Ich bräuchte mal Tipps zu einem kleinen Problem.
Und zwar geht es mir um zusatzequipmentfreie übertragung von ein paar
wenigen Bytes von Computer auf ein Gerät ohne mechanische
Kontaktierungsmöglichkeit nach außen. Einzig 1 oder 2 Fototransistoren,
anordbar in 1-3 cm Abstand, sollen zum Empfang dienen.
Da kam mir so etwas wie bei den Geräten für das chipTAN-Verfahren in den
Sinn.
Jedoch sind die Fototransitoren zur Seite hin dann nicht geschirmt and
man käme auf einen Abstand zum Monitor von etwa 2 cm.
Geht das überhaupt? Wie überträgt man? Manchester Code? Und vor Allem:
wie löst man das Problem der möglichen, völlig unterschiedlichen
Umgebungshelligkeit ?
Danke für Anregungen
Andre schrieb:> Geht das überhaupt? Wie überträgt man? Manchester Code? Und vor Allem:> wie löst man das Problem der möglichen, völlig unterschiedlichen> Umgebungshelligkeit ?
So wie bei jeder Übertragung: Gleichtaktfrei. Sprich, du modulierst dein
Signal mit einem Träger. 60Hz schaffen übliche Flachbildschirme - dafür
musst du dann aber vermutlich noch vertical sync benutzen.
Ein spaßiges Beispiel:
https://erlangen.ccc.de/index.php/DCF77
> Jedoch sind die Fototransitoren zur Seite hin dann nicht> geschirmt and man käme auf einen Abstand zum Monitor von etwa 2 cm.
Welchen Abstand haben die Fototransistoren voneinander? Dadurch wird die
Güte des Signals bestimmt.
Ist es bei deinem Aufbau möglich, dass sich dein System vor der
Übertragung "einmisst", sprich ADC-Werte aufnimmt und damit kalibriert?
Prinzipiell sollte so etwas funktionieren, auch wenn die Sensoren die
"Nachbarbits" mit sehen (diese sind dann schwächer und können
weggefiltert werden). Wie gut das geht kommt halt nur auf die Abstände
der Sensoren zueinander an.
Wenn man was mit dem Bildinhalt übertragen will so schaue dir mal die
Geräte an die für das iTAN verfahren verwendet werden.
Beim Onlinebanking werden über eine Blinkgrafik die Überweisungsdetails
auf das Gerät übertragen.
Das Gerät erzeugt daraus mit der Eingestecken Bankkarte die TAN.
>Welchen Abstand haben die Fototransistoren voneinander? Dadurch wird die>Güte des Signals bestimmt.
noch festlegbar zwischen 1 und 3 (besser 2,5) cm
>Ist es bei deinem Aufbau möglich, dass sich dein System vor der>Übertragung "einmisst", sprich ADC-Werte aufnimmt und damit kalibriert?
nein
>Farbfilter vor die Fototransistoren
Geht leider nicht, da Fototransistor(en) noch für andere Zwecke
verwendet werden.
Wenn möglich wäre im Übrigen nur 1 Fototransitor besser, als wenn ich
zwei zum Vergleich benötige.
Eventuell erschwerend - das hätte ich noch erwähnen sollen - kommt
hinzu, dass das Gerät auf Batteriebetrieb läuft und so nur alle x ms
kurz aktiv werden soll, um zu prüfen, ob ein Signal rauskommt.
Nur mal so um klassische analoge Demodulation etc. auszuschließen.
Alles andere übersteigt (noch) meine derzeitigen Kenntnisse der
Nachrichtenübertragung. Was heisst Gleichtaktfrei ?
Das gleich wie Gleichanteilsfrei ?
Soll das bedeuten, ich solle z.B. einen Manchestercode nehmen, per ADC
ein paar Werte aufzeichnen und doch einen Software-Hochpass jagen ?
Nicht dass ich das jetzt aus dem Stehgreif umsetzen könnte aber es wäre
ein Ansatz zum Lernen ...
Oder doch eher eine Lösung mit 2 FTs und auf den beiden
Bildschirmbereichen jeweils entgegengesetzt (diferentiell)die Bits
ausgegeben ?
Oder gar beides in Kombination ?
Sorry, wenn die Fragen blöd klingen. Das sind meine ersten Versuche in
die Richtung.
Ich würde es so probieren: Über einen Tiefpass die mittlere Helligkeit
aufnehmen und mit dem ungefilterten Signal vergleichen. Ist der
ungefilterte Eingang höher, dann handelt es sich um einen High-Pegel
(Bildschirm weiß), ist er geringer, dann handelt es sich um ein low. Bei
Manchestercode müsste die Verteilung von Einsen und Nullen stark genug
sein um eine eindeutig genuge Schaltschwelle zu bekommen. Je größer
deine verfügbare Übertragungsfläche auf dem Bildschirm, desto besser
sollte es funktionieren.
Der Tiefpass muss natürlich passend gewählt werden.
-> | \ ADC
----*-------------|+ \
| | \_______ Digitalsignal
| _ | /
|-|___|--*----|- /
R | | /
|
__ C
|
_
Ob das so einfach funktionieren kann?
Das mit dem iTAN Gerät soll nur ein Beispiel und Anregung sein wie so
was Funktionieren könnte.
Eventuell besorge dir so ein Gerät und analysiere die Schaltung mit den
Photodioden.
Hallo Michael M.
das Gerät hatte ich ja zu Anfang erwähnt (chipTan). Insofern es da etwas
zu analysieren gäbe, möchte ich das aber gar nicht, da das Problem
eigentlich Controllerintern gelöst werden sollte. Glaube auch nciht,
dass es da anders gemacht wird ...
Schau dir mal die Infrarot-TV Fernsteuerungen an. Die Empfänger-ICs sind
ziemlich hochgezüchtet, aber das Prinzip kann man ja selbst nachbauen.
Probiert habe ich es noch nicht, aber vermutlich strahlen übliche
Bildschirme zuwenig im Infrarotbereich ab, das es mit den Standard-ICs
funzt. Also eben nachbauen.
Für Röhre oder LCD?
Vielleicht möchtest du das als Auftrag vergeben?
>Schau dir mal die Infrarot-TV Fernsteuerungen an. Die Empfänger-ICs sind>ziemlich hochgezüchtet, aber das Prinzip kann man ja selbst nachbauen.
Schaue mir mal an, ob ich zu deisen TSOP-Dingern ein paar Details finde
>Probiert habe ich es noch nicht, aber vermutlich strahlen übliche>Bildschirme zuwenig im Infrarotbereich ab, das es mit den Standard-ICs>funzt. Also eben nachbauen.
Würde ohnehin nicht gehen, denn soweit ich weisst, sind die Signale
irgendwo im Bereich ~38khz moduliert. Das wird wohl nichts mit dem
Monitor
>Für Röhre oder LCD?
Ganz gleich. Wobei Röhre ja eher am aussterben ist.
>Vielleicht möchtest du das als Auftrag vergeben?
Nein - das wird ein Hobbyprojekt, bei dem ich mir mit den Anforderungen
eben selber ein paar Steine in den Weg lege :)
Hm. Nimm doch die RS232 und ne größere Spule als Sender dran. RS232 ist
sogar kurzschlußfest. Auf der Seriellen gibts du passende Byte-Sequenzen
aus, die AM-Modulation machen. Für einige Meter Reichweite sollte das
problemlos funzen. Auf der Empfangsseite z.B. ein MK484 + Komparator.
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