Kaufen statt selbst bauen

OP (Firma: Wellmann) #2900388
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Im Grunde sagt der Titel bereits alles. Ich habe jetzt sehr lange Zeit 
an einer Schaltung gesessen, die immer wieder aufs Neue nicht 
funktioniert hat. Im Endeffekt habe ich mir jetzt eine fertige Schaltung 
gekauft, die perfekt funktioniert. In dieser Schaltung werden 
Erfahrungen integriert, die ich nie gemacht habe. Um gewisse Schaltungen 
zu erstellen, scheint einfach ein Vorwissen vorhanden sein zu müssen, 
das mir fehlt.

Aber irgendwie gefällt mir das nicht. Ich meine, die Hersteller der 
Schaltung haben sich auch die Gedanken gemacht, die ich mir machte. Und 
was habe ich getan? Ja genau, aufgegeben.

Jetzt könnte man natürlich sagen, warum man seine Lebenszeit 
verschwenden soll für Dinge, die andere bereits perfektioniert haben. 
Ich denke, es hat auch etwas mit der Willenskraft zu tun. Sicher, andere 
haben das bereits realisiert-aber warum sollte nicht auch ich es können?

Mir sagt die Methode, alles fertig zu kaufen, nicht zu. Ein gewisses 
Dilemma entsteht allerdings, wenn das neue Gerät bei weitem günstiger 
ist als der Kauf der Einzelteile(und Ersatzteile). Ein anderes Problem 
ist, daß es eine deutlich sichtbare technische Obsoleszenz gibt. Heute 
arbeite ich mich in dieses Problem ein und morgen kann ich schon dieses 
Wissen nicht mehr nutzen, da es die Technik, in die ich mich 
eingearbeitet habe, nicht mehr gibt.

Warum überhaupt noch einarbeiten in neue Technik? Warum nicht 
grundsätzlich auf hohem Niveau arbeiten? Stets fertige Komponenten 
zusammenkaufen?
#2900506
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Bert Wellmann schrieb:
> Aber irgendwie gefällt mir das nicht. Ich meine, die Hersteller der
> Schaltung haben sich auch die Gedanken gemacht, die ich mir machte. Und
> was habe ich getan? Ja genau, aufgegeben.

Der Hersteller hat allerdings wesentlich mehr Geld, Zeit und vor allem 
Erfahrung. Letzteres auch im Sinne von Fortentwicklung. Dein Gerät wird 
vermutlich nicht das Erste seiner Art sein, der Hersteller wird schon 
ältere Designs gehabt haben, auf denen er aufbauen bzw diese verbessern 
kann.

Bert Wellmann schrieb:
> Jetzt könnte man natürlich sagen, warum man seine Lebenszeit
> verschwenden soll für Dinge, die andere bereits perfektioniert haben.
> Ich denke, es hat auch etwas mit der Willenskraft zu tun. Sicher, andere
> haben das bereits realisiert-aber warum sollte nicht auch ich es können?

Irgendwo muss man realistisch sein. Ich würde gewisse Sachen, auch wenn 
sie interessant sein mögen nicht anrühren. Natürlich könnte man 
anfangen, sich ein eigenes Oszi zusammenzubauen und würde dann mit einem 
Vielfachen des Preises etwas herausbringen, dass im Vergleich zu 
aktuellen Geräten nur ein Witz ist. Um also "produktiv" etwas zu machen, 
ist das der faslche Weg. Etwas anderes ist es, wenn man das aus Spaß 
macht, um zu sehen wie weit man kommt, was dabei herauskommt. Das mag 
dann durchaus erstaunlich sein (+200MHz DIY-Scopes), auch wenn man damit 
nie an das herankommt, was große Firmen bieten können.

Bert Wellmann schrieb:
> Warum überhaupt noch einarbeiten in neue Technik? Warum nicht
> grundsätzlich auf hohem Niveau arbeiten? Stets fertige Komponenten
> zusammenkaufen?

Die Frage sollte sich einem nicht stellen, wenn man echtes Interesse 
hat. Und es gibt sicher noch viele Bereiche, in denen noch nichts fertig 
ist, bzw in der Form, die man möchte. Aber wenn man das 100. 
Labornetzteil neu entwerfen will oder den 30. LED-Cube ist es nicht 
verwunderlich, dass man nichts findet, was andere nicht schon (besser) 
gemacht haben.
#2900559
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Bert Wellmann schrieb:
> Aber irgendwie gefällt mir das nicht. Ich meine, die Hersteller der
> Schaltung haben sich auch die Gedanken gemacht, die ich mir machte. Und
> was habe ich getan? Ja genau, aufgegeben.

