Zündimpuls messen ala Blitzpistole/Stroboskoplampe

OP #2882067
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Hallo Zusammen,

ich würde gerne den Zündimpuls eines Zweitakt-Motors kapazitiv messen, 
wie das auch mit Blitzpistolen 
(http://en.wikipedia.org/wiki/Timing_light) gemacht wird.

Ziel soll es sein, das Signal mit einer Wicklung abzunehmen und auf 
TTL-Level zu bringen um es dann mit einem AVR auszuwerten.

Ich hab als Erstes mal eine Litze 5-mal um das Zündkabel gewickelt und 
das Oszi dran gehängt.... bei einer ersten Messung habe ich NICHTS 
messen können.
Wie kann das sein? Denkfehler?


ciao
danny
Gast #2882075
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danny L. schrieb:
> Wie kann das sein? Denkfehler?

es gibt so neumodische Zündsysteme wo auf jeder Zündkerze eine eigene 
Zündspule aufgesetzt ist. Da ist dann keine Hochspannung mehr auf dem 
"Zündkabel"
Oder hast Du noch einen Verteilerfinger?
oder eine sichtbare Zündspule

Gruß Anja
Gast #2882096
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So eine rein kapazitive Zundzeitpunktlampe mit Blitzstroboskop besitze 
ich auch noch. Etwa 1980. Damit stellte ich meine 1980-er Autos ein. 
Sehr präzise, das wird 30 Jahre später bestimmt auch gehen.

Der Sensor wurde einfach nur außen am Zündkabel angelegt, bequem mit 
einer Klemme.
Gast #2882110
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Kommst Du nicht an die andere Seite der Zündspule. Da sieht es 
"elektrisch" wesentlich besser aus. Ein kräftiger Reihenwiderstand und 
zwei richtig flotte Dioden und Du hast fast Rechnerspannung.
Ein passendes Zwischenstück (Stecker + Buchse, leider nicht leicht zu 
beschaffen) und Du kannst Rückstandsfrei  messen.
Zur kapazitiven Auskopplung brauchst Du vor allem Fläche. Dass da ein 
paar Drahtwindungen ausreichen kann ich mir nicht vorstellen. Vor allem 
nicht ohne eine sehr kräftige Verstärkung.
Der übliche Eingangswiderstand eines Oszilloskops von etwa 1 MOhm ist 
viel zu gering. Hast Du das Teil auf 50 Ohm eingestellt, geht’s erst 
recht nicht.
Gast #2882140
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@Wilhelm
Kann ich mir gut vorstellen. Aber wie Du schon angedeutet hast: Zwischen 
5 Windungen Draht und dem was auch ich mir unter einer Fläche vorstelle 
besteht ein gewisser Unterschied.
Vielleicht hätte der Test, mit einer "ordentlichen" Fläche aus einfacher 
Alu-Folie, ja ganz andere Ergebnisse gebracht.
OP #2882304
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So, jetzt hab ich nochmal gemessen (mit 330Ohm parallel) und habe einen 
steilen Peak auf 0,7V bei 5 Windungen.

Ich hab mir die Schaltung aus 
(Beitrag "Zündimpuls vom Zündkabel") angeschaut, bin mir 
aber nicht sicher ob ich die ganzen Schmitt-Trigger brauche.

Eigentlich würde mir eine TTL Flanke reichen; damit könnte ich an den 
externen INT Eingang es AVR ran.

In der Anlage mal ein erster Entwurf einer rudimentären Schaltung.

Wie sind die Meinungen?

Danke,
danny
Angehängte Dateien:
#2882639
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astroscout schrieb:
> Eine Spannung wird nur induziert, denn dein Stromkreis auch geschlossen
> ist. Dein Oszi ist jedoch sehr hochohmig, probier mal einen Widerstand
> parallel zum Oszi, eingang zu schalten

Hallo da_danny!
Lass dich nicht von astroscout in die Irre (hinter die Sterne) führen, 
kapazitive Abnehmer belastet man nicht, sondern koppelt sie möglicht 
hochohmig aus.
Dass du im ersten Fall am Oszi nichts gesehen hast, lag vielleicht am 
hohen Pegel? Mehere hundert Volt sind bei kapazitiver Auskopplung nicht 
selten!
Bei meinem Zündzeitstroboskop gehen die Impuse direkt!!! auf die 
Zündelektrode der Xenon-Blitzröhre.

@astroscout
Wenn die Auskopplung induktiv geschehen soll, ist ein einfaches 
Rumwickeln kontraproduktiv. Die magnetischen Feldlinien um einen 
stromdurchflossenen Leiter liegen anders.

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