ich habe eine zumindest optisch exakt baugleiche Säge von Toledo,
PPS-450. Vor einigen Jahren als Angebot gekauft, bei Plus war das glaube
ich. Habe damit ein paar Laminatbretter gesägt, dafür war mir die Säge
aber schon zu unhandlich und zu staubig und ich habe eine ordentliche
Kappsäge dafür in den Keller geschleppt. Dann nach längerer Zeit wollte
ich einen Ausschnitt in eine liegende Spanplatte auf dem Dachboden
sägen. Vorsichtig eingetaucht, ein lautes Scheppern und das Getriebe war
Schrott. Davor sollte eigentlich die Leistungsbegrenzer-Elektronik
schützen, tat sie aber nicht (so wie eine Öldrucklampe im Auto erst
angeht wenn der Motor schon trocken ist :-)).
Ich habe auch den Vertrieb 'Servotool' im Internet bzw. in Holland
gefunden, aber das Getriebe gibts nicht als Ersatzteil und damit ist die
Säge Schrott. Der Motor dreht noch und man könnte damit was schönes
basteln, mehr nicht.
Also besser in ein Markengerät investieren oder mal nach Ersatzteilen
fragen (sollten natürlich auch nicht teurer als die Säge selber sein
wenn man sich zutraut die selber zu reparieren).
nicht wirklich weil ich die Säge nie so dringend brauchte und auch nicht
nach Ersatz gesucht habe. Hätte sie nur gerne repariert wenn es die
Ersatzteile zum aktzetablen Preis gegeben hätte.
Aber auf Fragen nach solcher Hardware bekommst du vermutlich in
Handwerker/DIY Foren eher Antworten.
Ich will die Batavia auch nicht mit Gewalt schlecht machen, aber wenn
man sich die Firma anguckt sieht man das es eine Vertriebsbude für viele
'Marken' ist, wie Servotool auch. Und viele Bewertungen bei ELV sind
ganz allgemein und zitieren einfach die tech. Daten wie 'toll die 27mm
Schnitttiefe'. Nur ausprobiert hats keiner bzw. bei 15mm Fichte hatte
schon jemand Probleme... Also für gelegentliche, vorsichtige
Sägearbeiten sicher ok. Nur eine Stichsäge reicht mir meist und für
Laminat und gerade, saubere Schnitte ist ein Hebelschneider besser.
Vor einigen Monaten habe ich mir genau das Teil zugelegt. Natürlich
könnte ich jetzt eine riesen Lobrede auf das Teil halten - werde ich
aber nicht tun.
Meiner Meinung nach ist die Tauchsäge eher unhandlich, es ist definitiv
keine Einhandsäge, ausser man hat riesige, kräftige Hände. Ich kann von
mir sicher nicht behaupten, dass ich kleine Hände hätte, aber den
Einschaltknopf gedrückt halten und die Säge vernünftig durch das Holz zu
schieben ist nach einiger Zeit (nach einigen Zentimetern) eher
anstrengend.
Die Leistungsbegrenzer-Elektronik taugt wirklich was. Da braucht man
nicht mal heftig in eine Kiefer- oder Fichtenplatte (18mm) einzutauchen,
schon spricht das Ding an - also ausschalten, raus aus der Platte und
erneut vorsichtiger versuchen. Aber das schreibt auch ELV selbst in
deren Forum bzw. bei den Bewertungen, in etwa: "Wir empfehlen, die
Tauchsäge nur mit 2 Händen zu benutzen" oder "vorsichtig und mit nicht
zuviel Vorschub arbeiten".
Also mit einer Hand führen und dabei gerade Schnitte - in zwei Achsen
wohlgemerkt - hinzubekommen, ist definitiv nicht einfach, da bedarf es
schon einiger Übung. Ach, und die letzten Zentimeter beim Bretter sägen
sind natürlich auch Gefühlssache, da man dann ja nicht mehr sieht, ob
man noch gerade sägt ...
Ausserdem ist die Parallelführung in der Kunststoffabdeckung zu
befestigen - also vorsichtig beim kräftigen führen!
Ob sie eher laut oder leise ist kann ich nicht sagen, da ich keinen
Vergleich mit anderen Tauchsägen habe. Ich vermute mal, dass die
"kleinere" Tauchsäge von Exakta, die u.a. auch im Fernsehen beworben
wird, handlicher und auch leiser ist. Ob die auch besser ist (geringere
Schnitttiefe), kann ich aber auch nicht sagen.
Lies Dir zumindest ALLE Meinungen bei ELV durch, da gibt es nämlich
durchaus auch kritischere dazu.
Was ich mir überlege ist, das Teil von unten in eine Platte einzubauen
und sie dann quasi als Tischkreissäge zu benutzen. Dann werden die
Schnitte sicher gerader, aber mit "nur mässigem" Vorschub muss trotzdem
gearbeitet werden. Ich weiss nur noch nicht genau, wie ich das Teil
vernünftig befestigen kann.
