Hallo,
ich habe einen HP Businessnotebook(nc4400). Langsam nervt mich einfach
nur noch die Arbeitsgeschwindigkeit, die meiner Meinung nach enorm durch
die Festplatte begrenzt wird. Die anderen Komponenten sind eigentlich
noch relativ zeitgemäß. Zu mindestens für einen Officebetrieb.
Deshalb möchte ich nun auf eine SSD umsteigen. Die Kapazität sollte 80
oder 120GB sein. Mehr brauche ich nicht unbedingt. Aber weniger sollte
es auch nicht sein. Im Moment habe ich folgende Platten ins Auge
gefasst:
OCZ Agility 3 Series SSD 120GB MLC 2.5zoll SATA600
Samsung SSD 830 Series 128GB 2.5zoll MLC SATA600
Intel 330 Series Maplecrest SSD 120GB 2.5zoll MLC SATA600
Hat jemand mit den genannten Platten schon Erfahrungen gesammelt? Am
wichtigsten ist mir eigentlich die Zuverlässigkeit. Einen enormen
Geschwindigkeitsvorteil erhoffe ich mir von allen. Mein Notebook wird
die Transferraten wahrscheinlich so wie so nicht nutzen können.
Die OCZ scheint ja Preisleistungsmäßig unschlagbar zu sein. Aber auf
Amazon fallen die Bewertungen leider sehr unterschiedlich aus. Da wird
von plötzlich auftretenden Bluescreens etc. gesprochen. Das möchte ich
auf keinen Fall.
Welche Platte würdet ihr mir empfehlen?
Viele Grüße
bloß nicht die intel! die hat einen (hardware-)bug und es kann sein,
dass du nach einiger Zeit nur noch 8mb Kapazität hast.
Intel tauscht die Platte zwar um, abder die Daten sind futsch!
Such mal nach Intel 8mb bug.
Ich stand vor kurz Zeit vor selben Frage, hab mich dann für die cruical
entschieden, das ist irgendwie die Volks-SSD welche bei den meisten Test
ganz vorne dabei ist, in den Foren gibt es sehr viel positives darüber
zu lesen!
http://www.amazon.de/Crucial-CT128M4SSD2-128GB-interne-SSD-Festplatte/dp/B004W2JKZI
Vorteil der crical ist der SSD controller!
bei der Samsung und der OCZ ist der selbe controller drin!
Ich habe vor zwei Monaten eine Verbatim 128 GB zum Preis von 120,-
(Medimax Berlin) in mein Macbook Pro eingesetzt. Nutze den Rechner mind.
10 Stunden täglich, funktioniert bis jetzt prima ...
Notebook schrieb:> ich habe einen HP Businessnotebook(nc4400). Langsam nervt mich einfach> nur noch die Arbeitsgeschwindigkeit, die meiner Meinung nach enorm durch> die Festplatte begrenzt wird. Die anderen Komponenten sind eigentlich> noch relativ zeitgemäß. Zu mindestens für einen Officebetrieb.
Was sind denn die anderen Komponenten? Wieviel RAM, welches
Betriebssystem? Ich konnte durch nun 8 GB RAM (vorher nur 2 GB) viel
erreichen, siehe hier: Beitrag "Wie gut sind Hybridfestplatten (normale Festplatte und SSD kombiniert)?"
Vielleicht ist eine solche hybride Festplatte ja auch was für dich.
Ich habe in meinem Desktop-PC eine Corsair Force3 2,5" SSD 90 GB und bin
damit super zufrieden. Ich brauchte kein Firmwareupdate zu machen, da
die SSD ohne Probleme läuft.
Meine Empfehlung beim SSD-Kauf: Nimm eine, die es schon länger gibt und
wo eventuelle Probleme durch Firmwareupdates schon gelöst wurden. Und
dann immer die Bewertungen der Käufer bei Alternate und Amazon lesen.
Rolf schrieb:> Und dann immer die Bewertungen der Käufer bei Alternate und Amazon lesen.
Aber dabei die 5-Sterne alles-super-ich-bin-ja-so-zufrieden Kommentare
ignorieren, gezielt nach weniger guten Bewertungen suchen und diese auf
sachliche Begründung prüfen.
Also mein Notebook hat einen Core2Duo mit 2GHz sowie 2GB Ram. Das System
läuft für meine Bedürfnisse ausreichend flüssig. Aber sobald die
Festplatte richtig am arbeiten ist geht zum Teil gar nichts mehr.
Ich werde mir mal ein paar Testberichte durchlesen bin aber weiterhin
offen für eure Erfahrungen.
Ein weiterer Punkt ist mit gerade eingefallen. Meine Festplatte ist
mittels TrueCrypt voll verschlüsselt. Das möchte ich gern weiterhin
verwenden. Gibt es da hinsichtlich SSDs irgendwelche Einschränkungen?
Notebook schrieb:> Also mein Notebook hat einen Core2Duo mit 2GHz sowie 2GB Ram. Das System> läuft für meine Bedürfnisse ausreichend flüssig. Aber sobald die> Festplatte richtig am arbeiten ist geht zum Teil gar nichts mehr.
