Herausfinden, wo die Bauteile gelötet werden sollen

#2654358
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Und bis der kommt:

So viele diskrete Bauteile sind es ja dann auch wieder nicht. Die 
bedrahteten Teile sind ohnehin klar (siehe auch das Photo).
Den Schaltplan hernehmen, ein Bauteil aus dem Schaltplan hernehmen und 
ausgehend vom realen µC auf der Platine einfach die Leitung verfolgen.
Gast #2654416
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Dein Ernst? Eine Leitung zu verfolgen ist noch zu schwer? Dann solltest 
du eh mit was einfacherem anfangen... eine LED + Widerstand an einer 
batterie oder so, da kannst du das leitung verfolgen eher noch lernen.
#2654421
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Ist das jetzt ein Scherz?

Am Beispiel C1
Im Artikel steht: Alle nicht bezeichneten Kerkos sind 100nF.
Bei C1 steht kein Wert dabei, also tritt der Fall ein: 100nF.

Wo ist der auf der Platine?
Im Schaltplan hat C1 eine direkte Verbindung zum µC Pin 54 / VDDCore
Also suchst du dir auf der Platine am µC den Pin 54 raus und verfolgst 
die Leiterbahn, bis du zur Stelle kommst, an die der Kerko eingelötet 
werden muss.

Den Kerko lötest du ein und am Schaltplan streichst du C1 durch, damit 
du ach übermorgen noch weißt, dass du C1 schon behandelt hast.

Und so gehst du alle Bauteile auf dem Schaltplan durch.
1. Frage: welchen Wert hat das Bauteil
    * steht entweder im Schaltplan (wobei die Kerkos beim Quarz
       falsch beschriftet sind. Im Schalpltan hat er 10pF, in der
       Stückliste 15pF. Der Wert ist aber nicht besonders kritisch.
       Im Zweifel eher der Stückliste vertrauen)
       oder aber es gibt einen Hinweis in der Stückliste.

    * steht im Schaltplan kein Wert:
        Kondensator:   100nF
        Widerstand:     10k

2. Frage: von welchem anderen eindeutigem Bauteil ausgehend kann
   ich seine Lötposition auf der Platine widerfinden. Dazu schau
   ich mir im Schaltplan einfach an, wo das Bauteil angeschlossen
   ist.
   Alles was direkt am µC ist trivial: Aus dem Schaltplan die
   Pinnummer übernehmen. Ansonsten fängt man halt erst mal mit
   den Teilen an, die einfach eindeutig identifizierbar sind und
   arbeitet sich soweit durch, bis nur noch ein paar Bauteile übrig
   sind. Merke: Je mehr bereits korrekt verbaut ist, desto weniger
   Lötpositionen bleiben auf der Platine, die man genauer untersuchen
   muss

3. Frage: Mit der Erkentniss aus dem Schaltplan (zb Pinnummer vom
   µC) nimmt man die Platine, zählt die Pins ab und verfolgt die
   Leitung die dort beginnt, bis man auf das entsprechende Lötpad
   stösst.
   Im Falle C1 ist das einfach. Da gehts von der anderen Seite des
   Bauteils nach GND (sicherheitshalber kontrollieren, ob das auch
   bei der Leiterbahn so ist).
   Bei den 3 Bauteilen an Pin 63, muss man dann eben die paar
   Leitungen auf der Platine weiter untersuchen bis man eindeutig
   identifiziert hat, an welches Pad jetzt der Widerstand RPLL und
   an welches Pad der Kondensator CPLLI kommt.


Ein wenig nachdenken und dir die Dinge genau ansehen wirst du wohl 
müssen. Wenn das zuviel verlangt ist, dann kauf dir einen Bausatz oder 
ein Fertiggerät.
#2654446
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Was vielleicht auch nicht schlecht funktioniert:

Die Unterseite der Platine und die Oberseite aus dem jeweiligen PDF 
ausschneiden und in einem Malprogramm übereinanderlegen 
(unterschiedliche Farben verwenden, aber so dass man nachher noch mit 
einem Stift drüber malen kann).

