Ich mache im kommenden Sommer Abitur und überlege, Elektrotechnik zu
studieren und habe eine Fachhochschule ins Auge gefasst. Stimmt es, dass
die Fachhochschule nur eine verlängerte Schule ist? Das habe ich hier
gelesen:
http://forum.fdp-bundesverband.de/read.php?4,1508508,1508824#msg-1508824
Das wäre ja nicht so schlimm, mir macht nur das Wort "Schmalspurstudium"
Sorgen. Oder hängt das mehr vom Studiengang ab?
An einer FH ist es deutlich einfacher als an einer Uni, aber halt auch
praxisnäher. Ich kann es nicht mit einer Ausbildung vergleichen, aber
ich denke, dass die FH etwa mittig zwischen Ausbildung und Uni liegt.
Und mach nicht den Fehler, das Schulfach 'Mathematik' für Mathematik zu
halten.
Frank N. Stein schrieb:> Ich mache im kommenden Sommer Abitur und überlege, Elektrotechnik zu> studieren und habe eine Fachhochschule ins Auge gefasst. Stimmt es, dass> die Fachhochschule nur eine verlängerte Schule ist?
Oh je, mal wieder die übliche Trollerei. Um die Frage zu beantworten,
nein, ist sie nicht und war sie nie. Das ist nur seit Jahrzehnten von
der Uni-Fraktion verbreitete Propaganda. Die fühlen sich seit der
Gründung der FHs in den '70ern angepisst.
> Das wäre ja nicht so schlimm, mir macht nur das Wort "Schmalspurstudium"> Sorgen.
Kommt aus der gleichen Propagandaecke und wird deshalb ebenfalls gerne
von Trollen aus dem Ärmel gezogen.
Unis bilden mit einem wissenschaftlichen Anspruch aus und daher ist das
Studium anspruchsvoller. FHs bilden mit dem Anspruch auf
Praxisbezogenheit aus.
Sowohl Industrie als auch der Staat bewerten ein Uni-Studium höher. Das
zeigen sie durch das Gehalt. Interessanterweise zahlt die Industrie auch
für FH-Ingenieure anständig (der Staat allerdings weniger). Die
Industrie ist mit den Leistungen von FH-Ingenieuren offensichtlich
durchaus zufrieden. So Schmalspurig kann das Studium nicht sein.
Als jemand mit Abi solltest du natürlich an der Uni studieren. So wie du
daher kommst, grämst du dich über ein FH-Studium ein Leben lang.
Wenn es nur noch Master und Bachelor gibt, wird sich das nach einem
weiteren Jahrzehnt sowieso erledigt haben.
Übrigens, für den nächsten Trollversuch, nimm mal Techniker gegen
Ingenieure. Das zieht hier immer.
Neben den klassichen Kalauern
FH - [F]ast eine [H]ochschule
TU - [T]heoretischer [U]sinn
kann man das ganze auch nüchterner betrachten: Uni und FH sind
inzwischen etwas ähnlicher, auch das Bachelor-Studium an der Uni ist
verschulter als früher.
Die FH ist nicht schmalspuriger als die Uni, aber anders. Elektrotechnik
ist an der Uni sehr Mathe-lastig, insgesamt sehr abstrakt. Den
Praxisbezug (Programmierung, Schaltungsentwurf, ...) muss man sich
großteils nebenbei selbst erarbeiten.
Auch auf dem Arbeitsmarkt ist weder der FH- noch der Uni-Abschluss an
sich besser oder schlechter. Ausnahmen sind größere Firmen, die manche
Karrierepfade (Projektleiter, Gruppenleiter) eher den Master/Univ.
vorbehalten. Aber auch für Uni-Absolventen ist eine solche Laufbahn beim
derzeitigen "Fachkräftemangel" (<--Ironie!) kaum erreichbar.
Schwer wird es übrigens auf jeden Fall. Es gibt immer wieder Studenten,
die glauben "Wirtschaftsingenieur" sei nur halb Wirtschaft und nur halb
Ingenieur und daher halb so schwer. Und es gibt Studenten, die glauben
FH sei leichter als Uni, da weniger Mathe. Wenig ist niemals. Die FH ist
evtl. eher Anwendungsbezogen technisch ausgerichtet, die Uni eher
wissenschaftlich, abstrakter, aber trotzdem praxisorientiert und schwer
sowieso. Du musst mit 70-80 % Schwund rechnen. Mach ruhig Uni, wechseln
kannst du ja immer noch.
"die Uni eher wissenschaftlich, abstrakter"
;)
d.h. die FH ist eine unwissenschaftliche Hochschulform?
Interessant, grade unter dem Gesichtspunkt das es an Kunsthochschulen
(sind Universitäten gleichgestellt) und den Fakultäten der
Kunstwissenschaft üblich ist ohne Promotion zum Prof berufen zu werden.
Die Praxis wie Promotion im Bereich der Medizin ablaufen sollen ,erfüllt
zumindest nicht die Ansprüche die allg. unter wissenschaftliche Arbeit
('im Bereich einer Promotion') verstanden werden.
Aber Fakt ist FH ist Schrott. Ich würde nie wieder einen Bachelor an
einer FH anstreben. (wobei es teilweise an der Uni sogar schlimmer ist -
da zumindest ein Prof die Tutorials jetzt als obligatorisch festgelegt
(im Bachelor) hat (die meisten würden ja auch so hin gehen aber keine
finde Pflicht grundsätzlich nicht erstrebenswert ).
Mischmasch schrieb:> Sowohl Industrie als auch der Staat bewerten ein Uni-Studium höher. Das> zeigen sie durch das Gehalt.
Ne machen die nicht. Da wird gleich bezahlt.
Dussel schrieb:> An einer FH ist es deutlich einfacher als an einer Uni, aber halt auch> praxisnäher. Ich kann es nicht mit einer Ausbildung vergleichen, aber> ich denke, dass die FH etwa mittig zwischen Ausbildung und Uni liegt.> Und mach nicht den Fehler, das Schulfach 'Mathematik' für Mathematik zu> halten.
Was für ein Schwachsinn...
Das einzige was bei mir beim FH-Studium "praktisch" war, sind die paar
Laborversuche die man bei verschiedenen Fächern hat. Bei den Vorlesungen
war da nicht wirklich groß irgendwas praktisches dabei...
Und einfacher / schwerer ist ja schon bei verschiedenen Profs an der
selben FH/Uni unterschiedlich wie Tag und Nacht. Da kann man natürlich
super komplette Hochschulen miteinander vergleichen...
In der Industrie ist es eh egal ob FH oder Uni. Das einzige wo es
deutlich unterschieden wird ist im öffentlichen Dienst bzw. wenn du noch
nen Dr. machen willst.
Trollig :D
Popcorn am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen :D
Uni ist toll, FH ist Müll...
Helle Menschen sind alles, Schwarze sind nichts....wie bei der additiven
Farbmischung nicht wahr?!.... -.-
Vor rund 4 Jahren hab ich mir die gleiche Frage gestellt, auch an beiden
Institutionen beworben, aber dennoch für die FH entschieden...
Es kommt darauf an was du später mal machen willst und was für ein
Lerntyp du bist...
Mein FH-Studium bestand aus min. 50% aus Laboren, in der man praktisch
gefordert wurde und das fast zu jedem Vorlesungsmodul
Wenn man von Haus aus ein Bastler is, sich "learning by doing" auf die
Fahne geschrieben hat, ist bei der FH wesentlich besser aufgehoben.
Ich bin kein großer Auswendiglerner wie so manch 1'er Abi-Kandidaten
oder wie es an der TU üblich ist "Bulimielernen" sondern präge mir den
Stoff lieber über Verständnis. Vieles kann man eben doch an "realen"
Beispielen gut verdeutlichen, gerade in der E-Technik, ohne jetzt in
andere Galaxien abheben zu müssen.
Unbedingt einfacher ist FH nicht, wie andere Poster schon beschrieben
haben, eher anders. Weniger Theorie, mehr Praxis, sehr entgegenkommend
für Leute wie mich ;-)
Nun gut, soviel dazu ;) Seit gut 4 Wochen mit dem Bachelor fertig,
direkt als Entwicklungsinschenör übernommen worden wo ich auch die
Abschlussarbeit machen durfte. Hab mich also richtig entschieden ;-)
Hehe, wer informiert sich denn auf einer FDP-Seite? Die Partei der
Müttersöhnchen die mit goldenen Löffeln im Arsch geboren sind und sich
als Leistungselite sehen obwohl sie im Leben selber noch nix geleistet
haben.
ich bin Diplom-Informatiker(FH) und habe auch den Vergleich zur Uni, da
es in der Stadt in der ich studiert habe, auch eine Uni gibt mit
Informatik.
Also die Ansprüche in Mathematik und theoretischer Informatik waren bei
uns schon niedriger als im entsprechenden Diplom Informatik Studiengang
an der Uni ( zum Bachelor habe ich keinen Vergleich ). In eher praktisch
orientierten Fächern wie SW- Engineering war das Niveau zur Uni wirklich
vergleichbar. Und das ist es doch auf was es in der Praxis ankommt. Es
geht selten um hochtrabende Erkenntnisse der theoretischen Informatik,
sondern um Kenntnisse von IT-Architekturen, Design Patterns, modernen
Vorgehensweisen usw. Natürlich sollte man auch Grundlagen der
theoretischen Informatik beherrschen, aber auch das lernt man ja an der
FH.
Ich habe übrigens allgemeines Abitur, hätte auch an die Uni können.
Rückwirkend würde ich mich wieder für die FH entscheiden. Ich war in 8
Semestern fertig mit einem recht guten Diplom und hatte nach einer
handvoll Bewerbungen auch mehrere Zusagen auch von Konzernen.
Mittlerweile habe ich einige Jahre BE, habe einen interessanten
Konzernjob im Inhouse IT-Consulting und fühle mich sehr wohl. Ich würde
wieder an die FH gehen. Beim Gehalt gibt es heutzutage auch kaum noch
Unterschiede zwischen FH und Uni Absolventen.
Wer allerdings lieber hohe Theorie machen und vllt später promovieren
und in die Foschung will, sollte an die Uni.
yannik schrieb:> Aber Fakt ist FH ist Schrott. Ich würde nie wieder einen Bachelor an
Es ist vermutlich zuviel verlangt, daß Du dieses Faktum nachvollziehbar
belegst?
> einer FH anstreben. (wobei es teilweise an der Uni sogar schlimmer ist -> da zumindest ein Prof die Tutorials jetzt als obligatorisch festgelegt> (im Bachelor) hat (die meisten würden ja auch so hin gehen aber keine> finde Pflicht grundsätzlich nicht erstrebenswert ).
Unter den Professoren aller Universitäten hast Du also einen Professor
gefunden, der wohl die Tutorien als Pflichtveranstaltung durchführt. Das
ist selbstverständlich genug Information um die katastrophalen Zustände
des betreffenden Bildungssystems festzustellen und eine Reform zu
begründen.
Hast Du Dich einmal mit der Entwicklung der Leistungsverteilung unter
den Studenten einer Veranstaltung beschäftigt? Das Problem mit vielen
Fachhochschulen sind die Studenten, die sich darüber beklagen, daß sie
tatsächlich eine Leistung erbringen sollen.
Selbständiges Arbeiten ist eine Zumutung. Mitdenken der Ausnahmefall.
Und nachdem man das Semester über den Arsch nicht hochbekommen hat, wird
sich über die hohen Anforderungen bei den Klausuren beklagt. Aber nach
zwei Jahren Studium noch immer nicht den Unterschied zwischen Ganz- und
Fließkommazahlen erklären können.
In jedem Studiengang gibt es vermutlich mindestens einen unfähigen
Professor und mindestens einen, bei dem die Arroganz schon aus der
Veranstltungsbeschreibung läuft. Motivierte Studenten kommen damit aber
zurecht und legen ihre Schwerpunkte entsprechend. Die Anderen wechseln
oder kriechen mit einem Dreier-Schnitt durchs Ziel.
Wer sich ein anspruchsvollen FH Studium aussucht und den Master gleich
fest mit einplant, wird zu einem ordentlichen Ingenieur ausgebildet.
Auch wenn es sich gerade anders nennt. Die Inhalte sind gleich
geblieben.
Und es muß noch nicht einmal eine Elite-FH sein. Ordentlich mitarbeiten
und dann kann mit Projekt- oder Studienarbeiten, Praxissemester,
Seminaren und letztendlich Bachelor- und Masterarbeit belegt werden, was
jemand kann.
Wer aber glaubt, daß ihm alles an den Hintern getragen wird, darf sich
später auf eine Zukunft bei einem Verleiher freuen.
Es ist also weniger die Frage, ob die Fachhochschule empfehlenswert ist,
sondern ob es der Student ist. Und den Patzer, bildungspolitische
Aussagen in einem FDP Forum ernst zu nehmen, will ich noch einmal als
Jugendsünde durchgehen lassen.
Ich selbst habe an der Universität und an zwei FHs studiert.
Falls es jemanden interessiert kann ich auch noch erzählen, wie es dazu
gekommen ist.
Auch wenn ich jetzt an der FH abgeschlossen habe, so habe ich nachdem
ich von der UNI gehen mußte festgestellt, dass diese in ihrer Art und
Weise mehr entsprochen hat. Alleine schon vom Umfeld her habe ich mich
wesentlich wohler gefühlt, es gab wesentlich mehr zusammenhalt war aber
evtl. auch dder Unterschied zwischen Metropolregion und kleiner
Großstadt.
Mit mir haben übrigens zirka 15 weitere Personen von der Uni an die FH
gewechselt welche dort nicht die waren die total abgesoffen sind.
Hiervon sind 3 übriggeblieben, es ist also nicht so einfach, aber schon
einfacher als an der Universität zumindest in der Regel.
Wer nicht nach dem wechsel strukturierter und fleissiger sein Studium
fortsetzt, wird weiter im 3,0 - 4,0 Bereich rumdümpeln, oder halt auch
fliegen. An der FH gibt es auch Prüfungen an denen sich viele die Zähne
ausbeissen!
Die FHs waren beide übrigens sehr unterschiedlich, die eine gehörte
einmal zu einer Universität was man auch noch in den Fächern gespürt
hat. So waren hier die Matheprüfungen schwieriger als an mancher
Universität, aber insgesamt war es dann doch ein kleines bischen weniger
an Stoff.
Meine Empfehlung ist es, gerade wenn man Abitur hat ersteinmal an die
Uni zu gehen und wenn es nicht gut läuft, aber alle praktischeren Fächer
erfolgreich absolviert wurden und an den theoretischen nur knapp
gescheitert ist, direkt nach zwei Semestern einen Neustart an der FH zu
probieren und sich dabei nicht zuviel anzuerkennen lassen, hat mich auch
mal zum stolpern gebracht, da die Inhalte doch etwas unterschiedlich
waren und ich dann schwer ins schwitzen gekommen bin.
Gerade für Bastler behaupte ich, macht die Universität Sinn! Viele Dinge
die an der FH in Laboren stattfinden, haben diese Personen schon Privat
zu Hause gemacht und Sie von dem weitergreifenden Verständnis das an der
Universität gelehrt wird, Sie ihren Horizont evtl. wirklich ausdehnen
können. Mehr als mancher von der Universtät der eher schon mal
Einstiegsschwierigkeiten hat, weil er einen großteil der Theorie nie
wirklich angewendet hat und auch nie dazu in der Lage sein wird.
Von dem was ich bis jetzt gehört habe, sind Führungspositionen
überwiegend in Händen von Personen die von der Universität kommen, da
diese durch ihr Abitur hierfür schon an der Basis bessere Eigenschaften
mitbringen (englisch, deutsch usw) und in der Regel etwas stärker dabei
sind sich in Themen beliebiger Bereiche einzuarbeiten,
erfolgsorientierter sind, sowie das viele die gleiche Hochschulart und
am besten gleiche Hochschule bevorzugen, dass dann gepaart damit wie
lange es schon eine anspruchsvolle FH Ausbildung gibt, sagt alles.
Allerdings hatte ich in einer Bewerbung auch mal das Glück auf einen
Absolventen getroffen zu sein der von meiner Hochschule gekommen ist,
hätten mich genommen, obwohl ich mir recht sicher bin das ich nicht der
beste für den Job gewesen wäre von den Bewerbern, habe allerdings
abgelehnt übrigens nicht aus Gewissensbissen.
Zum Gehalt, die Absolventen unseres Informatikbereichs verdienen im
Schnitt wohl mehr als die der benachbarten hoch renommierten TU. Glaube
für Elektrotechnik sieht es leider eher nach einem leichten plus für die
von der TU aus aber ich gönne es ihnen, auch wenn Sie beim Start nicht
unbedingt mehr sondern eher weniger hinbekommen(Einschätzung aufgrund
einer Person also evtl. auch Quatsch), so bin ich mir recht sicher das
es schwierig ist zu verhindern, dass Sie nicht langfristig von ihren
Fähigkeiten her an einem vorbeiziehen.
Aber es gibt ja auch FHler in höchsten Positionen!
In meinem Bekanntenkreis teilt sich Uni/FH etwa 50/50 auf. Mein Vater
hat selbst an einer FH Elektrotechnik studiert. Ich studiere in Erlangen
an der Uni und habe nun auch endlich den B.Sc. bekommen.
Ich möchte diese Diskussion nicht wieder auf das übliche getrolle
hinauslaufen sehen. Für einige ist es eben wirklich eine wichtige
Entscheidung, welchen Weg sie nach dem Abitur gehen wollen.
An der Universität läuft die Lehre theortischer und abstrakter ab. Dabei
würde ich es eher als "wissenschaftlicher" bezeichnen, denn die
Vorgehensweise in der Reihenfolge
Beobachteung-->Herleitung-->Beweis-->Experiment ist nunmal die Art und
Weise in der sich die Menschheit auf Gebieten der Mathematik und Physik
Erkenntnisse angeeignet hat. Diese Herangehensweise spiegelt sich auch
in den Igenieurswissenschaften wieder. Die Universität bietet dem
Studenten eine wissenschaftliche Ausbildung an, damit bleibt einem nach
dem Studium offen in der Forschung tätig zu werden oder in die
Wirtschaft abzuwandern. Letzteres ist freilich lukrativer, je nach
Geschmack aber auch langweiliger.
Ich denke nicht, dass das Studium an der Universität vom Anteil her
betrachtet mathematiklastiger ist als auf der Fachhochschule. Meiner
Meinung nach besteht aber ein Unterschied in der Art der Lehre und dem
Tiefgang, bzw. der Abstraktion des mathematischen Stoffes. Letztendlich
finden wir die Mathematik als unerlässlich Hilfsmittel in der
Modellbildung und Simulation, gerade in der Elektrotechnik. Von daher
sehe ich die Notwendigkeit absolut gerechtfertigt. Die Elektrotechnik
ist keine eigene Disziplin, sie ist lediglich eine Mischung aus
Mathematik und Physik, deren Ziel die Applikation ist.
Der mathematische Kern des Uni Studiums bereitet vielen Leuten
kopfzerbrechen. Wer bereits mit Lücken oder einer Unlust auf dieses Fach
von der Schule abgeht, der wird in einem Elektrotechnik Studium an der
Universität nicht glücklich werden.
Dafür erlangt man während dem Studium eine ganz andere Sicht auf die
Dinge. Ich empfinde es als eine Perspektive, die ich später im Beruf so
nicht mehr haben werde. Man lernt eine ganz andere Herangehensweise an
technische Probleme. Ich denke das ist der Punkt, den viele als
"analytisches" Denken bezeichnen würden.
Entgegen landläufiger Meinung sind an der Uni ebenfalls Praktika zu
absolvieren. Manche davon finden wegen dem vollen Stundenplan schon mal
in den Semesterferien statt. Eine Industriepraxis von insgesamt 20
Wochen wurde bei mir ebenfalls gefordert. Nach Außen dringt das häufig
nicht durch, da kein Praxissemester in der Regelstudienzeit vorgesehen
ist.
Allerdings schmerzt es mir häufig im Zusammenhang mit Praktika an der
Hochschule überhaupt von Praxis zu reden. Im Kern eines solchen
Praktikums wird eben auch eine Versuchsliste abgearbeitet, um das
theoretisch erlernte Anzuwenden und zu beobachten. Mir fehlt dort eine
Portion Eigenständigkeit oder "out of the box". Die wirklich sinnvolle
"Praxis" lerne ich ausschließlich bei meinen eigenen Projekten. Die ich
selbst aufzäune, plane und erledige. Das kann einem jedoch keiner
beibringen, weder Uni noch FH.
Ich möchte das FH-Studium nicht verteufeln. Da ich selbst an keiner FH
studiert habe sondern wie die meisten anderen auch eben ausschließlich
von Berichten meiner Bekannten davon erfahren habe.
Wenn es jedoch der Fall wäre, dass die FH nun in irgendeiner Form
leichter oder praktischer sei (was auch immer das heißen mag) so finde
ich das klasse. Denn damit können auch Diejenigen studieren, denen die
Herangehensweise der Universität eher fremd ist. Damit wäre die FH die
geeignetere Wahl für Leute die bereits eine Ausbildung absolviert haben
oder die sich mit Abstraktion und Theorie schwerer tun.
Was ich wie so viele Andere aber nicht unterstützen kann ist die
Gleichmacherei von Universität und Fachhochschule. Wenn dieser
Unterschied existiert, was ich aufgrund der Emotionalität in diesem
Thema stark vermute, so verstehe ich nicht wieso nach wievor versucht
wird die Herkunft der Fachhochschule zu verschleiern? Wieso steht man
nicht zu dieser Art der Ausbildung, wenn man von ihren Vorzügen
überzeugt ist?
Sneim schrieb:> so verstehe ich nicht wieso nach wievor versucht>> wird die Herkunft der Fachhochschule zu verschleiern? Wieso steht man>> nicht zu dieser Art der Ausbildung, wenn man von ihren Vorzügen>> überzeugt ist?
Welche Herkunft denn?
Fragender schrieb:> Alfred schrieb:>>>Und es muß noch nicht einmal eine Elite-FH sein.>>>> Was definiert denn eine Elite-FH?
Bei FHs kann ich das nicht sagen, bei Unis wird das über die
Durchfallquote definiert. Mindestens 80%, damit nur die Elite von
kranken Nerds übrig bleibt, die mit 40 wegen BurnOut und fehlender
Persönlichkeitsentwicklung aus der Industrie ausscheiden muss.
Also ich fand FH wesentlich angenehmer als Uni. Schon alleine die
Tatsache, dass am Ende der Vorlesungszeit die Prüfungen kamen und dann
die Ferien. Was mir pers. auch gut gefallen hat, dass man nicht jeden
Furz beweisen mußte sondern auch mal etwas aus einer Formelsammlung als
gegeben betrachten durfte. Insgesamt, verglichen mit dem 1. Semester an
der Uni (habe ich auch mal angeschaut), weniger auswendiglernen.
Stattdessen reichte das Verständnis , natürlich sofern vorhanden. Wenn
das nicht da ist hilft alles nix.
Aber jeder so wie er es mag.
Also, früher zu Zeiten des Diploms hatte man an der FH 2 Semester und 4
Semester an der TU/Uni bis zum Vordiplom. Das man in 2 Theorie-Semestern
mehr an Theorie macht, ist wohl klar.
Aber dafür an der TU in den 9 Semestern Regelstudienzeit es nicht
schafft in der Zeit fertig zuwerden, und dafür mal locker 13-14
Semester brauch und sich noch 4 Mehr-semester genehmigt? Wo ist da die
Begründung für schwerer? Weil man Länger macht?
Bei uns an der FH gabs 600 Studienplätze = 6 Theorie-Sem. a 100
Männecke.
1600 waren an dem FB eingeschreiben (Davon waren dann auch die Leuts von
Uni und TU auch dabei die dort geschmissen hatten).
In den Theorie-Semestern nach dem Vordiplom hatten wir nur mehr 3
Studiengruppen mit je 25-35 Leuten, also 100 Leute pro Semester.
Ergebnis: Von 1600 Leuten am FB hatten nur 800 Leute den Abschluß in
Aussicht! Ergibt eine Quote von 50%.
Also Leichter weil kürzere Studienzeit?
Zu Zeiten des Diploms konnte man sagen:
Zur FH, wer die FH-Reife hat oder schneller fertig werden will um Geld
zu verdienen.
Zur TU oder Uni, wer sichs leisten kann länger zu studiern. Oder zur
eigenen Selbstbeweihräucherung den Daktariedeckel noch braucht!