Kein Wunder, mit 2GB ist halt schnell Sense und dann wird ausgelagert.
Du wirst schon einen Performancegewinn spüren wenn du auf mind. 4GB
aufrüstest.
Notebook schrieb:> Gibt es da hinsichtlich SSDs irgendwelche Einschränkungen?
Es wird funktionieren, aber Verschlüsselung durch den PC-Prozessor gibts
nicht für lau, die kostet was. Und zwar Performance.
Heutige Prozessoren sind zwar schnell, aber nicht annähernd schnell
genug um die Datenraten von SSDs in Verbindung mit Verschlüsselung zu
erreichen. Deren Transferraten kannst du dir also abschminken.
Ausserdem sind die aktuellen Sandforce Controller nur dann so schnell
wie im Prospekt, wenn sie die Daten gut komprimieren können. Was bei
Verschlüsselung auf höherer Ebene komplett entfällt.
Ob 2GB RAM ausreichend sind, oder ob zu wenig, hängt davon ab, was auf
der Kiste alles an Software läuft. Jedenfalls ist RAM billiger als SSD.
D. I. schrieb:> Kein Wunder, mit 2GB ist halt schnell Sense und dann wird ausgelagert.> Du wirst schon einen Performancegewinn spüren wenn du auf mind. 4GB> aufrüstest.
Ob das so ist, lässt sich unter Windows leicht mit dem Taskmanager
herausfinden. Wird unter "Systemleistung" im Balkendiagramm
"Auslagerungsdatei" mehr angezeigt, als physikalisch vorhanden ist, dann
lohnt eine Speichererweiterung. Werden aber nur etwa 50% des vorhandenen
Speichers genutzt, dann bringt die Speichererweiterung nicht sonderlich
viel.
Notebook schrieb:> Also mein Notebook hat einen Core2Duo mit 2GHz sowie 2GB Ram. Das System> läuft für meine Bedürfnisse ausreichend flüssig. Aber sobald die> Festplatte richtig am arbeiten ist geht zum Teil gar nichts mehr.
Die Hauptfrage ist, warum die Festplatte so viel arbeitet. Schaufelst du
so große Datenmengen hin und her, oder geht dir nur der Speicher aus und
der Rechner fängt das Auslagern an? In letzterem Fall bringt dir eine
Vergrößerung des Speichers viel mehr als der Umstieg auf eine SSD.
Von OCZ kann ich nur abraten. Von 2 gekauften waren beide defekt. Die
erste ist zum Glück noch während der Windowsinstallation gestorben, die
zweite war dafür um so gemeiner. Ca. 14 Tage nach der Installation
traten auf einmal unerklärliche Abstürze auf und die
Zugriffsgeschwindigkeit auf einige Bereiche der SSD lag bei sagenhaften
400kBit/s. Ein Secure Erase beseitigte den Fehler zwar, löscht aber auch
alle Daten. Natürlich war die aktuelle Firmware drauf.
Jetzt habe ich die Samsung 830 mit 64GB drin, die ist Klasse. Allerdings
für den Laptop nur bedingt geeignet, da der Stromverbrauch recht hoch
ist.
PS: Wenn nicht unbedingt SATA3 gefordert ist (was das Notebook
vermutlich eh nicht kann), dann eine SSD mit SATA2-Interface nehmen. Die
"älteren" Controller sind noch etwas genügsamer im Stromverbrauch.
Jens PICler schrieb:> Jetzt habe ich die Samsung 830 mit 64GB drin, die ist Klasse. Allerdings> für den Laptop nur bedingt geeignet, da der Stromverbrauch recht hoch> ist.
Hoppla?! Ich bin bei der grad über ein Datasheet gestolpert, in dem
78/127mW stehen (idle/aktiv). Das ist rekordverdächtig sparsam,
insbesondere im Vergleich zu den 1,5/2,7W einer OCZ Agility (die damit
aktiv wie idle mehr Strom frisst als ein Notebook-HDD)
hab selbst im Notebook die vorhandene Platte gegen eine 120 Gb
Force 3 getauscht
Vorteile neben schnelleren Programmstart - das Gerät ist auch etwas
leiser im Betrieb, weiter wäre noch der etwas geringerere
Stromverbrauch und die unempfindlichkeit gegen Stösse
die vorhandene Platte kann als Datenspeicher in ein exteres USB
Gehäuse falls die SSD mal zu klein für grössere Datenmengen ist
A. K. schrieb:> Heutige Prozessoren sind zwar schnell, aber nicht annähernd schnell> genug um die Datenraten von SSDs in Verbindung mit Verschlüsselung zu> erreichen. Deren Transferraten kannst du dir also abschminken.
Moderne CPUs schaffen das locker (zumindest die, die AES-NI
unterstützen).
Ein i5-2500k schafft damit ~2.5 GB/s (Gigabyte/s, Truecrypt-Benchmark),
ein Phenom II X6 1100T ohne AES-NI nur 0.8 GB/s, der Core2Duo von oben
dürfte bei 0.15 GB/s liegen.