Dann sieht man am Ausdruck schon, wo Vias sind (gleich mit Filzstift 
einen Kringel draufmalen) und kann die identifizierten Bauteile erst mal 
mit Bleistift auf den Ausdruck draufmalen, ehe es ans Löten geht.
#2654501
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Also dieser Text verstehe ich nicht so ganz.

Leider ist es aber notwendig, Durchkontaktierungen (VIAs) zu setzen. 
Draht durchstecken und auf beiden Seiten verlöten geht aber hier nicht, 
da sich bei meinem Layout einige VIAs unter dem Mikrocontroller 
befinden. Man braucht also Durchkontaktierungsnieten (0,6mm 
Innendurchmesser) z. B. auch von Reichelt als NIETEN 0,6MM. Die ziemlich 
teure und trotzdem sehr wackelige Presse ist aber nicht nötig. Mit etwas 
probieren kann man die Nieten mit einer Pinzette wunderbar durch ein 
0,8mm Loch stecken und dann, je nach gewünschtem Perfektionismus, auf 
der anderen Seite entweder nur festlöten oder vorsichtig mit Hammer und 
einem ev. leicht konischen und vor allem feinen Stift auch dort 
flachklopfen.

Also muss ich bei jedem Loch eine Niete reinstecken und dann es einfach 
nur von einer Seite aus mit Zink löten.
#2654536
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Oder du findest eine andere Möglichkeit, wie du die Durchkontaktierung 
machst.

Wichtig sind 2 Punkte

* Die Bahn der einen Seite muss mit der Bahn der anderen Seite 
elektrisch
  leitend verbunden sein

* Da über einige der Vias der µC darüber sitzt, hast du unter dem µC
  nicht viel Raum. Dieser Raum muss reichen, um auf dieser Seite die
  elektrische Verbindung herzustellen.

Wie du das machst ist deine Sache. Nieten sind eine gute Idee. Ich hab 
auch schon von anderen Leuten gelesen, die die Durchkontaktierung mit 
Draht gemacht haben und danach das überstehende Draht-Ende (und das 
Zinn) mit einer kleinen Feile soweit abgefeilt haben, dass sich alles 
vom Platz wieder ausgeht.


(NB: Ich anerkenne zwar, das du basteln willst. Aber bist du sicher, 
dass dieses Projekt eine gute Idee ist? Bei deinen Fragen und der 
Herangehensweise an Problemlösungen will ich mir deine ersten SMD 
Lötungen lieber nicht vorstellen)
#2654605
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Ja da hast du recht, ich möchte unbedingt was basteln bzw. ich muss ein 
Schulprojekt machen und dabei habe ich gedacht, ich mache was grosses 
und dann bin ich per Google hiergelandet.
Und ja hast du irgendwelche Ideen, die ich umsetzen kann, weil ich bin 
eigentlich ein blutiger Anfänger.

LG

Luigi Boy
#2654668
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@  Nithuran Selvarajah (luigiboy)

>Ja da hast du recht, ich möchte unbedingt was basteln bzw. ich muss ein
>Schulprojekt machen und dabei habe ich gedacht, ich mache was grosses

Um dann umso größer zu scheitern?

>und dann bin ich per Google hiergelandet.
>Und ja hast du irgendwelche Ideen, die ich umsetzen kann, weil ich bin
>eigentlich ein blutiger Anfänger.

Fang mit einem NE555 und einer blinkenden LED an. Dann kann man eine 
Minimalbeschaltugn mit einem AVR bauen, das AVR-Tutorial ist ideal. Da 
hast du mehr als genug zu tun, das alles auf die Reihe zu bekommen. 
UART, LCD, ADC etc.

http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR-Tutorial
Persönliche Seite #2654762
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Nithuran Selvarajah schrieb:
> ich muss ein Schulprojekt machen und dabei habe ich gedacht, ich
> mache was grosses und dann bin ich per Google hiergelandet.

