Hallo,
zum brennen eines Attiny45 benötige ich einen ISP-Programmer.
Reicht dieser hier von Reichelt aus für den Anfang, oder empfiehlt sich
ein anderer?
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=115385;PROVID=1024
MfG
Brauchst du einen Programmer, der möglichst billig ist oder einen, der
möglichst zuverlässig ist ?
Es gibt noch billigere Programmer und noch zuverlässige Programmer !
Gruß,
Wer billig kauft, kauft 2 mal.
@IchKannNurBillig: Ich würde eher zur Mittelklasse tendieren.
@Jonathan Strobl: ist der Diamex zuverlässig? Was sind die Unterschiede
zu einem AVRISP MKII ?
leo113 schrieb:> @Jonathan Strobl: ist der Diamex zuverlässig? Was sind die Unterschiede> zu einem AVRISP MKII ?
Er ist durchaus zuverlässig, meiner läuft seit 2 Jahren ohne jegliche
Probleme. Der MKII scheint in dieser Hinsicht sogar etwas schlechter zu
sein (kaputte Firmware usw.). Eine "Eigenheit" hat der Diamex-Progger
jedoch: man muss ihn immer in die selbe USB-Buchse stecken, sonst wird
er nicht erkannt. Er kann außerdem kein PDI oder TPI, was man für die
XMEGAs und den ATTiny10, 9, 5 und 4 braucht. Ansonsten sind die Teile
aber prima - sie sind mit allen gängigen Flash-Programmen kompatibel
(emuliert ein STK500) und können alle gängigen AVRs programmieren.
Diese bunten Diamex-Dinger haben wir auch. Kein Unterschied zu den
Originalen feststellbar. Beide reichen NICHT die USB-5-V an den µC
weiter, sondern man muss den µC extra versorgen. Es gibt wohl auch
ältere Versionen der bunten Dinger, die die VCC-Verbindung haben.
Ich bin kein Freund von durchgereichtem VCC. Schnell mal Standalone
laufen lassen, dann eben mal neu programmieren, den PC ausgeschalten,
und die VCC geht rückwärts an die USB-Buchse. Wenn durchgereichtes VCC,
dann nur an einem USB-Hub.
Pink Shell schrieb:> Es gibt wohl auch> ältere Versionen der bunten Dinger, die die VCC-Verbindung haben.
Meiner hat das, allerdings zwischen AUS-3V-5V umschaltbar - auch ganz
praktisch.
leo113 schrieb:> Ich würde eher zur Mittelklasse tendieren.
Dann kauf dir 'nen AVR Dragon, damit kannst du auch debuggen (und
mit ein bisschen Löten und Fummeln sogar HV-Programmieren, wenn's
mal sein muss).
Pink Shell schrieb:> Ich bin kein Freund von durchgereichtem VCC.
Ich auch nicht (mehr), seit mir ein USBtinyISP (bei dem ich nicht
wusste, dass er dafür einen Jumper hat, der auch noch gesteckt war)
mal zwei LR44 meines Zielsystems regelrecht "geschossen" hat. War
eine ziemliche Sauerei auf dem Tisch. Bloß gut, dass die Schaltung
nicht mit einer CR2032 vesorgt worden war ...
"Der richtige ISP-Programmer?"
Mindestens einmal pro Woche wird diese Frage gestellt. Und die Antworten
sind auch immer die gleichen. Jeder hat seinen Lieblings-Programmer. :-)
Meiner ist inzwischen der hier: guloboard P
Soweit ich weiß, ist das der billigste, bei dem ein universeller
ISP-Adapter für praktisch alle DIP-AVR dabei ist. Was soll ich sagen? Er
läuft super. Ganz sicher auch mit dem ATtiny45.
habe den myavr MK2 und auch einen original Atmel ISP und sogar nen
Dragon und nehmen tu ich fast nur den myAVR obwohl er ein kleines
bisschen langsamer ist, Spannungsversorgung über den Progger ist cool
und beim myAVR gibt es keine Rückwärtsspeisung oder Ausgleichsströme
zusätzlich mnöchte ich die Möglichkeit den ganzeinfach zu einer
USB-Uart-Bridge zu machen nie mehr missen freu
grüße J.
Also ich hatte mir vor 2 Jahren einen usbprog angeschafft. Das Teil tut
brav seine Arbeit und konnte es schon universell einsetzten (JTAG, Isp,
werde den USB2RFM12 auch mal ausprobieren).
