>Und alle Simulator-Gläubigen glauben, dass es nie Probleme geben wird.
Ein guter "Simulant" weiß ganz genau, was sein Modell berücksichtigt und
was nicht. Wenn ich einen OPamp simluiere, verwende ich mindestens drei
unterschiedliche Modelle. Außerdem rechne ich garnicht damit, daß die
Simulation die Wirklichkeit zu 100% widergibt.
Eine Simulation ist von unschätzbarem Vorteil, weil man ganz gezielt
einzelne Parameter verändern kann und damit "Bauteile" schaffen kann,
die es in der Realität garnicht gibt. Daraus kann beispielsweise
getrennt der Einfluß der "transit time" oder der Sperrschichtkapazität
einer Gleichrichterdiode auf den Temperaturgang eines Signaldetektors
bestimmt werden. Mit reiner praktischer Meßtechnik ist das nicht
möglich, weil man mit einem neuen Bauteil immer gleichzeitig ein ganzes
Parameterset wechselt.
Eine gute Schaltungsentwicklung braucht heute beides, die gründliche
Simulation und die praktische Messung am Prototyp.