Trenntrafo mit Übersetzungsverhältnis

Gast #2677442
Hallo,

ich möchte mir ein Mittelspannungsnetzteil bauen, das maximal ca. 550V 
liefert bei ca. 40mA. Die Idee ist folgende: Einen Trenntrafo mit einem 
Variac ansteuern (das heißt, ihn mit 0..230V AC füttern), und dann die 
Wechselspannung nach dem Trenntrafo gleichrichten. Restwelligkeit von 1V 
ist durchaus OK, daher der krude Ansatz.

Habe mir erst einen Trenntrafo selber aus je einem 15V und 9V-Trafo 
zusammengeschaltet (Rücken an Rücken), und zwar mit 1VA-Dingern. Das 
Übersetzungsverhältnis ist dann 1.67 und ergibt nach Glättung ca. 540V, 
thepretisch. Die verwendeten Test-Trafos sind zugegeben sehr klein und 
gehen daher schnell in die Sättigung, es ist bei ca. 220V DC (nach dem 
Gleichrichten) Schluss.

Daher meine Frage:

Klappt das mit leistungsstärkeren Trafos (25VA)?
Oder ist es besser einen eigenen Trenntrafo wickeln zu lassen?

Danke,
Bastler
#2677457
Bastler schrieb:

> ich möchte mir ein Mittelspannungsnetzteil bauen, das maximal ca. 550V
> liefert bei ca. 40mA.
> Habe mir erst einen Trenntrafo selber aus je einem 15V und 9V-Trafo
> zusammengeschaltet (Rücken an Rücken), und zwar mit 1VA-Dingern. Das
> Übersetzungsverhältnis ist dann 1.67 und ergibt nach Glättung ca. 540V,
> thepretisch.

Das klappt so nicht, weil der Trafo nicht deutlich mehr als 230V~
liefern kann. Du könntest allerdings einen Trafo 230V/400V bzw.
umgekehrt nehmen. Solche Trafos sind handelsüblich.
Gruss
Harald
Gast #2679184
Naja, wenn man Helmut Singer glaubt, dann schon:
http://www.helmut-singer.de/stock/2102628250.html

Aber ihr wisst ja, was ich meine.

hinz schrieb:
> Das hat doch nichts mit der Größe zu tun.

Ich denke schon: In der Transformatorenhauptgleichung [1] ist die 
maximale Spannung proportional zum Fluss, und somit auch zur 
Querschnittsfläche des Kernes. Ist ja auch klar, dass im Eisen die 
absolute Sättigungsmagnetisierung größer ist, wenn mehr Eisen da ist, 
daher tritt das Problem der Sättigung bei kleineren Transformatoren 
deutlicher auf.

Bastler

[1] 
http://de.wikipedia.org/wiki/Transformator#Transformatorenhauptgleichung
#2679251
@  Bastler (Gast)

>> Das hat doch nichts mit der Größe zu tun.

>Ich denke schon: In der Transformatorenhauptgleichung [1] ist die
>maximale Spannung proportional zum Fluss, und somit auch zur
>Querschnittsfläche des Kernes.

Sicher, aber die Trafos sind alle so dimensioniert (Querschnitt, 
Windungszahl), dass sie bei Nennspannung kurz vor der Sättigung stehen, 
um mit minimalem Materialeinsatz (Eisen, Kupfer) auszukommen.

> Ist ja auch klar, dass im Eisen die
>absolute Sättigungsmagnetisierung größer ist, wenn mehr Eisen da ist,
>daher tritt das Problem der Sättigung bei kleineren Transformatoren
>deutlicher auf.

Nö, siehe oben. Der Unterschied ist bestenfalls, dass man größere Trafos 
nicht so sehr auf Kante dimensioniert, da diese dann eben bei Annäherung 
an die Sättigung umso giftiger reagieren.

Siehe Transformatoren und Spulen.

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