Ist doch nicht so schlimm - Rom wurde auch nicht an einem einzigen Tag 
gebaut. Beim Hersteller haben sich vielleicht 10 Leute 5 Jahre lang 
Gedanken gemacht, die sich vorher bereits 20 Jahre damit befasst haben. 
Ist doch logisch, dass die mehr hinkriegen als eine Einzelperson, die es 
als Hobby betreibt.

Der Punkt ist oft folgender: Man sieht eine fertige Schaltung (oder eine 
Software, ...), die man in einer halben Stunde komplett verstehen kann. 
Alles scheint einfach und man glaubt dann, dass man sowas problemlos 
auch hinkriegt. Nur ist es halt so, dass auch bei letztlich simplen 
Lösungen sehr oft enorm viel Forschung und Entwicklung drinsteckt. Das 
führt dazu, dass der Aufwand und die Anforderungen für die Entwicklung 
so einer Schaltung massivst unterschätzt wird.

Wichtig im Hobby ist doch, dass man sich realistisch einschätzt. Dass 
man Basteleien macht, die in vernünftiger Zeit zum Erfolg führen. Dass 
man sich nicht einen Sport daraus macht, die Latte immer höher zu 
setzen. Herausforderung ist gut, aber im Hobby soll letztlich der Erfolg 
und der Spass massgebend sein. Und bei Überforderung bleibt beides sehr 
schnell auf der Strecke.
#2900635
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P.M. schrub:
>Rom wurde auch nicht an einem einzigen Tag gebaut.

ROM wurde aber in Sekundenschnelle programmiert....
;-)

Früher musste man sich viele Sachen selbst bauen, weil man sie als
"normaler Mensch" nicht zu kaufen bekam.
(z.B. Oszi, 8-Bit Rechner)

Heute muß man sich auch wieder einige Sachen bauen, weil es sie 
entweder
industriell gefertigt nicht gibt oder sie unmäßig teuer sind.
Trotzdem kann man dabei auf Prinzipien zurückgreifen, die schon vor
Jahrzehnten funktioniert haben, denn die Physik vermochte noch Nichts
zu verändern.
MfG Paul
#2900747
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Bert Wellmann schrieb:
> [...]
>
> Warum überhaupt noch einarbeiten in neue Technik? Warum nicht
> grundsätzlich auf hohem Niveau arbeiten? Stets fertige Komponenten
> zusammenkaufen?

Hi,

ich finde, da muss man vorsichtig sein. Je nachdem worum es geht, kann 
man es zwar nicht billiger bauen aber oft besser. Da wo Hersteller einem 
gewissen Kostendruck unterlegen sind kann man einfach hochwertige 
Bauteile verwenden. So ist dann manchmal eine Qualitätsstufe erreichbar, 
welche sonst im Profi/Industriebereich bei entsprechenden Kosten zu 
finden ist.

Gruß

Oliver
OP (Firma: Wellmann) #2900900
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Oliver R. schrieb:
> ich finde, da muss man vorsichtig sein. Je nachdem worum es geht, kann
> man es zwar nicht billiger bauen aber oft besser. Da wo Hersteller einem
> gewissen Kostendruck unterlegen sind kann man einfach hochwertige
> Bauteile verwenden. So ist dann manchmal eine Qualitätsstufe erreichbar,
> welche sonst im Profi/Industriebereich bei entsprechenden Kosten zu
> finden ist.

Was du tust ist, ein günstiges Produkt zu kaufen und Einzelteile durch 
höherwertige Elemente auszutauschen. Das ist ein Hybridverfahren.
#2900923
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Paul hat das weiter oben schon geschrieben.

Warum sollte man seine Arbeitszeit auf ein Bauteil ( Bauggruppe )
verschwenden, das es in perfekter Form fertig zu kaufen gibt?

Wenn es das aber nichts gibt, das den Anforderungen genügt,
dann....!

Das ist unabhängig davon, ob es von den Parametern nicht passt, ob
es zu teuer ist, oder einfach nur beschis... aussieht.

Dann sollte man das Hirn anwerfen.

Grüße Bernd
#2901114
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Selbermachen?

