Punkt im Schaltplan an Spulen

#2779375
Lesenswert?
• ▲
▼
@  christopher harms (antanagor)

>Wofür steht der Punkt an den Spulen in einem Schaltplan,

Das ist der Anfang der Wicklung, damit wird die Polarität der einzelnen 
Spulen gekennzeichnet, denn die ist bei den meisten Schaltnetzteilen 
wichtig. Beim einfachen 50 Hz Trafo mit Gleichrichter ist sie egal, da 
kann man die Polarität problemlos vertauschen.
#2879215
Lesenswert?
• ▲
▼
Versuch mal, dir die Feldlinien deiner Spule oder deines Transformator 
durch die Wicklungen vorzustellen. Wenn nun alle Wicklungen im gleichen 
Sinn gewickelt sind, dann befinden ich die Punkte in Bezug auf die 
Feldlinen am gleichen Ende.

Konkret: Wenn das ein klassischer Trafo mit übereinander liegenden 
gleichsinnigen Wicklungen ist, dann sind die Punkte aller Wicklungen am 
gleichen Ende.

Wenn es aber beispielsweise ein Ringkern mit zwei gegenüber liegenden 
Wicklungen ist, dann stellt sich das etwas anders dar.
Moderator Persönliche Seite #2879233
Lesenswert?
• ▲
▼
Philippe A. schrieb:
> Wo
> muss der Anfang der Winklung gelötet werden?

Was du an der Spule als "Anfang" und was als "Ende" einer Wicklung
deklarierst, ist völlig egal.  Wichtig ist nur, dass du es bei
allen Wicklungen eines Trafos im gleichen Sinne festlegst.  Dazu
gehört es nicht nur, dass beide Wicklungen an der gleichen Stelle
begonnen werden, sondern auch, dass sie den gleichen Wicklungssinn
bekommen.
#2879280
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo,

wouaou, das war mein erster Post auf mikrocontroller.net und ich hatte 
nicht erwartet innerhalb so kurze Zeit so viele Antworten zu bekommen. 
Klasse! Danke an euch!

Zurück zum Problem :o)

Ich möchte gar keine Spule / Trafo selber wickeln. Ich habe eine Platine 
entworfen mit einem  Schaltregler. Dieser Schaltregler nützt eine Spule. 
Ich habe eine Spule bei Würth bestellt. Diese hat einen Punkt, der den 
Anfang der Wicklung bezeichnet. Also wie rum löte ich die Spule auf dem 
PCB? Habe ich es richtig von Jörg verstanden und es ist völlig egal? 
Dieser %$§ Punkt wird schon einen Sinn für den Entwickler haben oder 
nicht :o)
Gast #2879436
Lesenswert?
• ▲
▼
>Ich möchte gar keine Spule / Trafo selber wickeln. Ich habe eine Platine
>entworfen mit einem  Schaltregler. Dieser Schaltregler nützt eine Spule.
>Ich habe eine Spule bei Würth bestellt.

Ok. Dann fangen wir mal klein an:

Windung:
Eine Windung ist, wenn du mit dem Draht einmal und den Spulenkern 
herumgehst.

Wicklung:
Eine Wicklung hat ein "Anfang" (mit Punkt) und ein "Ende". Eine Wicklung 
besteht aus N Windungen.

Spule:
Eine Spule besteht aus einer Wicklung mit N Windungen. Der Wickelsinn 
spielt keine Rolle.

Trafo/Übertrager:
Ein Trafo hat mehrere Wicklungen. Jede Wicklung besteht aus X,Y,Z,.. 
Windungen. Je nach Schaltung spielt der Wickelsinn eine wichtige Rolle.


Ich habe mal eine Skizze gemacht. Dabei sind beide Trafoschemen richtig. 
Du siehst, entscheident ist, wierum der Draht um den Kern gewickelt 
wird. In meiner Skizze müssen entweder alle geraden, oder alle ungeraden 
Anschlüsse den Punkt für "Wickelanfang" bekommen.

Die Punkte haben auch nichts mit der elektrischen Polarität zutun. Es 
spielt keine Rolle, ob der Wickelanfang positiver ist als das 
Wickelende. Oder andersrum.
Angehängte Dateien:
Gast #2879449
Lesenswert?
• ▲
▼
Jörg Wunsch schrieb:
> Wenn du nur eine Spule hast, ist das egal.

Prinzipiell ist es bei einer Spule egal.
In der Praxis legt man die Spuleninnenseite (Anfang mit dem Punkt 
markiert) an die floatende Seite, während das Spulenäußere am ruhigen 
Punkt hängt. Hilft manchmal etwas im Störpegel der leitungsgebundenen 
und abgestrahlten Störungen  zu gewinnen.
Gast #3280097
Lesenswert?
• ▲
▼
Alex schrieb:
> Hilft manchmal etwas im Störpegel der leitungsgebundenen
> und abgestrahlten Störungen  zu gewinnen.

Aaalso,

die Theorie kenne ich auch.W ir haben zwei Schaltregler im Design. Aber 
egal wierum die Spulen drinnenhänngen, die eigentliche EMV Entsörung 
muss woanders passieren und da reicht es nicht die Spule umzudrehen. 
Vielleicht ist das theoretisch nachvollziehbar und praktisch messbar. 
Mich würden da aber tatsächliche Werte mal interessieren wieviel das 
wirklich ausmacht.

rgds
Gast #3669953
Lesenswert?
• ▲
▼
@ 6A66 (Gast)

Die Spule umzudrehn hilft meist die gestrahlte Störleistung zu 
verringern.
Die leitungsgebundene Störleistung wird woanders verringert richtig.

Auch ist diese Umdrehen ein Effekt von mehreren im Kampf gegen EMI. Wenn 
andere Effekte diese überlagern hilft das umdrehen natürlich nichts.
#3669990
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo!
Besonders lustig fand ich einen Hinweis in der Zeitschrift 
"Funkamateur". Dort wurde bei Festinduktivitäten, die nebeneinander auf 
einer Leiterplatte zu bestücken waren, auf die richtige Lage der 
Farbringe geachtet. So sollte vermieden werden, daß sich die 
Induktivitäten gegenseitig aufheben. Die Richtung der Farbringe hat aber 
bei Festinduktivitäten überhaupt keinen Einfluß! Nur der Hersteller kann 
durch unterschiedlichen Wickelsinn da etwas bewirken.
Auch bei einer Schraube wird aus einem Rchtsgewinde kein Linksgewinde, 
wenn man sie umdreht.

Antwort schreiben

Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt. Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten, für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.