Hallo Leute,
ich möchte gerne etwas basteln und dabei auch etwas lernen. Ich möchte
gerne ein Relais über einen Transistor schalten. Dabei soll durch
Drücken einer Taste das Relais einige Zeit nachlaufen.
Folgenden Schaltplan habe ich mir dazu ausgedacht:
Durch Drücken der Taste soll der Kondensator C1 aufgeladen werden. Durch
den parallel geschalteten Widerstand R_C1 wird die Entladezeit des
Kondensators eingestellt.
Vor die Basis kommt ein Basiswiderstand, damit die Spannung an der Basis
nicht größer als 1V wird, weil so ein Transistor bereits ab 0,7 Volt
schaltet.
Damit der Stromkreis geschlossen ist, habe ich noch einen Widerstand Rx
dazwischengesetzt, zunächst wollte ich Rx weglassen, aber sonst würde es
beim Drücken der Taste einen Kurzschluss geben, weil ja dann +10V und
Masse kurzfristig verbunden wären.
Parallel zu dem Relais habe ich gedacht, setze ich noch einen
Kondensator C2 - um ähnlich wie beim Entprellen von Tasten aus dem
uC-Tutorial zu vermeiden, dass das Relais "brummt".
Ist so die Schaltung - jetzt erstmal ohne die genaue Berechnung der
notwendigen Widerstände und Kapazitäten - richtig durchdacht, oder
sollten Änderungen vorgenommen werden oder sind gar Fehler drinnen? Ich
bin Anfänger und möchte dadurch gerne auch noch etwas lernen und freue
mich über jede Hilfe. Vielen Dank im Voraus.
Hallo Harald,
danke für Deinen Link zu den Relais. Das ist denk ich ein anderes
Kapitel, ich würde gerne für mein Beispeil erstmal das Relais nun durch
eine Lampe ersetzen, damit ich mich jetzt nicht noch parallel mit diesen
Freilaufdioden und so bei den Relais befassen muss, dass würde ich dann
gerne im nächsten Schritt tun (und auch, ob ich die Kollektor- oder
Emitterschaltung beim Transistor wähle), ich würde gerne hier erstmal
nur das mit dem zeitverzögertem Abschalten des Transistors machen.
Beginnender Anfänger schrieb:> ich würde gerne hier erstmal> nur das mit dem zeitverzögertem Abschalten des Transistors machen.
Dann nimm ein Monoflop-IC, z.B. den 555.
Gruss
Harald
Hallo Anfänger,
so falsch bist du gar nicht. Verschiebe C1 nach unten, so das er
zwischen Masse und der "linken" Seite von Rb liegt.
Rx kannst du weglassen, Rc1 würde ich auch weglassen, die Zeitkonstente
ergibt sich aus Basistrom und C1.
Die geschalteten 10V kommen dann an die "linke" Seite von Rb und C1.
Grüsse
Martin
Martin Haag schrieb:> so falsch bist du gar nicht. Verschiebe C1 nach unten, so das er> zwischen Masse und der "linken" Seite von Rb liegt.
Und setze den Transistor zwischen Masse und Last. Sonst wird das kein
Schalter sondern eine Emitterfolger der die Spannung langsam immer
weiter absenkt wenn sich der Kondensator entlädt.
Martin Haag schrieb:> Hallo Anfänger,>> so falsch bist du gar nicht. Verschiebe C1 nach unten, so das er> zwischen Masse und der "linken" Seite von Rb liegt.>> Rx kannst du weglassen, Rc1 würde ich auch weglassen, die Zeitkonstente> ergibt sich aus Basistrom und C1.>> Die geschalteten 10V kommen dann an die "linke" Seite von Rb und C1.>> Grüsse>> Martin
Ok.
Also, wenn ich den Taster drücke, dann lade ich den Kondensator C auf.
Rx ist dazwischen, damit ich beim Tastendruck von 10V nach Masse die
Schaltung nicht kurzschließw, wenn der Kondensator voll ist. Und über
R_B entlädt sich dann der Kondensator.