Warum hat Paul hier nicht gereimt?
Hat beim Gedanken an Selbstabau er bitter geweint?

Ob ROM programmiert oder EP-ROM und Branntwein gar selber gebrannt,
die Radiolizenz zum Löten - sie hängt bei mir an der Wand.
Der HF-Transistor so heiß, die ISR voller Fehler,
die chinesischen Fälscher und ihre taiwanesischen Hehler,
sie beide ihren Allerwertesten am Dollar sich reiben,
Würd' am liebsten vom Götz von Berlichingen klare Worte jetzt schreiben.

Bin aber kein Dichter,
drum laß ich es sein,
sollt' hie und da noch üben
am verbuchselten Reim.
(Firma: matzetronics) #2901188
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Bert Wellmann schrieb:
> Ich habe jetzt sehr lange Zeit
> an einer Schaltung gesessen, die immer wieder aufs Neue nicht
> funktioniert hat. Im Endeffekt habe ich mir jetzt eine fertige Schaltung
> gekauft, die perfekt funktioniert.

Nur mal aus Neugier: Was war das denn nun? Hast du hier früher mal in 
die Runde nach Hilfe gefragt oder Tipps erbeten?
Es gibt sowieso auch den reinen Spass am 'freien Basteln'. M.E. muss da 
nicht immer was sinnvolles herausspringen. Wenn man also viel Zeit 
und/oder wenig Geld hat, dann ist das Selberbauen immer ratsam. Klappt 
zwar nicht immer wie gewünscht, aber dümmer ist davon noch keiner 
geworden.
#2901425
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>mit Ramona oder mit Anette!

Will hier nicht sein bescheiden - am liebsten kuscheln mit beiden!
Doch des nächtens wie Faust ich die Wahrheit tief suchend,
über der Schaltung sitzend und den Transistor verfluchend,
weder nach Schantall noch Schacklin* steht der Sinn mir jetzt leicht,
wenigstens zum Reimen die Kraft hat mir gerad' noch gereicht.


*Laut eines Forusmitglieds sei das kölner Schreibweise...
OP (Firma: Wellmann) #2901898
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Matthias Sch. schrieb:
> Bert Wellmann schrieb:
>> Ich habe jetzt sehr lange Zeit
>> an einer Schaltung gesessen, die immer wieder aufs Neue nicht
>> funktioniert hat. Im Endeffekt habe ich mir jetzt eine fertige Schaltung
>> gekauft, die perfekt funktioniert.
>
> Nur mal aus Neugier: Was war das denn nun? Hast du hier früher mal in
> die Runde nach Hilfe gefragt oder Tipps erbeten?
Natürlich habe ich nachgefragt. Die Antworten haben neue Fragen 
aufgeworfen. Irgendwann hatte ich dann keine Lust mehr. Denn manche 
Menschen scheinen zu glauben, wenn sie antworten wie ein Fachbuch würden 
sie weiterhelfen. Siehe auch später mehr dazu.

> Es gibt sowieso auch den reinen Spass am 'freien Basteln'. M.E. muss da
> nicht immer was sinnvolles herausspringen.
Woraus schließt du, daß es nur etwas zum Basteln ist? Findest du meine 
Schreibweise etwa so naiv? Ich will dich einweihen: Das Gerät ist Teil 
einer neuen Selbstständigkeit. Nachdem der Zeitdruck größer wurde habe 
ich mich zum Kauf entschieden.

 Wenn man also viel Zeit
> und/oder wenig Geld hat, dann ist das Selberbauen immer ratsam. Klappt
> zwar nicht immer wie gewünscht, aber dümmer ist davon noch keiner
> geworden.
Wir haben nicht alle Zeit etwas zu lernen. Wenn du Rentner bist, ist das 
anders. Daher ist es auch höchst arrogant zu fragen, was man bereits 
getan habe um das Problem zu lösen. Meist fragen das Menschen, die nach 
Auflistung der erfolgten Versuche nie wieder antworten, das mache ich 
nie wieder mit, stattdessen ignoriere ich konsequent alle Aussagen wie 
diese. Sind dann keine Antworten mehr vorhanden, suche ich mir ein 
besseres Forum. Nicht jeder hat Lust seine Zeit mit Menschen zu 
verschwenden, die sich als Lehrer aufspielen und einem aufzwingen 
wollen, bei allem etwas lernen zu müssen, während sie oft das Thema 
selbst nicht verstehen und bei dem Auswechseln einer Glühbirne 
überfordert sind.
#2901919
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Bert Wellmann schrieb:
> wenn sie antworten wie ein Fachbuch würden
> sie weiterhelfen.

