Quelle der Schaltung:
http://sbarth.dyndns.org/seiten/rahmen.php?nav=geigerzaehler
Ich verstehe nicht so recht welche Funktion die beiden, im Bild
markierten,
Teile der Schaltung haben.
Roter Teil: Nand ist als Inverter beschaltet. Der Widerstand zwingt den
Inverter in den steilflankigen Verstärkerbereich der Vo/Vi Kennlinie.
Soweit so gut. Wird über den C ein Oszillator realisiert? Ist 1MEG*C
die Zeitkonstante dazu?
Grüner Teil: besteht aus Nand, Hochpass und Inverter, der auf den
Nand zurückkoppelt. Wenn Nand am unteren Eingang 1 anliegen hat, dann
oszilliert diese Schaltung auch, Aber wie gross ist die Zeitkonstante?
1/Grenzfrequenz vom Hochpass?
Insgesamt verstehe ich das Zusammenspiel der beiden Teile nicht.
Könnte jemand mit ein Paar Worten dazu kommentieren?
Grüße,
Daniel
Daniel schrieb:> Ich verstehe nicht so recht welche Funktion die beiden, im Bild> markierten, Teile der Schaltung haben.
Steht doch teilweise sogar dran.
> Roter Teil: Nand ist als Inverter beschaltet. Der Widerstand zwingt den> Inverter in den steilflankigen Verstärkerbereich der Vo/Vi Kennlinie.
Nein. CD4093. Schmitt-Trigger Charakteristik an den Eingängen. Da gibt
es keinen linearen Bereich. Und das ganze ist eine Grundschaltung für
einen 1-Gatter Oszillator. Schwingfrequenz ist abhängig von der
Betriebsspannung (weil die Hysterese der Eingänge halbwegs konstant
ist). Als grobe Abschätzung taugt 1/tau. Aber da es ohnehin einstellbar
ist, ist das egal.
> Grüner Teil: besteht aus Nand, Hochpass und Inverter, der auf den> Nand zurückkoppelt.
Das ist ein Monoflop. Ebenfalls eine Grundschaltung. Impulszeit ist ca.
0.7*tau. Auch hier gibt es eine Abhängigkeit von der Betriebsspannung.
Ach ja: tau = R*C
Und dann schau doch bei Gelegenheit mal in ein Buch. Ja, diese
altmodischen Dinger aus bedrucktem Papier. Es gibt z.B. das
"CMOS-Kochbuch", das würde hier passen.
XL
Axel Schwenke schrieb:>> Roter Teil: Nand ist als Inverter beschaltet. Der Widerstand zwingt den>> Inverter in den steilflankigen Verstärkerbereich der Vo/Vi Kennlinie.>> Nein. CD4093. Schmitt-Trigger Charakteristik an den Eingängen. Da gibt> es keinen linearen Bereich. Und das ganze ist eine Grundschaltung für> einen 1-Gatter Oszillator. Schwingfrequenz ist abhängig von der> Betriebsspannung (weil die Hysterese der Eingänge halbwegs konstant> ist). Als grobe Abschätzung taugt 1/tau. Aber da es ohnehin einstellbar> ist, ist das egal.
ich bin die ganze Zeit vom normalen NAND ausgegangen!
das erklärt natürlich alles.
diese Beschaltung kenne ich nicht. Sie ist allerdings ähnlich
der OPV Schaltung mit R-C Zweig und R-R Zweig.
>> Grüner Teil: besteht aus Nand, Hochpass und Inverter, der auf den>> Nand zurückkoppelt.>> Das ist ein Monoflop. Ebenfalls eine Grundschaltung. Impulszeit ist ca.> 0.7*tau. Auch hier gibt es eine Abhängigkeit von der Betriebsspannung.
ich habe's kapiert
MaWin schrieb:> Die 1N4007 ist auf jeden Fall schon mal falsch.
warum MaWin?
Bei der Sache mit den 6Volt bin ich noch unsicher.
Ergibt sich 6V speziell bei dieser Dimensionierung der
Windungsverhältnise?
=> Schaltfrequenz des Wandlers.
Kann ich eigentlich über die 150 Ohm die Schaltfrequenz verändern?
Winfried J. schrieb:> 1N4007 ist bei der Sperrspannung wohl mit der heißen Nadel> siehe Zenerspannung ca 450V.
Das ist nicht der Punkt. Eine 1N4007 ist schlicht zu langsam. Der
Sperrwandler schaltet ja nicht mit 50Hz. Irgendwas schnelles
(Sperrerholzeit <100ns) mit >=600V Spannungsfestigkeit und möglichst
wenig Strom (für geringe Kapazität) wäre angemessen. Meine
Datenblattsammlung gibt nix perfekt passendes her, aber eine UF4007
würde notfalls passen. Perfekt wäre eine BAS21 mit mehr Sperrvermögen.
Allein die (Umschalt-)Sperrverluste der 1N4007 dürften für die Hälfte
des Stromverbrauchs dieser Schaltung verantwortlich zeichnen.
