Hi Forum,
ich bin neu hier und möchte ein kleines uc Projekt starten.
Erfahrungen mit Elektronik habe ich, grundlegende.
Ich habe mich hier mal ein wenig im Tutorial umgesehen, bin über google
hier gelandet.
Ich würde gern gleich einen uc nehmen, der viele i/o Pins hat. Was wäre
empfehlenswert für mich?
Danke.
Hi
Was heißt viele...
Also, grundsätzlich würd ich erst mal sagen, überleg dir ein Projekt.
Dann ergibt sich auch, wieviele IO du benötigst. Es macht keinen Großen
Sinn, mit einem Atmega16 eine LED blinken zu lassen. Wenn du die Zahl
der IO benennen kannst, dann kannst du auch gezielt fragen: Ich brauch
einen µC mit 1888777 IO, wer kennt einen Typ, der diese Anforderung
erfüllt.
Ok, ist etwas übertrieben, aber das wäre eine Angabe für "viele".
Wenn du bereits ein Projekt hast, dir aber nicht sicher bist, ob die von
dir angedachten IO's ausreichen, das nenn zumindest die erforderlichen.
Ansonsten kann ich nur sagen, es wird dir Spaß machen, mit Controllern
zu arbeiten.
Gruß oldmax
Da solche Fragen hier ziemlich oft kommen:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Mikrocontroller_Vergleichhttp://www.mikrocontroller.net/articles/Entscheidung_Mikrocontroller
Du musst wissen, das ab 40 Pins (i.d.R. ca 34-36 IOs) die
Microcontroller zu >95% in SMD Gehäuse sind. Und ein 100Pin TQFP mit ca
70-80 IOs ist für Anfänger eher entmutigend.
Also wieviele IOs BRAUCHST du? Wenns viele sind, kannst du auch gucken,
obs den gewünschten µC auf einen Breakoutboard gibt.
Und DEN µC gibts auch nicht. Du findest bestimmt bei jeder Firma mehrere
µC's die du verwenden könntest. Das ist allein deine Entscheidung.
Starter schrieb:> Hi Forum,>> ich bin neu hier und möchte ein kleines uc Projekt starten.> Erfahrungen mit Elektronik habe ich, grundlegende.> Ich habe mich hier mal ein wenig im Tutorial umgesehen, bin über google> hier gelandet.>> Ich würde gern gleich einen uc nehmen, der viele i/o Pins hat. Was wäre> empfehlenswert für mich?
Schwierige Frage (wie immer bei solchen Fragen).
Das gute ist, dass viele µC in Familien mit unterschiedlicher
AUsstattung daher kommen und nicht teuer sind. Wenn dir dein µC zu wenig
Pins bietet und du nicht mit anderen Mitteln für mehr sorgen willst,
dann kauft man eben ein größeres Modell für ein bestimmtes Projekt. Die
kosten ein paar Euro und dann ist das Thema vom Tisch.
Hier im Forum werden dir vor allen Dingen AVR empfohlen. Aber auch nur
deswegen, weil die hier in diesem Forum gerne benutzt werden. In anderen
Foren sind es PIC, wieder woanders sind es ARM, etc.
Ich würde sagen: konzentrier dich bei deinem ersten nicht unbedingt auf
'viele i/o Pins'. Ein paar sollte er schon haben, damit man auch mal ein
ordentliches Lauflicht machen kann und bei einem LCD und 3 Tastern auch
noch ein paar Pins für Relais übrig hat, aber mit vielleicht 20 Pins
kommst du erst mal locker über die Runden. Deine Anfangsprobleme liegen
dann sowieso an ganz anderen Dingen - Programmierung
Hier findest du im ersten Kapitel einiges an Material
AVR-Tutorial
tja, dann nimm am besten ein kleines board (STK500 o.ä. wenns ein Atmel
werden soll) und arbeite hier das Tutorial durch, in C oder Assembler,
was dir eher zusagt. Wenn du das komplett geschafft hast hast du eine
grobe ahnung wie viel Aufwand die ein oder andere Sache bereitet und
kannst dann darüber nachdenken, ein Eigenes Projekt zu entwickeln.