Was hilft dir denn dann weiter? Soll man das Teil für dich entwickeln? 
Dir gut zureden? Du bist nur am rumstänkern, aber schaffst es nicht 
konkrete Vorschläge zu bringen, was besser sein könnte.

Bert Wellmann schrieb:
> Woraus schließt du, daß es nur etwas zum Basteln ist?

Die Frage "selbst machen oder fertig kaufen" stellt sich in einer 
Entwicklungsabteilung nun mal kaum. Was hilft es, wenn man die Geräte 
der Konkurrenz weitervertickt?
Du sparst mit Infos, aber beschwerst dich, dass keiner weiß, worum genau 
es geht.
Bert Wellmann schrieb:
> Meist fragen das Menschen, die nach
> Auflistung der erfolgten Versuche nie wieder antworten, das mache ich
> nie wieder mit, stattdessen ignoriere ich konsequent alle Aussagen wie
> diese.

Du weißt also schon vorher, was kommen wird. Warum fragst du dann 
überhaupt, wenn du so allwissend bist?

Bert Wellmann schrieb:
> Sind dann keine Antworten mehr vorhanden, suche ich mir ein
> besseres Forum.

Och, bitte, bitte nicht! Deine fehlende Überheblichkeit wird uns so 
fehlen und deine konstruktiven und hilfreichen Beiträge erst. Das Forum 
wird ohne dich wirklich zu Grunde gehen, also bitte überleg's dir noch 
mal, ja?

Bert Wellmann schrieb:
> die sich als Lehrer aufspielen und einem aufzwingen
> wollen, bei allem etwas lernen zu müssen, während sie oft das Thema
> selbst nicht verstehen und bei dem Auswechseln einer Glühbirne
> überfordert sind.

Du beschimpfst hier die Leute, die dir helfen wollen, ohne irgendwie 
hilfreich dabei zu sein, dir helfen zu lassen? Nun, da du die Antwort ja 
kennst und alle außer dir so doof sind; such dir dein Forum der 
Supergenies, die sich mit dir messen können.

Aber ob die dir helfen können ist fraglich. Denn du steckst in einem 
Teufelskreis:

> Erfahrungen integriert, die ich nie gemacht habe
<->
> Wir haben nicht alle Zeit etwas zu lernen.
OP (Firma: Wellmann) #2901924
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Sni Ti schrieb:
> Leute, die dir helfen wollen

Genau hier ist der Fehler deiner Logik. Ich beschimpfe die, die mir 
NICHT helfen wollen sondern

a) sich als Lehrer aufspielen
b) nach eigenen Lösungen fragen wenn klar ersichtlich ist, daß sie das 
tun um mir auf keinen Fall Arbeit abzunehmen

Das ist alles. Diese Argumente haben für mich Gültigkeit. An einer 
anderen Sichtweise bin ich nicht interessiert.
#2901932
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Bert Wellmann schrieb:
> b) nach eigenen Lösungen fragen wenn klar ersichtlich ist, daß sie das
> tun um mir auf keinen Fall Arbeit abzunehmen

Sonst geht's dir aber noch gut? Du bekommst hier gratis Tipps und störst 
dich dann daran, dass etwas Eigeninitiative erwartet wird?

Dann bezahl' die Leute, dann werden sie aufhören, darüber nachzudenken, 
wie viel Freizeit sie für dich opfern.

> Das ist alles. Diese Argumente haben für mich Gültigkeit. An einer
> anderen Sichtweise bin ich nicht interessiert.

Das ist dann aber dein Problem.
#2901933
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Bert Wellmann schrieb:

>  Wenn man also viel Zeit
>> und/oder wenig Geld hat, dann ist das Selberbauen immer ratsam. Klappt
>> zwar nicht immer wie gewünscht, aber dümmer ist davon noch keiner
>> geworden.
> Wir haben nicht alle Zeit etwas zu lernen.