Heut zu Zeiten der Bac. und den massiven Ausbau der Hochschulen für
"Applied Sciences" ist (Bayern hat 7 neue FH`s seit der Jahrtausendwende
geschaffen) halt das Anforderungsniveau nicht mit dem der alten FH´s zu
vergleichen. Wo Zielzahlen von max 20% Durchfallquoten vorgegeben
werden, wird halt an der FH nur mehr durchgeschleust.
Die Studienzeiten sind an der FH und der UNI ja auch gleich ( 7 zu 6
Semester).
Für die FH spricht also nur mehr leichter aber 1 Semester länger, Uni
schwerer (mehr Ansehen) aber dafür nicht an den Arbeitsmarkt
ausgerichteter Bac.-Studium.
Also, es bleibt die Wahl zwischen Schweine- oder Vogelgrippe!
Sneim schrieb:> Wenn dieser> Unterschied existiert, was ich aufgrund der Emotionalität in diesem> Thema stark vermute, so verstehe ich nicht wieso nach wievor versucht> wird die Herkunft der Fachhochschule zu verschleiern?
Was soll da verschleiert werden? Die Herkunft der FHs ist doch bekannt.
Anfang der '70ern gegründet, häufig basierend auf den klassischen
Ingenieurschulen und Fachschulen.
Und seither beißen die Unis und THs vor Wut in die Tischkante. Es waren
und sind insbesondere deren Professoren die ein Feindbild schüren, weil
sie eine Aufweichung ihres Titels "Professor" sehen, nicht etwa, weil
sie die Lehre an den FHs stört. Mit der Lehren an den FHs haben die
Uni-Professoren ja gar nichts zu tun. Bei den Professoren hat das zu so
lächerlichen Auswirkungen wie dem Zusatz (univ.) beim Titel geführt. Für
das Erkämpfen dieser Lächerlichkeit hat sich so mancher Uni-Professor
verschlissen.
40 Jahre später führen die Unis immer noch ihren Feldzug, z.B. bei der
Zulassung von FH Bachelors zum Masterstudium an Unis. Und 40 Jahre
später machen sie sich weiterhin lächerlich.
Mit der der voreiligen Zustimmung zum Bologna-Prozess haben sich die
Unis selbst ins Knie geschossen. Als die Diskussion in den '90ern
begann, waren sie sofort dafür, in der Hoffnung die FHs auf den
Bachelor-Abschluss beschränken zu können. Master-Studien wollten sie
exklusiv für Unis reservieren. Auf die Gelegenheit es den FHs mal so
richtig zu zeigen hatten sie lange gewartet. Das ging nach hinten los.
Die dumme Behauptung "Bachelor = besseres Vordiplom" wurde damals von
den Uni-Professoren aufgebracht, im Vorgriff auf die erhoffte
Exklusivität des Master-Studiums an Unis. Die Saat ist insofern
aufgegangen, als dass der Spruch vonIdioten heute noch gebracht wird. Er
hat allerdings den Vorteil, dass sich Idioten damit selbst
identifizieren.
> Wieso steht man> nicht zu dieser Art der Ausbildung, wenn man von ihren Vorzügen> überzeugt ist?
FH-Ingenieure haben im Normalfall kein Problem mit ihrer Ausbildung oder
dem dazu Stehen. Die Industrie hat auch kein Problem mit FH-Ingenieuren.
Was ein Problem ist sind die Idioten, die nicht einsehen, dass ihre
40jähriger Kampf die FHs "weg zu machen" gescheitert ist. Um es mit
einem Musiktitel zu sagen:
Gekommen um zu bleiben
Ich habe ja echt mal darauf gehofft, das nicht getrollt wird. Aber jetzt
gehts schon wieder an. Schön das du so eine resolute Meinung hast.
Vielleicht bist du aber auch nur unglücklich mit dir selbst. Dem Thread
Ersteller bringt das jedenfalls garnix. Vielleicht solltest du mal einen
Baum pflanzen :O
Wenn man nicht grad in der Forschung arbeiten würde ich Dir eher eine FH
empfehlen. Ich hab infomatik auf FH studiert und ein Bekannter von mir
das gleiche auf der Uni. Der Stoff war grob gesagt der gleiche - mit
einem Unterschied: Auf der Uni wird alles theoretische/mathematische
viel viel tiefer durchgekaut; Herleitungen muss man grundsätzlich selber
machen während im FH-Skript häufiger mal die fertige Formel steht. Dafür
gab es auf der FH viel mehr praktische Übungen. In der freien Wirtschaft
ist es meistens so dass der Stoff aus dem Studium ziemlich für den Arsch
ist - die Berufsbilder sind heute dermassen spezialisiert dass man in
der Ausbildung eher grundsätzliche Fähigkeiten lernt, z.B. sich schnell
in komplexe Themen einzuarbeiten. Mit Blick auf solche Berufe ist das
mathematische/theoretische Rumgewixe im Uni-Studium ziemlich sinnlos,
das brauchst Du später nie wieder. Wenn Du in der Forschung arbeiten
willst sieht es natürlich genau andersrum aus.
Mischmasch schrieb:> 40 Jahre später führen die Unis immer noch ihren Feldzug, z.B. bei der>> Zulassung von FH Bachelors zum Masterstudium an Unis.
Vor 30 Jahren haben die Universitäten "Mordio" geschrien, als EU-weit
auch die 6 Sem. Bac. Abschlüsse in Deutschland zur Arbeitsaufnahme
berechtigen sollten.
Schnell zimmerte die Uni-Fraktion die Mauer "ein Hochschulstudium muß 8
Sem. umfassen" hoch, um die Annerkennung der ausl. Studienabschlüsse zu
verhindern. Ganz ging es aber nicht durch. Deshalb mußte die
Uni-Fraktion dem Kompromis zustimmen, der vorsah je fehlenden Sem. 1
Jahr Berufstätigkeit anzurechnen. Also noch 2 Jahren einschlägige
Berufstätig nötig waren, um den 6. Sem. Studienabschluß in Deutschland
als Berufsabschluß anzuerkennen!
Da ja auch die ausl. Studienabschlüsse zur Promotion zugelassen wurden,
und ja auch die deutschen Abschlüsse an ausl. Hochschulen anerkannt
werden wollten. Wurde die 8 Sem. Studiumszeit als Zeitdauer einer
Hochschulausbildung festgelegt!
Hätte man die 10 Sem. des Master als Grenze genommen, hätte die ganze
Uni-Kaste ihre Dr. Titel im Ausland gar nicht mehr führen dürfen, da ja
ihre Hochschulausbildung keine vollständige Hochschulausbildung
darstellen würde! Diese Schmach hätte die Grundfesten des germanischen
Hochschuldünkels nicht überstanden.
Nun waren aber auch die FH´s in den Pool der Annerkennung der Abschlüsse
mit eingebunden. Da es an den FH´s in Süddtl. die 8 Sem. Studiengänge
der Standard waren und im Rahmen der Annerkennung der ausl. Studiengänge
ja jetzt nach dem Beschluß zur Annerkennung als vollwertige
Hochschulausbildung EU-weit zur einschlägigen Berufsausübunmg
berechtigten.
Waren die FH Diplom ja auch promotionsberechtigt!
Das hat wie der Blitz auf dem Hühnerhof unter der Uni-Fraktion
eingeschlagen.
Um nun den GAU der FH-Doktoranten zu vereiteln, wurde die
"Sonderregelung" für FH-Absolventen geschaffen nur bei herrausragenden
Leistungen (Diplomabschluß-Note Nahe 1.0) zur Promotion zuzulassen.
Nun sind solche Noten an einer FH fast im 0.x Promillebereich, aber
nicht ausgeschlossen. Was die Regelung wieder zulässig und zur 100%
dichten Mauer machte.
Da waren nun die Dipl. Ing. (FH) wieder auf den alten Weg Aufbaustudium
Uni/TU 6-7 Sem. (Paul halt dich jetzt raus) verwiesen, um zur
Promotionsberechtigung zu gelangen.
Oder aber (EU sei gedankt) mit ihren Dipl. FH direkt in ein graduierten
Programm einzusteigen. Da zogen also in den 90´er zigtausende deutscher
Ing. gegen Engeland und haben dort ihren Ph.D. gemacht!
Also hatten die nach 14 Sem. einen Diplomabschluß (FH) 6 Sem.
Auslandsaufenthalt und dazu den Grad des Ph.D.!
Da waren die nach 14 Sem. Uni in D-Land erst beim Diplom angelangt.
Wer hier die Top-Gun ist, ist wohl jedem klar, oder?
Klar ist, dass die Uni-Fraktion wieder los gezettert hat wg. den Ph.D.,
vor nicht allzulanger Zeit haben sie einen ausl. Forscher der
MP-Gesellschaft wg. den Dr. statt den Ph.D. auch angezeigt.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,541523,00.htmlhttp://www.tagesspiegel.de/wissen/titelmissbrauch-der-doktor-aus-amerika/1191730.html
@Sneim
Leseschwäche?
Marx W. schrieb:> Vor 30 Jahren haben die Universitäten "Mordio" geschrien, als EU-weit> auch die 6 Sem. Bac. Abschlüsse in Deutschland zur Arbeitsaufnahme> berechtigen sollten.
Ja, die reißen bei ihrer Profilneurose eine Schote nach der anderen.
Vor ein paar Jahren zum Beispiel die Nummer mit
Elite/Leuchtturm/Exzellenz. Prompt fiel die RWTH Aachen in der ersten
Runde durch und kotzten vor Ärger Bauklötze. Und das bei der Hochschule
die das RW in RWTH gerne als richtig-wichtige auflöst. In der zweiten
Runde funktionierte das Lobbying besser.
Ich fühle mich bei sowas immer bestens unterhalten.
Die FHs sind natürlich auch nicht ohne. Die Berechtigung für
Masterstudiengänge einfach von der Akkreditierung abhängig zu machen,
und das den Unis zu verkaufen weil man das im gelobten Land (USA) so
macht, war schon pfiffig.
Dann die schon fast linke Nummer mit der englischen Übersetzung
"University of Applied Science". Gnihihi, wieder Bauklötze Kotzen bei
den Unis. In letzter Zeit das klammheimliche Weglassen des "Fach" in den
deutschen Namen einiger FHs. Mal sehen ob das weitere Kreise zieht.
Sebastian H. schrieb:> Dussel schrieb:>> An einer FH ist es deutlich einfacher als an einer Uni, aber halt auch>> praxisnäher. Ich kann es nicht mit einer Ausbildung vergleichen, aber>> ich denke, dass die FH etwa mittig zwischen Ausbildung und Uni liegt.>> Und mach nicht den Fehler, das Schulfach 'Mathematik' für Mathematik zu>> halten.>> Was für ein Schwachsinn...
Spricht sehr für dich, dir nicht passendes Wissen als Schwachsinn zu
bezeichnen.
Ich habe beides erlebt, und ich kann vergleichen. Selber bin ich jetzt
auf einer FH (wobei die sich jetzt auch Hochschule nennt) und es ist
definitiv einfacher als an der Uni. Außerdem ist es, wie ich schon
geschrieben habe, praxisbezogener.
In Mathe lernt man rechnen, wie es später im Alltag gebraucht wird, im
Gegensatz zur Uni, wo man, zumindest grundsätzlich, Mathematik lernt.
In Informatik war es an der Uni hauptsächlich Theorie, wie
Laufzeitbestimmung von Algorithmen oder theoretische Grundlagen zur
Datenübertragung, wie zum Beispiel zyklische Codes, Hammingdistanz und
sowas. C wurde nur im ersten Semester kurz angesprochen und im zweiten
Semester vorausgesetzt.
Für Elektrotechnik kann ich nichts Genaues mehr schreiben, aber da war
der Unterschied nicht so krass, nur die Aufgabenstellungen sind an der
FH doch noch ein bisschen Anwendungsbezogener.
Natürlich kann ich nicht für alle Unis und FH schreiben, aber das sollte
den meisten ja klar sein.
Dussel schrieb:> Ich habe beides erlebt, und ich kann vergleichen. Selber bin ich jetzt>> auf einer FH (wobei die sich jetzt auch Hochschule nennt) und es ist>> definitiv einfacher als an der Uni.
Das ist aber auch dem geschuldet, dass du schon etliche Semester in der
Fachrichtung an der Uni unterwegs warst, also "vorkonditioniert" bist.
> Außerdem ist es, wie ich schon>> geschrieben habe, praxisbezogener.
Naja, was halt die FH-Profs dafür halten!
Marx W. schrieb:> Dussel schrieb:>> Ich habe beides erlebt, und ich kann vergleichen. Selber bin ich jetzt>>>> auf einer FH (wobei die sich jetzt auch Hochschule nennt) und es ist>>>> definitiv einfacher als an der Uni.> Das ist aber auch dem geschuldet, dass du schon etliche Semester in der> Fachrichtung an der Uni unterwegs warst, also "vorkonditioniert" bist.
Klar, das macht was aus, aber rein Objektiv betrachtet sind die Aufgaben
mehr nach Schema und es muss nicht so viel beachtet werden.
Marx W. schrieb:>> Außerdem ist es, wie ich schon>>>> geschrieben habe, praxisbezogener.>> Naja, was halt die FH-Profs dafür halten!
"bezogener" als an der Uni, das heißt nicht, dass es wirklich
praxisbezogen ist. Ich meine damit auch, ich sage mal,
Produktionspraxis. An der Uni ist es auch praxisbezogen, wenn man den
Bezug zur Grundlagenforschung betrachtet.
EITler schrieb:> Gerade für Bastler behaupte ich, macht die Universität Sinn! Viele Dinge> die an der FH in Laboren stattfinden, haben diese Personen schon Privat> zu Hause gemacht und Sie von dem weitergreifenden Verständnis das an der> Universität gelehrt wird, Sie ihren Horizont evtl. wirklich ausdehnen> können. Mehr als mancher von der Universtät der eher schon mal> Einstiegsschwierigkeiten hat, weil er einen großteil der Theorie nie> wirklich angewendet hat und auch nie dazu in der Lage sein wird.
Wenn man daheim einen Kernfusionsreaktor bastelt, macht Uni schon Sinn.
> Von dem was ich bis jetzt gehört habe, sind Führungspositionen> überwiegend in Händen von Personen die von der Universität kommen, da> diese durch ihr Abitur hierfür schon an der Basis bessere Eigenschaften> mitbringen (englisch, deutsch usw) und in der Regel etwas stärker dabei> sind sich in Themen beliebiger Bereiche einzuarbeiten,> erfolgsorientierter sind, sowie das viele die gleiche Hochschulart und> am besten gleiche Hochschule bevorzugen, dass dann gepaart damit wie> lange es schon eine anspruchsvolle FH Ausbildung gibt, sagt alles.
Es gibt auch FHler mit Vollabi und in den Vorständen sitzen zum Teil
auch BA'ler.
Dazu noch ein großer Teil Sprößlinge, deren Eltern eine aufwändige
Ausbildung (Privatuni, Auslandsaufenthalte) finanzierte. Die besten
Beispiele findet man in der Politik (Doktorarbeiten etc.).
Andererseits haben Studienabbrecher wie Zuckerberg oder Gates enorme
Erfolge.
Ich hab meinen Abschluss an ner FH gemacht und eins könnt ihr mir
glauben: Gegen den Schwierigkeitsgrad können die meisten Unis aber sowas
von einpacken....ich sag nur....Regelungstechnik (Rätseltechnik).
Ich glaub das viele ihr Studium an ner FH abbrechen und dann an ner Uni
weitermachen.
Frank N. Stein schrieb:> Ich mache im kommenden Sommer Abitur und überlege, Elektrotechnik zu> studieren und habe eine Fachhochschule ins Auge gefasst. Stimmt es, dass> die Fachhochschule nur eine verlängerte Schule ist? Das habe ich hier> gelesen:>> http://forum.fdp-bundesverband.de/read.php?4,15085...>> Das wäre ja nicht so schlimm, mir macht nur das Wort "Schmalspurstudium"> Sorgen. Oder hängt das mehr vom Studiengang ab?
Kommt drauf an, was du später machen möchtest.
Wenn du vorhast eine wissenschaftliche Karriere aufzubauen, also
promovieren möchtest, solltest du auf die Uni gehen. Dann werden dir
weniger Steine in den Weg gelegt.
Man kann natürlich auch promovieren und in der Industrie arbeiten.
Wenn du sowas garnicht vorhast, dann such dir doch eine für dich
geeignete Firma aus um dort ein duales Studium durchzuführen, falls du
aus Baden-Württemberg kommst.
Auch wenn jetzt wieder einige behaupten werden, dass das ja noch viel
mieser sei als FH, würde ich darauf nichts geben.
Denn warum sollte das denn sonst so gut bei den Firmen aufgenommen
worden sein. Ja auf Druck der Industrie wurde diese Möglichkeit ja
geschaffen.
Und in großen, erfolgreichen Firmen sind 50k€ "Einstiegsgehalt" nach
erfolgreichem Studium keine Seltenheit.
UND:
DHBW bedeutet natürlich denn allergrößten Praxisbezug!
Wo sonst kann man denn in der Form von den Erfahrungen anderer
profitieren, als in einem erfolgreichen Unternehmen?
EGS_TI schrieb:> DHBW
Früher bekannt als Berufsakademie, damals abgekürzt BA. Von Firmen
finanzierte Hochschulen, an denen Mitarbeiter der Firma ("high
potentials") ein Diplom verpasst bekamen. Meine Erfahrungen mit dort
ausgebildeten Ingenieuren ist nicht positiv.
kein Mensch in der Praxis braucht komplexe Algorithmen oder Theorie,
sondern das richte Auftreten, kenntnisse über Framekworks usw.
SOLCHE Leute machen Karriere !
ein Kumpel von mir nur FH Bachelor, gerade mal 30 aber Bereichsleiter im
Konzern mit 100 Akademikern unter sich.
Der hatte super Kenntnisse in Frameworks und hat sich damit schnell
hochgearbeitet. Der lacht sich jetzt kaputt was mancher Nerd, der unter
im arbeitet verdient aber theo. Inf gehört hat.
Generell verzögern sich SW Projekte oft nur, weil irgendwelche Spiesser
schön "saubere" Programmierung wollen, statt Programmierung die der
Kunde will.
Wenn der Kunde eine Hundehütte will, dann kriegt er eine Hundehütte.
Manche "saubere Programmierung" Fetischisten" bauen dem Kunden dann aber
eine Villa, weil sie ja "sauabere Programmierung" gewohnt sind ....
Ludwig schrieb:> Generell verzögern sich SW Projekte oft nur, weil irgendwelche Spiesser> schön "saubere" Programmierung wollen
Die meisten Verzögerungen in Software-Projekten gibt es wegen:
1.) Unklaren Anforderungen
2.) Änderungswünschen, die in einem fortgeschritten Stadium des Projekts
hochkommen
Mark Brandis schrieb:> Die meisten Verzögerungen in Software-Projekten gibt es wegen:>> 1.) Unklaren Anforderungen> 2.) Änderungswünschen, die in einem fortgeschritten Stadium des Projekts> hochkommen
ja das stimmt, aber eben plus den Wwunsch nach irgendwelchen Spiesser
Entwicklern die alles so schön "sauber" entwickelt haben wie an der
Uni.
Das verzögert Projekte enorm. Darum sag ich ja, dass Uni Absolventen
nicht unbedingt produktiver sein müssen.
An der Uni lernt man halt, die Dinge "schön" zu machen.
In der Praxis und unter Projektdruck lernt man dann, dass man auch mal
fünf gerade sein lassen muss.
Leider fällt man dann in Folgeprojekten durchaus auch auf die Schnauze
damit, aber oftmals begreifen das weder Kunde noch Management :-(
An der FH habe ich je Semester meistens 6 Module und muss zu jedem circa
3-4 Protokolle zu den Praktika machen.
Ist dass auch an Uni so, denn dort gibt es ja auch Praktika ?
Stefan Helmert schrieb:> Ob mit oder ohne (FH) - Das hat keine Auswirkungen auf den Hartz-4-Satz> ;)
sorry.
Wer was drauf hat der geht nicht unter 40 k im Jahr nach Hause, von
Hartz4 ist da man da gaaaaaanz weit entfernt
Marvin B. schrieb:> An der FH habe ich je Semester meistens 6 Module und muss zu jedem circa
Weiviel CP´s pro Semester und Modul?
> 3-4 Protokolle zu den Praktika machen.
Höh? Was meinste damit Laborpraktika oder Hausarbeiten?
> Ist dass auch an Uni so, denn dort gibt es ja auch Praktika ?
Frag klar, dann bekommste auch klare Antworten!
Marx W. schrieb:> Marvin B. schrieb:>> An der FH habe ich je Semester meistens 6 Module und muss zu jedem circa> Weiviel CP´s pro Semester und Modul?
5 CP
> Höh? Was meinste damit Laborpraktika oder Hausarbeiten?
Eine Hausarbeit ist kein Praktikum !
Frank N. Stein schrieb:> Das wäre ja nicht so schlimm, mir macht nur das Wort "Schmalspurstudium"> Sorgen. Oder hängt das mehr vom Studiengang ab?
Deine Frage wird folgende Konsequenz haben: Ingenieure werden sich in
diesem thread gegenseitig an die Gurgel gehen.
Warum? Hierzu ein Denkanstroß:
Die Wurzel allen Übels ist die vertikal gegliederte Ausbildung der
Ingenieure an voneinander strikt getrennten Institutionen. Mathematik,
Physik, Biologie, Chemie, Meteorologie, soozusagen sämtliche MNT-Fächer,
konnte zumindestens früher, zu Zeiten des Diploms, de facto
ausschließlich an Universitäten studiert werden!
Die Ingenieure hingegen wurden und werden auf zwei heftig gegeneinander
konkurrierende Hochschultypen ausgelesen und getrennt; eine Tatsache,
die sich inhaltlich - wegen der Erfahrungen der DDR - eigentlich seit
1990 nicht mehr rechtfertigen läßt, dennoch aus fadenscheinigen Gründen
tradiert wird.
Warum ist die Teilung innerhalb der Ingenieurlandschaft absolut
kontraproduktiv? Mit dieser Frage touchiert man das extrem komplexe
Geflecht aus Wirtschaft, Hierarchie, Ausbildung und Standesdünkel.
In der BRD gibt es z.B.
Facharbeiter
Meister
Techniker
Fachschulingenieure (verschwindend/nachdiplomiert)
Berufsakademieingenieure
Fachhochschulingenieure
Ingenieure
Der helle Wahnsinn! Absolut krank.
Gleichzeitig ist es seit Jahren durch Untersuchungen nachgewiesen, daß
eine signifikante Anzahl von Arbeitnehmern nicht ihrer Qualifikation
entsprechend eingesetzt wird beziehungsweise nicht ihrer Qualifikation
entsprechend eingesetzt werden kann! Das heißt, die Qualifizierten
müssen geringere Positionen einnehmen.
Ich glaube, der User MaWin benutzt des öfteren das Wort
Gebrauchsingenieur. Und genau das produziert die Fachhochschule:
Gebrauchsingenieure. Im schlechtesten Wortsinne.
Ich bin natürlich wie jeder deutsche Ingenieur befangen, denn jeder
deutsche Ingenieur ist entweder ein Universitätsingenieur oder ein
Fachhochschulingenieur. Ich studierte Elektrotechnik auf Diplom an der
Universität.
Persönlich kann ich daher aus meinen Erlebnissen mit FH-Ingenieuren
sagen:
Das FH-Studium ist vom Inhalt und vom Anspruch her tatsächlich ein
Schmalspurstudium. Und wer ein bißchen darüber nachdenkt, erkennt,
warum das so sein muß:
1. Das FH-Studium wurde in Westdeutschland (!!) im Rahmen der
Bildungsexpansion der 70er aus dem Hut gezaubert. Das erklärte Ziel
lautete, eine Hochschulform zu etablieren, die möglichst viele Menschen
von einem eher mittleren Leistungsniveau auf ein erhöhtes Niveau heben
sollte. Um bestimmte Unsitten und Mißstände des Universitätsstudiums zu
vermeiden, sollte Humboldt bleiben, wo der Pfeffer wächst, und statt
dessen eine schulische Lehrform vorherrschen.
2. Die westdeutsche Industrie behauptete fleißig, es gäbe angeblich
einen Qualifikationsbedarf zwischen den Niveaus Fachschulingenieur
(Techniker) und Ingenieur (Universitätsingenieur). Die industriellen
Lobbyverbände machten deshalb unglaublich Druck, daß das FH-Studium auf
den Bedarf der Industrie ausgerichtet wurde. Das Ergebnis war positiv:
Die Industrie bekam, was sie wollte. Eine theoretisch verflachte,
ökonomisierte, verstromlinienförmigte, verkürzte, verschulte und auf
reine Applikation konzentrierte Berufsausbildung unter dem prunkvollen
Namen "Hochschule".