Mit dem mkII ist jedoch Debugwire möglich. Wenn das ein Kriterium ist,
sind viele andere OpenSource Programmer auch ausschließbar.
Tm
formatC94 schrieb:> Mit dem mkII ist jedoch Debugwire möglich.
Mit dem JTAGICEmkII, nicht jedoch mit dem AVRISPmkII.
Wie der Name schon sagt, ist debugWIRE ein Debug-Protokoll,
daher nichts, was ein einfacher Programmer (wie der AVRISPmkII)
unterstützen könnte.
Hmm,
JtagICE hat aber auch eine ISP Flashmöglichkeit wenn ich mich nicht
irre.
Angesichts des Preises hat sich das evtl. schon erledigt. Leider behält
Atmel das Debugwire Protokoll für sich. Allerdings wäre JTAG schon
ratsam, wer weiß was später noch einmal gebrannt/gedebuggt werden muss.
Tm
Über das JTAG Interface kann man den Programmspeicher flashen - aber nur
prinzipiell. Praktisch nicht.
Das Feature ist dafür gedacht, Unterbrechungspunkte zu setzen. Dazu wird
ein halt Befehl an die entsprechende Stelle gesflash. Der Debugger merkt
sich, welcher Befehl vorher an dieser Stelle im Speicher stand. Wenn Du
das Programm debuggst und dann an dieser Stelle forsetzt, wird der halt
Befehl wieder durch den vorherigen Befehl ersetzt.
Ich keine kein Programm, welches komplette HEX Files über den Debugwire
in den Flash Speicher überträgt.
Dies sollte mna nicht mit PDI (beim ATxmega verwendet) verwechseln. PDI
ist wieder ein anderes Programm, welches zwar den gleichen
Physikalischen Pin verwendet (nämlich den Reset-Pin) aber eben wieder
ein anderes Protokoll ist.
Der AVR Dragon kann den Debugwire defintiiv nur zum Debuggen verwenden.
Flashen tut er über das ISP Interface. PDI kann er angeblich auch, ich
habe aber noch kein Programm gefunden, welches PDI auf diesem Gerät
unterstützt. Das ist bei Atmel übrigens scheinbar Standard: Man nennt
irgendwechle Features die hardwaremäßig vorhanden sind, aber für die
dann die passende Firmware und Windows Software fehlt.
Wegen der 5V Stromversorgung:
Der AVR MKII stellt keine 5V Stromversorgung bereit, auch keine 3 Volt.
Im Gegensatz zu den meisten anderen programmer hängt er sich auch nicht
auf, wenn man ihn in der falschen Reihenfolge anschließt (erst an
Schaltung unter Spannung, dann in den USB Port stecken oder Rechner
einschalten).
Bei den meisten anderen programmern muss man darauf achten, daß
Fremdspannung (gilt für VCC und auch für die Signal-leitungen) erst
angelegt wird, wenn der Programmer über USB mit Strom versorgt ist.
Ansonsten kommt es zu Fehlfunktionen (jedoch nicht in der Regel nicht zu
einem defekt).
Ich empfehle, in Reihe zur VCC Leitung eine 400mA Polyfuse Sicherung zu
schalten. Sie schützt die Kabel und Leiterbahnen (vor allem die des
Notebooks) vor zu hohen Strömen. Die Signal-Leitungen sind in der Regel
bereits durch Widerstände geschützt.
Das ist zwar kein 100% Schutz auf den man sich verlassen kann, aber
immer noch besser als gar keiner. Und es ist einfach und billig.
Stefan Frings schrieb:> Über das JTAG Interface kann man den Programmspeicher flashen - aber nur> prinzipiell. Praktisch nicht.
Dein Kalender geht nach. Der 1.April war gestern.
Dein gesamter Beitrag ist Stuss.
mfg.
Stefan Frings schrieb:> Ich keine kein Programm, welches komplette HEX Files über den Debugwire> in den Flash Speicher überträgt.
Im Prinzip hat Thomas Eckmann ja schon alles geschrieben, aber nur
zur deutlichen Klarstellung: selbstverständlich geht das, und ob du's
nun kennst oder nicht, ist völlig egal. AVRDUDE kann genau das auf
jeden Fall (auch, wenn ich das nicht unbedingt als Methode empfehlen
würde, ich finde ISP schneller und weniger fehlerträchtig).