Akku-Spannungsanzeige LM3914

Gast #2772893
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Hi,

ich bin gerade dabei einen Schaltplan für den Akkustand für ein 
Elektroauto zu entwerfen.
Da es mit Bleiakkus betrieben wird, ist die Entladekurve ja relativ 
linear, solange sie zwischen 13,8V und 12V betrachtet wird (eigentlich 3 
12V Bleiakkus).
Deswegen kam ich auf die Idee, die Spannung auf 30LEDs anzeigen zu 
lassen und das in dem Bereich.

Den Dot-Mode von dem LM3914 wollte ich nicht, habe deshalb Pin9 auf das 
Eingangspotential gelegt.

Pin7 und Pin8 sollten laut Datenblatt 
(http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm3914.pdf) Seite 7 ja nur die 
Referenzspannung von 1,25V sein. Deshalb sind die beiden Pins nicht 
verbunden.

Mein Grundgedanke des Schaltplans basiert auf dem Blockdiagramm, somit 
habe ich die 1k Widerstandsreihe zwischen R_Low (Referenzspannung) und 
R_High von 10k auf 30k erweitert.

Die Zenerdiodenschaltung mit Poti dienen für den Minimalwert (12V = Akku 
leer; wird nur bei Belastung gemessen) und den Maximalwert (13,8V sollte 
maximale Kapazität bedeuten).

Lässt sich das so machen, oder gibts Fehler an der Logik / im 
Schaltplan?
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Gast #2772937
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Man sieht selten so unübersichtliche Schaltbilder.
Zeichne das noch mal neu, sodass sich aus dem Schaltbild ergibt, wie das 
funktionieren soll.
So funktioniert nix:
1. die Betriebsspannung der ICs ist bei dir 24 V, es sind nur max. 18 V 
zulässig. Betreibe sie mit 12V und verwende 36 V als Messspannung, die 
du z.B. auf 6 V runterteilst. Bei deiner Mistschaltung misst du nur den 
ersten Akku.
2. Drehe mal P2 auf 0 Ohm, dann ist P2 kaputt und D2 glüht. Das gleiche 
gilt für P1. Statt deiner abenteuerlichen P1, P2, D1...D5 -Schaltung 
solltest du dir mal den TL431 anschauen, das ist eine einstellbare 
Z-Diode.
3. Verwende einen Schaltregler von 36 V auf 12 V und auf 5 V für die 
LEDs. Mit deinem abenteuerlichen Längsreglermist verkochst du 10 W 
Verlustleistung.
Gast #2773111
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Na also, der Schaltplan sieht schon wesentlich besser aus ;-)
Als 5 V-Schaltregler für die LEDs kannst du den angehängten nehmen, den 
gibt es auch beim Conrad.
Achte auf effiziente LEDs, da der Strom aus den ICs nur 10 mA beträgt.
Die 12 V kannst du doch mit einem billigeren Längsregler gewinnen, weil 
die ICs und die TL491 nur ein paar mA brauchen.
Bei R6/R7 und R9/R10 würde ich Potis verwenden, dann kannst du die 
Minimal- und Maximalspannung einstellen.
Ich würde auch noch einen Schalter/Jumper vorsehen, um in den Dot-Modus 
umschalten zu können. Der ist viel stromsparender.
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Gast #2773127
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Andreas M. schrieb:
> Für 5€ gibt es bei www.pollin.de kleine Multimeter.

Philipp will aber eine 30-LED-Anzeige bauen. Das ist sportlicher und er 
lernt offenbar was dabei.
Den Tour-de-France-Radfahrern schlägt auch keiner vor, doch Mopeds zu 
nehmen, damit sie sich nicht so abstrampeln müssen ;-)
Gast #2773130
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Andreas M. schrieb:
> Für 5€ gibt es bei www.pollin.de kleine Multimeter.
> Da hast du sogar eine numerische Spannungsanzeige.

Da in dem Elektroauto das HUD noch existiert, will ich das 
weiterverwenden.
Somit fällt die Billigvariante weg.

Thomas R. schrieb:
> Bei R6/R7 und R9/R10 würde ich Potis verwenden
Wohl eher nur R10 und R7, oder?

Thomas R. schrieb:
> Ich würde auch noch einen Schalter/Jumper vorsehen, um in den Dot-Modus
> umschalten zu können. Der ist viel stromsparender.
Werde ich mal schauen, ob ich das Umsetzen werde.