Hmmmmm

> Wenn du Rentner bist, ist das
> anders. Daher ist es auch höchst arrogant zu fragen, was man bereits
> getan habe um das Problem zu lösen. Meist fragen das Menschen, die nach
> Auflistung der erfolgten Versuche nie wieder antworten, das mache ich
> nie wieder mit, stattdessen ignoriere ich konsequent alle Aussagen wie
> diese. Sind dann keine Antworten mehr vorhanden, suche ich mir ein
> besseres Forum. Nicht jeder hat Lust seine Zeit mit Menschen zu
> verschwenden, die sich als Lehrer aufspielen und einem aufzwingen
> wollen, bei allem etwas lernen zu müssen, während sie oft das Thema
> selbst nicht verstehen und bei dem Auswechseln einer Glühbirne
> überfordert sind.


Was genau ist jetzt dein Problem?

Auf der einen Seite möchtest du etwas bauen, hast aber das Wissen dazu 
nicht und willst dir das notwendige Wissen auch nicht aneignen.
Auf der anderen Seite ist da eine Industrie, die dir die gesuchte 
Komponente liefert, die perfekt funktioniert, die aber eine Kleinigkeit 
kostet. (Kommt allerdings auch darauf an: Praktisch alle Geräte, die du 
im Mediamarkt bekommst, kannst du nicht selber um diesen Preis bauen. So 
gesehen bist du bei derartigen Projekten sowieso immer zweiter).

Die Industrie muss auch von etwas leben, die Menschen, die sie 
beschäftigen müssen auch von etwas leben. Die Entwickler dort haben 
vorinvestiert um das zu tun, was du nicht tun möchtest: erst mal ein 
paar Jahre lernen und sich selbst auf einen Stand bringen, so dass sie 
das Gewünschte bauen/programmieren können, um das dann verkaufen zu 
können, damit sie ihre Brötchen damit verdienen.

Was nun: nichts lernen wollen aber alles können wollen - das 
funktioniert nun mal nicht.

> Warum überhaupt noch einarbeiten in neue Technik? Warum nicht
> grundsätzlich auf hohem Niveau arbeiten?

Vor dem hohen Niveau kommt das mittlere Niveau.
Vor dem mittleren Niveau kommt das kleine Niveau.

Und zwischen all diesen Stufen steht: lernen, lernen, lernen.

> Stets fertige Komponenten zusammenkaufen?
Wenn man nicht gewillt ist, die Zeit (und was oft nicht zu verachten 
ist: das Geld) aufzubringen, bis man in der Lage ist ein 
konkurenzfähiges Produkt zu entwickeln, ja auch das.
#2901950
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Bert Wellmann schrieb:

> a) sich als Lehrer aufspielen
> b) nach eigenen Lösungen fragen wenn klar ersichtlich ist, daß sie das
> tun um mir auf keinen Fall Arbeit abzunehmen

Du hast irgendwie die Intention dieses Forums hier noch nicht so recht 
verstanden.

Was du anscheinend möchtest: ein kostenloses Ingenieursbüro.

Das ist aber nicht die Sichtweise, die die Regulars hier haben. Wir 
sehen dieses Forum in erster Linie als Hilfe zur Selbsthilfe. Wem Wissen 
fehlt, dem kann man versuchen dieses fehlende Wissen nachzuliefern. Im 
Idealfall in einer Form, das er sich das fehlende Wissen durch die gabe 
von Stichworten selbst aneignet. Aber in erster Linie entwickeln wir 
nicht für jemanden Komponenten, sondern er entwickelt die selbst - wenn 
auch oft unter tatkräftiger Mithilfe von Forenteilnehmern.

In diesem Sinne versteht sich dieses Forum tatsächlich eher als 'Lehrer' 
denn als 'wir nehmen dir Arbeit ab'.
OP (Firma: Wellmann) #2901951
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Karl Heinz Buchegger schrieb:
> das notwendige Wissen auch nicht aneignen.

Hier ist der Knackpunkt. Ich will mir das notwendige Wissen aneignen. 
Oft wird hinreichendes Wissen angeboten wenn nicht gar umgeben von 
allerlei Ballast, der "auch irgendwann mal wichtig sein könnte". 
Darunter fallen Dinge wie "arbeite dich in die Audiotechnik ein" oder 
"Nutze meine Java-Bibliothek", die ohne Dokumentation auskommt und an 
der der Autor jahrelang gesessen hat um sie dann als einfach zu 
deklarieren, was nur für ihn so ist. Ich zeige denen gerne meinen Code, 
den ich als einfach deklariere, da blicken die dann nicht durch.

