Hallo an Alle,
natürlich ist die Shapoko keine Fräse für den (Semi-)Profibereich. Aber
für den "Ausbildungs-" und Hobbybereich wirklich eine Bereicherung. Ich
habe während der Beschaffung der Teile und dem Zusammenbau so viel dazu
gelernt, dass ich der Meinung bin, so ein Selbstbauprojekt gehört in
jede Schule.
Sicher, der Einsatzbereich ist begrenzt, nur schon alleine durch den
kleinen Bearbeitungsraum. Aber die selbst geätzte Platine kann gebohrt
werden, Teile für Modellbau oder Hobby aus Plastik und Holz sind schnell
erstellt, und als Königsklasse können, noch einfach gestaltete, Platinen
auch freigefräst werden, wenn die Maschine optimal eingestellt ist.
Viel schlimmer ist eigentlich der Suchtfaktor. Mit der Shapeoko verhält
es sich wie mit einem LEGO-Baukasten oder die Fischer-Technik Kästen. Es
wird drangebaut, umgebau und optimiert. Man kann fast sagen: gemodded
oder gepimped. Dafür gibt es mittlerweile im Internet einige Firmen, die
dazu was anbieten. Auch ich habe mich nach einigen Investitionen in die
eigene Teilefertigung dazu entschlossen anderen Interessenten unter
myhobby-cnc.de Teile und Unterstützung anzubieten.
Vom Entwickler selbst, gibt es bereits die Shapeoko2, die basierend auf
den bisherigen Teilen einen größeren Bauraum und höhere Stabilität für
die X-, und Y-Achse bietet. Die meisten Teile können dabei von der alten
Fräse übernommen werden.
Auch 3D-Drucker oder CO²-Laser aus den Teilen der Shapeoko habe ich
schon gesehen. Aber nochmal, viele wertvoller ist das Gelernte, während
man sich mit dem Zusammenbau und der Inbetriebnahme beschäftigt. Und
dafür ist die Fräse auch nicht viel teurer als z.B. ein Bausatz vom
Franzis-Verlag.
Außerdem ist die Fräse ja auch nur der Ausgangspunkt für weitere
Disziplinen wie Microprozessor und Motorsteuerung, CAD-Software, CAM und
G-Codegenerierung, usw.
So, ich wünsche viel Spass beim Lernen
Ronald