Danke schonmal für die Hilfe :)
Gast #2773140
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Andreas M. schrieb:
> Da hast du sogar eine numerische Spannungsanzeige.
Sowas abzulesen ist während einer Autofahrt eher nachteilig.
Darum sind auch die wichtigsten Instrumente im Auto analoge 
Zeigerinstrumente - die lassen sich mit einem kurzen Blick erfassen - 
zum Ablesen einer Digitalanzeige braucht man mehr Zeit.
Sowas vermindert die Aufmerksamkeit im Strassenverkehr.
#2773143
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Thomas R. schrieb:
> zum Ablesen einer
> Digitalanzeige braucht man mehr Zeit.
> Sowas vermindert die Aufmerksamkeit im Strassenverkehr.

Kann ich dir nur zustimmen. Bei dem Citroen C3 ist eine Digitale 
Geschwindigkeitsanzeige vorhanden. Die Pest, mehr brauch ich nich sagen.

Hier ist es ähnlich. Man will auf dem Balken nur sehen, ob man demnächst 
mal Energie laden sollte, oder eben nicht. Die 30 sind auch nur 
vorhanden, weil das mit 5x2mm² LEDs wunderbar hinhaut.



Noch 'ne Frage:
Habe ich laut Datenblatt (http://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm3914.pdf) 
das mit den 20k Ohm richtig verstanden?
Also, dass jeweils Pin11 mit 20kOhm an +5V liegt.
Seite 9 zeigt diesen einen Widerstand bei der kaskadierten Schaltung an.
Muss der jetzt nur beim Ersten, oder bei allen bis auf dem Letzen 
vorhanden sein?
Gast #2773196
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Die von dir berechneten Widerständswerte für R6, R7, R9, R10 wirst du 
kaum kriegen. Nimm die nächstliegenden aus der E12-Reihe und mache die 
Potis grösser - am besten 10-Gang-Potis mit 5 kOhm.
Zum Schaltplanzeichnen empfehle ich eagle. 
http://www.cadsoftusa.com/?lang=de
Das verwendet fast jeder und beinhaltet auch das Layouten von Platinen.
Für kleine Projekte ist es kostenlos.
#2773209
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Thomas R. schrieb:
> Zum Schaltplanzeichnen empfehle ich eagle.
> http://www.cadsoftusa.com/?lang=de
> Das verwendet fast jeder und beinhaltet auch das Layouten von Platinen.
> Für kleine Projekte ist es kostenlos.

Ich habe für die Platinen bisjetzt immer Abacom Sprint Layout 5 benutzt.

Jens G. schrieb:
> Achja - falls Du trotzdem bei den LM78xx bleiben willst - I und O sind
> verkehrt herum angeschlossen.

Naja. Da es bei dem Symbol kein Ein-/Ausgangszeichen gibt und ich es 
sogar instinktiv gespiegelt habe, ist es egal :D

Schaltplan ist an die E12-Reihe angepasst.
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#2773223
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>> Achja - falls Du trotzdem bei den LM78xx bleiben willst - I und O sind
>> verkehrt herum angeschlossen.

>Naja. Da es bei dem Symbol kein Ein-/Ausgangszeichen gibt und ich es

kein Argument ...

>sogar instinktiv gespiegelt habe, ist es egal :D

das glaubst Du, daß Du es instinktiv gespiegelt hast - noch hast Du das 
Ding ja noch nicht aufgebaut ...

>Im Allgemeinen ein Heads-Up-Display, eine Anzeige, die sich in Kopfhöhe
>befindet und man somit den Kopf nicht in Richtung des Lenkrads neigen
>muss.

Das wäre auch wirklich sehr anstrengend ...
#2773599
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PICs kommen mir nicht in die Schaltung, da bei einem Elektromotor auch 
mal stärkere Spannungsschwankungen auftreten können. Da PICs auch nur 
einen kleinen Spannugnsbereich haben (ich glaub 4,75V - 5,25V) mach ich 
das ganze lieber Stör-un-anfälliger.

Und wieso jetzt noch die Schaltung neu machen, wenn sie so funktionieren 
könnte?
Gast #2773604
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Bonz'o schrieb:
> Ich hab auch schon solchen Anzeigen gebaut. Die LM3914 wuerd cih
> rauswerfen und einen kleinen AVR oder PIC verwenden. Die LED koennen
> dann mit einer Reihe Schieberegister des Types 74HC595 angesteuert
> werden.