Wer ein Helfersyndrom hat, der soll das ausleben indem er denen hilft, 
die konkrete Hilfe wollen. Stackoverflow hat viele Nutzer, die genau das 
tun: Fragen beantworten, oft ohne "was hast du gemacht". Wobei ich dem 
auch gerne vorweggreife mit "Um die Antworten nicht zu beeinflussen, 
möchte ich meine Methoden noch nicht darlegen". Eine Nonsenseantwort für 
die Nonsenseforderung nach eigenen Konzepten und plötzlich können sich 
die Leute voller Tatendrang auf die Antwort konzentrieren.
#2901956
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Bert Wellmann schrieb:
> Karl Heinz Buchegger schrieb:
>> das notwendige Wissen auch nicht aneignen.
>
> Hier ist der Knackpunkt. Ich will mir das notwendige Wissen aneignen.
> Oft wird hinreichendes Wissen angeboten wenn nicht gar umgeben von
> allerlei Ballast

Oft ist übertrieben.
Ein manchmal würde ich gelten lassen.

Aber tatsächlich oft weiß derjenige, der die Aussage macht, wovon er 
spricht, denn er ist da schon durch. Und er weiß wo die Grundlagen 
liegen, ohne die man die Thematik nicht hinreichend versteht um weiter 
zu kommen.
#2901995
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:-)

Jeder hat das Recht, von sich selbst ein schlechtes Bild abzugeben.

Mach ich hier dicht, tauchen wieder 25 Zensurvorwürfe auf.

NB: Hab mal nach Berts Historie im Forum gegoogelt. So wie es aussieht, 
ist das unnötige Zusatzwissen, das er anprangert, das Ohmsche Gesetz. Da 
zieh ich mich dann schmunzelnd zurück.
OP (Firma: Wellmann) #2902066
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Karl Heinz Buchegger schrieb:
> :-)
>
> Jeder hat das Recht, von sich selbst ein schlechtes Bild abzugeben.
>
> Mach ich hier dicht, tauchen wieder 25 Zensurvorwürfe auf.
>
> NB: Hab mal nach Berts Historie im Forum gegoogelt. So wie es aussieht,
> ist das unnötige Zusatzwissen, das er anprangert, das Ohmsche Gesetz. Da
> zieh ich mich dann schmunzelnd zurück.

Das ist nicht nur falsch sondern auch meine Forenhistorie nicht 
repräsentativ. Aber freut mich, daß ich einem einsamen Mann eine Freude 
machen konnte :)
Gast #2902254
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Bert Wellmann schrieb:
> Oft wird hinreichendes Wissen angeboten wenn nicht gar umgeben von
> allerlei Ballast, der "auch irgendwann mal wichtig sein könnte".

Wenn Du keine ausreichende Medienkompetenz aufgebaut hast, um nötiges 
von unnötigem Wissen zu trennen, dann bist Du nicht für die Benutzung 
des Internets geeignet. Das tut uns leid.

Kurz und knapp: Geh woanders spielen.
OP (Firma: Wellmann) #2902256
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Timm Thaler schrieb:
> Bert Wellmann schrieb:
>> Oft wird hinreichendes Wissen angeboten wenn nicht gar umgeben von
>> allerlei Ballast, der "auch irgendwann mal wichtig sein könnte".
>
> Wenn Du keine ausreichende Medienkompetenz aufgebaut hast, um nötiges
> von unnötigem Wissen zu trennen, dann bist Du nicht für die Benutzung
> des Internets geeignet. Das tut uns leid.

Tut mir leid, ich kann deine Ansicht nicht teilen.
#2902265
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Mir hast du auch eine Freude gemacht. Echt geschrieben wie Wernher. Und 
dann die obige Aussage: "arbeite dich in die Audiotechnik ein" lässt 
wirklich auf Wernher und sein scheitern an der 3,5 mm Klinkenbuchse 
erinnern.
Schenk uns noch viele weitere Post's hier im Forum und stelle uns deine 
Projekte mit Bild vor.
OP (Firma: Wellmann) #2902293
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Jörg P. R. schrieb:
> Mir hast du auch eine Freude gemacht. Echt geschrieben wie Wernher. Und
> dann die obige Aussage: "arbeite dich in die Audiotechnik ein" lässt
> wirklich auf Wernher und sein scheitern an der 3,5 mm Klinkenbuchse
> erinnern.
> Schenk uns noch viele weitere Post's hier im Forum und stelle uns deine
> Projekte mit Bild vor.