Und mehr noch: Die Industrie fordert seit je, daß dieser billige
Gebrauchsingenieur gefälligst in großen Zahlen ausgestoßen werden
müsse. Fabriksprache! Der FH-Ingenieur ist in jeder Hinsicht die
Schl*mpe der Industrie.
3. Der FH-Ingenieur löste keine alte Qualifikationsstufe ab, sondern
wurde als zusätzliche Stufe unterhalb der Universität und oberhalb der
Fachschule positioniert, nachdem der Fachschulingenieur im Westen in
Techniker umbenannt wurde.
4. Die FH-Ausbildung hat ausgerechnet bei den Kernkompetenzen des
Ingenieurberufs enge Grenzen: Denken in Zusammenhängen, abstraktes,
theoretisches Modellieren und Mathematisieren, komplexes,
interdisziplinäres Problemlösen, effektiver Methodeneinsatz + Herleitung
und Analyse von Methoden, eigenständiger Wissenserwerb. Dies wird
verengt zugunsten der Anwendungsorientierung, die dummerweise ein
Universitätsabsolvent im wirklichen Leben recht zügig aufholt.
5. Der technische Fortschritt läßt die Welt immer komplizierter werden
und Fachkenntnisse unglaublich schnell in hochspezialisierte Gebiete
zerfasern. Generalistische Kompetenzen und Konzentration auf profundes
theoretischse Wissen - wesentliche Ziele des Universitätsstudiums neben
der Vermittlung von Spezialkenntnissen - sind entscheidend, um am
technischen Fortschritt dranbleiben zu können und spielen deshalb für
Nicht-Gebrauchsingenieure eine große Rolle.
6. Für mich ist das Gegenteil von "praktisch" nicht "theoretisch"
sondern "unpraktisch". Das Gerede der FH-Ingenieure vom "theoretischen
Unfug" und deren idiotische Scheinfragen wie z.B. "Wer braucht denn
das?" lassen mich kalt. Man kann nie genug wissen. Praktische Erfahrung
ist keinesfalls unwichtig, doch wird sie oft überbewertet und ihre
negativen Auswirkungen werden zuwenig beachtet.
"Traue keinem Fachmann, der sagt, das mache er schon seit 20 Jahren so;
es könnte sein, daß er es seit 20 Jahren falsch macht." - Kurt Tucholsky
Fachwissen veraltet. Erfahrungen veralten. Erfahrungen können hier
helfen oder dort im Wege stehen. Die oben erwähnten Ingenieurkompetenzen
jedoch unterscheiden den Ingenieur von den sonstigen technischen Berufen
und sind wesentlich wichtiger als Anwendungsorientiertheit oder
Erfahrungswerte.
7. Ich bin auf einem ziemlich fordernden Gebiet tätig und alle Kollegen
auf FH-Niveau/Bätschler-Niveau, die es bisher versuchten, scheiterten in
der Regel binnen kurzer Zeit. Wir sprechen hier von wirklich netten
Kollegen, die ich gerne im Team gehabt hätte. Aber sie klagten, daß es
extrem ungewohnt sei, soviel Theorie beherrschen und anwenden zu müssen,
daß die Spannbreite der Themen zu hoch sei und daß keine einmal
gefundenen Lösungen wiederverwendet werden können, weil das nächste
Problem immer ein bißchen zuviel vom letzten abweicht.
Gedankenexperiment: Würde der FH-Ingenieur komplett aus der Hierarchie
gestrichen und die Ausbildung auf Universitätsniveau vereinheitlicht,
könnten alle diese von der Industrie positiv beurteilten Mängel endlich
behoben werden. Den Techniker könnte man aufwerten und dorthin schieben,
wo der FH-Ingenieur jetzt ist. Die meisten FH-Ingenieure, die ich bisher
im Leben getroffen habe, durften ohnehin nur irgendwas Doofes in der
Produktion oder wiederkehrenden Stumpfsinn in der Applikation machen.
Unterforderung pur. Die Gehälter würden natürlich zwangsläufig steigen,
denn von Universitäten kommen gegenwärtig lediglich 20% der
Ingenieurabsolventen, so daß das reine Universiätsstudium das Angebot an
Ingenieuren sehr schnell auf ein gesellschaftlich gesundes Maß
reduzieren würde.
Natürlich schäumen jetzt die FH-Ingenieure, wenn sie das lesen, und
gehen wie eine V2 durch die Decke. Nicht zu unrecht, denn sie sind die
Opfer im sinnlosen Wettbewerb zwischen den technischen Berufen in
Deutschland.
Dennoch: Es ist ein hochinteressantes Gedankenspiel.
Sieh Dir die Diskussionen im Form 'mal mit Verstand an:
1. Der Fachkräftemangel existiert nicht.
2. Die Industrie fordert einen bestimmten Typ Ingenieur, der im
Gegensatz zum Universitätsingenieur schneller, schmaler, flacher und
besonders für die Produktion und reine Applikation ausgebildet ist, und
in größeren Mengen von den Ausbildungsreinrichtungen auszustoßen ist.
3. Ingenieuren fehlt jedwede Arbeitnehmervertretung.
4. Die Gehälter von Ingenieuren sind größtenteils niedrig.
5. Die Steubreite der Gehälter von Ingenieuren ist hoch.
6. Das Ingenieurwesen ist in kürzester Zeit der Leiharbeit zum Opfer
gefallen.
7. Die deutsche Industrie pflegt de facto keine Karrieredoppelleitern.
8. Die Bildungsrendite ingenieurwissenschaftlicher und
informationstechnischer Studiengänge ist geringer als die
naturwissenschaftlicher und mathematischer Studiengänge.
9. Mehr und mehr Hochqualifizierte und Hochmotivierte verlassen die BRD.
10. Es wird unablässig von fehlenden Ingenieure berichtet und der
Eindruck vermittelt, es fehlte vorne und hinten an Fachkräften.
11. Die Unternehmenskultur in Deutschland ist schlecht; Arbeitgeber
suchen den 110%igen Bewerber und verweigern sich ihrer Verantwortung,
selber Fachkräfte erzeugen zu müssen. Flexible, effiziente
Arbeitsstrategien wie learning by doing, training on the job, training
through responsibility, team work etc. werden ignoriert.
12. Die Arbeitslosenquote unter Ingenieuren ist relativ hoch, besonders
in den strukturschwachen Regionen Nord- und Ostdeutschlands.
13. Fachkräfte werden in signifikantem Maße auf Stellen eingesetzt, die
nicht der Qualifikation des Arbeitsnehmers genügen.
14. Die technische Hierarchie in der BRD ist überdifferenziert.
Gerade unter diesen Randbedingungen ist ein MNT-Studium generell zu
hinterfragen, aber wenn es unbedingt Ingenieurwesen sein soll, ist ein
Universitätsstudium mit Masterabschluß der bessere Weg.
Ahoi
@Dipl-Gott :
man kann trotzdem gut Kohle machen : mein Chef ist Dipl-Ing Uni macht
locker seine 200 tsd im Jahr als Vertrieber und CHef !!
wer braucht den bitte diese ganze Uni Theorie ?????
doch fast niemand, daher ist es doch egal
Dipl.- Gott schrieb:> Das FH-Studium ist vom Inhalt und vom Anspruch her tatsächlich ein> Schmalspurstudium.
Was meinen Sie mit FH-Studium, Dipl-Ing. (FH), Bachelor, Master ???
Dipl.-Ing. (FH) ist bewiesener Maßen schmalspuriger, aber Bachelor und
Master sind einfach anders!
Dipl.- Gott schrieb:> alle Kollegen> auf FH-Niveau/Bätschler-Niveau
??? Und was ist mit Uni/Bätschler-Niveau, sind die besser, schlauer oder
praktischer, obwohl meistens kein Praxissemester abgeleistet wurde?
Marvin B. schrieb:> Marx W. schrieb:>>> Marvin B. schrieb:>>>> An der FH habe ich je Semester meistens 6 Module und muss zu jedem circa>>> Weiviel CP´s pro Semester und Modul?>> 5 CP>>> Höh? Was meinste damit Laborpraktika oder Hausarbeiten?>> Eine Hausarbeit ist kein Praktikum !
Also was nun, Praxissemester?
Bei uns an der FH hat man nur ein Referat halten müssen im
Praxissemester.
An Uni gibts kein Praxissemester!
5 CP pro Modul? Sind 150 h Workload.
Mal 6 gibt 30 CP´s. 30 CP´s ist bei Uni und FH pro Semester die
Richtgröße.
Wobei man pro CP 25-30 h Workload rechnet. FH dürfte dabei eher die 25 h
ansetzen, da ja die Ferien prüfungsfrei sind.
Module haben einen Unfang von 4,5,6,10,12,15 und 20 CP´s. Steht im
Modulhandbuch.
Macht halt jede Hochschule wie sie will!
Seine Diplom-Gottheit gab zu Protokoll
> Mehr und mehr Hochqualifizierte und Hochmotivierte verlassen die BRD.
Welchem Land geht es denn derzeit besser als der BRD? Die USA ist
heruntergekommen durch Überschuldung bis ins Mark. Dort werden Leute die
nicht mehr am Einkommen teilhaben der sozialen Verwahrlosung überlassen
oder dem Patriotismus übereignet, der ihnen die Mär eintrichtert jeder
Tellerwäscher können Millionär oder US-President werden. Mag natürlich
sein, dass ein geldgieriger, karrieregeiler Egoist der sich noch dazu
für einen herausragenden tollen Hecht hält dafür einen Dreck
interessiert. Solche Typen soll es ja geben in unseren Reihen.
> Die meisten FH-Ingenieure, die ich bisher> im Leben getroffen habe, durften ohnehin nur irgendwas Doofes in der> Produktion oder wiederkehrenden Stumpfsinn in der Applikation machen.> Unterforderung pur.
Und wieviele UNI-Absolventen gibt es inzwischen denen das genauso geht?
Es kann sich nun mal nicht jeder im Leben so verwirklichen wie er das
gerne hätte oder sich das vorstellt. Hast du schon mal auf einer
Baustelle gearbeitet zwischen Menschen die gerade mal (falls überhaupt)
Hauptschule hatten? Was meinst du wie schnell das Gefasel von
"hochmotiviert" und "hochqualifiziert" dir da abhanden kommt und durch
HOCHVERWÖHNT verdrängt wird.
>>> Mehr und mehr Hochqualifizierte und Hochmotivierte verlassen die BRD.>> Welchem Land geht es denn derzeit besser als der BRD? Die USA ist> heruntergekommen durch Überschuldung bis ins Mark. Dort werden Leute die> nicht mehr am Einkommen teilhaben der sozialen Verwahrlosung überlassen> oder dem Patriotismus übereignet, der ihnen die Mär eintrichtert jeder> Tellerwäscher können Millionär oder US-President werden. Mag natürlich> sein, dass ein geldgieriger, karrieregeiler Egoist der sich noch dazu> für einen herausragenden tollen Hecht hält dafür einen Dreck> interessiert. Solche Typen soll es ja geben in unseren Reihen.>
Was für ein oberflächliches Gelaber. Deutschland ist genauso
verschuldet. In den USA wird man vielleicht kein Millionär, Bedarf haben
die aber trotzdem. Auch wenn es nicht unbedingt wesentlich mehr Geld
bedeuten muss, ist die Erfahrung entscheidend.
Wenn du die Staaten nicht nur aus der Bildzeitung kennen würdest,
wüsstest du auch, dass die noch lange nichtg am Ende sind.
>> Die meisten FH-Ingenieure, die ich bisher>> im Leben getroffen habe, durften ohnehin nur irgendwas Doofes in der>> Produktion oder wiederkehrenden Stumpfsinn in der Applikation machen.>> Unterforderung pur.>> Und wieviele UNI-Absolventen gibt es inzwischen denen das genauso geht?>> Es kann sich nun mal nicht jeder im Leben so verwirklichen wie er das> gerne hätte oder sich das vorstellt. Hast du schon mal auf einer> Baustelle gearbeitet zwischen Menschen die gerade mal (falls überhaupt)> Hauptschule hatten? Was meinst du wie schnell das Gefasel von> "hochmotiviert" und "hochqualifiziert" dir da abhanden kommt und durch> HOCHVERWÖHNT verdrängt wird.
Denkt mal an die BWL Uni-Absolventen, die in Versicherungen oder
diversen Leihwagenverleihen unterkommen.
Ich sehe, eine hochpolitische Diskussion.
Es geht um Kohle, die FHler fühlen sich "diskriminiert" und überhaupt
sind alle unzufrieden.
Der Unterschied zwischen Uni und FH wird von oben mittlerweile
verwaschen
um Unmengen an halbgebildeten Fachidioten massenhaft auszustoßen.
Funktioniert ja auch.
Vom eigentlich Ziel einer Uni, der universitären Bildung ist schon
gar nicht mehr die Rede. Stattdessen geht es um Karriere, wer wo Geld
abzockt ... Irgendwie etwas erbärmlich. Hat die Verdummung (bzw die
Aufwertung der FHs) schon so weit geführt ? Die Tellerränder liegen
nir heutzutage erheblich zu hoch.
Ich bin völlig fachfremd, habe aber auf der Uni gelernt wie man eine
Sache durchzieht. DAS ZÄHLT. Das kleine Teil Technik kann man lernen
(oder fragt ja mittlerweile ein Forum).
> Deutschland ist genauso> verschuldet.
Und wird dir hierzulande deswegen beispielsweise die Krankenversicherung
vorenthalten mit dem Argument "lässt sich nicht bezahlen, das Land ist
Pleite" wie die Republikaner das gerade in USA für Millionen ihrer
Mitbürger angedacht im Wahlkampf durchziehen? Vom Rechtssystem wollen
wir erst gar nicht sprechen, falls du doch mal mit dem Gesetz wider
erwarten in Konflikt kommst, hierzulande vs. USA. Da wärst du dann froh,
wenn du in dein Heimalland Deutschland zurückkehren könntest, was die
USA aber einen Dreck interessiert. Sie werden dich nicht mehr aus ihren
Klauen lassen und durch die Mangel drehen. Deine schönen Jobchancen sind
eine Rosa Welt bei der du das ganze gesellschaftliche Umfeld
ausblendest. Naja, wenn du Waffennarr bist, biste dort gut aufgehoben,
bis dir mal selber die Zügel durchgehen und du mit deinem Spielzeug
Blödsinn anrichtest. Dann ist es vorbei mit der Rosa Brille in dieser
kaputten Gesellschaft der Winner-Looser Kultur.
Soviel zu deinem "oberflächlichen Gelaber".
Linuxi schrieb:>> Deutschland ist genauso>> verschuldet.>> Und wird dir hierzulande deswegen beispielsweise die Krankenversicherung> vorenthalten mit dem Argument "lässt sich nicht bezahlen, das Land ist> Pleite" wie die Republikaner das gerade in USA für Millionen ihrer> Mitbürger angedacht im Wahlkampf durchziehen? Vom Rechtssystem wollen> wir erst gar nicht sprechen, falls du doch mal mit dem Gesetz wider> erwarten in Konflikt kommst, hierzulande vs. USA. Da wärst du dann froh,> wenn du in dein Heimalland Deutschland zurückkehren könntest, was die> USA aber einen Dreck interessiert. Sie werden dich nicht mehr aus ihren> Klauen lassen und durch die Mangel drehen. Deine schönen Jobchancen sind> eine Rosa Welt bei der du das ganze gesellschaftliche Umfeld> ausblendest. Naja, wenn du Waffennarr bist, biste dort gut aufgehoben,> bis dir mal selber die Zügel durchgehen und du mit deinem Spielzeug> Blödsinn anrichtest. Dann ist es vorbei mit der Rosa Brille in dieser> kaputten Gesellschaft der Winner-Looser Kultur.>> Soviel zu deinem "oberflächlichen Gelaber".
In den USA gab es noch nie eine Pflichtkrankenversicherung und die haben
diesbezüglich ganz andere Wertvorstellungen.
Dein Post ist zwar für Bildzeitungsleser nachvollziehbar, aber bitte mal
konkrete Beispiele!
Du weisst schon: Argumente mit Beispielen belegen, ansosnten
"oberflächlich".
> In den USA gab es noch nie eine Pflichtkrankenversicherung
Davon war auch gar nicht die Rede.
> und die haben> diesbezüglich ganz andere Wertvorstellungen.
Ach du meinst ein Amerikaner mit nicht so hohem Verdienst braucht keine
Krankenversicherung? Da hat dich wohl das barbarische Geschwätz der
Republikaner schon infiziert.
Armer Naivling mit rosaroter Brille!
Joachim Drechsel schrieb:> Es geht um Kohle, die FHler fühlen sich "diskriminiert" und überhaupt> sind alle unzufrieden.
ich fühle mich nicht diskriminiert als FH student, auch wenn die
gleichen kommentare hier immer wieder auftauchen. das studium an der FH
ist schlichtweg leichter, punkt. ich habe den direkten vergleich, da ich
nach 2 semestern von der uni and die fh gewechselt bin. beispielsweise
gab es an der uni nur eine vorlesung "lineare elektrische netze", die
den stoff von 2 semestern FH stoff in sich hatte (gleichstromtechnik und
wechselstromtechnik). im zweiten semester an der uni gab es dann das
nichtlineare gedöns, an der FH erst ab dem dritten.
über das mathematische zeugs brauchen wir erst garnicht reden. nur so
viel: mathe ist für ingenieure mMn ein werkzeug und keine wissenschaft.
wieso soll man sich also mit lemmas und theoreme rumplagen?
mir ist das alles insofern wurst, da ich weiss dass sich die
gehaltsniveaus als auch die positionen nach ein paar jahren
berufserfahrung nivellieren. in der zeit kommt es auf die "performance"
an und nicht auf den abschluss.
"nur so
viel: mathe ist für ingenieure mMn ein werkzeug und keine wissenschaft.
wieso soll man sich also mit lemmas und theoreme rumplagen?"
Troll?
zB Shannon war Ing und Mathematiker und ich schätze das belegt doch das
man als Ing. in beiden Gebieten zumindest ein Verständnis haben sollte.
Es schadet sicher nichts Mathe gemeinsam mit den Physikern zuhaben...
Man sieht ja zu was diese Verwässerung führt z.B. europäischer
Qualifilkationsrahmen.
Ich bin mit meinem Studium an der FH recht glücklich. Wenn ich mir
anschaue was die verdammt große TH die quasi nebenan ist im gleichen
Bachelor macht, em ja bis auf den Mathe Anteil (und das ist bei uns nur
dahingehend weniger das wir nicht alles beweisen müssen) muss ich sagen
das sich in einigen Fächern nicht so wahnsinnig viel tut... 3/4 der
Leute die von der TH zu uns wechseln schaffen es bei uns auch nicht. Die
arbeitsweise ist halt eine GANZ andere.
yannik schrieb:> zB Shannon war Ing und Mathematiker und ich schätze das belegt doch das> man als Ing. in beiden Gebieten zumindest ein Verständnis haben sollte.
Das belegt gar nichts. Sheldon z.b. lacht immer über Howard, weil er nur
Ingenieur ist.
Dipl.- Gott schrieb:> Das FH-Studium ist vom Inhalt und vom Anspruch her tatsächlich ein> Schmalspurstudium.
Schwachsinn. Aber man kann ja nach dem Bachelor immer noch auf die Uni
wechseln.
Nochmal Uni vs. FH
Gabs nicht mal in den 90er Jahren eine Studie wo das Realschulniveau
untersucht wurde. Dabei ist auch rausgekommen, dass dort das Niveau sehr
unterschiedlich sein kann. Vom Hauptschulniveau bis Gymnasialniveau war
alles dabei. So ähnlich wird das auch bei FHs sein und natürlich dann
auch bei der Uni. Also ganz pauschal darüber was zu sagen wo die FHs
stehen ist Blödsinn. Manche FHs sind zum Beispiel einfach FH andere
wollen so gut sein wie die Uni ein paar Kilometer weiter.
Dipl.- Gott schrieb:> 3. Der FH-Ingenieur löste keine alte Qualifikationsstufe ab, sondern> wurde als zusätzliche Stufe unterhalb der Universität und oberhalb der> Fachschule positioniert, nachdem der Fachschulingenieur im Westen in> Techniker umbenannt wurde.
Das stimmt nachweislich nicht, da viele Fachhochschulen damals in den
Siebzigern nicht von Grund auf neu gegründet wurden, sondern z.B. auf
ehemalige städtische Ingenieursschulen zurückgehen. So gibt es FHs, die
über 100 Jahre alt sind, wenn man ihre Vorgänger-Institution mit
einbezieht.
Mark Brandis schrieb:> Das stimmt nachweislich nicht, da viele Fachhochschulen damals in den> Siebzigern nicht von Grund auf neu gegründet wurden, sondern z.B. aus> ehemalige städtische Ingenieursschulen zurückgehen. So gibt es FHs, die> über 100 Jahre alt sind, wenn man ihre Vorgänger-Institution mit> einbezieht.
Das sind dann die "Ingenieur (grad.)". Studiendauer glaube ich damals 6
Semester.
Ludwig schrieb:> Generell verzögern sich SW Projekte oft nur, weil irgendwelche Spiesser> schön "saubere" Programmierung wollen, statt Programmierung die der> Kunde will.
Für Kleinstprojekte mag das richtig sein. Unsere Abteilung dagegen mit
strategisch ausgerichtetem Softwareprodukt, in das bereits mehrere
Mannjahre Entwicklung gesteckt wurden, fährt gerade gegen die Wand, weil
saubere Programmierung und Architektur mißachtet wurden. Ich muss mich
jetzt damit rumärgern, was andere verpfuscht haben. Aber nicht mehr
lange, u.a. deswegen bin ich ja auf Jobsuche.
>Was soll da verschleiert werden? Die Herkunft der FHs ist doch bekannt.>Anfang der '70ern gegründet, häufig basierend auf den klassischen>Ingenieurschulen und Fachschulen.
Auch das gehört zur Propaganda der Unis. Das Ziel in den 70ern war die
Einführung eines Zweistufigen Studienmodells mit Diplom 1 und 2. Die
Ingenieurschulen wurden abgeschafft, weil sie international nicht mehr
tragfähg waren (wurden als Techniker geführt). Beide Ingenieurtypen
sollten an THen ausgebildet werden, die dann Gesamthochschule heißen
sollten. Bis dahin wurde die Infrastruktur der frei werdenden
Ingenieurschulen als Übergangslösung für das Diplom 1 genutzt. Man
nannte das FH. Aus der Übergangslösung wurde (abgesehn von einigen GHen)
die Regel. Also: Der "FHler" sollte ursprünglich ein Kind der TH werden.
>Dann die schon fast linke Nummer mit der englischen Übersetzung>"University of Applied Science".
Daran ist gar nichts link. Es ist einfach der Ausdruck, daß manche
Unileute kein Englisch können und nicht wissen, daß sich hinter dem
ähnlichen Wort university was anderes verbirgt als hinter dem
geschützten Eigennamen Universität.
>In letzter Zeit das klammheimliche Weglassen des "Fach" in den>deutschen Namen einiger FHs.
Auch Blödheit. Hochschule ist der Oberbegriff über Uni, FH, GH, PH und
Kunsthochschule. Und das seit 1976. Kein Mensch regt sich auf, wenn in
übertragenem Sinne VW den Golf in Auto umbenennt. Fast alle auf dem
Gebiet der DDR 1992 neu gegründeten FHen nannten sich Hochschule für....
Ganz legal, weit vor Bologna.
>1. Das FH-Studium wurde in Westdeutschland (!!) im Rahmen der>Bildungsexpansion der 70er aus dem Hut gezaubert. Das erklärte Ziel>lautete, eine Hochschulform zu etablieren, die möglichst viele Menschen>von einem eher mittleren Leistungsniveau auf ein erhöhtes Niveau heben>sollte. Um bestimmte Unsitten und Mißstände des Universitätsstudiums zu>vermeiden, sollte Humboldt bleiben, wo der Pfeffer wächst, und statt>dessen eine schulische Lehrform vorherrschen.
Diplom- Gott, das ist Deine eigene Phantasieinterpretation, DIe Wahrheit
findet man in historischen Papieren, wie dem Hambrücher-Papier "Die
Misere des deutschen Bildungssystems". Dort forderte man die Abschaffung
der international untypischen Ausbildung eines Ingenieurs auf
Fachschulniveau mit lediglich mittlerer Reife und die Einführung eines
2gliedrigen Hochschulsystems (ähnlich Bach. und Master) und Form der GH.