Hast du irgendwelche Vorgaben bei dem Projekt? In welcher Klasse bist du 
und hast du schon einmal gelötet?
Muss es gelötet sein, oder reicht es etwas zusammenzustecken 
(Steckbrett)?

Sollst du das Projekt ganz alleine machen, oder dir vom Vater oder 
Lehrer helfen lassen?
#2654850
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Vorgaben sind man muss ne Dokumentation von diesem Projekt machen, und 
das Projekt muss sehr gross sein. Zuerst wollte ich eine Webseite 
machen, aber fast die hälfte der Klasse macht das schon. Und mein 
Klassen Lehrer hat mich auch dann nicht gelassen es zu machen, und paar 
Google sucherei bin ich auf diesem Artikel bzw auf dieser Webseite 
gestossen.
Jetzt bin ich 3. Sek.
Ja ich habe schon einige Lötkenntnisse gesammelt und habe mich auch von 
meinem Natur & Technik Lehrer helfen lassen.
Nur er versteht ein bisschen von dieser Materie.
Eigentlicht ist es vorgesehen, das Projekt alleine zu machen, aber wenn 
es ganz gross ist, darf man auch Hilfe abschaffen.
Ach ja das Board muss gelötet sein.
#2654909
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Also Seiten sind egal, weil ich werde das sowieso auf einer Webpräsenz 
freischalten.
Eigentlich nur 10 Wochen, aber für mich gibt es ne Verlängerung.

Und gibt es nen Tutorial hier wie man Schaltpläne erstellt, ich glaube 
das mit blinkende LED eine sehr gute Idee ist.
Und ja bei dieser blinkende LED's sollte die Anforderungen entsprechend 
auch sehr hoch sein glaube ich.
Persönliche Seite #2654917
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Nithuran Selvarajah schrieb:
> Eigentlich nur 10 Wochen, aber für mich gibt es ne Verlängerung.
Wieviele Stunden pro Woche? Und die Frage: In welcher Klasse bist du?

> Und gibt es nen Tutorial hier wie man Schaltpläne erstellt, ich glaube
> das mit blinkende LED eine sehr gute Idee ist.

Ich empfehle dir Eagle oder KiCAD. Für ersteres gibt es ein 
Videotutorial, das Programm ist kommerziell und kostenlos bis zu einer 
halben Europlatine. KiCAD ist OpenSource.
http://www.projektlabor.tu-berlin.de/menue/onlinekurs/platinenlayout/videotutorial_eagle-board/

> Und ja bei dieser blinkende LED's sollte die Anforderungen entsprechend
> auch sehr hoch sein glaube ich.

Dann nimm einen Mikrocontroller dafür, das Wissen kannst du später noch 
brauchen, wenn du in diese Elektronik Richtung gehen willst. Falls du 
dann noch Zeit hast, kannst du recht leicht mehrere Leds nehmen und z.B. 
eine Ampelschaltung aufbauen.

Du solltest dich vorher durch das komplette AVR-Tutorial 
durcharbeiten.
Persönliche Seite #2655453
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Hast du die Möglichkeit Leiterplatten herzustellen (lassen)?
Dann arbeite dich ersteinmal in eine Leiterplattenprogramm ein, wie ich 
es dir oben empfohlen habe und baue eine kleine Platine mit einem 
Wechselblinker auf.
Anleitungen:
http://www.hobby-bastelecke.de/grundschaltungen/multivibrator.htm
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/praxis/bausatz_led-wechselblinker.htm

Nithuran Selvarajah schrieb:
> Also ich hätte da ne Idee, also kann ich nicht einfach nen USB-Buchse
> drauf löten, und die Befehle per Computer, Laptop oder mit irgendein
> Gerät
Das geht leider nicht so einfach.

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