Hast du die gleiche Ansicht von Joschka Fischer und Gerhard Schröder wie 
mir?
(Firma: matzetronics) #2902502
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Bert Wellmann schrieb:
> Natürlich habe ich nachgefragt. Die Antworten haben neue Fragen
> aufgeworfen. Irgendwann hatte ich dann keine Lust mehr. Denn manche
> Menschen scheinen zu glauben, wenn sie antworten wie ein Fachbuch würden
> sie weiterhelfen.

Das ist aber immer so. Allerdings ist der Horizont dessen, was dein 
Wissen ist, deutlich erweitert worden. Ein ganz normaler Vorgang bei 
allen naturwissenschaftichen Prozessen.

Bert Wellmann schrieb:
>> Es gibt sowieso auch den reinen Spass am 'freien Basteln'. M.E. muss da
>> nicht immer was sinnvolles herausspringen.
> Woraus schließt du, daß es nur etwas zum Basteln ist?

Das unterstelle ich doch gar nicht, wobei ich 'Basteln' keineswegs 
abfällig meine. Immerhin hat Edison an seiner Glühlampe auch erstmal 
'gebastelt' und Carl Benz hat sicher nicht die C-Klasse im Auge gehabt, 
als er die Kutsche ohne Pferde zusammengebastelt hat.
Im Gegenteil, das o.a. freie Basteln ist bei mir das Elixier, welches 
mir die Freude an der Elektronik erhält und fördert.

Bert Wellmann schrieb:
> Wir haben nicht alle Zeit etwas zu lernen.

Und hier haben wir den Finger auf der Wunde. M.E. ist dieses Forum dafür 
da, das du selber was lernst, mit Hilfe von freundlichen Menschen, die 
evtl. das schon mal gemacht haben, was du gerade vor hast, oder dich 
zumindest in die richtige Richtung 'schubsen' können. Fertig vorgekaute 
Lösungen musst du eben kaufen und damit den Gehirnschmalz, den andere 
Leute investiert haben, bezahlen, das ist nur fair.
Klar ist hier auch, das es ne Menge Spinner und Trolle gibt, über deren 
Beiträge man einfach rüberscrollt. Aber du wärst hier nicht, wenn das 
immer so wäre.
#2902662
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Peter Dannegger schrieb:
> Stellt scheinbar harmlose Fragen, um dann auf die Leute einzudreschen,
> die ihm antworten:
>
> Beitrag "Nutzt es etwas, sich in Foren zu bedanken?"

Da hast du wohl was falsch verstanden: Sein eigentliches Anliegen ist, 
daß sich das Fußvolk hier bei ihm dafür bedankt, daß er es angehört hat. 
Mit einem eigenen "Dank" will er nur den Untertänigkeitsreflex bei 
anderen stimulieren.
OP (Firma: Wellmann) #2902730
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Matthias Sch. schrieb:
> Bert Wellmann schrieb:
>> Natürlich habe ich nachgefragt. Die Antworten haben neue Fragen
>> aufgeworfen. Irgendwann hatte ich dann keine Lust mehr. Denn manche
>> Menschen scheinen zu glauben, wenn sie antworten wie ein Fachbuch würden
>> sie weiterhelfen.
>
> Das ist aber immer so.
Nein, es ist oft so. Stackoverflow ist die positive Ausnahme, daher 
frage ich und helfe ich dort auch gerne. Dort sind übrigens Begriffe wie 
lmgtfy und troll grundsätzlich verboten, was das Klima bedeutend 
verbessert. Hier frage und helfe ich, wenn ich des Englischen fad bin.

Auch können dort fremde Beiträge editiert werden, was nur deshalb 
funktioniert, weil die Menschen dort eine gewisse Reife haben die vielen 
hier fehlt.
Persönliche Seite #2902747
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Bert Wellmann schrieb:
> Matthias Sch. schrieb:
>> Bert Wellmann schrieb:
>>> Natürlich habe ich nachgefragt. Die Antworten haben neue Fragen
>>> aufgeworfen. Irgendwann hatte ich dann keine Lust mehr. Denn manche
>>> Menschen scheinen zu glauben, wenn sie antworten wie ein Fachbuch würden
>>> sie weiterhelfen.
>>
>> Das ist aber immer so.
> Nein, es ist oft so. Stackoverflow ist die positive Ausnahme, daher
> frage ich und helfe ich dort auch gerne. Dort sind übrigens Begriffe wie
> lmgtfy und troll grundsätzlich verboten, was das Klima bedeutend
> verbessert. Hier frage und helfe ich, wenn ich des Englischen fad bin.