Anderer Benchmark ähnliche Ergebnisse
http://wiki.debianforum.de/Benchmark_für_Festplattenverschlüsselung
Notebook schrieb:> Also mein Notebook hat einen Core2Duo mit 2GHz sowie 2GB Ram. Das System> läuft für meine Bedürfnisse ausreichend flüssig. Aber sobald die> Festplatte richtig am arbeiten ist geht zum Teil gar nichts mehr.
Win XP oder Win 7 32 Bit oder Win 7 64 Bit?
Ich denke, Du wirst mit mehr RAM Deine Probleme lösen können.
Windows 7 64Bit. Was mich vom Wechseln des Arbeitsspeichers abhält ist
zum einen, dass ich für einen der beiden Riegel die Tastatur abbauen
müsste. Und zum anderen könnte ich die SSD im Gegensatz zu 4GB DDR2 Ram
einfach weiterverwenden, wenn sich das Notebook mal verabschieden
sollte. Aktuell sind übrigens 1,25GB Ram belegt. Ich habe aber keine
großen Programme geöffnet.
Das erste Problem, was Du lösen musst, ist die RAM-Knappheit. Wenn das
nicht gelöst ist, nutzt die SSD auch nur bedingt etwas. Auch mit einer
SSD verlangsamt die RAM-Knappheit dein System. RAM-Zugriffe sind noch
viel schneller als SSD-Zugriffe.
Hast Du eine Graphikkarte mit eigenem Speicher oder wird der
Hauptspeicher mit genutzt?
Bei mir wird der Hauptspeicher mit genutzt (Intel-Graphik). Da waren die
2 GB mit Win 7 64 Bit viel zu wenig.
Du musst es auch so sehen: 8 GB RAM (du musst nachschauen, wieviel du
maximal verbauen kannst in deinem Notebook) kosten 46 Euro incl.
Versand. Das ist für einen ersten Versuch viel billiger als eine SSD.
Ich vermute mal, du wirst nach dem Einbau von mehr RAM gar keine SSD
mehr haben wollen. So war es bei mir auch.
Notebook schrieb:> Windows 7 64Bit. Was mich vom Wechseln des Arbeitsspeichers abhält ist> zum einen, dass ich für einen der beiden Riegel die Tastatur abbauen> müsste.
Also bei den Notebooks, bei denen ich das mal gemacht habe, war das
nicht sonderlich schwierig. Da war allerdings bisher kein HP dabei.
> Und zum anderen könnte ich die SSD im Gegensatz zu 4GB DDR2 Ram> einfach weiterverwenden, wenn sich das Notebook mal verabschieden> sollte.
Ja, aber wenn tatsächlich Auslagerung das Problem wäre, würde die SSD
lange nicht so eine große Verbesserung bringen, wie eine deutlich
kostengünstigere Speichererweiterung.
> Aktuell sind übrigens 1,25GB Ram belegt. Ich habe aber keine großen> Programme geöffnet.
Also braucht schon das nackte System gute 60% deiner 2GB. Respekt...
A. K. schrieb:> Hoppla?! Ich bin bei der grad über ein Datasheet gestolpert, in dem> 78/127mW stehen (idle/aktiv). Das ist rekordverdächtig sparsam,> insbesondere im Vergleich zu den 1,5/2,7W einer OCZ Agility (die damit> aktiv wie idle mehr Strom frisst als ein Notebook-HDD)
Naja, ich habe das Datenblatt nicht gelesen, dafür aber den Test in der
c't. Dort wurde auf den hohen Stromverbrauch insbesondere beim Schreiben
hingewiesen. Das ist aber schon ein halbes Jahr, möglicherweise hat
Samsung nachgebessert. Allerdings bin ich etwas skeptisch, wenn die OCZ
einen 20-fach höheren Strom als die Samsung haben soll...
Jens schrieb:> Allerdings bin ich etwas skeptisch, wenn die OCZ> einen 20-fach höheren Strom als die Samsung haben soll...
Ich eigentlich auch. Natürlich lügt sich jeder Hersteller seine Werte
nach Bedarf bestmöglichst zusammen. Wobei die grössten Unterschiede
darin zu sehen sein düften, was man unter "aktiv" zu verstehen hat. Das
wird oft nicht der Maximallastbetrieb bei Disk-Benchmarks sein, sondern
das, was sich der Hersteller der SSD unter einem "normalen" Betrieb
vorstellt.
Wobei ich bei Notebooks den Fokus auf dem Ruhestromverbrauch legen
würde, nicht auf den aktiven Verbrauch. Und wenn schon da die SSDs auf
Basis von Sandforce jenseits von Gut und Böse liegen, und das sogar im
Datasheet, dann sind diese Dinger für Notebooks wohl eher ungeeignet.
Also für echte portable Notebooks, nicht für die mittlerweile gern
verwendeten schleppbaren Desktops mit angebautem Bildschirm, deren Akku
nur dazu da ist, ein Umkippen zu verhindern.