"Modellzentrierte Entwicklung von Software für ES" - was kann ich mir darunter vorstellen?

Gast #2643930
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Hallo,

ich bin derzeit Elektrotechnik-Student (Schwerpunkt Computer 
Engineering) im letzten Semester und habe mich deshalb bei einer 
Elektronikfirma initiativ für ein Bachelorpraktikum beworben.
Im Anschreiben habe ich erläutert, dass ich mich insbesondere für die 
hardwarenahe Programmierung von Eingebetteten Systemen interessieren 
würde.

Diese Firma hat mich nun zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und 
mir auch schon einige mögliche Abschlussarbeiten genannt. Darunter auch 
"modellzentrierte Entwicklung von Software für Embedded Systems". Unter 
"modellzentriert" kann ich mir jetzt allerdings nichts wirklich 
vorstellen...
Googlen hat auch nicht wirklich geholfen, sonderlich viele Ergebnisse 
gab es nicht und die, die da waren, hatten die Formulierung eher als 
Schlagwort benutzt. Und nicht wirklich erklärt...

Beim Vorstellungsgespräch möchte ich nicht total ahnungslos wirken, also 
wäre es schön, wenn mir jemand kurz erklären könnte, was es mit dieser 
"modellzentrierten Entwicklung" auf sich hat. :)

Danke schon mal für alle (ernst gemeinten) Antworten.
Gast #2644006
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clancy688 schrieb:
> Darunter auch "modellzentrierte Entwicklung von Software für Embedded Systems".
> Unter "modellzentriert" kann ich mir jetzt allerdings nichts wirklich
> vorstellen...

Ich kenne nur den Begriff "modellbasierte Entwicklung", aber nehme an, 
daß "modellzentrierte Entwicklung" das gleiche ist.
Es bedeutet, daß man nicht C-Code schreibt, sondern ein Modell der 
Verhaltensweise beschreibt, meist graphisch, z.B. mit Matlab/Simulink 
oder ASCET.
(Siehe entsprechende Wikipedia-Seiten)
Gast #2644123
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Rolf Magnus schrieb:
> Ich kenne nur den Begriff "modellbasierte Entwicklung", aber nehme an,
> daß "modellzentrierte Entwicklung" das gleiche ist.
> Es bedeutet, daß man nicht C-Code schreibt, sondern ein Modell der
> Verhaltensweise beschreibt, meist graphisch, z.B. mit Matlab/Simulink
> oder ASCET.

Okay, jetzt kann ich mir darunter etwas vorstellen. Vielen Dank!

Zusammen mit deiner Erklärung ergibt auch dieser Flyer für mich nun 
Sinn:

http://www.wirtschaftsverlag.at/bilder/d49/EL_0207_036-038.pdf

Den hatte ich vorher "ergooglet", konnte aber irgendwie noch nicht so 
wirklich was mit anfangen.

Also quasi weniger echtes Coden und mehr abstrakte Modellbildung nach 
Art von UML oder SysML; Code gibt's dann am Ende mehr oder weniger auf 
Knopfdruck. Klingt interessant.
#2644168
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Aus der Analogwelt kennt man durch die Fehlerrechnung das "Design 
Centering".
Man schaut, ob eine gewünschte Funktion der Schaltung auch mit den 
realen Bauelementen so gut wie gefordert bei minimalen Kosten erfüllt 
wird.

Mit "Model Centering" soll sich die Funktionalität eines 
Embedded-Systems an die Spezifikation halten, die durch ein zuvor 
erstelltes Modell gestützt wird.

Dies kann zum Beispiel eine Filterfunktion in einem DSP sein, die in 
ihrer Funktionalität, z.B. durch ein mathematisches Modell eines Filters 
mit einer Übertragungsfunktion, gegeben ist.

mfg mf

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