Ich kenne den Clone von sure electronics nicht, aber ein paar
grundsätzliche Gedanken:
Ein original PicKit kostet dich knapp 10 Euro mehr.*
Dann ist zwar kein ZIF-Sockel dabei, aber du hast einige Vorteile:
- Langer Support: Wer weiß, ob dein Clone auch mit zukünftigen Firmwares
funktioniert oder ob es nur ein Spar-Clone ist, der sich nicht anständig
updaten lässt oder wesentlich langsamer läuft? Beim Original weißt du,
dass du auch in Zukunft Spass damit haben wirst.
- Eine Mögliche Fehlerquelle weniger: Beim Clone wirst du dir nie 100%
sicher sein können, dass der Fehler nicht in Programmer steckt. Beim
Original kannst du dir relativ sicher sein, dass alles funktioniert.
- Du könntest das Teil guten Gewissens wieder in ebay reinsetzen und
machst beim Verkauf kaum Verlust.
- Du unterstützt den Hersteller des Originals und setzt ein Statement
für Qualitätsbewusstsein und Ehrlichkeit.
Also meine Entscheidung wäre klar. Vor allem auch, weil ich mit dem
ZIF-Sockel kaum etwas anfangen kann (SMD sei Dank!) :-)
* http://www.digikey.de/product-detail/de/PG164130/PG164130-ND/2171224
Ach was, so doll ist das Original auch nicht.
Neue Prozessoren mit Pickit2 ? Fehlanzeige. Gibt keine Updates.
Wegwerfen und Pickit3 kaufen.
Ob noch jemand deinen gebrauchten Pickit3 kauft, wenn der Pickit4 raus
kommt?
Originalhersteller unterstützen? Nix da - wenn die mir was verkaufen
wollen, müssen die besser sein als die Konkurrenz.
Allerdings: Zif-Sockel finde ich auch überflüssig.Für den Debugger
bracht man eh den PicKit Stecker direkt auf der Platine.
Mach dir nicht so viel Gedanken. Das ist keine Anschaffung für den Rest
des Lebens.
Ok, dann mal Danke für die Antworten.
Soweit ich das mitbekommen habe sind diese Clones doch legal, oder
nicht?
Falls nicht, dann werde ich mir natürlich ein Original zulegen.
Fred schrieb:> Soweit ich das mitbekommen habe sind diese Clones doch legal, oder> nicht?
Legal sind die Nachbauten nicht. Allerdings will Microchip seine ICs
verkaufen, da sind die Programmer nur ein verkaufsförderndes Element,
egal ob geklont oder original. Beim Original hast du evtl. weniger
Sorgen was die Zuverlässigkeit angeht.
Kein Name schrieb:> Ach was, so doll ist das Original auch nicht.
Hast du ein besseres Gerät in derselben Preisklasse?
> Neue Prozessoren mit Pickit2 ? Fehlanzeige. Gibt keine Updates.> Wegwerfen und Pickit3 kaufen.
Was erwartest du für 30 Euro? Das Pickit 2 ist wie alt? Sieben, acht
Jahre? Wie lange willst du das noch mit durchschleppen? Es wurden doch
genug Updates für das PicKit2 zur Verfügung gestellt, irgendwann ist mal
gut.
> Originalhersteller unterstützen? Nix da - wenn die mir was verkaufen> wollen, müssen die besser sein als die Konkurrenz.
Ha ha.
Welche Konkurrenz? Das Ding ist im Optimalfall eine 1:1 Kopie. Software
von Microchip, Layout von Microchip. Die großen Kosten liegen in der
Instandhaltung der Software, die Hardware an sich kostet nur Peanuts.
Und wer leistet da die ganze Arbeit? Mit Sicherheit nicht Sure
Electronics.
> Mach dir nicht so viel Gedanken. Das ist keine Anschaffung für den Rest> des Lebens.
agreed.
Zur Beachtung: Wenn Du über 22 Euro (inkl. Versand) bist, musst Du beim
Zoll die entsprechenden Gebühren nachzahlen, wenn die Sendung dort
hängen bleibt!