Die sollte aus den THen hervorgehen, Und übrigens haben sich auch die
THen weiterentwickelt, indem sie sich das juristische Konstrukz
Technische Univetsität ausdachten, den Universität darf sich eigentloch
nur nennen, der die Gründungsfakultäten, Jura, Philosophie, Theologie
und Medizin anbietet. Ein Studium an der TH damals hatte auch nie den
Anspruch wie ein heutiges TU-Studium.
>Und mehr noch: Die Industrie fordert seit je, daß dieser billige>Gebrauchsingenieur gefälligst in großen Zahlen ausgestoßen werden>müsse. Fabriksprache! Der FH-Ingenieur ist in jeder Hinsicht die>Schl*mpe der Industrie.
Unfug, hätte man diesen Gebrauchsingenieur in der Masse gefordert, hätte
man den Fachschulingenieur behalten. Von denen gab es bis 17% der
Bevölkerung, vom FHler 4%
>Die meisten FH-Ingenieure, die ich bisher>im Leben getroffen habe, durften ohnehin nur irgendwas Doofes in der>Produktion oder wiederkehrenden Stumpfsinn in der Applikation machen.
So viele scheinst Du nicht getroffen zu haben
>Unterforderung pur.
Also gibst DU ja selber zu, daß die FHler laut ihrer Ausbildung zu mehr
fähig sind, aber nicht gelassen werden.
>Dipl.-Ing. (FH) ist bewiesener Maßen schmalspuriger, aber Bachelor und>Master sind einfach anders!
Also ich kann nur erkennen, daß an den FHen ganz ordentlich Stoff
weggelassen wurde, um aus dem Dipl (FH) einen Bachelor zu machen. DIe
Formel mehr Stoff in weniger Zeit ist wohl eher Propaganda der
Bachelore, die sich wie ein Ertrinkender am FH-Diplom festklammern.
>Ich bin völlig fachfremd, habe aber auf der Uni gelernt wie man eine>Sache durchzieht. DAS ZÄHLT. Das kleine Teil Technik kann man lernen>(oder fragt ja mittlerweile ein Forum).
Selbstüberschätzung hast Du gelernt, ja. "Daß Glück ihm günstig sei,was
hilft's dem Stöffel?Denn regnet's Brei,fehlt ihm der Löffel.", kann ich
da nur sagen (Goethe). Mit Sache durchziehen ist allein nichts getan,
wenn das Handwerkszeug, das Du eben nicht hast, fehlt.
>Das stimmt nachweislich nicht, da viele Fachhochschulen damals in den>Siebzigern nicht von Grund auf neu gegründet wurden, sondern z.B. auf>ehemalige städtische Ingenieursschulen zurückgehen. So gibt es FHs, die>über 100 Jahre alt sind, wenn man ihre Vorgänger-Institution mit>inbezieht.
Na, das ist das Märchen, das die Ing. grad. erzählen, um sich
aufzuwerten. Natürlich wurden die Ing. grad. nicht in Techniker
umbenannt. Aber es stimmt eben auch nicht, daß die FH einfach umbenannte
Ingenieurschulen waren. Zum Vergleich:
Ingenieurschule:
Zugang Klasse 8 oder 10 + Berufsausbildung
Dauer 3 Jahre
Abschluß staatl. Titel Ing. grad. (im Osten Ing.)
Status: Fachschule
FH:
Zugang Klasse 12 (Gym oder FHR)
Dauer 4 Jahre
Abschluß akademischer Grad Dipl.-Ing. (FH)
Status: Hochschule
Schon ein erhebliches Mehr an Bildung auf höherem Niveau.
yannik schrieb:> Troll?
nein. es ist wichtig die mathematik zu verstehen, ganz klar. aber
letztlich nur um die fallstricke in der praxis vorhersehen zu können.
ich denke dass nur ein sehr kleiner teil der ingenieure im berufsalltag
tatsächlich "mathematisch" arbeitet. das höchste der gefühle sind
simulationsprogramme. natürlich gibt es auch theoretiker die in der
forschung analytisch lösen aber die bestimmen nicht das berufsbild
"ingenieur".
ein anderer punkt ist: wenn man sich mit mathematik auseinandersetzt
wird der verstand geschärft und man lernt, probleme strukturiert und
logisch anzugehen. das ist aber an der FH als auch an der uni gegeben.
MeisterAllerKlasser schrieb:> Willst du dann nicht mehr als SW-Entwickler arbeiten?>> Weil "schlechte" Leute, deren Mist man ausbügeln muss, wird man wohl> überall finden oder?
Wenn wenigstens die Bezahlung stimmen würde, könnte ich das vielleicht
noch akzeptieren. Aber aus den bereits genannten Gründen rechne ich
sowieso damit, dass die Abteilung demnächst geschlossen wird.
Softwareentwickler mit 2-3 Jahren Berufserfahrung schrieb im Beitrag
#2579729:
> dass die Abteilung demnächst geschlossen wird.
Ach, gibt soviel "Sauläden" denen man den Tod vorausgesagt hat, aber
immer noch am Leben sind und weiterwursteln!
Paul schrieb:> Bis dahin wurde die Infrastruktur der frei werdenden> Ingenieurschulen als Übergangslösung für das Diplom 1 genutzt. Man> nannte das FH.
Nein, das wurde Ingenieurhochschule genannt.
tief im Westen schrieb:> Das sind dann die "Ingenieur (grad.)". Studiendauer glaube ich damals 6> Semester.
Die konnten sich, bis zu einem Stichtag, zum Teil gegen Zahlung einer
geringen Verwaltungsgebühr (10 DM?), nachdiplomieren lassen. Wenn ich
mich richtig erinnere, haben das viele gemacht. Andere sahen das gar
nicht ein. Letztere nach dem Motto, den grad. habe ich mir hart und
ehrlich erarbeitet, den kann ich stolz führen. Damals waren die Unis
natürlich gegen die Nachdiplomierung.
>Paul schrieb:>> Bis dahin wurde die Infrastruktur der frei werdenden>> Ingenieurschulen als Übergangslösung für das Diplom 1 genutzt. Man>> nannte das FH.>Nein, das wurde Ingenieurhochschule genannt.
Halb richtig: Die DDR nannte das Ingenieurhochschule, der Westen FH.
Beides hatte ähnliche historische Wurzeln und Ursachen.
>Die konnten sich, bis zu einem Stichtag, zum Teil gegen Zahlung einer>geringen Verwaltungsgebühr (10 DM?), nachdiplomieren lassen.
Die "Verwaltungsbgebühr" varierrte nach Kassenlage der Kommune und des
Kutusministeriums. Meist so um die 100 DM.
> Wenn ich mich richtig erinnere, haben das viele gemacht.
Im Osten fast alle Fachschulingenieure, obwohl sie nie eine Fh aus der
Nähe gesehen haben.
>Andere sahen das gar>nicht ein. Letztere nach dem Motto, den grad. habe ich mir hart und>ehrlich erarbeitet, den kann ich stolz führen.
Das ist auch richtig. Mit dem gekauften Dipl.-Ing. (FH) durch
Nachdiplomierung haben die nicht im geringsten zu tun.
> Damals waren die Unis natürlich gegen die Nachdiplomierung.
Nicht nur die. Auch die FHen, die ihr DIplom verramscht sahen und auch
die Juristen, die es als Rechtswohltat einstuften und bis heute an der
Rechtmäßigkeit der Nachdiplomierung zweifeln. Es ist
Qualifikationsbetrug und Etikettenschwindel.
Paul schrieb:> Es ist> Qualifikationsbetrug und Etikettenschwindel.
Das stimmt natürlich, aber es ist lange her, und das kann man den
heutigen Dipl.-Ing. (FH) und den Fachhochschulen nun wirklich nicht
vorwerfen. Die können nix dafür, dass sich ein paar "faule Äpfel" unter
sie gemischt haben.
Ich hatte als FH-Absolvent die Gelegenheit in Erlangen mit einer
Kollegin zusammen zu arbeiten die Jahrgangsbesste war und ihr Studium
(UNI) mit 1.0 abgeschlossen hatte.
Wir verstanden uns sehr gut und trafen uns auch privat.
Sie sagte mir dann bei einem Glas Rotwein dass sie dennoch nicht
erklären könne wie der Strom aus der Steckdose käme.
Das fand ich bemerkenswert. Wie kann man an einer UNI E-Technik
studieren, mit 1.0 abschliessen und nicht verstehen wie die Energie
übertragen wird?
Ich erklärte es ihr sehr eindringlich mit einer sinusartigen
stoßförmigen axialen Kraftübertragung an einem allgemein bekanntem
Beispiel einer selbstschmierenden Übergangspassung. Ich wählte aber eine
Frequenz von ca. 0.5 Hz. Während des sogenannten „Praktikums“ konnte ich
abhängig von der gewählten Frequenz den fortschreitenden Verlauf des
Verstehens in Form relativ „primitiver“ lautartiger Zustimmungen
erkennen.
Abschließend musste nur noch die Analogie von mechanischen Kraftstößen
zu ihrem Pedant der Elektronen erklärt werden und die Erleuchtung
erfolgte.
Michael Lieter schrieb:> Ich erklärte es ihr sehr eindringlich mit einer sinusartigen> stoßförmigen axialen Kraftübertragung an einem allgemein bekanntem> Beispiel einer selbstschmierenden Übergangspassung. Ich wählte aber eine> Frequenz von ca. 0.5 Hz. Während des sogenannten „Praktikums“ konnte ich> abhängig von der gewählten Frequenz den fortschreitenden Verlauf des> Verstehens in Form relativ „primitiver“ lautartiger Zustimmungen> erkennen.>> Abschließend musste nur noch die Analogie von mechanischen Kraftstößen> zu ihrem Pedant der Elektronen erklärt werden und die Erleuchtung> erfolgte.
Wow. Das war mal echt superpeinlich, selbst fürn Juri.
Fremdschämend,
Trolljäger
>Wow. Das war mal echt superpeinlich, selbst
Na ja, wenn ihm die wissenschaftlichen Themem ausgehen, muß er eben als
passionierter Selbstdarsteller mit schlüpfrigen Histörchen um
Aufmerksamkeit betteln.
Trolljäger schrieb:> Wow. Das war mal echt superpeinlich, selbst fürn Juri.> Fremdschämend,> TrolljägerBackflow schrieb:> Na ja, wenn ihm die wissenschaftlichen Themem ausgehen, muß er eben als> passionierter Selbstdarsteller mit schlüpfrigen Histörchen um> Aufmerksamkeit betteln.
Es war eben so und angesichts der lächerlichen FH-Uni-Debatte - sollte
es auch so gelesen werden.
Ich fordere euch auf mal etwas Größe zu zeigen - diese Diskussionen gibt
es real nicht. Es zählt doch nur ob ein Mann fähig ist - und wenn nicht,
darf er gehen.
Trolljäger schrieb:> Wow. Das war mal echt superpeinlich, selbst fürn Juri.
Das war vielleicht etwas übertrieben, aber mir ist sowas ähnliches im
dritten Semester Elektrotechnik auf der Uni passiert. Es ging darum,
dass ein Motor von einem Modellbauakku mit 7,2V versorgt wird. Da
fließen mehrere 10A. Die Diskussion, die ich gegen zwei Kommilitonen
geführt habe war, ob es gefährlich ist, die Kabel zu berühren. Die
Argumente waren, dass da ja 80A fließen und das extrem gefährlich ist,
weil das ja so ein hoher Strom ist. Dazu muss ich sagen, dass es nicht
um die Abschaltspannung der Spulen (wie nennt man sowas nochmal) ging,
sondern nur um die gefährlichen 80A, die da fließen.
Die gleiche Diskussion habe ich dann in meinem Wohnheim nochmal geführt,
als es um 12V Halogenlampen ging, die vom Trafo an Drähten quer durch's
Zimmer gespannt sind. 12V, 20W, das heißt, es fließt mehr als 1A, also
absolut tödlich, ab etwa 20mA wird es ja gefährlich…
Ich habe dann den lebengefährlichen Versuch gewagt und an die
Befestigungsdrähte, an denen die Lampen hingen, gefasst.
Schade, dass ich nicht gewettet habe…
>Ich fordere euch auf mal etwas Größe zu zeigen
Wenn du meinst, mit dieser "Geschichte" Größe zu zeigen, bist deutlich
kleiner als du denkst.
>Es zählt doch nur ob ein Mann fähig ist
Auch noch ein verkappter Chauvi?!
Backflow schrieb:> Auch noch ein verkappter Chauvi?!
Verkappt nicht und Chauvinist auch nicht - in welche Schublade gehöre
ich denn dann?
Backflow, von dir habe ich aber auch schon besseres gelesen..
Seid ihr eigentlich alle bekloppt mit den schnöden Schulvergleichen?
Sowas bringen nur Nerde von Elektroingenieuren zustande, sonst niemand
auf der ganzen Welt.
Immer wieder.
Man stelle sich mal vor, wenn jetzt auch noch Ärzte so ein Brimborium
veranstalten würden! Aber die haben sicher mehr Stil. Verstehen auch
besser, sich zu Arbeitsmarktthemen zu organisieren.
Das nur mal am Rande.
>...in welche Schublade gehöre ich denn dann?
Ich brauche keine Schublade für dich.
>Backflow, von dir habe ich aber auch schon besseres gelesen..
Das kann ich mit voller Überzeugung zuückgeben.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Seid ihr eigentlich alle bekloppt mit den schnöden Schulvergleichen?> Sowas bringen nur Nerde von Elektroingenieuren zustande, sonst niemand> auf der ganzen Welt.
In diesem Punkt stimme ich dir völlig zu.
Es ist ein ausgemachter Unsinn, den man real auch nicht trifft - quasi
künstlich herbei diskutiert von Leuten ohne Personalverantwortung.
Hier aber kann jeder seine Meinung kund tun - völlig gleich ob er in der
realen Welt ein Würstchen ist.
Marx W. schrieb:> Dussel schrieb:>> (wie nennt man sowas nochmal)>> Selbstinduktion!
Tatsächlich. Danke. Ich war schon bei Gegeninduktion, bin dann aber
gedanklich nicht weitergekommen…
Wilhelm Ferkes schrieb:> Seid ihr eigentlich alle bekloppt mit den schnöden Schulvergleichen?> Sowas bringen nur Nerde von Elektroingenieuren zustande, sonst niemand> auf der ganzen Welt.>> Immer wieder.>> Man stelle sich mal vor, wenn jetzt auch noch Ärzte so ein Brimborium> veranstalten würden! Aber die haben sicher mehr Stil. Verstehen auch> besser, sich zu Arbeitsmarktthemen zu organisieren.>> Das nur mal am Rande.
Vergleichen darf man schon mal, warum nicht?! Nur die Art und Weise wie
hier versucht wird von einigen die FH pauschal abzuqualifizieren ist
wirklich schäbig.
Paul schrieb:> FH:>> Zugang Klasse 12 (Gym oder FHR)> Dauer 4 Jahre> Abschluß akademischer Grad Dipl.-Ing. (FH)> Status: Hochschule>> Schon ein erhebliches Mehr an Bildung auf höherem Niveau.
Dauer 4 Jahre gilt aber nur bei verpflichtendem Praxissemester. Sonst
3,5 Jahre.
Dussel schrieb:> Tatsächlich. Danke. Ich war schon bei Gegeninduktion, bin dann aber
Haste beim Motorbetrieb!
> gedanklich nicht weitergekommen…
Lieg an dem schlüpfrigen Beitrag weiter oben!
Mark Brandis schrieb:> Das stimmt nachweislich nicht, da viele Fachhochschulen damals in den> Siebzigern nicht von Grund auf neu gegründet wurden, sondern z.B. auf> ehemalige städtische Ingenieursschulen zurückgehen. So gibt es FHs, die> über 100 Jahre alt sind, wenn man ihre Vorgänger-Institution mit> einbezieht.
Lies am besten noch einmal den Unfug, den Du hier geschrieben hast.
Und dann auch bitte noch einmal meine Darstellungen. Unzweifelhaft löste
der FH-Ingenieur im Westen (!) keine alte Qualifikation ab, denn der
Fachschulingenieur wurde in Techniker umbenannt. Auch wenn
Vorgängereinrichtungen vorhanden sein sollten, ist die Gründung als
Fachhochschule keine Fortführung der alten Politik mit neuen Mitteln.
Warum sollten die westdeutschen Fachhochschulen hier Sonderstatus
genießen, während die ostdeutschen Traditionshäuser fein ihre Geschichte
und ihr internationales Renommee pflegten und es diesen vom Westen
grundsätzlich vorgehalten wird, daß der formale Status "Technische
Universität" z.B. in Dresden erst "spät" kam. Das ist der Lauf der
Geschichte. Es gibt daher per Definition keine Fachhochschulen, die
älter als die 70er sein können.
Diplom-FH ging und gehts je nach Studiengang auch nur 3Jahre (mit
Praxis)
http://www.fh-guestrow.de/FBRP/FlyerRP.pdf
Das Studium dauert drei Jahre und gliedert sich
in folgende Abschnitte:
1. Studienabschnitt:
zwei Monate berufspraktische Studienzeit,
2. Studienabschnitt:
neun Monate Fachstudienzeit in Güstrow,
3. Studienabschnitt:
zehn Monate berufspraktische Studienzeit,
4. Studienabschnitt:
neun Monate Fachstudienzeit in Güstrow,
5. Studienabschnitt:
sechs Monate berufspraktische Studienzei
->Das Diplom(FH) scheint wirklich für akademische Qualität gestanden zu
haben! Ich würde klar sagen ,dass das Programm beim Diplom(FH) anscheint
genauso wissenschaftlich ausgerichtet war wie beim Diplom(BA) - alleine
von der Gewichtung der Praxis war das beim Diplom(FH) möglich in drei
Jahren (mit einen Jahr(!) Praxis) einen akademischen Abschluss
zuerhalten!)
Paul schrieb:> Auch das gehört zur Propaganda der Unis.
Höre doch auf, zu phantasieren. Dümmliche Verschwörungstheorien.
Die Fachhoschulen wurden wie von mir erläutert und wie auch in der
einschlägigen Fachliteratur nachzulegen von Politik und Industrie
etabliert. Zugegeben, die Universitäten und deren erzkonservative
Professorenschaft werden die reinte Schadenfreude am Ergebnis gehabt
haben, dennoch. Den Unterschied von FH und Uni hat im Westen der
Gesetzgeber glasklar festgelegt.
>>Dann die schon fast linke Nummer mit der englischen Übersetzung>>"University of Applied Science".>> Daran ist gar nichts link. Es ist einfach der Ausdruck, daß manche> Unileute kein Englisch können und nicht wissen, daß sich hinter dem> ähnlichen Wort university [...]
Unfug, und nebenbei selbstgefällige Wortklauberei.
Die korrekte englische Übersetzung ist "college". Da diskutiere ich
jetzt mit Dir auch nicht darüber, denn ich wohne im englischsprachigen
Ausland und kenne den entsprechenden Sprachgebrauch.
Ja, university ist nicht wie in Deutschland mehr oder weniger gesetzlich
geschützt, das spielt aber keine Rolle. Eine Fachhochschule ist einfach
keine "University of...".
Die Amerikaner verwenden university oftmals, um einen Verbund von
colleges zu bezeichnen (Harvard College ist Teil der Harvard
University). Soviel zu dieser Spitzfindigkeit. Ironischerweise setzten
sich die Fachhochschulen Kraft ihrer Inkompetenz mit dieser Anmaßung
tief in die Nesseln, denn... wenn der normale Amerikaner "xyz of applied
sciences" hört, schüttelt er den Kopf, winkt ab oder lächelt abwertend.
Ich will hier nicht den nächsten Nebenkriegsschauplatz eröffnen, doch
man kann die Sache ohne zuviel Überzeichnung auf die Gleichung xyz of
applied sciences = Schrott, Mist, minderwertige Ausbildung, die das Geld
aus der Tasche ziehen soll und nichts wert ist.
Es wird von den Deutschen leider sehr oft vergessen, daß es kaum Länder
auf der Welt gibt, die ihre Ingenieurausbildung derart vertikal gliedern
und sich zusätzlich zu den regulären Hochschulen (Universitäten) relativ
gute Fachhochschulen leisten. Mir würden spontan lediglich die
Niederlande einfallen, von denen ich weiß, daß dort die
Fachhochschulebene relativ gut ausbildet.
Wenn jemand angesichts dessen kein Englisch kann, sind das die
Fachhochschulen.
>>1. Das FH-Studium wurde in Westdeutschland (!!) im Rahmen der>>Bildungsexpansion der 70er aus dem Hut gezaubert. Das erklärte Ziel>>lautete, eine Hochschulform zu etablieren, die möglichst viele Menschen>>von einem eher mittleren Leistungsniveau auf ein erhöhtes Niveau heben>>sollte. Um bestimmte Unsitten und Mißstände des Universitätsstudiums zu>>vermeiden, sollte Humboldt bleiben, wo der Pfeffer wächst, und statt>>dessen eine schulische Lehrform vorherrschen.>> Diplom- Gott, das ist Deine eigene Phantasieinterpretation, DIe Wahrheit> findet man in historischen Papieren, wie dem Hambrücher-Papier "Die> Misere des deutschen Bildungssystems". Dort forderte man die Abschaffung> der international untypischen Ausbildung eines Ingenieurs auf> Fachschulniveau
Pure, altbekannte westdeutsche Taktik. Neue Verpackung. Alter Inhalt.
Lies 'mal mehr Fachliteratur zum Thema. Der Themenkreis Bildungspoltik,
insbesondere in der DDR, war eines meiner geisteswissenschaftlichen
Interessen im Unistudium. Zum Ausgleich zur Mathematik und
Elektrotechnik sozusagen, und ich habe mich dort quer durch die
Unibibliothek gelesen.
Die Fachhochschulen waren von Anfang an ein Zankapfel und Politikum im
Rahmen der Bildungsexpansion der 70er. Die Entwicklung in der DDR
hingegen mag auf dem Papier ähnlich aussehen, verlief jedoch ganz anders
als im Westen und am Ende stand ein anderes Ergebnis.
Wenn ich den Fachschulingenieur in Techniker umbenenne und zwischen die
alte Fachschule und die Universität eine neue Stufe schalte, muß dies
zwangsläufig irgendwann Probleme verursachen. Diese Probleme sehen wir
seit gut 20 Jahren auf dem Arbeitsmarkt.
>>Und mehr noch: Die Industrie fordert seit je, daß dieser billige>>Gebrauchsingenieur gefälligst in großen Zahlen ausgestoßen werden>>müsse. Fabriksprache! Der FH-Ingenieur ist in jeder Hinsicht die>>Schl*mpe der Industrie.>> Unfug, hätte man diesen Gebrauchsingenieur in der Masse gefordert, hätte> man den Fachschulingenieur behalten. Von denen gab es bis 17% der> Bevölkerung, vom FHler 4%
Unfug. Wie ich ausführte, ist dies dem Standesdünkel geschuldet. Das
Wort "Hochschule" über der Vordertüre und auf der Urkunde hat
prunkvolles Flair. Addiert man hierzu die Ideologie der
Bildungsexpansion und die konservative Ideologie, daß das Bildungssystem
gegliedert sein muß, sieht man doch, wohin die Reise geht. Daß die
Industrie in ihrer unablässigen Forderung, es müßten mehr Ingenieure
ausgebildet werden, als Sieger vom Schlachtfeld zieht, zeigen die
Gehälter und die Arbeitsmarktzahlen. Natürlich meint die Industrie, wenn
wieder einmal vom Fachkräftemangel die Rede ist, keineswegs
Universitätsingenieure, d.h. die sogenannten gebildeten Menschen, die
nicht stromlinienförmig und ökonomisiert kleingeschliffen wurden.
Sondern die Herren Lobbyisten und Verbandssprecher fordern glasklar den
Gebrauchsingenieur von der FH.
Wie gesagt, ich bräuchte diese Unterscheidung in Uni und FH nicht. Die
gab es in der DDR nach schmerzlichen Erfahrungen mit nämlich exakt
diesem Problem irgendwann nicht mehr. Aber ich habe die Regeln nicht
gemacht und daher muß man die Unterscheidung ernstnehmen.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie schizophren die FH-Kollegen drauf
sind. Da wird gehetzt, gehetzt und nochmal gehetzt gegen die
Uni-Menschen, die den meisten FH-Menschen nie etwas getan haben, während
parallel dazu ein heftiger Kampf um die Nachstellung (FH) und das
Promotionsrecht tobt. Da scheint die FH plötzlich uncool zu sein und
trotz beschränktem Studium soll es die Universitätskragenweite sein.
Ganz großes Tennis.