XL
Daniel schrieb:> Bei der Sache mit den 6Volt bin ich noch unsicher.> Ergibt sich 6V speziell bei dieser Dimensionierung der> Windungsverhältnise?
Ja. Die Spannungs- bzw. Windungszahlenverhältnisse gelten im Durchfluß-
wie im Sperrfall. Durch die Regelung ist sichergestellt, daß die
Sekundärwicklung im Sperrfall max. ca. 450V liefert. Das
Windungszahlenverhältnis des Trafos scheint also so zu sein, daß die
Primärwicklung dann ca. 4.5V liefert (N1:N2 = 1:100).
XL
wobe 4/6 die primärwicklung ist und 4/5 die Sekundäre
(spartrafo).Lediglich die Rückopplung 12, ist isoliert.
Schon tricky die Versorgung, Aber wie lange hällt da eine AA wohl ?
Axel Schwenke schrieb:> Daniel schrieb:>> Bei der Sache mit den 6Volt bin ich noch unsicher.>> Ergibt sich 6V speziell bei dieser Dimensionierung der>> Windungsverhältnise?>> Ja. Die Spannungs- bzw. Windungszahlenverhältnisse gelten im Durchfluß-> wie im Sperrfall. Durch die Regelung ist sichergestellt, daß die> Sekundärwicklung im Sperrfall max. ca. 450V liefert. Das> Windungszahlenverhältnis des Trafos scheint also so zu sein, daß die> Primärwicklung dann ca. 4.5V liefert (N1:N2 = 1:100).
Ich dachte immer, bei Sperrwandlern würde man das Windungs-
verhältnis deutlich kleiner als das Spannungsverhältnis wählen.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:>> Die Spannungs- bzw. Windungszahlenverhältnisse gelten im Durchfluß->> wie im Sperrfall. Durch die Regelung ist sichergestellt, daß die>> Sekundärwicklung im Sperrfall max. ca. 450V liefert. Das>> Windungszahlenverhältnis des Trafos scheint also so zu sein, daß die>> Primärwicklung dann ca. 4.5V liefert (N1:N2 = 1:100).>> Ich dachte immer, bei Sperrwandlern würde man das Windungs-> verhältnis deutlich kleiner als das Spannungsverhältnis wählen.
Tut man ja. Bei 100:1 und 1.5V Betriebsspannung, steigt in der
Stromflußphase die Spannung an der Sekundärwicklung auf (-)150V. Nach
dem Abschalten des Stroms sorgt die Induktion für eine Umkehrung der
Spannung, die dabei - begrenzt durch die Regelung - bis auf das 3fache
ansteigt. Und dann eben besagte 4.5V bzw. 450V beträgt. Ohne Regelung
würde die Spannung noch weiter ansteigen, weil Energie aus dem
Magnetfeld ja nur entnommen wird, wenn die Induktionsspannung höher ist
als die Spannung am sekundären Lade-Kondensator. Die Spannung steigt so
hoch wie nötig ist, die Energie loszuwerden. Im Zweifelsfall bis es zu
einem Überschlag kommt.
Man kann das so auffassen, daß in der Stromflußphase Energie in den
magnetischen Kreis geladen wird, die dann in der Sperrphase an die
Sekundärseite abgegeben wird. Die Spannungsüberhöhung sorgt dafür, daß
man nahezu unabhängig von der momentanen Sekundärspannung diese Energie
wieder los wird.
Wenn man einen Sperrwandler dimensioniert, muß man natürlich die
Sperrfähigkeit des Schaltelements beachten. Aus der Betriebsspannung und
der maximalen Sperrspannung ergibt sich die maximal ausnutzbare
Spannungsüberhöhung (im obigen Fall: dreifach). Anhand derer kann man
dann die Sekundärwicklung dimensionieren. Und danach dann auch den
Sekundärgleichrichter. Oben schwingt die Spannung bis auf -150V, bei
450V am Kondensator. Der Gleichrichter muß also mindestens 600V
aushalten.
XL
Axel Schwenke schrieb:>>> Das Windungszahlenverhältnis des Trafos scheint also so zu sein,>>> daß die Primärwicklung dann ca. 4.5V liefert (N1:N2 = 1:100).>> Ich dachte immer, bei Sperrwandlern würde man das Windungs->> verhältnis deutlich kleiner als das Spannungsverhältnis wählen.>> Tut man ja. Bei 100:1 und 1.5V Betriebsspannung, steigt in der> Stromflußphase die Spannung an der Sekundärwicklung auf (-)150V. Nach> dem Abschalten des Stroms sorgt die Induktion für eine Umkehrung der> Spannung, die dabei - begrenzt durch die Regelung - bis auf das 3fache> ansteigt. Und dann eben besagte 4.5V bzw. 450V beträgt.
Ich hatte irgendwie übersehen, das die Schaltung mit 1,5V läuft
und war von 4,5V Betriebsspannung ausgegangen. Ich konnte mich
erinnern, das man früher für Blitzgeräte bis zu zehnfache Span-
nungserhöhung benutzt hat. Der primäre Schalttransistor muss
dann natürlich auch diese zehnfache Spannung verkraften können.
Gruss
Harald