Fred schrieb:> Taugt dieser Clone etwas, oder
Ja, scheint völlig OK zu sein. Aber die LP mit den diversen Fassungen
solltest du als Beigabe und nicht zum wirklichen Verwenden betrachten.
Grund: Eigentlich alle PIC's sind dafür gedacht, in der Schaltung
programmiert zu werden. Man braucht zumeist nur 5 Strippen (GND, VCC,
MCLR, CLK, DATA) vorzusehen und das leidige Thema von DIL-Gehäusen,
Steckfassungen und dergleichen gehört der Vergangenheit an.
Ich habe mir aus Neugier vor einiger Zeit auch mal so einen
Pickit-Nachbau gekauft. Funktioniert anstandslos, soange die LP mit dem
PIC drauf nicht allzuviel Strom zieht, denn den Betriebsstom zieht das
Pickit ja aus dem USB.
Aber - ähem.. - ich benutze immer noch (!!) meinen selbstgebauten
Programmer am Parallelport mit selbstgeschriebenem Programm dazu, weil
sowas für die kleinen PIC's (16Fxxx) völlig ausreicht und zu meiner
selbstgeschriebenen IDE passt. Aber das ist Geschmackssache.
W.S.
Fred schrieb:> Taugt dieser Clone etwas, oder muß es unbedingt das Original sein ?
Ich hab das Teil und auch ein Original PICkit 3. Beide funktionieren
identisch. MPLAB tauscht die Firmware, wenn man die Prozessorfamilie
wechselt, geht einwandfrei. Einziger Unterschied, das Original hat eine
Seriennummer, der Clone nicht. Wenn man mehrere PICkits an einem Rechner
hat, kann einem die Seriennummer beim Zuordnen helfen.
MfG Klaus
Hallo nochmal..
Sorry, daß ich jetzt erst wieder antworte, aber hatte bisher keine Zeit.
Ich will mir jetzt den Original Pickit 3 zulegen, nämlich diesen hier:
http://hbe-shop.de/PROGRAMMER-IN-CCT-DEBUGGER-PICKIT-3-Typ-PG164130
Hat dieser alles dabei, was ich brauche, also auch das Kabel für die
ICSP programmierung? Das RJ-11 to ICSP steht dabei, ist aber soweit ich
weiß zum debuggen.
Gruß
Fred
Ok, es hat sich wohl erledigt.
Man scheint wohl den Pickit 2/3 einfach auf eine Stiftleiste zu stecken.
Das ist mir zu unpraktisch, da werde ich mir wohl oder übel selber ein
Kabel machen müssen.
Kabel bauen kann manchmal sinnvoll sei. Standardmässig ist die
ICSP-Schnittstelle aus Stiftleisten aufgebaut, das ist nicht
verpolungssicher! Ich nehme deswegen und aus Platzgründen oft
Micromatch.
Wenn Du Kabel selbst baust, dann schau mal vorher hier
http://sprut.de/electronic/pic/icsp/icsp.htm und lies den Abschnitt über
das ICSP-Kabel etwa in der Mitte der Seite ...
usuru schrieb:> Ich nehme deswegen und aus Platzgründen oft Micromatch.
Ja, irgend sowas sollte man sich ausgucken und quasi zur eigenen
Hausnorm machen. Ich hatte mir einen 6 poligen Pinhead ausgeguckt, bei
dem Pin 2 gezogen ist und als Gegentum am Kabel eine HE14-Buchse, wo Pin
2 zugeklebt ist. Ist auch verpolungssicher und privatbastelfreundlicher
als Micromatch.
W.S.
Hallo Fred,
ich verwende den PICkit3. Wenn die 6pol. Stiftleiste waagrecht liegt,
kannst Du das PICkit3 praktisch nicht verpolt aufstecken, denn dann
siehst Du die Signal-LEDs nicht und an den Knopf zum Auslösen der
Programmierung kommst Du auch nicht ran. Zudem funktioniert der
Brenner/Debugger verkehrt rum gesteckt nicht. Ist eigentlich
idiotensicher. Zum PC führt das mitgelieferte USB.Kabel.
mfG Ottmar