Ahoi
Dipl.- Gott schrieb:> wenn der normale Amerikaner "xyz of applied> sciences" hört, schüttelt er den Kopf, winkt ab oder lächelt abwertend.> Ich will hier nicht den nächsten Nebenkriegsschauplatz eröffnen, doch> man kann die Sache ohne zuviel Überzeichnung auf die Gleichung xyz of> applied sciences = Schrott, Mist, minderwertige Ausbildung, die das Geld> aus der Tasche ziehen soll und nichts wert ist.
der normale Amerikaner... also der Amerikaner, der
- seinen Hamster in der Mikrowelle trocknet
- beim Bügeleisen den Hinweis "Vorsicht heiß!" benötigt
- nichtmal weiß, dass es auch in Deutschland Toaster und Cola gibt
- ohne Hilfstrupp kein IKEA-Regal aufgebaut bekommt
- ...
Alles klar, danke! Ich hatte total vergessen, dass 80% aller
amerikanischen Colleges und "Universities" ihre Abschlüsse für Geld und
nicht für Leistung ausgeben. Gut, dass dann genaue diese "normalen
Amerikaner" über unser deutsches System den Kopf schütteln, abwinken und
abwertend lächeln. Danke für diese Erkenntnis.
Grüsse,
TommyS
Marx W. schrieb:> Wie wohl!> Na, mit "copy paste"!
Und warum wurde das bei einem grottenschlechten Student ohne 2.
Examen akzeptiert ? Geld spielte natürlich keine Rolle ;)
Joachim Drechsel schrieb:> Geld spielte natürlich keine Rolle ;)
Ach, war er so schlecht?
Wichtig war der UNI Bayreuth einen prominenten zukünftigen
Spitzenpolitiker sich wohlgesonnen zu stimmen.
So einer kann echt "Goldwert" sein!
Er war schlecht. Selbst das 1. Staatsexamen hatte er nur mit einer
3 gepackt ("er war immer bemüht"). Na logisch hat die Bayreuther Uni
eine "gewisse Interessenlage". Die Fam. Gutti war ja Großsponsor.
Ein Schelm wer schlechtes dabei denkt.
>der normale Amerikaner... also der Amerikaner, der>- seinen Hamster in der Mikrowelle trocknet>- beim Bügeleisen den Hinweis "Vorsicht heiß!" benötigt>- nichtmal weiß, dass es auch in Deutschland Toaster und Cola gibt>- ohne Hilfstrupp kein IKEA-Regal aufgebaut bekommt>- ...>Alles klar, danke! Ich hatte total vergessen, dass 80% aller>amerikanischen Colleges und "Universities" ihre Abschlüsse für Geld und>nicht für Leistung ausgeben. Gut, dass dann genaue diese "normalen>Amerikaner" über unser deutsches System den Kopf schütteln, abwinken und>abwertend lächeln. Danke für diese Erkenntnis.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen,
Rosa
Dipl.- Gott schrieb:> Gleichung xyz of> applied sciences = Schrott, Mist, minderwertige Ausbildung, die das Geld> aus der Tasche ziehen soll und nichts wert ist.
Meine Güte du Schlaffi. Musst du Komplexe haben wenn du hier ewig lange
Texte schreibst wie schlecht die FH's doch sind. Deine Motivation würde
mich mal interessieren.
Dipl.- Gott schrieb:> zu den regulären Hochschulen (Universitäten) relativ> gute Fachhochschulen leisten.
Oh, jetz sind die FH's auf einmal "relativ gut". Du widersprichst dich
hier irgendwie.
Dipl.- Gott schrieb:> d.h. die sogenannten gebildeten Menschen, die> nicht stromlinienförmig und ökonomisiert kleingeschliffen wurden.
Kein Kommentar :-)
Dipl.- Gott schrieb:> Da wird gehetzt, gehetzt und nochmal gehetzt gegen die> Uni-Menschen
Und was machst du? Du hetzt gegen die FH-Menschen.
Dipl.- Gott schrieb:> parallel dazu ein heftiger Kampf um die Nachstellung (FH)
Den Kampf gibts nich mehr. Bachelor=Bachelor, egal wo er gemacht wurde.
Dipl.- Gott schrieb:> und das> Promotionsrecht tobt
Man kann auch an FH's promovieren.
Master schrieb:> Den Kampf gibts nich mehr. Bachelor=Bachelor, egal wo er gemacht wurde.
Nicht ganz...
Studierende von Berufsakademien schließen ihr BA-Studium mit der
staatlichen Abschlussbezeichnung mit der staatlichen
Abschlussbezeichnung Bachelor ab. Es handelt sich hierbei nicht um
akademische Grade, sondern staatliche Abschlussbezeichnungen.
Arbeiter schrieb:> Studierende von Berufsakademien schließen ihr BA-Studium mit der> staatlichen Abschlussbezeichnung mit der staatlichen> Abschlussbezeichnung Bachelor ab.
Mit nem Bachelor von der Berufsakademie kann man auch an ne Uni wechseln
und den Master machen. Bei uns an der Uni gibts davon ein paar.
@Master
Die FHs haben kein eigenes Promotionsrecht, allerdings kooperieren
einige mit Universitäten, über welche dann promoviert werden kann.
Von einem einfachen wechsel an die Universität von der Berufsakademie
oder FH habe ich bis jetzt vor allem in Niedersachsen gehört und dort
vor allem seit den Studiengebühren, hatte selbst einmal über die Uni
Hannover nachgedacht und habe die Änderungen mitbekommen.
An der TU Darmstadt zB muss man 3 Prüfungen teilweise die KO Fächer von
dem was ich gehört habe machen um dort starten zu dürfen. An manchen
Universitäten muss massiv aus dem Grundstudium nachbelegt werden als
Auflage.
Fazit: Es geht, aber Stolperfallen gibt es noch zu genüge, vor allem
wenn man durch Zusatzkurse und der eh nicht kleinen Umstellung schnell
ins stolpern gerät.
Dipl.- Gott schrieb:> Die korrekte englische Übersetzung ist "college". Da diskutiere ich> jetzt mit Dir auch nicht darüber, denn ich wohne im englischsprachigen> Ausland und kenne den entsprechenden Sprachgebrauch.
Es ist irrelevant, wie die Dinge anderswo benannt werden. Teilweise hat
ja nicht einmal ein und dasselbe Wort im amerikanischen Englisch die
gleiche Bedeutung wie im britischen Englisch.
Eine 1:1 Übernahme der Begriffe in Bezug auf die Hochschulen ist daher
schlicht nicht möglich.
> Wenn jemand angesichts dessen kein Englisch kann, sind das die> Fachhochschulen.
Wer keine Kompetenz als Übersetzer/Dolmetscher hat, der sollte sich auch
nicht anmaßen, die endgültige Autorität für sprachliche Fragestellungen
zu sein.
> Wenn ich den Fachschulingenieur in Techniker umbenenne und zwischen die> alte Fachschule und die Universität eine neue Stufe schalte, muß dies> zwangsläufig irgendwann Probleme verursachen. Diese Probleme sehen wir> seit gut 20 Jahren auf dem Arbeitsmarkt.
Welche Probleme denn? Ach richtig, du kannst sie nicht benennen. Weil
sie real nicht existieren. In den allermeisten Firmen interessiert es
exakt keine Sau, ob jemand von der Uni, der FH oder der BA kommt.
Am Standort Zürich meines Arbeitgebers gibt es einen Kollegen, der sehr
gut ist. Ich habe ihn mal gefagt, ob er vielleicht an der ETH studiert
hat. Seine Antwort war: Er hat gar nicht studiert, sondern eine
Ausbildung zum Elektromechaniker gemacht und sich im Lauf der Jahre
hochgearbeitet. Das ist es nämlich, was am Ende zählt: Was jemand kann.
Nicht welchen Abschluss er hat.
>Das stimmt natürlich, aber es ist lange her, und das kann man den>heutigen Dipl.-Ing. (FH) und den Fachhochschulen nun wirklich nicht>vorwerfen. Die können nix dafür, dass sich ein paar "faule Äpfel" unter>sie gemischt haben.
Das habe ich auch nie gesagt, sondern "Auch die FHen, die ihr DIplom
verramscht sahen..."
>Man stelle sich mal vor, wenn jetzt auch noch Ärzte so ein Brimborium>veranstalten würden! Aber die haben sicher mehr Stil. Verstehen auch>besser, sich zu Arbeitsmarktthemen zu organisieren.
Gerade Ärzte sind da ganz empfindlich. Wenn da eine Schwester sich als
medizinisches Personal bezeichnet, wird sie zusammengestaucht, sie sei
lediglich pflegerisches Personal. Da geht es noch gar nicht mal um
konkrete Abschlußbezeichnungen.
>Dauer 4 Jahre gilt aber nur bei verpflichtendem Praxissemester. Sonst>3,5 Jahre.
Die FH ging 4 Jahre, incl. ein Praxissemester (siehe KMK-Beschluß). Die
Ingenieurschule ging 3 Jahre. Das letzte Semester war die Einarbeitung
im zukünftigen Betrieb. Für die Ingenieurschule reichte der Abschluß
Klasse 8 oder 10 und eine Berufsausbildung, für die FH verlangt man
Klasse 12 (egal ob mit oder ohne Berufsausbildung).
>->Das Diplom(FH) scheint wirklich für akademische Qualität gestanden zu>haben! Ich würde klar sagen ,dass das Programm beim Diplom(FH) anscheint>genauso wissenschaftlich ausgerichtet war wie beim Diplom(BA) - alleine>von der Gewichtung der Praxis war das beim Diplom(FH) möglich in drei>Jahren (mit einen Jahr(!) Praxis) einen akademischen Abschluss>zuerhalten!)
Yannik, Deine Zielstellung ist mir schon klar, Du kommst nicht damit
klar, daß Du den Bachelor machen mußtest und nicht mehr das Diplom
ablegen durftest, aber bitte bleib bei der Wahrheit. Ein FH-Diplom ging
in aller Regel 4 Jahre mit einem praktischen Semester, Das BA-Diplom 3
Jahre mit 50% Praxis.
>Höre doch auf, zu phantasieren. Dümmliche Verschwörungstheorien.>Die Fachhoschulen wurden wie von mir erläutert und wie auch in der>einschlägigen Fachliteratur nachzulegen von Politik und Industrie>etabliert. Zugegeben, die Universitäten und deren erzkonservative>Professorenschaft werden die reinte Schadenfreude am Ergebnis gehabt>haben, dennoch.
Lies das Hambrücher-Papier. Es wurde die Einführung eines zweistufigen
Abschlußmodells an den THen!!!! und die Abschaffung der Ingenieurschulen
beschlossen. Das Ergebnis sollte GH heißen. Von FHen sprach damals noch
gar keiner. DIe FH war die Übergangslösung für das Diplom 1, die zur
Regel wurden.
>Den Unterschied von FH und Uni hat im Westen der>Gesetzgeber glasklar festgelegt.
Im Gegenteil, es gab den Spruch: "Gleichwertig, aber andersartig", den
ich schon gar nicht so teile. Aber bitte, wenn es um historische Fragen
geht, sollte man bei den Fakten bleiben.
>Die korrekte englische Übersetzung ist "college". Da diskutiere ich>jetzt mit Dir auch nicht darüber, denn ich wohne im englischsprachigen>Ausland und kenne den entsprechenden Sprachgebrauch.
College beinhaltet nicht den juristischen Status, den eine FH hat,
nämlich den einer Hochschule. Das gibt nur der Begriff university
wieder. university == Hochschule.
>Ja, university ist nicht wie in Deutschland mehr oder weniger gesetzlich>geschützt, das spielt aber keine Rolle. Eine Fachhochschule ist einfach>keine "University of...".
Und mit Sicherheit kein College oder gar eine Highschool, wie es Dir
passen würde.
>Es wird von den Deutschen leider sehr oft vergessen, daß es kaum Länder>auf der Welt gibt, die ihre Ingenieurausbildung derart vertikal gliedern>und sich zusätzlich zu den regulären Hochschulen (Universitäten) relativ>gute Fachhochschulen leisten.
Frankreich zum Beispiel, Spanien.
>Mir würden spontan lediglich die>Niederlande einfallen, von denen ich weiß, daß dort die>Fachhochschulebene relativ gut ausbildet.
Eben das ist eine Hoogescholl nicht. Sie hat nicht den Status einer
Hochschule mit akademischen Graden. Die Abschlüsse der Hoogeschool sind
Hochschulgrade, aber keine akademischen Grade. Darüberhinaus bietet die
Hoogeschool Abschlüsse. die unseren (Berufs)fachschulen ähnlich sind.
Ein sehr schlechter Vergleich also.
>Pure, altbekannte westdeutsche Taktik. Neue Verpackung. Alter Inhalt.
Ach, haben 2 bzw. 4 Jahre mehr Vorbildung, das Heben der
Wissenvermittling auf akademischen Nivau, der Einsatz von promovierten
Lehrpersonal und die Verlängerung der Studienzeit nichts bewirkt? Alles
klar!
>Wenn ich den Fachschulingenieur in Techniker umbenenne und zwischen die>alte Fachschule und die Universität eine neue Stufe schalte, muß dies>zwangsläufig irgendwann Probleme verursachen. Diese Probleme sehen wir>seit gut 20 Jahren auf dem Arbeitsmarkt.
Der Ing. grad. wurde nie in Techniker umbenannt. Das ist auch so eine
Eefindung von Dir. Den Techniker gab es schon damals nebenher. (Im Osten
mit einer Unterbrechung von 1965 bis 1988). Gerade die Diskussion im
Hambrücher-Papier ging darum, welche Niveaustufe das neue Diplom 1
(später FH-Diplom) haben sollte. Da wurde eindeutig darauf gedrungen,
Hochschulniveau zu erreichen, was gleichbedeutend mit dem Vorschalten
einer Oberschulstufe als Zugangsvoraussetzung war. Sonst hätte man die
Ingenieurschule auch lassen können, denn sie war bereits eine
Zwischenstufe inne zwischen Berufsausbildung und Hochschule.
>Unfug. Wie ich ausführte, ist dies dem Standesdünkel geschuldet. Das>Wort "Hochschule" über der Vordertüre und auf der Urkunde hat>prunkvolles Flair.
Lies das HRG in seiner Urform von 1976. Schon dort waren die FHen mit
verzeichnet. Wie soll man das auch nennen, wenn sie weiterführend auf
dem Stoff einer Oberschule (Gym/FOS) angelegt ist? Das ist die
Definition einer Hochschule, die nächst folgende Niveaustufe auf eine
Oberschule.
>Wie gesagt, ich bräuchte diese Unterscheidung in Uni und FH nicht. Die>gab es in der DDR nach schmerzlichen Erfahrungen mit nämlich exakt>diesem Problem irgendwann nicht mehr.
Das stimmt so auch nicht. Das Pendant zur Fh, die Ingenieurhochschule
(IHS), wurde 1969 eingeführt. Der Abschluß lautete Hochschulingenieur
(HS-Ing) und war ein Hochschulgrad (kein akademischer Grad). Das Problem
war, daß in der DDR zuwenige Abiturienten vorhanden waren, weil stark
reglementiert wurde. Außerdem gab es schon damals das Standesdünkel, daß
man in einem Jahr mehr doch den Dipl.-Ing. machen konnte. Die
Fachschulen, die eigentlich 1969 aufgelöst werden sollten, blieben bis
1988 ein erneuter Beschluß anstand, die Ausbildung von Ingenieuren an
Fachschulen bis 1992 auslaufen zu lassen und den Techniker wieder
einzuführen. Die Wende war schneller. Die IHSen (z. B. Mittweida) gab es
bis 1992, den Abschluß HS-Ing.auch, Der wurde zum Schluß an die
Studenten verliehen, die die Hauptprüfung ablegten, aber keine
Diplomarbeit schrieben.
>Es ist immer wieder erstaunlich, wie schizophren die FH-Kollegen drauf>sind. Da wird gehetzt, gehetzt und nochmal gehetzt gegen die>Uni-Menschen, die den meisten FH-Menschen nie etwas getan haben, während>parallel dazu ein heftiger Kampf um die Nachstellung (FH) und das>Promotionsrecht tobt.
Lies doch mal Deine Texte, wider jeder Historie wird da verpackt in
Wortgeschwurbel die Fh klein gemacht. Die Bezeichnung Diplomgott sagt
auch schon alles. Ich bin der letzte, der die Fh gleich zur Uni sieht,
aber man sollte auch fair sein und sie nicht als weitergeführte
Ingenieurschule darstellen. Das ist so, als würde ich der Uni (nicht TU-
das ist juristische Trickserei, damit sich die TH mit Uni schmücken
kann) unterstellen,sie seien heute noch Klosterschulen.
@Paul
Viele von der Berufsakademie haben sich in England einen Bachelor
gekauft. Natürlich werden die damit nicht in D an der Uni zum Master
zugelassen.
EITler schrieb:> Die FHs haben kein eigenes Promotionsrecht, allerdings kooperieren> einige mit Universitäten, über welche dann promoviert werden kann.
Was du nicht sagst.
EITler schrieb:> Von einem einfachen wechsel an die Universität von der Berufsakademie> oder FH habe ich bis jetzt vor allem in Niedersachsen gehört und dort> vor allem seit den Studiengebühren, hatte selbst einmal über die Uni> Hannover nachgedacht und habe die Änderungen mitbekommen.
In Baden-Württemberg ist dies ebenfalls möglich.
Marx W. schrieb:> DHBW= ?
Duale Hochschule Baden-Württemberg.
Mischmasch schrieb:> EGS_TI schrieb:>> DHBW>> Früher bekannt als Berufsakademie, damals abgekürzt BA. Von Firmen> finanzierte Hochschulen, an denen Mitarbeiter der Firma ("high> potentials") ein Diplom verpasst bekamen. Meine Erfahrungen mit dort> ausgebildeten Ingenieuren ist nicht positiv.
Vielleicht könntest du deine negativen Erfahrungen in einem neuen Thread
wie z.B. "Negative Erfahrungen mit DHBW-Absolventen" beschreiben??
Naja, ich meine Deppen gibt es überall. Das kann schon vorkommen. Es
jetzt aber auf das Konzept duale Hochschule zu schieben halte ich für
verkehrt.
Paul schrieb:> Für die Ingenieurschule reichte der Abschluß> Klasse 8 oder 10 und eine Berufsausbildung, für die FH verlangt man> Klasse 12 (egal ob mit oder ohne Berufsausbildung).
Nicht ganz richtig: Für die Ingenieurschule wurde Hauptschulabschluss
(9.Klasse)+Lehre oder Realschulabschluss + 2Jahre Praktikum gefordert.
Für die FH: Hauptschule + Lehre+ Berufsaufbauschule + 12. Klasse FOS
oder Realschule + 11. u. 12.Klasse FOS wobei die 11. Klasse im
wesentlichen Praktikum war oder stattdessen eine Lehre+ 12.Klasse FOS.
Das gilt für die alten Bundesländer.
MfG
>Nicht ganz richtig: Für die Ingenieurschule wurde Hauptschulabschluss>(9.Klasse)+Lehre oder Realschulabschluss + 2Jahre Praktikum gefordert.
Damals gab es das System der Hauptschulen im Westen gar nicht (60er) Es
waren Volksschulabschlüsse (Klasse 8). Diese mußten einen
Vorbereitungskurs für das Ingenieurschulstudium belegen (hauptsächlich
schloß man die Lpücken zur Mathematik Klasse 10). Zusätzlich natürlich
die Berufsausbildung (ging damals 2 Jahre)
Der Absolvent der 10 Klasse mußten diesen Kurs nicht besuchen, benötigte
aber die Berufsausbildung. EIne typische Fachschule eben, die eine
Weiterbildung nach Berufsausbildung ist.
Für die FH: Abschluß der Klasse 12 in Form eines Abis, Fachabis oder der
FHR. Berusausbildung ist nicht nötig. Eine Hochschule eben, die auf dem
Niveau der Oberschule aufbaut.
---
Den Unterschied im Anforderungsniveau sah man im Osten. 1965 wurde die
Technikerausbildung abgeschafft. Der Grund war, daß all diejenigen, die
an die Fachschule gingen, bei gleicher Eingangsquali und ähnlichen
Leistungsanspruch ein Jahr länger machten und den wesentlich
prestigeträchtigerne Titel Ing. bekamen. Es ging um ein Jahr Differenz
zum Techniker, der Techniker hatte damit kaum Chancen.
Nach der Wende und Einführung der FH lebte der Techniker wieder auf.
Warum? Die Möglichkeit zum FS-Ing. gibt es nicht mehr und es ist ein
Unterschied, ob man sich nach der Berufsausbildung noch 2 Jahre an die
Technikerschule setzt (Fachschulniveau) oder ob man nach der
Berufsausbildung erst mal 2 Jahre eine Oberschule und danach 4 Jahre
eine FH (Summe 6 Jahre) besucht, die auf Hochschulniveau fordert. Da hat
die Technikerausbildung wieder Chancen.
Tommy S. schrieb:> Alles klar, danke! Ich hatte total vergessen, dass 80% aller> amerikanischen Colleges und "Universities" ihre Abschlüsse für Geld und> nicht für Leistung ausgeben. Gut, dass dann genaue diese "normalen> Amerikaner" über unser deutsches System den Kopf schütteln, abwinken und> abwertend lächeln. Danke für diese Erkenntnis.>> Grüsse,> TommyS
Was für ein Unfug. Hier sind vielleicht Leuchten unterwegs.
Es ging darum, daß die Fachhochschulen unzulässig ins Englische mit
"University of" übersetzen und nicht einmal den Faux-pas bemerken, daß
Einrichtungen, die in anderen Ländern diesen Namen tragen, in der Regel
Mist sind. Daraus folgt, daß es auf Grund von Sprachbarrieren zu
Fehlinterpretationen kommt und die Fachhochschulen ein lächerliches
Eigentor geschossen haben.
Aber Danke für diesen im höchsten Maße qualifizierten Fachbeitrag zum
US-amerikanischen Hochschulsystem.
Au weia, au weia. Das tut ja schon weh.
Mark Brandis schrieb:> Es ist irrelevant, wie die Dinge anderswo benannt werden.
Ist es überhaupt nicht. Es geht ausschließlich darum. Der Ziel einer
fremdsprachlichen Übersetzung ist grundsätzlich sinnerfassend zu
übersetzen. Und noch einmal: Kraft ihrer Inkompetenz wurde von den
deutschen colleges ein false-friend-artiges Wortgebilde gewählt. Das
Kalkül ist doch offensichtlich: Auf englisch klingt es wie Universität,
obwohl eine Fachhochschule weder dem Wortsinne nach eine university ist,
noch dem Inhalt nach. Zum Beispiel ist es den Fachhochschulen nicht
erlaubt, zu promovieren. In ausländischen Bildungssystem ist dies aber
üblicherweise die Eigenschaft von Universitäten.
> Wer keine Kompetenz als Übersetzer/Dolmetscher hat
Jetzt wird es endgültig lächerlich.
> Autorität für sprachliche Fragestellungen
Ich bin zumindest wesentlich mehr sprachliche Autorität als diejenigen,
die unreflektiert unwahren Mist nachplappern von wegen
Universität-university und so fort.
> Welche Probleme denn? Ach richtig, du kannst sie nicht benennen.
Die kann ich sehr gut benennen. Praktisch alle hier im Forum
diskutierten Probleme hängen irgendwie mit dem strukturellen Problem
zusammen, daß es in Deutschland zuviele Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt
gibt und der Markt inzwischen seit Jahrzehnten von den
Gebrauchsingenieuren der Fachhochschulen überflutet wird. Noch einmal:
Die FH dient der Massenproduktion von Gebrauchsingenieuren.
Das beeinflußt den Umgangston unter den Ingenieuren, siehe hier, wie die
FH-Welt Gift und Galle spuckt, wenn die altbekannten Mängel der
FH-Ausbildung zur Sprache kommen. Da geht es auf einmal zur Sache. Am
Ende entsteht dann der Eindruck, die FH sei die bessere Uni, obschon die
FH-Ausbildung in sämtlichen entscheidenden Punkten weniger macht als das
Universitätsstudium.
Das beeinflußt aber vor allem Sachen wie Gehalt, Arbeitslosigkeit,
Wertschätzung des Ingenieurberufes etc.
.
Dipl.- Gott schrieb:> pl.- Gott> (hipot)
Wäre schön, wenn du überhaupt irgendetwas machen würdest, anstatt hier
rumzusülzen. Arbeitzlose gibts genug in D.
Paul schrieb:> Lies das Hambrücher-Papier.
Lies Du bitte mehr Quellen und verlasse Dich nicht auf eine.
Es gibt viele Bücher zur Umgestaltung des westdeutschen
Berufsausbildungs- und Hochschulbildungssystems.
