Unbenutzte ADC-Eingänge anderweitig benutzen?

Gast #2576348
Achtung! Es folgen 2 Mikrocontroller Anfänger Fragen:

Wenn ich PC0, PC1 und PC2 von meinem Atmega88 zum 
Analog-Digital-Convertern benutze, kann ich die übrigen Pins PC3, PC4 
und PC5 dann als ganz normale I/O Pins verwenden?


Dann habe ich noch eine andere Frage zum Thema ADC:

Ist es sinnvoll eine externe Referenzspannung zu benutzen, wenn ich 
Spannungen im Bereich von 0,5V bis 4V reproduzierbar mit einer 
Genauigkeit von +-20mV einlesen möchte?


Danke für eure Hilfe!

Gruß,
Thomas
#2576364
Fluxkompensator schrieb:
> Achtung! Es folgen 2 Mikrocontroller Anfänger Fragen:
>
> Wenn ich PC0, PC1 und PC2 von meinem Atmega88 zum
> Analog-Digital-Convertern benutze, kann ich die übrigen Pins PC3, PC4
> und PC5 dann als ganz normale I/O Pins verwenden?
Ja

> Dann habe ich noch eine andere Frage zum Thema ADC:
>
> Ist es sinnvoll eine externe Referenzspannung zu benutzen, wenn ich
> Spannungen im Bereich von 0,5V bis 4V reproduzierbar mit einer
> Genauigkeit von +-20mV einlesen möchte?
Du kannst entweder VCC, alles <= VCC oder die interne Spannungsreferenz 
nehmen. Wobei die interne Spannungsreferenz von 1.1V nicht unbedingt als 
"genaue" Referenz anzusehen ist, die Abweichung kann relativ groß sein 
(siehe Datenblatt).
Wenn es genau sein soll, solltest du immer eine externe nehmen. Wenn du 
den Dynamikbereich optimal nutzen willst, dann nimmst du als Referenz 
eben die max. Spannung der zu messenden Spannung.
#2576367
Fluxkompensator schrieb:
> Wenn ich PC0, PC1 und PC2 von meinem Atmega88 zum
> Analog-Digital-Convertern benutze, kann ich die übrigen Pins PC3, PC4
> und PC5 dann als ganz normale I/O Pins verwenden?

Im Prinzip.. "JA", allerdings sollte man lt. Datenblatt an den
Pins des ADC Port  nicht intensiv togglen, da hier eine beeinflussung
stattfinden kann.
Wenn du jedoch an PC3 eine LED einschaltest und dem System etwas
Zeit gibst bevor du eine ADC Wandlung einleitest sollte es kein Problem
geben .

Timmo H. schrieb:
> Du kannst entweder VCC, alles <= VCC oder die interne Spannungsreferenz
> nehmen.

Das ist gut gemeint aber nicht richtig.
VCC als Referenz ist immer ziemlich schlecht, es sei denn man möchte
von den 10 Bit noch gleich 2 Bit im Gezappel verschenken.

Die interne Refernz ist ganz okay, aber von einem Atmel zum nächsten
auf einer anderen Spannung.

Ideal ist meiner Meinung nach der Einsatz eines TL431 als externe
Referenz. In der Minimalbeschaltung hat dieser 2,5 Volt.
In Verbindung mit einem Poti kann man diese Spannung sogar einstellen.
Das kann , bei geschickter Auswahl dann sogar im Programm einige
Rechenoperationen oder sogar das floating.point einsparen.

Gruss Klaus
Gast #2576413
Klaus De lisson schrieb:
> VCC als Referenz ist immer ziemlich schlecht

Kommt drauf an, wo die Messspannung herkommt. Hat die eine eigene 
Spannungsreferenz, oder wird die ratiometrisch aus der Vcc abgeleitet. 
In letzterem Fall wäre Vcc als Referenz wieder vorzuziehen.

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