauf ist ).
>In der Tat, das ist mir leider erst im Nachhinein aufgefallen. Ist für>Revision 2 auf jeden Fall schon vorgemerkt.
Kannst du ja zur Not mit ein wenig Draht verstärken.
>Das ist der BOOT1-Pin, mit dessen hilfe der Bootloader gewählt wird.>Hast natürlich Recht, das ist nicht so schön, ein Widerstand wäre besser>gewesen, damit man nichts kaputt macht, wenn der Pin doch auf Ausgang,>high geschaltet wird ( wird er im Moment aber eh noch nicht, da gar kein>Programm drauf ist ).
Achtung, das ist auf jeden Fall ein Heißer! Ich kenne jetzt deinen µC
nicht, aber es gibt Typen, die beim Power-On-Reset eine gewisse Zeit
brauchen, bis sie in den Tristate schalten!!! Während dieser Zeit hast
du einen Kurzschluß, was ein permanent zu niedriges Vcc zur Folge hat,
weshalb der µC nie vollständig resettet, sondern sich dauernd in diesem
Zustand hält! Also unbedingt dort den Kurzschluß durch einen
Pulldown-Widerstand ersetzen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Fragi schrieb:> Ich kenne jetzt deinen µC> nicht, aber es gibt Typen, die beim Power-On-Reset eine gewisse Zeit> brauchen, bis sie in den Tristate schalten!
Schlechtes Controllerdesign. ;-) Ich denke, dass die diversen
Cortex-M3s darunter nicht leiden. Die haben es vernünftig gemacht
und lassen die Pins im Tristate, bis ihnen jemand was anderes sagt.
> Das kann durchaus mal eine defekter Keramikkondenstaor sein.
Das kann man aber rausfinden, indem 3.3V mit Strombegrenzung aus einem
Netzteil direkt einspeist. Irgendwo MUSS es dann warm werden...
Jörg Wunsch schrieb:> Fragi schrieb:>> Ich kenne jetzt deinen µC>> nicht, aber es gibt Typen, die beim Power-On-Reset eine gewisse Zeit>> brauchen, bis sie in den Tristate schalten!>> Schlechtes Controllerdesign. ;-) Ich denke, dass die diversen> Cortex-M3s darunter nicht leiden. Die haben es vernünftig gemacht> und lassen die Pins im Tristate, bis ihnen jemand was anderes sagt.
jap.
ich kenne keinen µC der seine Pins beim Power-Up nicht im TriState hat.
Unterschiedlich ist nur die PullUp bzw. PullDown Konfiguration.
Die Anschlüsse VDDA und VSSA bzw. deren zugeführte Spannungen VCCA und
GNDA sind vertauscht. Der konstant niedrige Widerstand deutet darauf
hin, dass dadurch der Microcontroller beschädigt wurde.
>ich kenne keinen µC der seine Pins beim Power-Up nicht im TriState hat.>Unterschiedlich ist nur die PullUp bzw. PullDown Konfiguration.
Hier ein Beispiel, bei dem ein AT89S52 einen Port meim Power-up auf
logic low zieht.
Fragi schrieb:> Hier ein Beispiel, bei dem ein AT89S52 einen Port meim Power-up auf> logic low zieht.
Auf low? Oder doch eher auf high?
Anyway, der AT89S52 hat keine aktiv high treibenden Ausgänge, sondern
nur Pullups und aktiv low treibende Ausgänge. Einen solchen Pin fest
an GND zu verdrahten, ist folglich kein Problem.
Andreas Schweigstill schrieb:> Die Anschlüsse VDDA und VSSA bzw. deren zugeführte Spannungen VCCA und> GNDA sind vertauscht. Der konstant niedrige Widerstand deutet darauf> hin, dass dadurch der Microcontroller beschädigt wurde.
AUTSCH! Das stimmt. Dann wird Revision 2 wohl nötig.
Da Platziert man die Pins schon schön und passt nicht auf, welcher wo
liegt.
Danke, das hätte bestimmt noch gedauert, bis ich das rausfinde.
>Auf low? Oder doch eher auf high?
Die obere Kurve ist die anteigende Versorgungsspannung. Die untere Kurve
das Potential an einem Portausgang. Wie man sieht, wird dieser auf low
gezogen, bis der Reset aktiv wird. Erst NACH erfolgreichem Reset nimmt
der Port den nominalen Resetpegel an.
>Anyway, der AT89S52 hat keine aktiv high treibenden Ausgänge, sondern>nur Pullups und aktiv low treibende Ausgänge.
Der AT89S52 hat strong internal pull-ups, die, wenn der µC richtig
arbeitet, während zwei Ozillatorperioden aktiv sind. Solange der µC
nicht resettet wurde und der Oszillator nicht richtig schwingt, ist
fraglich, was der strong internal pull-up macht.
>Einen solchen Pin fest an GND zu verdrahten, ist folglich kein Problem.
Natürlich nicht. Das Bildchen aus meinem Archiv zeigt hier ja auch nur
den Fall, daß der Port bis zum Reset low ist. Es gibt aber auch
Situationen, in denen er high ist. Es sollte letztlich auf den Kommentar
von Michael antworten, wonach er "keinen µC kennt, der seine Pins beim
Power-Up nicht im TriState hat". Der AT89S52 hat seine Pins im Tristate
erst NACH einem erfolreichem Reset!
Fragi schrieb:> Der AT89S52 hat seine Pins im Tristate> erst NACH einem erfolreichem Reset!
Der AT89S52 hat gar keine Tristate-fähigen Ausgänge. Zumindest lese
ich das so aus dem Datenblatt (*), und das kenne ich auch (allerdings
vom Hörensagen, nicht aus eigener Erfahrung) allgemein von MCS51.
(*) Wenn man das Datenblatt liest, weiß man erstmal, wie exakt ein
AVR-Datenblatt dagegen ist.
>Der AT89S52 hat gar keine Tristate-fähigen Ausgänge. Zumindest lese>ich das so aus dem Datenblatt (*), und das kenne ich auch (allerdings>vom Hörensagen, nicht aus eigener Erfahrung) allgemein von MCS51.
Damit hast du Recht. Der AT89S52 hat genau genommen "quasi-bidirectional
ports". Nach dem Reset sind "weak internal active pull-ups" aktiviert.