> College beinhaltet nicht den juristischen Status, den eine FH hat,> nämlich den einer Hochschule. Das gibt nur der Begriff university> wieder. university == Hochschule.
Selbstverständlich beinhaltet der Begriff college den juristischen
Status, den eine FH hat. Sprachlich wie inhaltlich gilt: college ==
Hochschule
Die Übersetzung university of applied sciences ist schlicht und
ergreifend eine vorsätzliche Fehlkonstruktion.
> Eben das ist eine Hoogescholl nicht. Sie hat nicht den Status einer> Hochschule mit akademischen Graden. Die Abschlüsse der Hoogeschool sind> Hochschulgrade, aber keine akademischen Grade. Darüberhinaus bietet die> Hoogeschool Abschlüsse. die unseren (Berufs)fachschulen ähnlich sind.> Ein sehr schlechter Vergleich
Ich rede bei Gelegenheit nochmal mit den Niederländern hier im Betrieb
und lasse mir das System besser erklären. Es ändert aber nichts an der
generellen Feststellung, daß eine solide Fachhochschulebene faktisch
nirgends existiert außer in Deutschland und den Niederlanden. Frankreich
oder Spanien halte ich für schlechte Beispiele, da diese Einrichtungen
dort keine besondere Reputation genießen.
> Der Ing. grad. wurde nie in Techniker umbenannt.
De facto wurde aber genau das getan. Es wurde entschieden, daß der
Fachschulingenieur ausläuft und diese Stelle der Techniker treten würde.
Mag es vielleicht keine völlige Äquivalenz zwischen Techniker und
Fachschulingenieur geben, werden beide jedoch unmißverständlich der
gleichen Niveaustufe zugeordnet und ein kurzzeitiges Nebeneinander
endete immer mit der Abschaffung des einen oder des anderen.
Die einfache Zusammenfassung am Ende der Reform lautete daher: Der
Techniker trat an die Stelle des Fachschulingenieurs.
> Das stimmt so auch nicht. Das Pendant zur Fh, die Ingenieurhochschule> (IHS), wurde 1969 eingeführt. Der Abschluß lautete Hochschulingenieur> (HS-Ing) und war ein Hochschulgrad (kein akademischer Grad).
Natürlich stimmt das, was ich schrieb. Du liest einmal wieder nicht
richtig. Um genau Deine stumpfsinnige Intervention zu vermeiden,
formulierte ich eigentlich klar genug, daß nach schmerzlichen
Erfahrungen der DDR das Problem paralleler hochschulischer
Ingenieurbildung durch Systemumbau gelöst wurde. Die
Ingenieurhochschulen wurden in ihren Studiengängen sukzessive den
Universitäten angeglichen, erhielten im Gegensatz zu den westdeutschen
Fachhochschulen Promotionsrecht und universitäres Personal. In den 80ern
verschwand dadurch der rechtliche Unterschied zwischen
Ingenierhochschulen, Technischen Universiäten und Universitäten.
Gestützt wurde dieser Prozeß von der politischen Festlegung, daß
Hochschulen in der DDR prinzipiell kleine Spezialhochschulen waren. Jede
Hochschule setzte gewisse Schwerpunkte und Prioriäten und
großentechnisch wurde strikt vermieden, gewaltige, anonyme Moloche wie
im Westen zu erschaffen. Die TU Dresden z.B. hatte vor der Wende weniger
als ein Drittel der heutigen Studentenzahlen.
> Die Bezeichnung Diplomgott sagt auch schon alles.
Ein wenig Selbstironie schadet nie. Bezeichnend ist eher, wie einige
Individuen hier im Forum auf diesen Namen reagieren und ernsthaft
glauben, jemand könnte sowas tatsächlich ernst meinen. Das verrät viel
über deren geistige Verfassung. Hat für mich den typischen deutschen
Beigeschmack.
So long!
Dipl.- Gott (hipot) schrieb:
>> Welche Probleme denn? Ach richtig, du kannst sie nicht benennen.> Die kann ich sehr gut benennen. Praktisch alle hier im Forum> diskutierten Probleme hängen irgendwie mit dem strukturellen Problem> zusammen, daß es in Deutschland zuviele Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt> gibt und der Markt inzwischen seit Jahrzehnten von den> Gebrauchsingenieuren der Fachhochschulen überflutet wird. Noch einmal:> Die FH dient der Massenproduktion von Gebrauchsingenieuren.
Mein Gott was für eine Kasperade du hier doch abziehst. Welcher FH'ler
hat dir denn eigentlich auf den Schlips getreten? Wer hat dir denn die
Wurst vom Teller geklaut? Haben die "bösen Emporkömlinge" aus der
Arbeiterschicht, die sich auch mal die Frechheit erlaubten, ein
sinnvolles Bildungsangebot ihres Staates meist unter Schweiß und Tränen
anzunehmen, um zum einen ihren ureigenen Neigungen und Interessen (z.B.
Elektrotechnik) zu frönen und zum anderen einfach mehr Einkommen zu
erlangen, dich etwa außer Landes getrieben?
Du kommst mir vor wie ein getretender Hund, der aufjault, weil er seine
Berufspfründe und Ansehen in der Öffentlichkeit mit einer ihm als
"geistig unterlegen Gruppe" teilen muss. Du hättest wohl gerne einen
ewig staatlich abgesicherten Bestandsschutz für deinen Unititel "Dipl.-
Gott" gesehen, den andere beispielsweise dein Hassobjekt Fachhochschulen
niemals hätten im Empfang nehmen und an Absolventen ausgeben düften? Der
"subalterne Bildungspöbel" der dir den Titel oder besser gesagt dessen
einstiges unantastbares Ansehen in deiner Auffassung in unflätiger Weise
abspenstig gemacht hat, den würdest du am liebsten wieder zurück an die
Werkbänke und Fabrikhallen scheuchen.
Du bist der Sarrazin eines Bildungsbürgertums des vergangenen
Jahrhunderts, das sich quar Standesdünkel als alleinige Vertretung einer
elitären Kaste begriff und das am liebsten für Jahrhunderte so
zementiert hätte sehen wollen. Aber alles findet mal sein Ende, und
alles unterliegt dem Wandel und der Veränderung. Finde dich damit ab. Du
bist nicht mehr der Einzige, der den Titel "Diplom irgendwas" trägt.
Falls du dich deswegen für was Besseres von Gottes Gnaden hältst tust du
mir leid. Das Leben ist zu kurz für so einen Stuss und im Himmel zählt
dein Titel eh nichts mehr. Da kannst du "Nix Mitnehma".
http://www.metrolyrics.com/nix-mitnehma-453-lyrics-ringsgwandl-georg.html> Die> Ingenieurhochschulen wurden in ihren Studiengängen sukzessive den> Universitäten angeglichen, erhielten im Gegensatz zu den westdeutschen> Fachhochschulen Promotionsrecht und universitäres Personal.
"universitäres Personal"
Und was meinst du welches Personal wohl an Fachhochschulen unterrichtet?
Wer hält den dort die Vorlesung Elektrotechnik I/II/III? Der
Hausmeister?
Ts, ts, ts ...
Dipl.- Gott schrieb:> Selbstverständlich beinhaltet der Begriff college den juristischen> Status, den eine FH hat. Sprachlich wie inhaltlich gilt: college ==> Hochschule
Nur in Amerika. In England ist ein College eben keine Hochschule. Da gab
es früher Polytechnics, die ahnlich FH waren. Doch diese wurden später
zu Unis gemacht.
Paul: Ich habe eindeutig gezeigt ,dass das Diplom(FH) in 6 jahren an
einer FH zu erhalten war! (und das war eine Hochschule in staatlicher
Trägerschaft und nicht irgendeine private Klitsche)
http://www.fh-guestrow.de/FBRP/FlyerRP.pdf
--> und das mit einen Jahr Praxis!
Abschluss: Diplom-Rechtspfleger/in (FH)
Das Studium dauert drei Jahre und gliedert sich
in folgende Abschnitte:
1. Studienabschnitt:
zwei Monate berufspraktische Studienzeit,
2. Studienabschnitt:
neun Monate Fachstudienzeit in Güstrow,
3. Studienabschnitt:
zehn Monate berufspraktische Studienzeit,
4. Studienabschnitt:
neun Monate Fachstudienzeit in Güstrow,
5. Studienabschnitt:
sechs Monate berufspraktische Studienzeit
Also 8Sem waren nicht Pflicht! Auch wenn 6Sem nicht die Regel waren...
Also halt wie beim Bachelor wo 6/7/8 möglich sind, wobei die Praxis
anscheint beim Diplom(FH) wesentlich größer gewesen ist (halt wie an der
Berufsakdemie - kein wunder das die FHen zum Name Hochschule umgestiegen
sind)
>Was für ein Unfug. Hier sind vielleicht Leuchten unterwegs.>Es ging darum, daß die Fachhochschulen unzulässig ins Englische mit>"University of" übersetzen und nicht einmal den Faux-pas bemerken, daß>Einrichtungen, die in anderen Ländern diesen Namen tragen, in der Regel>Mist sind. Daraus folgt, daß es auf Grund von Sprachbarrieren zu>Fehlinterpretationen kommt und die Fachhochschulen ein lächerliches>Eigentor geschossen haben.>Aber Danke für diesen im höchsten Maße qualifizierten Fachbeitrag zum>US-amerikanischen Hochschulsystem.>Au weia, au weia. Das tut ja schon weh.
Danke, das du uns Dummbatze aufgeklärt hast, wo des Pudels Kern liegt.
Rosa
Dipl.- Gott schrieb:>> Welche Probleme denn? Ach richtig, du kannst sie nicht benennen.>> Die kann ich sehr gut benennen. Praktisch alle hier im Forum> diskutierten Probleme hängen irgendwie mit dem strukturellen Problem> zusammen, daß es in Deutschland zuviele Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt> gibt
Komisch, die Arbeitgeberseite behauptet das exakte Gegenteil. Mag sein,
dass sie zur Übertreibung neigt. Aber wenn deine Aussage stimmen würde,
also dass es absolut zu viele Ingenieure gäbe, dann wäre die
Arbeitslosenquote unter Ingenieuren hoch. Tatsächlich aber ist sie eher
niedrig.
> und der Markt inzwischen seit Jahrzehnten von den> Gebrauchsingenieuren der Fachhochschulen überflutet wird. Noch einmal:> Die FH dient der Massenproduktion von Gebrauchsingenieuren.
Na und wenn? Die Arbeitgeber scheint es nicht zu stören. Im Gegenteil.
Es ist nun einmal so, dass nur ein geringer Bruchteil aller Ingenieure
tatsächlich in Wissenschaft und Forschung arbeitet - also die Laufbahn,
für die die Universitäten traditionell ausbilden. Der weitaus größte
Anteil der Ingenieure arbeitet in Branchen wie Automotive,
Energieversorgung etc., bei denen es auf die Anwendung ankommt, nicht
auf die Grundlagenforschung.
Ich habe noch keinen Arbeitgeberverband gehört, keinen leitenden
Angestellten einer Firma, keine Marketing-Abteilung, die sich über zu
viele FH-Ingenieure beklagt hätte. Das wird wohl seinen Grund haben.
Offenbar haben die Vertreter der Arbeitgeberseite nicht die Komplexe,
die du hast. Und am Ende sind sie es, die sagen wo's langgeht, nicht
irgend ein eingebildeter "Diplom-Gott".
>Was für ein Unfug. Hier sind vielleicht Leuchten unterwegs.>Es ging darum, daß die Fachhochschulen unzulässig ins Englische mit>"University of" übersetzen und nicht einmal den Faux-pas bemerken, daß>Einrichtungen, die in anderen Ländern diesen Namen tragen,
Ach, hattest Du nicht weiter oben geschrieben, daß es diese Übersetzung
gar nicht gibt....
Was will der "Dichter" uns damit sagen?
>Ist es überhaupt nicht. Es geht ausschließlich darum. Der Ziel einer>fremdsprachlichen Übersetzung ist grundsätzlich sinnerfassend zu>übersetzen. Und noch einmal: Kraft ihrer Inkompetenz wurde von den>deutschen colleges ein false-friend-artiges Wortgebilde gewählt. Das>Kalkül ist doch offensichtlich: Auf englisch klingt es wie Universität,>obwohl eine Fachhochschule weder dem Wortsinne nach eine university ist,
Was redest Du für ein Blech. University beschreibt keine Universität,
sondern das, was bei uns unter dem Namen Hochschule geführt wird. Eine
Bildungseinrichtung im tertiären Bereich, die eine abgeschlossene
Oberschule voraussetzt. Oder übersetzt Du Hochschule mit Highschool,
weil es so ähnlich klingt? Das eine ist ein Eigenname Vergleiche:
landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft -> allgemeine Bezeichnung,
nicht geschützt, Adjektiv klein.
Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft Erich Weinert ->
Eigenname, Adjektiv groß, geschützt
>Das beeinflußt den Umgangston unter den Ingenieuren, siehe hier, wie die>FH-Welt Gift und Galle spuckt, wenn die altbekannten Mängel der>FH-Ausbildung zur Sprache kommen.
Ich denke eher, daß die FH die wesentlich modernere Hochschule ist, als
manche Uni. Zumindest im Vergleich mit ausländischen renomierten
Bildungseinrichtungen, die wesentlicher an der Praxis orientiert lehren,
als einige deutsche Unis. Ein Unistudium zeigt Vorteile für Ingenieure,
die in die Forschung gehen, aber da gehören eigentlich Physiker hin. Für
die Entwicklung, Produktion, Vertrieb usw. deckt die FH alle Belange
problemlos ab. Die Definition eines Ingenieures ist das Anwenden von
physikaslischen Grundlagen, aber nicht dessen Erforschung.
>Das beeinflußt aber vor allem Sachen wie Gehalt, Arbeitslosigkeit,>Wertschätzung des Ingenieurberufes etc.
SO ganz kann das nicht stimmen. Wenn die FH-Abgänger so lausig wären,
wie Du darstellst, würden die reihenweise versagen und gar nicht mehr
eingestellt werden, sondern nur noch "Spitzenleute" wie Diplomgott. Also
wo ist Dein Problem? Ist der Leistungsabstand zum FHler zu gering?
>Lies Du bitte mehr Quellen und verlasse Dich nicht auf eine.>Es gibt viele Bücher zur Umgestaltung des westdeutschen>Berufsausbildungs- und Hochschulbildungssystems.
Das Hambrücherpapier ist das entscheidende, in dem die Neustrukturierung
der westdeutschen Bildungslandschaft beschlossen wurde. Im Osten war es
die 3. Hochschulreform 1969. Ich brauche nicht Bild zu lesen, wenn ich
die Originalquellen kenne.
>Selbstverständlich beinhaltet der Begriff college den juristischen>Status, den eine FH hat. Sprachlich wie inhaltlich gilt: college ==>Hochschule
Am College wird eine allgemeinbildende Stufe vorgeschaltet, die bei uns
im Abi dran kommt. Sie hat auch nicht denselben juristischen Status wie
eine Hochschule. Hochschule (als Sammelbegriff für Bildungseinrichtungen
im tert.- Sektor, die einen Oberschulbesuch voraussezen und die akad.
Freiheit genießen == university
>Ich rede bei Gelegenheit nochmal mit den Niederländern hier im Betrieb>und lasse mir das System besser erklären. Es ändert aber nichts an der>generellen Feststellung, daß eine solide Fachhochschulebene faktisch>nirgends existiert außer in Deutschland und den Niederlanden. Frankreich>oder Spanien halte ich für schlechte Beispiele, da diese Einrichtungen>dort keine besondere Reputation genießen.
Schweiz, Österreich haben das auch.
Frankreich hat die université, die grandes écoles sowie die ecoles
spécialesées, die filières courtes und die filières longues
>Die einfache Zusammenfassung am Ende der Reform lautete daher: Der>Techniker trat an die Stelle des Fachschulingenieurs.
ist inhaltlich was anderes, als: der Fachschulingenieur wurde in
Techniker umbenannt
>Gestützt wurde dieser Prozeß von der politischen Festlegung, daß>Hochschulen in der DDR prinzipiell kleine Spezialhochschulen waren. Jede>Hochschule setzte gewisse Schwerpunkte und Prioriäten und>großentechnisch wurde strikt vermieden, gewaltige, anonyme Moloche wie>im Westen zu erschaffen. Die TU Dresden z.B. hatte vor der Wende weniger>als ein Drittel der heutigen Studentenzahlen.
Und genau diese Aussage ist falsch. In der 3 Hochschulreform 1969 wurde
eben beschlossen, das Hochschulsystem dem sowjetischen Vorbild weiter
anzunähern. Daraus entstanden Beschlüsse, wie die Limitierung des
Studiums auf 4 Jahre mit Spezialisierung im Betrieb, die Einfürhung von
Sektionen und auch die Einführung von Spezialhochschulen. Die Lehre
hatte sich an die Verwendbarkeit in der Wirtschaft zu orientieren.
Spezialisierte Standorte:
Standorte ET: Ilmenau, Dresden, Mittweida
Standorte Verkehrstechnik: Warnemünde-Wustrow, Dresden
Standorte Bauingenieurwesen: Leipzig, Weimar
Standorte Maschinenbau: Magdeburg
Standort Medizin, Zahnmedizin, Vet.Medizin: Leipzig
Standort Agraringwesen: Halle usw.
Die DDR zentralisierte Hochschulstandorte nach Ausbildungsschwerpunkten.
Und daß die TU Dresden nie die Studentenzahlen wie heute erreichten, lag
1. daran, daß nur 15% ein Abi bekamen (heute 32 und mehr). und 2., daß
sie eine Spezialhochschule war und nicht wie heute durch Herrn
Biedenkopf zur Volluni ausgebaut wurde!
Vgl.
Abirate DDR 15 %, Hochschulabsolventen (IHS, Uni, TH) 14%
Abirate BRD 32 % und mehr, Hochschulabsolventen ca. 18% (davon 1/4 von
der FH)
>Haben die "bösen Emporkömlinge" aus der>Arbeiterschicht, die sich auch mal die Frechheit erlaubten
Dazu ist zu verweisen auf das Studierendesurvey der Uni Konstanz.
Demnach haben 70% der Fhler ein Abitur und sind im 1. Bildungsweg zur
FH. Das Märchen, die FH sei für Abiturienten uninteressant, stimmt schon
lange nicht mehr. Gerade im Osten wurde 1992 die FH als die bevorzugte
Hochschulform im Ingenieurwesen eingeführt. Standorte wie Leipzig haben
im Ingenieurwesen eine FH und keine Uni.
>Und was meinst du welches Personal wohl an Fachhochschulen unterrichtet?
Er meint habilitiertes Personal. In der DDR durften ord. Professoren nur
mit habil. (sc.) und facultas docenti lehren. Daneben gab es an den IHS
aber auch Lehrer im Hochschuldienst (Dres.) Er vergißt aber, daß auch an
heutigen Universitäten keine Habilitation mehr vorgeschrieben ist
(Juniorprof.). Er sollte sie die vitae der Professoren an der TU Dresden
anschauen. Die meisten haben eine Promotion A. Die B-Promovierten wurden
sozusagen als Gnadenbrot zur HTW abgeschoben. Verkehrte Welt.
>Da gab es früher Polytechnics, die ahnlich FH waren.
Polytechnics waren nichts anderes als Ingenieurschulen.
>Abschluss: Diplom-Rechtspfleger/in (FH)
Yannik, Du hast gerade die Ausnahme herausgefischt. Diplom-Rechtspfleger
(FH) ist ein Abschluß einer Verwaltungsfachhochschule und keiner
normalen Fachhochschule. Güstrow ist eine Verwaltungsfachhochschule, für
die selbst die KMK eigene Rahmenstudienordnungen herausgab. Laut Casmin
werden die nicht mal in die selben Stufe (5A) wie die FHler eingestuft.
Auch die ISCED97-Stufung führt sie anders. Wir reden hier von
FH-Studiengängen und nicht von Verwaltungs-FHen.
>Also 8Sem waren nicht Pflicht! Auch wenn 6Sem nicht die Regel waren...>Also halt wie beim Bachelor wo 6/7/8 möglich sind, wobei die Praxis>anscheint beim Diplom(FH) wesentlich größer gewesen ist (halt wie an der>Berufsakdemie - kein wunder das die FHen zum Name Hochschule umgestiegen>sind)
Ein Diplom (FH) im OSten ging 8 Semester mit 1 praktischen
Studiensemester, das 20 Wochen lang war. Dazu ein Vorpraktikum, für
Studenten, die direkt vom Gym kamen. Es mußte vor dem Studienbeginn oder
bis zum Vordiplom in den Semesterferien erbracht werden. Das waren
weitere 16 Wochen und zählte nicht zum Studium. Weiter gab es keine
Praxiszeiten. Und nochmal, Schon bei Einführung der FHen im Osten 1992
hießen fast alle Hochschule für... FHen sind offiziell Hochschulen seit
1976 und durften sich auch so nennen. Das hat nichts mit Bologna zu tun.
Zum Vergleich SWS in ET
HTWK Leipzig Bachelor 123 SWS
HTWK Leipzig Diplom (FH) 176 SWS
TU Dresden Diplom 188 SWS
Die Westsächs. Hochschule Zwickau vergibt für den Bachelor 180 ECTS und
für das FH-Diplom 240 ECTS. Beide sind akkreditiert.
Es ist eine FH!(und nichts anderes steht in deren Schreiben!) Und beim
naechsten Studiengang z.B. BWL an der KU Eichsstadt heisst es dann das
ist eine KU und keine Uni und beim Vergleich TU zur Uni heisst es dann
das selbe.... Die FHen der Bundeswehr haben mit Trimestern auch weniger
Sem geschaft...
Und nur nebenbei deren Polizei-Studiegngaenge erhalten trotz x Sem
"Praxis" 180ECTS. (Rechtspflege und Verwaltungswirt sind noch im
Diplom(FH) mit 6Sem )
>Viele haben heute Abi, aber sind nicht reif für ein hochschulstudium.>Zudem kommen 70% der Ingenieure von FHs.
Interessant ist doch, daß es kaum mehr Hochschulabsolventen (Uni, Fh)
gibt, als in der DDR, obwohl die Zahl der Studienberechtigten sich mehr
als verdoppelt hat. Ich glaube die Hochschulen filtern sich schon die
raus, die auch früher ein Abi gehabt hätten.
>Es ist eine FH!(und nichts anderes steht in deren Schreiben!)
Du machst es Dir zu leicht. Erkläre mir dann, warum die
Verwaltungsfachhochschulen in der ISCED97 in Stufe 5 B geführt werde,
die richtigen Fhen aber in 5A (siehe Anhang) Verwaltungs-FHen haben
einen anderen Status.
Darüberhinaus ist die Dikussion auch leidlich. Du suchst Dir einen
Studiengang unter 1000 aus, der 6 Semester ging und willst damit
beweisen, daß der Bachelor sogar noch höher aufgestellt sei, als das
Fh-Diplom, obwohl 99% der FH-Diplome mehr brachten. Sieh in Dein
Diplomasupplement, Auf der letzten Seite ist es auch für Dich erklärt.
Denkst Du, es hätte die Diskussion um den Verfall des Hochschulsystems
in Dtl. gegebnen, hätte man das 4jährige FH-Diplom lediglich in Bachelor
umbenannt und nicht gekürzt? Die Wogen sind so hoch gekommen, weil man
einen Abschluß unterhalb des kürzesten Abschlusses, dem 4jährigen
FH-Diplom, etablierte.
Übrigens ist Dein Ansinnen aus den letzten Jahren Deiner Posterei gut
erkennbar:
Zuerst verteidigst Du die Fhen wie mit dem Säbel im Mund (damals warst
Du Student im Bachelorstudiengang an einer FH)
Plötzlich war die FH popelig, Du warst als Masterstudent an einer Uni
eingeschrieben
Und plötzlich hackst Du auf den Fh-Diplome rum und willst sie noch
unterhalb des Bachelors ziehen (auf Berufsakademieniveau), weil Dein
Master anscheinend nicht geklappt hat und nun muß der Bachelor gepuscht
werden.
Du baust einen Berg, indem Du Gelände herum absenkst.
Empfehlenswert ist ein Studium überhaupt nur wenn man meint, das in
annähernd Regelstudienzeit mit überdurchschnittlichem Ergebnis zu
schaffen. Ansonsten sieht es nämlich eher mau aus. Das ist vorallem
nicht gejammert sondern die Wahrheit.
Dipl.- Gott schrieb:> Noch einmal:> Die FH dient der Massenproduktion von Gebrauchsingenieuren.
Eine sehr schöne Wortschöpfung. Gebrauchsingenieur.