Hüte dich davor von Anfang an ein Großes Projekt starten zu wollen.
Normalerweise merkt man nach einer gewissen Zeit, daß das Ziel, die
Fertige Schaltung, nicht innerhalb von wenigen Wochen /Monaten
erreichbar ist und verliert die Lust daran. mit kleineren Projekten, die
auch fertig werden sieht das besser aus.
Als AVR Nutzer kann ich nur eine empfehlung für die Atmel Controller
aussprechen:
Als Controller empfehle ich den ATMega 88.
Diesen gibt es im DIP 28 Gehäuse, hat viel Features für viele
experimente und ist recht günstig.
Als Programmiergerät empfehle ich das AVR ISP MKII, vorrausgesetzt das
man spass an den Atmels finden wird.
Dann lohnt sich die Anschaffung auf jeden fall.
Ich habe den steinigen Weg gewählt und selbstgebaut. Aber nach dem
vierten Selbstbau habe ich mir dann doch den AVR Dragon gekauft.
Als Experimentierplattform kann ich das schnöde Steckboard empfehlen.
Damit lernt man am meisten .
Darauf kann man auch ein komplettes Gerät aufbauen, welches dann nur
noch auf ein Lochrasterlayout übertragen werden muss.
Aber ein Experimentierboard ist auch nicht zu verachten. Wenn man
schnell was testen möchte, ist man froh nicht jedes mal wieder die
Versorgungsleitugen und den Programmierstecker verlegen zu müssen.
Hier kann ich aber keins empfehlen, da ich mir "damals" eins
selbstgebaut hatte.
Das in meiner Ausbildung genutzte MyAVR ist aber brauchbar. Nur die
Software von denen war "damals" sehr schlecht und verbugged.
Mfg
S. Engel
S. ENgel schrieb:> Als AVR Nutzer kann ich nur eine empfehlung für die Atmel Controller> aussprechen:
Ich als PIC Nutzer kann die PICs empfehlen;) Ein anderer den MSP430,
einer noch ARM (weil warum noch mit 8 bit anfangen) und einer evtl noch
den Propeller oder 8051. Ich hoffe ich konnte damit ein bisschen das
"xxx ist aber besser" vermeiden/herrauszögern.
Wenn PIC, würde ich den PIC18F46K22 (oder, wenn Reichelt, 18F45K22)
empfehlen, das ist ein DIP40 (somit sehr gut lötbar und auch das größte
DIP-Gehäuse bei Microchip µCs), hat relativ viel Speicher und 36 IOs.
Dazu ein PICKIT3, ggf gleich mit dem Demo-Board inkl PIC18F46K20, 8LEDs,
Poti, Taster und ICSP-Stecker.
Mit Experimentierboards (egal, welcher µC es werden soll) kann man schon
vieles lernen und testen, jedoch sind diese meist nicht grad günstig. Da
man am Ende sowieso ein Projekt mit eigener Platine haben will, kann man
auch gleich mit dieser Testen. Wenn sich auf der Platine doch ein Fehler
einschleichen sollte, liegt es aber meist nicht an dem, was auf den
Experimentierboards drauf wäre (also Taster, LEDs, LCD o.ä.).
Starter schrieb:> Ich würde gern gleich einen uc nehmen, der viele i/o Pins hat. Was wäre> empfehlenswert für mich?
Kommt es dir wirklich auf einen Euro hin oder her an, so dass sich hier
eine Diskussion rentiert? Warum nicht einfach 3 oder 4 verschiedene
anschaffen?
Beispiel ATtiny/ATmega im DIP-Gehäuse (ungefähre Preise):
8, 14, 20 pin: 1 Euro
28 pin: 2 Euro
40 pin: 4 Euro
Poldi