Moin zusammen,
ich will den Stift eines einfachen Schlosse mit Hilfe eines
Elektromagneten drücken. Muss nur ein kurzer Impuls sein, weil die
Klappe durch Federn etwas aufgedrückt wird. Hab dann natürlich gleich an
eine Kombination aus Spule und Kondensator gekommen. Bei der Suche nach
einem "gesunden" Aufbau für die Komponenten stoß ich leider immer nur
auf das Gaußgewehr/Coilgun, die Schaltung dafür ist aber eindeutig zu
kompliziert für meinen Zweck. Es sollte schon einen ordentlichen Druck
produzieren(deswegen dachte ich an einen Impuls mit Kondensato/ren, hab
kein Lust ein Netzteil die ganze Zeit am brummen zu haben), weil der
Stift gegen eine Feder drückt, aber so einfach wie möglich aufgebaut
sein. Hab eine Spule aus einer Türklingel, denke ihr kennt die, 8v, zwei
Bleche, ein Stift, ding-dong :P und ein paar Elkos, die Grössten haben
beide 40v, einmal 2200µF und einmal 3300µF.
Hoffe ihr könnt mir helfen, wenn nicht hier, wo sonst? Danke im Vorraus.
Nimm einen Zugmagneten und passende Stromquelle, Du willst keinen EMP
erzeugen oder Geschoss beschleunigen sondern langsam aber sicher eine
Feder zurückdrücken.
ziehen kann ich da nichts, ist geschlossen und nur ein Stift guckt raus.
Ein kurzer und fester Stoß ist mir am liebsten, das Ganze soll schnell
ablaufen.
hab gelesen, dass man Kondensatoren schädigen kann, wenn man sie zu
lange auflädt oder zu schnell entlädt, was aber durch die Spule wohl
nicht passiert. Man soll ihn ja über einen Widerstand aufladen, aber wie
genau ist die Frage. Und welche Kapazität ist eigentlich wichtiger für
einen kräftigen Stoß, V oder µF?
Willi schrieb:> welche Kapazität ist eigentlich wichtiger für> einen kräftigen Stoß, V oder µF?
Die "V Angabe" ist die maximale Spannung, die am Elko anliegen darf
bevor er kaputt geht. Betriebsspannung.
Die "µF Angabe" ist die Kapazität.
Schädigen kann man Elkos indem man ihm kurzschließt, aber deine Spule
besitzt einen elekt. Widerstand.
Du solltest eine Schutzdiode einbauen, am besten antiparallel zur Spule.
Einen großen Elko läd man über einen Widerstand auf, damit das Netzteil
keinen Schaden nimmt.
Am besten nimmst du einen Magneten, der einen relativ hohen Widerstand
hat, damit dir nichts um die Ohren fliegt.
Danke, das bringt mich doch weiter :) dass heisst, wenn ich den
Kondensator mit einer Maximalspannung von 40v mit z.B. 12v lade, kann
ich direkt die Spannungsquelle an den Kondensator anschliessen, ohne das
was beschädigt werden kann?
Willi schrieb:> meinst du mit Freilaufdiode, wie Rainer geschrieben hat, eine> Schutzdiode antiparallel zur Spule?
Ja.
> Kann ich dafür eine 1n4007 Diode nehmen?
Die kann 1A. Reicht das?
Gruß
Jobst
Willi schrieb:> die Stromquelle liegt unter 1A müsste doch gehen, oder?
Du meinst, der Kondensator wird genau so langsam entladen, wie er zuvor
geladen wurde?
I*t = C*U
Jetzt hängt es nur noch von Deiner Spule ab, wie schnell dort wie viel
Strom fliesst.
Gruß
Jobst
aha ok, cool, jetzt ergibt sie auch nen Sinn für mich. Danke euch
beiden. Und meine Verdrahtung, die ich weiter oben mit Strichen
darzustellen versucht hab ist so richtig, oder?