[ ] StackOverflow ist ein Forum (wie dieses).
(Firma: Spezialeinheit) #2902920
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Eigentlich bin ich davon ausgegangen (vielleicht war’s auch nur die 
Hoffnung), dass es solche Menschen nicht gibt. Bei  den Beiträgen dachte 
ich da will einer für ein bisschen Spaß sorgen, aber ich hab mich wohl 
vertan. Zumindest hat der Autor auf Stackoverflow eine Website verlinkt.

http://hwellmann.blogspot.de/

Ach du sch.... vielleicht sind die Beiträge ja ernst gemeint
(Firma: matzetronics) #2903011
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Bert Wellmann schrieb:
> Matthias Sch. schrieb:
>> Bert Wellmann schrieb:
>>> Natürlich habe ich nachgefragt. Die Antworten haben neue Fragen
>>> aufgeworfen. Irgendwann hatte ich dann keine Lust mehr. Denn manche
>>> Menschen scheinen zu glauben, wenn sie antworten wie ein Fachbuch würden
>>> sie weiterhelfen.
>>
>> Das ist aber immer so.
> Nein, es ist oft so.

Das nenne ich mal aus dem Zusammenhang gerissen zitiert. Im nächsten 
Satz sage ich, das es normal ist, wenn eine neue Erkenntnis auch neue 
Fragen aufwirft, wie es in jeder Wissenschaft der Fall ist.

Fred Feuerstein schrieb:
> http://hwellmann.blogspot.de/
>
> Ach du sch.... vielleicht sind die Beiträge ja ernst gemeint

Ich verstehe... Da Mikrocontroller im allgemeinen nicht in Java 
programmiert werden --- denke ich mir meinen Teil.

Bert Wellmann schrieb:
> Außerdem die Worte troll und lmgtfy zu sperren.

Ach, ich finde Troll eigentlich ganz nett. Vor meinem geistigen Auge 
tauchen dann so kleine pelzige Wesen auf, wie die vom Sirius. Tja, als 
Männer noch richtige Männer waren und kleine pelzige Wesen noch richtige 
kleine pelzige Wesen...
Gast #2903257
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Bert Wellmann schrieb:

> Aber irgendwie gefällt mir das nicht. Ich meine, die Hersteller der
> Schaltung haben sich auch die Gedanken gemacht, die ich mir machte. Und
> was habe ich getan? Ja genau, aufgegeben.

Öff, ja, man kann eine Schaltung gelegentlich schon mal neu erfinden, 
und aufbauen, wenn man zu Hause ein größeres Lager an 
Standardbauelementen hat.

Und vor allem, wenn man viel Zeit hat, und einem da nichts verloren 
geht, wie z.B. Hartzer ohne Jobperspektive.

Vor einiger Zeit baute ich mal einen Dual-Slope-Integrator mit 
Gatterbausteinen und Analogschaltern auf, wie man sie als Dual-Slope-ADC 
verwendete. Nee, das mache ich nicht mehr, ein Steckbrett voller 
Bausteine, wo es das besser fertig gibt. Allerdings lernte ich dabei.

Irgendwo muß man sich eine Grenze setzen, und schauen, ob man nicht 
mehrere Technologiesprünge macht. Sonst baut man einen Prozessor aus 
Einzeltransistoren.
Gast #2903351
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Bert Wellmann schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Bert Wellmann schrieb:
>>
>
> Wilhelm, also stimmst du der Aussage "stets fertige Komponenten
> zusammenkaufen" zu...

Begrenzt. Also ich würde mal keinen Rechner aus Einzeltransistoren 
aufbauen wollen. Da nehme ich aber mal einen 20 Jahre alten µC 8051, der 
es in 98% meiner Fälle tut.

Etwas anderes ist, wenn man z.B. ein Modul von Phytec kauft, und es in 
seinen eigenen Anwendungen als Aufsteckboard einsetzen möchte. Das ist 
technisch ganz toll, wirklich klasse, aber man beachte da in den 
Papieren die juristischen Haftungsausschlüsse.

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