Dass diese Tauchsägen wie Sauer-Bier bei den privaten TV-Anstalten
angeboten werden, spricht meiner Meinung nach Bände...
Es werden Werkzeuge angeboten, die den Anspruch erheben, mehr zu
leisten, als mehrere Werkzeuge, die die Profis benutzen und brauchen.
Wozu ist das Ding gut - kann man das essen ?
Aussenschnitte: Handkreissäge, Stichsäge, Tischkreissäge
Innenausschnitte: Tauchsäge (Handkreissäge mit Tauchfunktion),
Stichsäge, Oberfräse
Für alle handgeführten Geräte im besseren Bereich gibt es auch
Führungsschienen, notfalls tut es oftmals auch z.B. eine Alulatte.
Gelegentlich auch noch ganz nützlich finde ich Kappsäge (wer das
Kleingeld aufwenden will mit Zugfunktion) und inzwischen sogar die
kleine Bandsäge.
Die macht sich prima im Kellerbetrieb (solange es kleinere Werkstücke
sind), da staubärmer als Kreissägen und dennoch mit Tischauflage. Auch
ein bisschen Alu geht selbst mit der Billigvariante sehr gut.
Der Sinn von Decoupiersägen ist auch nachvollziehbar, vor Allem im
Modellbaubereich.
Und was davon kann das ELV-Teil, was weder sicher mit einer Hand
betrieben werden kann noch Führungsmöglichkeiten hat, ersetzen ?
Abgesehen davon, dass man es scheinbar nicht allzu schief ansehen darf,
wenn es unter Umständen bei 18mm Weichholz schon schlapp macht.
Ist mein Gefühl so abwegig, dass es sich um ein überflüssiges Produkt
aus dem Marketing handelt ?
Wer einmal mit den s.g. HSS Schneidwerkzeugen gearbeitet hat, wird
schnell erkennen, dass diese auch, selbst wenn sie denn "titanisiert"
sind, nicht lange dazu taugen, lange Standzeiten zu überleben. Wer
wirklich gute Frontends für Metallbearbeitung braucht, schaue mal bei
z.B. Hahn und Kolb vorbei. Alles andere ist eb*y - Mist bzw. China crap.
MaWin schrieb:> könnte wenn man sie ungedrecht unter ein Blech schraubt> damit eine Proxxon FKS ersetzen,
...und selbst wenn sie so gut wäre, um z.B. die Proxxon FKS zu ersetzen,
dann würde sie wohl nicht nur 65 Euronen kosten ...
Nennt man so was nicht auch "Preis-Leistungsverhältnis" ?
MaWin schrieb:>> Wozu ist das Ding gut - kann man das essen ?>> Also wenn es gut wäre, könnte man damit Schattenfugen> bei Paneeldecken und Rigipsdecken sägen,
Ok, könnte sein ...
> könnte Parkett und Laminat nach dem es eingebaut wurde> mit kleiner Fuge an der Wand absägen,
War noch nie nötig und ich habe bestimmt schon irgendwas zwischen 100
und 150 qm Laminat verlegt
> könnte wenn man sie ungedrecht unter ein Blech schraubt> damit eine Proxxon FKS ersetzen,
Nö. Oder gibt es - um nur mal einen Punkt zu nennen - für den
Chinabomber ein vergleichbares Sägeblatt, dass schön schmal ist und
nicht gleich stumpf wird ?
> könnte man rechteckige Löcher z.B. in Alufrontplatten> gerader aussägen als mit der Stichsäge,
Ich zweifle daran, dass man Ausschnitte in dieser Grö0enordnung
benötigt. Die Meisten werden ja doch viel kleiner sein, als man damit
erreichen könnte.
> und vielleicht könnte man mit einem Diamantblatt sogar> Öffnungen in eingebaute Fliesen sägen.
Vielleicht ...
> Aber all das geht mit dem Billigprodukt wohl nicht,.> das allermeiste davon geht aber mit einer Lamellofräse,> einer umgebauten Flex.
Ein wahres Wort. Und so eine Lamellofräse kann ihrer Bestimmung nach
sogar noch mehr, was der Holzbastler sicher zu schätzen weiss :)
> http://www.google.de/products/catalog?q=einhell+la...
Aber in der Preisklasse darf man da eben auch nicht so viel erwarten.
Ich bin niemand, der von Allem zwingend Handwerkerqualität haben muss.
Bei dem eigenlichen Sinn der Lamellofräse ist allerdings Präzision
gefragt, somit darf die Investition, wenn man denn damit arbeiten will,
auch etwas größer sein.
Also ich kann nur sagen die Säge ist Schrott, ich habe sie gekauft
einmal angesetzt zum sägen und das wars Getriebe total platt, alle
Zahnräder ausgebrochen, und das beste ist der Service 2mal geschrieben
keine Antwort also absolut nicht zu empfehlen.