5V Linear-Regler mit LM723

OP #2619640
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Hallo Allerseits,

ich bräuchte bitte ein bischen Hilfe bei der Reparatur eines 
Liner-Spannungsreglers. Ich hoffe hier hat jemand etwas Erfahrung mit 
dem LM723 und kann mich auf die richtige Spur bringen.

Das Problem ist, das die Ausgangsspannung unter Last bis unter 3 Volt 
zusammenbricht.

Leerlauf: 5,03 V (so wie es sein soll)
Last circa 2A: etwa 4V
Last circa 3A: etwa 3V

Die Eingangsspannung (links Pin 10 & 11) habe ich ebenfalls gemessen, 
die geht bei der starken Belastung um circa 2V runter (bei 22V im 
Leerlauf).
Auf den als unreguliert bezeichneten Testpoints (ganz rechts oben) 
konnte ich mit dem Oszi auch keine nennenswerte Welligkeit sehen, die 
Kondensatoren und der Trafo scheiden als Ursache also wohl aus.

Vielen Dank schonmal im Voraus...

Grüße
Olaf
Angehängte Dateien:
Gast #2619661
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Olaf K. schrieb:

> Die Eingangsspannung (links Pin 10 & 11) habe ich ebenfalls gemessen,
> die geht bei der starken Belastung um circa 2V runter (bei 22V im
> Leerlauf).

C2, C3, D2, D3 bilden eine Villard- bzw. Delon-Spannungsverdopplung, 
wenn ich das richtig sehe.

Könnte in dem Bereich was abgefault sein, beispielsweise C2?
Gast #2619692
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Das was an den Pins 10 und 11 liegt ist nur die Versorgungsspannung für 
den Regler.

Was macht die "echte" Eingangsspannung die durch den Regeltransistor 
geschickt wird? Also das was an C11-C14 liegt. Ist der Gleichrichter in 
Ordnung? Funktioniert der Widerstand für die Strombegrenzung (R6) noch?
Gast #2619753
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Steigt die Spannung zwischen Pin2 und 3 auf rund 0,65V? Das würde 
bedeuten, daß der LM723 beginnt herunterzuregeln.

Überprüfe mal alle Bauteile rechts vom LM723. Eventuell zeigt D4 eine 
untypische Vorwärtsspannung und sollte ausgetauscht werden. Was macht 
die 12V Spannung? Bricht die zusammen?
Gast #2619754
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Olaf K. schrieb:

>> Könnte in dem Bereich was abgefault sein, beispielsweise C2?
>
> die Dioden sind in Ordnung, die Cs rein optisch auch.
> Welche Spannungen hätte ich da etwa zu erwarten (bei 2x 11V Eingang)?

Der C2 ist doch im Betrieb ordentlich mit Verschiebeströmen beschäftigt. 
Eben wegen der Delon-Sache, der hat mehr zu tun. Er schaufelt die halbe 
Ladung Energie in die nachfolgende Schaltung, und verbrät die andere 
Hälfte im Nichts, wie ein Schwerarbeiter. Anders als ein einfacher 
Ladeelko. Das könnte ich mir sehr wohl gut vorstellen. Daher mein 
Einwand. Optisch gut, bedeutet nichts. Besser mal durchmessen. Das 
sollte schon mit Oszi in der Schaltung gehen, ohne was auszulöten.
OP #2619755
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> Was macht die "echte" Eingangsspannung die durch den Regeltransistor
> geschickt wird? Also das was an C11-C14 liegt.
die geht von etwa etwa 19V Leerlauf auf etwas über 16V runter und hat 
dabei dann eine Welligkeit von etwa 2V (mit'm Oszi gemessen).

> Ist der Gleichrichter in Ordnung?
Ja, bereits getauscht, war aber auch vorher noch ok nur die Lötstellen 
waren "mäßig"...

> Funktioniert der Widerstand für die Strombegrenzung (R6) noch?
Scheint so, mein Messgerät kann allerdings 0,12R nicht wirklich 
auflösen, es zeigt 0,2R an, das aber auch bei kurzgeschlossenen 
Meßstrippen ;-)

Grüße
Olaf
Gast #2619781
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Olaf K. schrieb:
> Leerlauf: 5,03 V (so wie es sein soll)
> Last circa 2A: etwa 4V
> Last circa 3A: etwa 3V
>
> Die Eingangsspannung (links Pin 10 & 11) habe ich ebenfalls gemessen,
> die geht bei der starken Belastung um circa 2V runter (bei 22V im
> Leerlauf).

Tausche den 723 aus. Er bringt wie es aussieht wegen eines internen 
Defektes den nötigen Strom für die Ansteuerung von TR5 nicht mehr auf.

Etwas Widerstand vom Anschluß 10 zur Basis TR5 verringert die thermische 
Belastung des 723 und läßt ihn länger leben.

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