Ich bin an einer Uni of a.s. - aber ich kann dir nur zustimmen.
In der Masse liegt eben keine Klasse.
yannik schrieb:> Es ist eine FH!(und nichts anderes steht in deren Schreiben!) Und beim
Wer, Was, Wie?
> naechsten Studiengang z.B. BWL an der KU Eichsstadt heisst es dann das
Die WFI gehört zu den Top 4 der wirtschaftswissenschaftlichen
Studiengänge in Deutschland!
> ist eine KU und keine Uni und beim Vergleich TU zur Uni heisst es dann
Ist eine Uni, da kannste auch promovieren, und da gibts aber auch
FH-Studiengänge!
> das selbe.... Die FHen der Bundeswehr haben mit Trimestern auch weniger
Fhen Y hats nie gegeben. Die haben die Leute an ganz normale FH´s
geschickt zum studieren.
Uni´s der Bundeswehr gibts dagegen, in HH und M! Da wird in Trimestern
studierrt!
> Sem geschaft...>>> Und nur nebenbei deren Polizei-Studiegngaenge erhalten trotz x Sem>> "Praxis" 180ECTS. (Rechtspflege und Verwaltungswirt sind noch im
Ist doch richtig, fürs Prügeln auf Grossdemos und Kravalle in den
Stadien gibts "credit points"!
> Diplom(FH) mit 6Sem )
Na, ein promintes Opfer der 6 Sem. Dipl. Verwaltungswirts-Studium gibts
auch!
Erwin Teufel, der wollte mit seinem 6 Sem. Dipl. Verwlt-wirt (FH)
promovieren. Ging nicht. Mit einem 8 Sem. Dipl. (FH) wärs gegangen!
Schon blöd, wenn man noch konnte (Als MP mal die Promotionsordnungen
passend machen!) ned die Weichen für den Ruhestand gestellt hat!
ich mach das fh(diplom) nicht schlecht, ich stelle lediglich dar das man
nicht sagen kann ,dass das diplom(FH) in jeden fall ueber den bachelor
ist.bz the war wuerde ich an der uni nicht zurecht kommen waere ich
zurueck an die fh und haette dort den master gemacht:) (dann wuerde ich
nach deiner jetiegen theorie argumentieren dh zb der master der fh (den
man ja zumindest in darmstadt an der fh recht einfach erwerben kann(sie
threrad:) ))genauso gut ist wie der der uni etc pp )
>Na, ein promintes Opfer der 6 Sem. Dipl. Verwaltungswirts-Studium gibts>auch!>Erwin Teufel, der wollte mit seinem 6 Sem. Dipl. Verwlt-wirt (FH)>promovieren. Ging nicht.
Und wieder einer, der auf das Blendwerk eines E. Teufel reingefallen
ist. E. Teufel hat eine FH (auch eine Verwaltungs-FH) nie zu Gesicht
bekommen. Er hat nach mittlerer Reife (das Abi brach er ab) an einer
Verwaltungsfachschule (keine FH!) den Verwaltungsfachwirt (6 Sem.)
gemacht. Im Zuge der Nachdiplomierungen hat er gegen Geld den
Dipl.-Verwaltungsfachwirt (FH) beim Kultusministerium gekauft. Daraus
leitete er ab, daß er wie die echten Absolventen einer Verwaltungs-FH
berechtigt war, jeden Studiengang an einer deutschen Hochschule
aufzunehmen. Das war natürlich nicht so, sondern er hat nur die
Berechtigung gekauft, sich so zu nennen ohne Rechte.
Ihm fehlt:
- das (Fach)abi
- das FH-Studium
Michael Lieter schrieb:> Dipl.- Gott schrieb:>> Noch einmal:>> Die FH dient der Massenproduktion von Gebrauchsingenieuren.>> Eine sehr schöne Wortschöpfung. Gebrauchsingenieur.> Ich bin an einer Uni of a.s. - aber ich kann dir nur zustimmen.>> In der Masse liegt eben keine Klasse.
Tut mir leid. Die Die Ehre gebührt nicht mir. Den Gebrauchsingenieur
schöpfte der User MaWin. Davon abgesehen, finde ich das Wort genial.
Paul schrieb:>>Was für ein Unfug. Hier sind vielleicht Leuchten unterwegs.>>Es ging darum, daß die Fachhochschulen unzulässig ins Englische mit>>"University of" übersetzen und nicht einmal den Faux-pas bemerken, daß>>Einrichtungen, die in anderen Ländern diesen Namen tragen,>> Ach, hattest Du nicht weiter oben geschrieben, daß es diese Übersetzung> gar nicht gibt...
Nein, ich hatte geschrieben, daß diese Übersetzung zweifach falsch ist.
> Was redest Du für ein Blech. University beschreibt keine Universität
Selbstverständlich ist Universität = university. Der Unterschied ist,
daß der Begriff in den USA rechtlich nicht derart geschützt ist wie in
der BRD. Das ändert aber nicht, wie der Begriff im allgemeinen verwendet
wird.
> Oder übersetzt Du Hochschule mit Highschool, weil es so ähnlich klingt?
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
>>Das beeinflußt den Umgangston unter den Ingenieuren, siehe hier, wie die>>FH-Welt Gift und Galle spuckt, wenn die altbekannten Mängel der>>FH-Ausbildung zur Sprache kommen.>> Ich denke eher, daß die FH die wesentlich modernere Hochschule ist
Ich denke das Gegenteil. Mit einer Ausnahme.
Die Universität, zumindest im Diplomstudium, erfaßt das Wesen und die
Kernkompetenzen des Ingenieurberufes wesentlich besser und arbeitet
systematisch darauf hin. Die FH ist dagegen eine Schule, die ein
mittleres Leistungsniveau heben soll. Es ist zuviel Applikation und
zuviel Praxisbezug. Ähnliche Probleme hatte die DDR in den 80ern und der
Aktenlage nach, wurde für die 90er Jahre geplant, das Studium abermals
zu reformieren und von der Zielsetzung wieder dorthin zu bringen, wo es
Ende der 60er war.
Die Ausnahme ist die Lehre. Fachhochschulen konzentrieren sich besser
auf die Lehre. Das geht im Unialltag völlig daneben und hat den
erträglichen Rahmen längst weit überschritten. Die Universitäten sollten
der Lehre deutlich mehr Beachtung schenken und einige Fachhochschulen
als Vorbild nehmen, ohne jedoch das Universitätsstudium zu veschulen.
Die Mathematiker und Physiker können es doch auch. Dort findet die Lehre
wesentlich strukturierter statt als in den Ingenieurwissenschaften, ohne
auf FH-Niveau zu runterzugehen.
>>Das beeinflußt aber vor allem Sachen wie Gehalt, Arbeitslosigkeit,>>Wertschätzung des Ingenieurberufes etc.>> So ganz kann das nicht stimmen.
Selbstverständlich stimmt das. Du mußt einfach die einzelnen Puzzleteile
in das Gesamtbild einordnen.
> Wenn die FH-Abgänger wie Du darstellst
Das tue ich gar nicht. Genau lesen. Es ist ein Unterschied, ob ich
berechtigterweise argumentiere, daß das FH-Studium ein Schmalspurstudium
ist, oder ich die FH-Absolventen einfach verreiße. Von letzterem war
nirgends die Rede.
Für mich gehört zum Beruf des Ingenieurs aber wesentlich mehr als das,
was die Fachhochschulen bieten.
> Das Hambrücherpapier ist das entscheidende, in dem die Neustrukturierung> der westdeutschen Bildungslandschaft beschlossen wurde. Im Osten war es> die 3. Hochschulreform 1969. Ich brauche nicht [...], wenn ich> die Originalquellen kenne.
Selbstverständlich mußt Du Sekundärliteratur konsultieren, um ein
umfassendes und genaues Bild zu bekommen. Originaldokumente schön und
gut; diese sind trotzdem begrenzt, da sie unkommentiert sind und selten
1:1 umgesetzt werden.
Das sollte Dir eigentlich klar sein, wenn Du vernünftig studiert
hättest.
> Am College wird eine allgemeinbildende Stufe vorgeschaltet
Unzulässige Vereinfachung. Richtig ist: Im 1. Jahr kommen im Gegensatz
zum Studium in Deutschland vermehrt allgemeinbildende Inhalte vor,
dennoch werden einige Fachkurse belegt.
>>Gestützt wurde dieser Prozeß von der politischen Festlegung, daß>>Hochschulen in der DDR prinzipiell kleine Spezialhochschulen waren. Jede>>Hochschule setzte gewisse Schwerpunkte und Prioriäten und>>großentechnisch wurde strikt vermieden, gewaltige, anonyme Moloche wie>>im Westen zu erschaffen. Die TU Dresden z.B. hatte vor der Wende weniger>>als ein Drittel der heutigen Studentenzahlen.>> Und genau diese Aussage ist falsch.
Diese Aussage ist richtig.
> In der 3 Hochschulreform 1969 wurde> eben beschlossen, das Hochschulsystem dem sowjetischen Vorbild weiter> anzunähern.
Unfug. Damals sah das sowjetische Bildungssystem ganz anders aus.
Harmonisiert wurde höchstens, daß es 3 vollausgebaute akademische Grade
geben sollte (Diplom, Dr. im Wissenschaftszweig, Dr. der
Wissenschaften).
> Daraus entstanden Beschlüsse, wie die Limitierung des> Studiums auf 4 Jahre mit Spezialisierung im Betrieb, die Einfürhung von> Sektionen und auch die Einführung von Spezialhochschulen. Die Lehre> hatte sich an die Verwendbarkeit in der Wirtschaft zu orientieren.>> Spezialisierte Standorte:> Standorte ET: Ilmenau, Dresden, Mittweida> Standorte Verkehrstechnik: Warnemünde-Wustrow, Dresden> Standorte Bauingenieurwesen: Leipzig, Weimar> Standorte Maschinenbau: Magdeburg> Standort Medizin, Zahnmedizin, Vet.Medizin: Leipzig> Standort Agraringwesen: Halle usw.>> Die DDR zentralisierte Hochschulstandorte nach Ausbildungsschwerpunkten.>> Und daß die TU Dresden nie die Studentenzahlen wie heute erreichten, lag> 1. daran, daß nur 15% ein Abi bekamen (heute 32 und mehr). und 2., daß> sie eine Spezialhochschule war und nicht wie heute durch Herrn> Biedenkopf zur Volluni ausgebaut wurde!
Bist Du ein Papagei?? Du wiederholst gerne exakt das, was ich bereits
beschrieben hatte.
Die TU Dresden ist außerdem, wie die TU Chemnitz, keine Universität im
traditionellen Sinne, sondern eine Technische Universität.
Schon in der DDR hatte Dresden nämlich seit den 80ern klar universitären
Status.
Trotzdem wurde in Erläuterungen zum Hochschulsystem weiterhin vom
Konzept der Spezialhochschule gesprochen, da bestimmte Schwerpunkte
besonders gut ausgebaut blieben und nach wie vor niedrige
Immatrikulationszahlen und hohe Betreuungsverhältnisse galten.
> Er meint habilitiertes Personal. In der DDR durften ord. Professoren nur> mit habil. (sc.) und facultas docenti lehren. Daneben gab es an den IHS> aber auch Lehrer im Hochschuldienst (Dres.) Er vergißt aber, daß auch an> heutigen Universitäten keine Habilitation mehr vorgeschrieben ist> (Juniorprof.).
Um die Habilitation ging es gar nicht, sondern um den Unterschied, daß
an einer Uni niemals ein Prof. Dipl.-Ing. zu finden sein wird. Klar ist
die Habilitation keine Notwendigkeit mehr, insbesondere nicht im
Ingenieurwesen, aber die Promotion ist es. Universitäten lassen auch de
facto nie Praxiserfahrung als promotionsäquivalent zu, wie es
Fachhochschulen gerne tun.
Aber richtig ist, daß wegen der rechtlichen Gleichstellungen sämtlicher
Hochschulformen in der DDR, die DDR-Form der Habilitation größtenteils
ein Muß war. Diese "Habilitation", die keineswegs diesen Namen trug und
im Gegensatz zur westdeutschen Habilitation eine hochschulpädagogische
Ausbildung enthielt, war außerdem ein unabhängiger, vollwertiger
akademischer Grad; wesentlich schwieriger zu erwerben als die
Habilitation und mehr zu erbringende Prüfungsleistungen.
Mich würde es freuen, wenn Du, Paul, einfach 'mal genauer lesen würdest,
statt sofort herumzupoltern.
Ahoi
>Ähnliche Probleme hatte die DDR in den 80ern und der>Aktenlage nach, wurde für die 90er Jahre geplant, das Studium abermals>zu reformieren und von der Zielsetzung wieder dorthin zu bringen, wo es>Ende der 60er war.
Geplant war, den Fachschulingenieur einzustampfen, den HS-Ing.
wiederzubeleben und den Techniker wieder einzuführen, Beginnen sollte
das 1988 und enden 1992.
>Selbstverständlich mußt Du Sekundärliteratur konsultieren, um ein>umfassendes und genaues Bild zu bekommen. Originaldokumente schön und>gut; diese sind trotzdem begrenzt, da sie unkommentiert sind und selten>1:1 umgesetzt werden.>Das sollte Dir eigentlich klar sein, wenn Du vernünftig studiert>hättest
Sekundärliteratur ist das, was Leute wie Du dazugeschwätzt haben. Das
entspricht aber nicht der Wahrheit. Und der letzte Satz beweist doch,
daß Dir eigentlich die Argumente fehlen. PS.: Hast Du Dein "TU-Diplom"
in der DDR gemacht? Dann schau mal in die Bewertungsberichte der KMK von
1992. Kann durchaus sein, daß Dein "TU-Diplom" nur FH-Niveau hatte, Daß
du natürlich das nicht umschreiben lassen hattest, wie der FS.-Ing, der
ja nach oben gestuft wurde. Also etwas gemäßigtere Töne. Nicht jeder
DDR-TH-Ing. ist mit einer heutigen TU-Ausbildung vergleichbar.
Originalliteratur dazu kann ich gerne anhängen "Die Abschlüsse sind
großzügig zu bewerten", heißt es da.
>Diese Aussage ist richtig.
Lies die Originalliteratur (Hochschulraform 1969) und nicht
Bild-Vereinfachung.
>Unfug. Damals sah das sowjetische Bildungssystem ganz anders aus.>Harmonisiert wurde höchstens, daß es 3 vollausgebaute akademische Grade>geben sollte (Diplom, Dr. im Wissenschaftszweig, Dr. der>Wissenschaften).
Siehe oben, Hochschulreform_Zielstellung von 1969. Du wirst staunen.
>Bist Du ein Papagei??
Wenn die Argumente ausgehen, gehen wir auf Kindergartenniveau, nicht
wahr?
>Schon in der DDR hatte Dresden nämlich seit den 80ern klar universitären>Status.
Die TU Dresden wurde 1961-1963 aus der TH Dresden in den Status einer TU
gehoben. Die TU Ilmenau ist ein Kind der Nachwende.
>Um die Habilitation ging es gar nicht, sondern um den Unterschied, daß>an einer Uni niemals ein Prof. Dipl.-Ing. zu finden sein wird.
Auch das ist an einer FH nicht typisch. Im sächs. Hochschulgesetz steht:
"[...] der wisschenschaftliche Befähigung, in der Regel durch eine
Promotion, nachgwiesen hat." Den Prof. Dipl.-Ing. gibt es übrigens auch
an der Uni, nämlich in künstlerischen orientierten Fächern wie
Architektur. Da gibt es gar nicht genug Promovierte, drum die Ausnahme.
>Universitäten lassen auch de>facto nie Praxiserfahrung als promotionsäquivalent zu, wie es>Fachhochschulen gerne tun
Das tun die FHen auch nicht. Siehe sächs. Hochschulgesetz §58, Abs. 1-4.
>Mich würde es freuen, wenn Du, Paul, einfach 'mal genauer lesen würdest,>statt sofort herumzupoltern.
Mich würde es freuen, wenn Du die Wahrheit, an Quellen belegbar,
erzählen würdest und nicht Dein Dipl-Gott frönen würdest. Du begehst
Geschichtsfälschung!
Thüringen:
§ 77
Einstellungsvoraussetzungen für Professoren
"besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit, die in der Regel
durch eine qualifizierte Promotion nachgewiesen wird, oder besondere
Befähigung zu künstlerischer Arbeit"
->eine künstlerische Leistung ist im Thüringen nicht nur auf die
künstlerischen Fächer begrenzt, (ich hab nicht die Muße das für jedes
Land zu Schecken) aber anscheint ist im Ost der BRD eine Promotion nicht
Voraussetzung um Prof. zu werden (im Sinne des thüringischen
Hochschulgesetz auch in E-Technik )
Yannik, stell Dich doch nicht dümmer als Du bist. Die künstlerische
Leistung als Ausnahme gilt doch nur für die Fächer, wo auch
künstlerische Qualitäten gebraucht werden, also: Architektur, Musik,
Malerei usw. Dort ist es durchaus normal, daß ein Herr Kammersänger zum
Prof. wird, ohne eine Promotion zu haben. Und das unabhängig, ob Uni
oder FH. Das gilt doch aber nicht für Fächer wie ET. Im Gegenteil haben
die OSt-FHen einen erhöhten Anteil an habilitierten Profs (gehabt), weil
sie zum größten Teil aus DDR-IHSen und THen hervorgingen mit ihrem
Personal.
Ludwig schrieb:> kein Mensch in der Praxis braucht komplexe Algorithmen oder Theorie,> sondern das richte Auftreten, kenntnisse über Framekworks usw.>
Dann kennst du die Praxis nicht.
> SOLCHE Leute machen Karriere !>
Vielleicht. Leider.
> ein Kumpel von mir nur FH Bachelor, gerade mal 30 aber Bereichsleiter im> Konzern mit 100 Akademikern unter sich.>>> Der hatte super Kenntnisse in Frameworks und hat sich damit schnell> hochgearbeitet. Der lacht sich jetzt kaputt was mancher Nerd, der unter> im arbeitet verdient aber theo. Inf gehört hat.>
Klassischer Hochmut, der schlecht ankommt.
> Generell verzögern sich SW Projekte oft nur, weil irgendwelche Spiesser> schön "saubere" Programmierung wollen, statt Programmierung die der> Kunde will.>
Falsch! Sie kennen die Praxis nicht. Projekte verzögern sich deshalb,
weil man glaubt, Code durch Copy'n'Paste vervielfachen müssen und jeder
kotzt seinen Sch... dazu. Das erlebe ich tagtäglich: Java-Klassen mit
3000 Zeilen, viel Wiederholung, die mir sofort ins Auge springt.
Code sollte ästhetisch sein:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitales-denken/plaedoyer-fuer-eine-software-kritik-unser-neues-bauhaus-1607541.htmlhttp://www.heise.de/ix/artikel/Das-Schoene-und-der-Code-1416754.html> Wenn der Kunde eine Hundehütte will, dann kriegt er eine Hundehütte.> Manche "saubere Programmierung" Fetischisten" bauen dem Kunden dann aber> eine Villa, weil sie ja "sauabere Programmierung" gewohnt sind ....
Falsch. Wichtig ist, dass die Hundehütte stabil ist. Dazu benötigt man
eine saubere Architektur. Eine gute Architektur sorgt dann auch dafür,
dass wir mit weniger Rohstoff auskommen; übertragen auf Software wäre
das der Code. Das spart bei Massenfertigung und Wiederwendung Zeit und
Geld.
Hinter solider Software steckt ein starker theoretischer Apparat. Lex
und Yacc sind so Software, die seit über 20 Jahren in Gebrauch sind. Der
Emacs ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Architektur: Der Kern
ist in C und der Rest in einem plattformunabhängigen Lisp, welches
Programmierung mit viel Wiederverwendung ermöglicht. Der GNU Emacs geht
auf das 30. Lebensjahr zu und ist ultrastabil. Auch hinter Datenbanken
steckt ein fundierter theoretischer Apparat. Ich kenne natürlich auch
jemanden (natürlich von der FH), der glaubt, Oracle sei so schnell, weil
es in C programmiert wurde und man C deshalb gewählt habe, weil es so
schnell ist (nicht war!). Das ist natürlich Quark. Man hat C genommen,
weil vor es vor 30 bis 40 Jahren die dominante Programmiersprache war.
So alt Oracle mittlerweile. Der Compilerbau und die Hochsprachen haben
ihren Siegeszug erst ab 1990 angetreten. Würde man heute Oracle komplett
von vorne programmieren, wäre vielleicht nur noch ein hardwarenaher Kern
in C und der Rest in einer Hochsprache, beispielsweise in Haskell.
Die meisten FHler, die ich kenne, sind klassische Dünnbrettbohrer, die
glauben, mit einem Universitätsabsolventen in der gleichen Liga zu
spielen: Können nicht zuhören, können nicht argumentieren, sind nicht
selbstkritisch, dafür aber sehr oberflächlich. Das ist vielleicht etwas
fachfremd, aber ich kennen einen, der mir bei unserer ersten Begegnung
sofort erklären wollte, wie Marktwirtschaft im Großen und Ganzen
funktioniere. Er hatte ja an der FH BWL als Nebenfach; darauf bildet er
sich eine Menge ein. - Ich könnte es ja verstehen, wenn ich davon nichts
wüsste und ich das zu verstehen gegeben hätte. Er hat ja nicht gefragt,
sondern sofort losgelegt. Nun ist es aber so, dass ich überzeugter
Marktwirtschaftler bin und mich auch schon mit Theoretikern wie Smith,
Ricardo und Hayek beschäftigt habe. Außerdem habe ich am Gymnasium schon
die Grundzüge der Marktwirtschaft gelernt, in der achten Klasse. - Und
als er so erklärte, sickerte eine ziemlich vulgäre Auffassung durch.
Mark Brandis schrieb:> Die meisten Verzögerungen in Software-Projekten gibt es wegen:>> 1.) Unklaren Anforderungen> 2.) Änderungswünschen, die in einem fortgeschritten Stadium des Projekts> hochkommen
Auf die könnte man angemessen reagieren, wenn die Architektur sauber
wäre.
Ich entdecke häufig Code, der folgendes Schema hat:
AAAABA
AAAACA
AAAADA
AAAAEA
Sowas würde ich nicht programmieren. Ich würde sofort eine Funktion
entwickeln, die den fünften Teil als Parameter übergibt, als
f(var) = AAAAvarA
Das ist doch erheblich kompakter:
f(B)
f(C)
f(D)
f(E)
Der Vorteil ist nun: Wenn der Änderungswunsch besteht, muss ich nur noch
die Funktion f(var) anpassen und nicht man zehntausenden Stellen im Code
herumpfuschen.
Ich bin überzeugt, wenn man konsequent sauberen Code abliefern, dann ist
man viel besser gegen Änderungswünsche gewappnet.
Mark Brandis schrieb:> An der Uni lernt man halt, die Dinge "schön" zu machen.>> In der Praxis und unter Projektdruck lernt man dann, dass man auch mal> fünf gerade sein lassen muss.>> Leider fällt man dann in Folgeprojekten durchaus auch auf die Schnauze> damit, aber oftmals begreifen das weder Kunde noch Management :-(
Richtig erkannt. Das erlebe ich tagtäglich. Dabei könnte man die Früchte
der Arbeit, die man in sauberen Code investiert, schon nach einer Woche
ernten. Das müssen dann nicht irgendwelche Änderungswünsche zwei oder
drei Jahre nach Projektabschluss sein, die dann ein bedauerliches
Würstchen machen darf, das am Projekt selbst nicht beteiligt war.
> Der Compilerbau und die Hochsprachen haben>ihren Siegeszug erst ab 1990 angetreten. Würde man heute Oracle komplett>von vorne programmieren, wäre vielleicht nur noch ein hardwarenaher Kern>in C und der Rest in einer Hochsprache, beispielsweise in Haskell.
Ach, und C ist keine Hochsprache? Man lernt nie aus ;-)
>Die meisten FHler, die ich kenne, sind klassische Dünnbrettbohrer, die>glauben, mit einem Universitätsabsolventen in der gleichen Liga zu>spielen:
Dünnbrettbohrer sind die, die ellenlange Zeilen über richtiges
Programmieren schreiben und C von den Hochsprachen ausklammern.
PS.:
Der Emacs wurde erstmals übrignes in BCPL (Vorgänger von B, widerum
Vorgänger von C) programmiert.
Dipl.- Gott schrieb:> Die FH ist dagegen eine Schule, die ein> mittleres Leistungsniveau heben soll. Es ist zuviel Applikation und> zuviel Praxisbezug.
Echt? Das erzähl mal den Studenten. Die haut es glatt aus den Socken.