Man könnte auch einen ARM-Cortex mit TFT-Color-Display nehmen.
Philipp ist aber noch nicht so weit, das kommt später ;-)

Im Layout fehlen sämtliche Abblockkondensatoren.
Wenn du IC5 um 180° drehst, wird das Layout besser.
Die Masseleitungen sind viel zu dünn.
R13 kann ein Festwiderstand von 1.8 kOhm sein.
Gast #2773632
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R8 und R4 hängen im Layout zusammen!!!??!!
Wenn man eagle richtig bedient, kann sowas nicht passieren.
Normalerweise zeichnet man zuerst das Schaltbild mit eagle.
Dann erzeugt eagle ein Layout, wo zunächct alle Bauteile an einer Stelle 
übereinander sind und mit "Gummifäden" richtig verdrahtet sind.
Die Bauteile kann man dann verschieben, drehen usw und die Leiterbahnen 
kreuzungsfrei machen.
So ist es niemals möglich, dass Schaltplan und Layout voneinander 
abweichen.
Lese mal das Manual von eagle.
Wenn du das begriffen hast, wird alles viel einfacher, es können keine 
Fehler mehr passieren und es macht viel mehr Spass.
#2773654
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Thomas R. schrieb:
> R8 und R4 hängen im Layout zusammen!!!??!!

Nein. Die Beschreibungen hängen nur an der falschen Stelle.
Wie verschiebe ich die Texte?

Thomas R. schrieb:
> Normalerweise zeichnet man zuerst das Schaltbild mit eagle.
> Dann erzeugt eagle ein Layout, wo zunächct alle Bauteile an einer Stelle
> übereinander sind und mit "Gummifäden" richtig verdrahtet sind.
> Die Bauteile kann man dann verschieben, drehen usw und die Leiterbahnen
> kreuzungsfrei machen.
> So ist es niemals möglich, dass Schaltplan und Layout voneinander
> abweichen.

Genauso bin ich vorgegangen.

Thomas R. schrieb:
> Die Masseleitungen sind viel zu dünn.
> R13 kann ein Festwiderstand von 1.8 kOhm sein.

Wie dick sollen die Massenleitungen sein?

Thomas R. schrieb:
> Im Layout fehlen sämtliche Abblockkondensatoren.

Was sind Abblockkondensatoren und wozu brauch ich die?
Gast #2773773
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Philipp von Wintzingerode schrieb:
> Wie dick sollen die Massenleitungen sein?
so breit, wie du Platz hast.
> Was sind Abblockkondensatoren und wozu brauch ich die?
http://www.rn-wissen.de/index.php/Abblockkondensator
Bei deiner Schaltung brauchst du auf jeden Fall am Ein- und Ausgang des 
LM317 je einen Abblockkondensator.
Die LM3914 brauchen laut Spezifikation keinen, er wird aber nicht 
schaden.
Bei deiner Schaltung fehlt noch eine Anschlussmöglichkeit für den Akku 
(Klemmleiste).
Ich würde auch noch eine Verpolschutzdiode einbauen.
Lade doch mal deine *.brd und *.sch-Files hoch.
Hier gibt es richtige eagle-Profis, vielleicht optimiert dir das jemand.
#2774004
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Hallo Philipp,

leider bin ich bei dem Versuch Deine Files zu modifizieren
gescheitert, da Du die neuste Version von Eagle heruntergeladen
hast (6.0.X).
Diese Files können aber anscheinend nicht mehr mir den Vorgänger-
versionen (5.0.X) editiert werden, sofern Du sie nicht gezielt
im Kompatibilitätsmod abspeicherst.

Gruß
Markus
Gast #2774311
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Ziel eines guten Layouts ist es, mit möglichst kurzen Leiterbahnen 
auszukommen.
Dieses Ziel erreicht man durch geschickte Platzierung der Bauelemente 
und entsprechende Leiterbahnführung.
Davon bist du noch ganz schön entfernt ;-)
Ich habe mal ein paar Verbesserungsvorschläge in dein Layout gemalt, 
leider kann ich deine eagle-Files mit meiner gekauften kommerziellen 
Version 5.x nicht bearbeiten.
Du musst selber probieren, die Bauteile anders anzuordnen, damit sich 
eine optimalere Leiterplatte mit kürzeren Leiterbahnen ergibt.
Übung macht den Meister!
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