Den Verbraucher (egal ob jetzt Glühbirne oder Relais) setze ich nun nach
oben,
Und lass deinen Rx weg. Über einen Kondensator gibt es keinen
Kurzschluss nach Masse. Dein Rx -je nach Grösse- bewirkt, dass das
Aufladen des Cs Zeit braucht, d.h. du must deinen Taster eine gewisse
Zeit halten.
Dave Trescher schrieb:> Und lass deinen Rx weg. Über einen Kondensator gibt es keinen> Kurzschluss nach Masse. Dein Rx -je nach Grösse- bewirkt, dass das> Aufladen des Cs Zeit braucht, d.h. du must deinen Taster eine gewisse> Zeit halten.
Stimmt nicht, theoretisch kann ein ungeladener Kondensator im
Einschaltmoment als Kurzschluss angesehen werden. Und wenn er den
Kondensator mit einer bestimmten Zeitkonstante laden will, ists nicht
verkehrt, den Widerstand einzubauen.
Beginnender Anfänger schrieb:> ...neuer_Versuch.jpg...> Den Verbraucher (egal ob jetzt Glühbirne oder Relais) setze ich nun nach> oben,
Ja, so sieht das schon viel besser aus. :-)
Noch besser, geradezu ideal würde es, wenn Du statt des Transistors
einen Komparator, z.B. den LM339 nehmen würdest.
Gruss
Harald
Christian Str schrieb:> im> Einschaltmoment als Kurzschluss angesehen werden.
Sicher, theoretisch bei einer Spannungsquelle mit 0 Ri.
Ich gehe aber davon aus, dass der TE eine Batterie oder ein kleines NT
benutzt und deren Innenwiderstände sicher keinen Kurzschlusseffekt
auftreten lassen. Schliesslich will er bestimmt praktisch basteln.
Dave Trescher schrieb:> Christian Str schrieb:>> im>> Einschaltmoment als Kurzschluss angesehen werden.>> Sicher, theoretisch bei einer Spannungsquelle mit 0 Ri.> Ich gehe aber davon aus, dass der TE eine Batterie oder ein kleines NT> benutzt und deren Innenwiderstände sicher keinen Kurzschlusseffekt> auftreten lassen. Schliesslich will er bestimmt praktisch basteln.
Sicher, du gehst davon aus, weisst es aber trotzdem nicht. Vielleicht
hat er da auch ein Netzteil mit 10A Ausgangsleistung.
Ich will jetzt ja nicht sagen, dass es nicht möglich ist, die Schaltung
ohne Widerstand zu betreiben, im Gegenteil, ich würd den wahrscheinlich
auch weglassen. Aber zu beobachtungszwecken (immerhin hat er an die
Zeitkonstante gedacht) würd ich den drinlassen und an seiner Stelle
gucken, ob ihm das so ausreicht,oder ob er den kleiner/größer macht oder
halt tatsächlich ganz weglässt.
Wenn der C etliche µF hat (sagen wir mal ab 100µF), und das Netzteil hat
an seinem Ausgang evtl. auch einen fetten C dran, dann wird der Taster
sich nach und nach evtl. über abbrennende Kontakte freuen, wenn er eher
ein schwächlicher Typ ist. Von daher Rx mit reinbauen, der Strom auf
rel. ungefährliche Werte begrenzt. z.B 100Ohm, was nur max. 100mA
zuläßt. Die Zeitkonstante zum Aufladen ist dabei noch immer ziemlich
niedrig.
Beginnender Anfänger schrieb:> Den Verbraucher (egal ob jetzt Glühbirne oder Relais) setze ich nun nach> oben>
und für den transi nimm einen der ne hohe stromverstärkung hat.
oder nim gleich einen darlington transi.
mit logic gattern geht´s natürlich auch....
Gehts noch ein wenig umständlicher? Vielleicht ARM9 oder so?
Ein popeliger NE555 und bissel Gemüse ist alles was man braucht. Ein IC
mit sagenhaften 8 Pins. WOW! Das Ganze nennt man dann Monoflop.