Etwa noch mehr Theorie????
Benk Catu schrieb:> Die meisten FHler, die ich kenne, sind klassische Dünnbrettbohrer, die> glauben, mit einem Universitätsabsolventen in der gleichen Liga zu> spielen: Können nicht zuhören, können nicht argumentieren, sind nicht> selbstkritisch, dafür aber sehr oberflächlich.
Welcome back Dr.Wolfram Draht ... (die "selbsternannten" Intellektuellen
haben wohl wieder Ausgang)
Benk Catu schrieb:> Sowas würde ich nicht programmieren. Ich würde sofort eine Funktion> entwickeln, die den fünften Teil als Parameter übergibt, als>> f(var) = AAAAvarA>>> Das ist doch erheblich kompakter:>> f(B)> f(C)> f(D)> f(E)
[...]
Hört dir sonst keiner zu? Oder mal wieder erwerbslos? So ein herbes
Beispiel von sozialer Inkompetenz habe ich noch nicht erlebt. Hast du
schon die Frauen entdeckt? Könnte Abhilfe schaffen.
Benk Catu schrieb:> Die meisten FHler, die ich kenne, sind klassische Dünnbrettbohrer, die> glauben, mit einem Universitätsabsolventen in der gleichen Liga zu> spielen: Können nicht zuhören, können nicht argumentieren, sind nicht> selbstkritisch, dafür aber sehr oberflächlich.
Selbstverständlich spiele ich mit meinem Bachelor von der FH in einer
höheren Liga als jemand mit einem Bachelor von der Uni. Ich hab aber
auch ne Berufsausbildung und da hab ich konkret Sachen gelernt und
verinnerlicht in die sich andere erst stundenlang einlesen müssen.
Frank N. Stein schrieb:> Stimmt es, dass> die Fachhochschule nur eine verlängerte Schule ist?
Es spielt keine Rolle, ob Du ein Uni-Studium oder eine FH-Ausbildung
machst, der Lohn ist heute für beides in der Industrie gleich...
Frank N. Stein schrieb:
> Stimmt es, dass> die Fachhochschule nur eine verlängerte Schule ist?
Also für alle die meinen FH wär Schule:
1. Man sitzt im ersten Semester mit 300 in der Vorlesung nicht wie in
der Schule mit 30 im Unterricht.
2. Es gibt an der FH keine Noten für mündliche Mitarbeit.
3. Die Note 6 gibts an der FH auch nicht.
4. Anwesenheitspflicht gibts größtenteils auch nicht.
5. Sitzenbleiben gibts auch nicht. Man wiederholt nur die konkrete
Klausur.
6. Es finden Vorlesungen statt. Kein Unterricht.
Alles Sachen die eine FH doch von einer Schule unterscheiden.
Fuchs schrieb:> Äh? F H = Fach-Hoch-Schule, oder nicht?
Jaja, ich werd jetzt mal das urdeutsche Wort für Universität suchen. So
wie Fahrstall und Bernsdorfer. Wobei meine beiden Beispiele ja
gebastelte Rückübersetzungen sind.
Was du machst ist willkuerlich, ein paar bei traege sagst du zu einen
vorposter das man nur das als info heranziehen kann was im Gesetz steht
und im naechsten Beitrag beginnst du selbst ueber das was im Gesetz
steht hinweg zu gehen! Es heisst dort eindeutig das eine kuenstlerische
eigung ausreicht (es ist in thueringen nicht auf faecher begrenzt)
Paul schrieb:>> Der Compilerbau und die Hochsprachen haben>>ihren Siegeszug erst ab 1990 angetreten. Würde man heute Oracle komplett>>von vorne programmieren, wäre vielleicht nur noch ein hardwarenaher Kern>>in C und der Rest in einer Hochsprache, beispielsweise in Haskell.>> Ach, und C ist keine Hochsprache? Man lernt nie aus ;-)>>>Die meisten FHler, die ich kenne, sind klassische Dünnbrettbohrer, die>>glauben, mit einem Universitätsabsolventen in der gleichen Liga zu>>spielen:>> Dünnbrettbohrer sind die, die ellenlange Zeilen über richtiges> Programmieren schreiben und C von den Hochsprachen ausklammern.>
Zwischen C und anderen Sprachen wie Python, Ruby und Scala besteht ein
großer Unterschied.
fassungslos schrieb:>Welcome back Dr.Wolfram Draht ... (die "selbsternannten" Intellektuellen> haben wohl wieder Ausgang)> Hört dir sonst keiner zu? Oder mal wieder erwerbslos? So ein herbes> Beispiel von sozialer Inkompetenz habe ich noch nicht erlebt. Hast du> schon die Frauen entdeckt? Könnte Abhilfe schaffen.
Ich weiß nicht, wen Sie meinen. Ich kann mich auch nicht erinnern, Ihnen
das Du angeboten zu haben. Zur sozialen Kompetenz gehört auch, hier
einfach herumzuduzen. Warum soll ich die Frauen entdecken? Ich bin Vater
zweiter Kinder.
(Mod Edit: Beleidigung gelöscht)
>5. Sitzenbleiben gibts auch nicht. Man wiederholt nur die konkrete>Klausur.
Dafür fliegt man raus, wenn man die die Wiederholungsprüfung nicht
besteht. Danach ist man in ganz DTl. für diesen Studiengang gesperrt.
>Äh? F H = Fach-Hoch-Schule, oder nicht?
ich zitiere: HRG §1:
"Hochschulen im Sinne dieses Gesetzes sind die Universitäten, die
Pädagogischen Hochschulen, die Kunsthochschulen, die Fachhochschulen und
die sonstigen Einrichtungen des Bildungswesens, die nach Landesrecht
staatliche Hochschulen sind. Dieses Gesetz betrifft, soweit dies in § 70
bestimmt ist, auch die staatlich anerkannten Hochschulen."
Also Universität ist eine Untermenge von Hochschule -> Hoch-Schule oder
nicht?
Was nun?
>Zwischen C und anderen Sprachen wie Python, Ruby und Scala besteht ein>großer Unterschied.
Das ändert nichts an der Tatsache, daß C eine Hochsprache ist. Also wenn
man schon hochtrabend sülzt, sollte man die Grundlagen beherrschen.
Darüberhinaus bezweifel ich, daß es viele der Unifraktion gibt, die auch
nur den leisesten Schimmer haben, wie es an der FH zugeht, wie gelehrt
wird usw. Es wird einfach nur gestichelt.
Paul schrieb:> Darüberhinaus bezweifel ich, daß es viele der Unifraktion gibt, die auch> nur den leisesten Schimmer haben, wie es an der FH zugeht, wie gelehrt> wird usw.
Es ist heutzutage leider Usus, über Dinge zu sprechen, von denen man
überhaupt keine Ahnung hat.
Anstelle ideologischer Grabenkriege ist eine pragmatisch-nüchterne
Betrachtung angebracht. Pauschalisierung ist eine "saubere" Form von
Rassismus und deshalb ebenso schädlich.
Die Aufgabe der Ausbildungsinstitutionen ist es, Produkte anzubieten,
welche ein Käufer (Student) mit Mehrwert an eine Firma verkaufen kann.
Der Marktwert bestimmt dabei nicht nur das Produkt selber, sondern auch
mit welchen Ergebnissen es abgeschlossen wurde, welche Eigeninitiative
der Kandidat mitbringt und schliesslich wie gut er auf die spezifische
Stelle passt.
Institutionen entwickeln sich über die Jahre weg von ihrem
ursprünglichen Auftrag und neigen zum Selbstzweck zu werden. Bei rein
akademischen Bildungsgängen mag das niemand interessieren.
Ingenieurabsolventen sollen aber auf die Bedürfnisse Wirtschaft
vorbereitet werden und deshalb auch auf diese ausgerichtet sein.
Manche Institutionen tendieren wegen fehlendem Bezug zur Praxis zu allzu
theoretischem Geplänkel und jagen die Studenten über Formelfriedhöfe.
Dies mag für eine kleine Elite genau das richtige sein. Dem
durchschnittlichen Absolvent bringt das aber wenig. Was bleibt ist
fahles Wissen ohne es verstanden zu haben und ohne Erfahrung über
dessen Anwendung. Andere Institutionen neigen zum anderen Extrem und
vermitteln zu viel Stoff mit kurzer Halbwertszeit. Eine fundierte und
kompakte Grundlage, welche sicher auf eine praktische Problemstellung
angewendet werden kann, ist für eine nachhaltige Ausbildung unabdingbar.
Anstelle eines dualen Bildungssystems, das historisch gewachsenen
Idealen nacheifert, müssen allen Institutionen die exakt gleichen
Rahmenbedingungen gegeben werden. Es liegt dann an den Institutionen
konkurrenzfähige, qualitativ hochstehende Produkte anzubieten und durch
entsprechende Vor- und Nachselektion der Dozenten und Studenten optimale
Resultate zu erreichen.
as-is schrieb:> Es liegt dann an den Institutionen> konkurrenzfähige, qualitativ hochstehende Produkte anzubieten und durch> entsprechende Vor- und Nachselektion der Dozenten und Studenten optimale> Resultate zu erreichen.
Das Modell Bildung als Marktmodell hat ein großes Problem – die sehr
großen Zeitkonstanten. Liegen die Zeitkonstanten über der Halbwertszeit
eines Politikers, eines Managers oder eines Lehrenden, so werden keine
optimalen Resultate erzielt. Und der Student weis selber schon gar nicht
was er kurz- mittel- oder langfristig in seinem Leben benötigen wird.
Benötigt werden Visionäre mit starkem Rückrat und langem Atem.
>Das ändert nichts an der Tatsache, daß C eine Hochsprache ist. Also wenn>man schon hochtrabend sülzt, sollte man die Grundlagen beherrschen.
C ist eine Hochsprache? Dennis hatte ein Systemsprache im Sinn, die auf
ziemlich niedriger Abstraktionsebene anzusiedeln ist. Wenn Du nur Hoch-
und Tiefspachen kennst, gebe ich Dir Recht.
>Darüberhinaus bezweifel ich, daß es viele der Unifraktion gibt, die auch>nur den leisesten Schimmer haben, wie es an der FH zugeht, wie gelehrt>wird usw. Es wird einfach nur gestichelt.
Viele sicherlich nicht. Ich durfte beide Seiten kennenlernen.
Fachhochschule heisst eben auch Flachhochschule, in Uni-Kreisen. Auf der
FH rümpft man die Nase über die Besseren an der Uni. Scheiss drauf. Wer
darüber nicht hinweg gucken kann, hat ein emotionales Problem..
Rosa
Minderwertigkeitskomplexe gibt es sowohl auf Uni als auch auf FH Seite.
Nur mit dem Unterschied, dass diejenigen von der Uni früher (zu Diplom
Zeiten) tatsächlich den akademisch höheren Abschluss hatten. Das hat
mich bei Praktikas auch ziemlich genervt wenn die Uni Leute das immer so
haben raushängen lassen.
Gottseidank ist Bachelor jetzt Bachelor und wird nicht nach Uni oder FH
unterschieden. Der Unterschied, der geblieben ist, ist aber tatsächlich
die Praxisorientiertheit der FH bzw. der eher theoretische Fokus der
Uni.
Und ich denke dass sollte auch das Kriterium sein, nach dem man die
Institution aussucht.
Es wird sehr wohl weiterhin zw. Uni und FH unterschieden.
Wenn auch nicht mehr in jedem Fall formell, aber die Personaler sind
schließlich auch nicht doof und können lesen, wo jemand studiert hat.
FHs haben ihre Berechtigung. Wer praktisch orientiert ist und schnell in
die Wirtschaft möchte, ist hier sehr gut aufgehoben.
Immer noch diese unerträgliche Uni-vs.-FH-Scheisse. Wird dieser Thread
niemals absterben?
Nur mal zur Information - lasst euch das von einem Erwachsenen sagen,
Kinners: Es ist so, dass man das nicht vergleichen kann. Schon rein
deshalb, weil der Unterschied zwischen Nord und Süd in Deutschland
extrem sind. Ein FH-Studium in München oder Nürnberg ist weit
universitärer als ein Universitätsstudium in Hamburg (HSU) oder
Dortmund.
Wer einen akademischen Abschluss für lau haben will -> FH in
West-/Nord-/Ostdeutschland.
Wer einen Anspruch abn sich selber hat -> RWTH, Tübingen, u.a.
Wer mit möglichst wenig möglchst viel blenden will -> oben genannte
Unis.
Die sehr anspruchsvollen FHs in Bayern sind nur zu empfehlen, wenn man
im Lande (Bayern) bleibt, da nur lokal der Wert des Studiums korrekt
eingestuft wird.
@Dr.Ing.:
Nö wird nichtmehr unterschieden. Dass noch unterschieden wird, denken
nur die Unisfuzzies, weil sie sich nicht damit abfinden können mit den
FHs auf einer Ebene zu stehen (abgesehen von Promotionsmöglichkeiten).
Ich finde das echt witzig, wie an den Abschlüssen rumlamentiert wird,
die sich doch an einem internationalen Standard orientieren.
Nur so zur Info: Die Einführung von Bachelor und Master hätte den Sinn
verfehlt wenn weiterhin zwischen den Institutionen unterschieden würde,
denn genau das will man ja mit den Bachelor und Master Abschlüssen
verhindern.
@Stephan: Ein Vorschlag, wieso schreibt man nicht künftig "B. Sc.
(Bayern)", dann weiss jeder Bescheid ? ;-)
Dr. Ing schrieb im Beitrag #2612661:
> ich kenne genug Unternehmen, die FHler eher als> Hilfs-Ingenieure/Informatiker etc. ansehen.
Ein Unterschied zwischen FH und Uni besteht auf der Mitarbeiterebene
i.d.R. (d.h. fast alle Betriebe, habe nie einen anderen gesehen)
überhaupt nicht. Ebenso wird auf Team-/Projektleiterebene praktisch nie
ein Unterschied gemacht. Ab unterem technischen Management(!) gilt bzgl.
FH, Uni ohne Prom. und Uni mit Prom. allerdings "Ober sticht Unter". Ab
einer gewissen Ebene ist es einfach empfehlenswert, wenn der akademische
Grad etwas hergibt. Aber auf dieser Ebene kommt es auch auf andere
Eigenschaften an, die nicht unbedingt fachbezogen sind, nicht zuletzt
auf Aussehen und Auftreten.
Die Behauptung mit den "Hilfsingenieuren" ist wohl eher ein Witz.
Dr. Ing schrieb im Beitrag #2612661:
> ich kenne genug Unternehmen, die FHler eher als> Hilfs-Ingenieure/Informatiker etc. ansehen
Vielleicht bei Unternehmen, die hauptsächlich in der Forschung tätig
sind (also die wenigsten). Oder in deinen Träumen. ;-)
>Vielleicht bei Unternehmen, die hauptsächlich in der Forschung tätig>sind (also die wenigsten). Oder in deinen Träumen. ;-)
Und die greifen gleich zum Physiker.
Das kann man so nicht sagen. Allerdings ist der Uni-Ingenieur i. d. R.
breiter einzusetzen, als der FH-Ingenieur und das wird in Zukunft immer
wichtiger werden.
Allerdings ist die FH pauschal nicht schlecht.
Wer es nicht zur Uni schafft oder die wissenschaftliche Lehre nicht mag,
sondern eher anwenden möchte, ist an der FH sehr gut aufgehoben!
Das kommt auch von FH und Uni an.
Es gibt FHs, da kommst du sogar als Ing raus, wenn du Schema F auswendig
lernen kannst und in der Lage bist, einfach ein paar Zahlen (von Klausur
zu Klausur) auszutauschen.
Dann gibt es FHs, die haben einen höheren Anspruch.
Genausogut gibt es Unis, deren Anspruch ziemlich gering ist.
Gute Uni > Gute FH
Schlechte Uni = Gute FH
Keule schrieb:> Ein Vorschlag, wieso schreibt man nicht künftig "B. Sc.> (Bayern)", dann weiss jeder Bescheid ?
Dann aber auch "Abitur (Bremen)" schreiben. ;-)
Dr. Ing schrieb:> Japp, weil ihnen die Uni zu abstrakt und wissenschaftlich ist.
An Unis gibt es immer mehr Esoterik z.b. Gender-xy, was total
unwissenschaftlich ist.
Als ob der Dipl.-Ing. mit "Ruhm" verbunden wäre.
Das reden sich nur Leute ein, die sich durchs Studium quälen mussten.
Die erzählen dann Mama und Papa und Nicht-Akademikern wie schwer ihr
Studium doch ist! :D
Nichts für ungut, aber wer Interesse an der Materie hat, hat mit einem
Ing.-Studium keine Probleme. Die Probleme kommen dann, wenn der Student
eigentlich nicht tauglich ist. Das muss dann mit sehr viel Arbeit und
nachsichtigen Klausuren beschönigt werden.
Aber das hindert die Studis dennoch nicht, "Höllengeschichten" über ihr
Fach zu erzählen, denn Einbildung ist auch ne Bildung. ;)
Liebe Grüße
Dr. Ing.
Dr. Ing schrieb:> Das kommt auch von FH und Uni an.>> Es gibt FHs, da kommst du sogar als Ing raus, wenn du Schema F auswendig> lernen kannst und in der Lage bist, einfach ein paar Zahlen (von Klausur> zu Klausur) auszutauschen.
Ähnlich soll wohl die Klausur gewesen sein, die ein Freund jetzt an der
Uni geschrieben hat.
Ich hatte solche Klausuren an der FH nicht, da musste man in den meisten
Klausuren komplett umdenken.
(Nicht repräsentativ, nur als Anmerkung.)
Das zeigt aber auch nur wieder die Ausbildung an der FH.
Wer bei der Klausur "komplett umdenken" muss, hatte vorher nicht
wirklich über das Problem nachgedacht. Sowas lernt man aber an einer
guten Uni und dann sind die Klausuren auch locker machbar.
Horrorgeschichten gibt es meist nur von Leuten, die nicht wirklich
Interesse am Fachgebiet haben und/oder an einer wissenschaftlichen
Ausbildung. Leider.
Dr. Ing schrieb:> Das zeigt aber auch nur wieder die Ausbildung an der FH.>> Wer bei der Klausur "komplett umdenken" muss, hatte vorher nicht> wirklich über das Problem nachgedacht. Sowas lernt man aber an einer> guten Uni und dann sind die Klausuren auch locker machbar.>> Horrorgeschichten gibt es meist nur von Leuten, die nicht wirklich> Interesse am Fachgebiet haben und/oder an einer wissenschaftlichen> Ausbildung. Leider.
Umdenken im Sinne von einer anderen Herangehensweise, die so nicht in
den Übungsaufgaben vorkam.
Das ist keine Horrorgeschichte, sondern etwas, was ein Ingenieur können
sollte.
Der erwähnte Freund meinte, dass es bei seiner Klausur quasi nur darum
ging mit anderen Zahlen die Übungsaufgaben zu wiederholen.
(Womit ich keinesfalls die allgemeine Qualität einer dieser beiden
Hochschulsysteme bewerten möchte.)
Nur soviel zu:
> Das zeigt aber auch nur wieder die Ausbildung an der FH.
Ok, wenn du sowas mit "Umdenken" meinst. Nun gut :D
Und ja, es gibt leider auch schlechte Unis, die sich dem FH-Niveau
anpassen.
Das ist halt ein weiteres Problem dieser
"Bildungsmaschinerie-Deutschland".
Traurig aber wahr.
Ich würde da nicht sofort von einer schlechten Uni sprechen, da kann man
von der Aussage eines Studenten zu einer Klausur darauf noch lange nicht
schließen kann.
Wenn man Aussagen wirklich glauben schenken will, dann doch von denen,
die beide Systeme persönlich erlebt haben und davon haben sich hier auch
viele gemeldet.
Die meisten (persönliche Einschätzung, wer will kann gerne auch
nachzählen) haben berichtet, dass Unis einen wissenschaftlicheren
Anspruch haben und insgesamt auch ein wenig anspruchsvoller sind; aber
nicht viel.
Das drückt sich in der Industrie doch auch aus.
Ich habe noch nirgends lesen dürfen, dass FH Bachelor viel weniger
gefragt wären, wie Uni Bachelor, die letzteren im Durchschnitt aber
etwas mehr verdienen, aber nicht viel mehr.
Stephan schrieb:> Wer einen akademischen Abschluss für lau haben will -> FH in> West-/Nord-/Ostdeutschland.
Ja ne, is klar.
> Wer einen Anspruch ab sich selber hat -> RWTH, Tübingen
Massenuniversitäten als Empfehlung?!?! Lächerlich.
Ich durfte die Studienbedingungen z.B. in Aachen und München einmal
live erleben. Fazit: Was für elende Drecksbuden das sind! Gute
Fachkräfte entstehen durch eine gute Lernumgebung (universitas
magistrorum et scholarium) und gute Lehre. Die angeblichen
Eliteuniversitäten krachen sofort durch jeden qualitativen
Leistungsvergleich, wenn Faktoren abseits der reinen Forschungsgelder
herangezogen werden. Von den Geldern profitiert ohnehin kein Student.
Außerdem ist der angebliche Anspruch in diesen Molochen reiner Mythos.
Beispiel: In der Diplom-Ära herrschten in Aachen in der Elektrotechnik
ziemlich lasche Regeln in bezug auf Prüfungsleistungen. Jemand aus
Aachen wurde an der Professur wissenschaftlicher Mitarbeiter, an der ich
meine Arbeiten schrieb und in Drittmittelprojekte eingebunden war. Der
kam sogar mit Empfehlung und 1A Beurteilungen. Während wir spätestens
nach 6 Semestern das Vordiplom vollständig bestanden haben mußten - und
falls nicht achtkantig rausgeflogen wären -, hatten die Aachener 8
Semester Zeit.
Darüber hinaus gab es unglaublich weiche Regeln für
Wiederholungsversuche einschließlich juristischer Tricksereien. Wir
trauten unseren Ohren nicht und stellten schnell fest, daß sie den Typen
bei uns x-mal rausgelackt hätten.
Während meines Diplomstudiums in Elektrotechnik galt nämlich:
1. Versuch - 1. Wiederholung - Exmatrikulation, wenn 1. Wiederholung
nicht bestanden
Die 2. Wiederholung mußte beantragt und schriftlich gegenüber dem
Prüfungsausschuß begründet werden. Die Bewertung der 2. Wiederholung
unterlag verschärften Bedingungen: maximal 4,0. Egal wie gut man die
Prüfung absolvierte, am Ende konnte höchstens eine 4,0 stehen.
Die Härte des Prüfungsausschusses, dem Antrag auf 2.
Wiederholungsprüfung stattzugeben, variierte von Fakultät zu Fakultät
erheblich. Die Elektrotechniker hatten generell einen vernünftigen
Prüfungsausschuß, der auch charakterliche Schwächen akzeptierte, sofern
der Antrag ehrlich und glaubhaft formuliert wurde. Geschwafel und
Geschwindele führten aber sehr oft zur Ablehnung des Antrages. Teilweise
wurde mit den verwantowrtlichen Professoren des nicht bestandenen Faches
gesprochen, wie die über einen zusätzlichen Wiederholungsversuch denken.
Der Prüfungsausschuß der Informatiker dagegen fuhr eine absolute
Nulltoleranzlinie. In über 6 Jahren Diplom hörte ich von keiner einzigen
positiven Entscheidung. Einer der WG-Mitbewohner eines Kommilitonen flog
auf diese Weise im 9. Semester raus! 1 Prüfung offen, sämtliche anderen
gut bis sehr gut bestanden, Praktikumssemester gemacht, Diplomarbeit
angefangen. Dann: Durchgefallen in der Wiederholungsprüfung und
Exmatrikulation, weil der Prüfungsausschuß den Antrag auf 2.
Wiederholung ablehnte. Totales Scheitern nach knapp 5 Jahren Studium. In
Aachen undenkbar.
Der Pechvogel mußte übrigens ohne Abschluß die Uni verlassen. Das
BaföG-Amt sagte ihm, wenn er den Studiengang wechselt (er wollte zu den
Wirtschaftsinformatikern gehen, Leistungen anrechnen lassen und volle
Pulle durchziehen), wäre er nicht mehr BaföG-berechtigt. Er habe mehr
als 8 Semester studiert und der Förderungsanspruch wäre somit erloschen,
auch wenn er nicht ins 1. Semester sondern z.B. ins 5. Semester
eingestiegen wäre. Der Typ brauchte das BaföG aber und mußte Adiós
sagen!
Anyway:
Wo ist der vielzitierte Anspruch in Aachen, Tübingen oder München?!
(Achtung rhetorische Frage!)
Ahoi