Hi Leute,
Ganz fix:
Ich komme einfach nicht mehr drauf, wie man einen OP mit einfacher
Betriebsspannung beschaltet -.-' Das was google mir dazu ausspuckt kommt
mir iwie nicht sehr bekannt vor...
Schaltung ist ein Testaufbau mit UA741 als aktives LP-Filter.
Mit dem Poti kann die X-Over-Freq. von 45-280Hz variiert werden.
Hier ein überblick des Schaltplans:
http://dump123.ohost.de/data/uploads/act_lp_prob.jpg
Da dein Eingangssignal durch den Kondensator symmetrisch zu Masse ist
muss auch der OP symmetrische Versorgung haben, du willst schliesslich
positive und negativa Halbwellen verstärken.
Du kannst die aber eine künstliche Masse (virtuelle Masse) auf halber Ub
erzeugen, im einfachsten Fall mit einem Spannungsteiler oder auch mit
einem zusätzlichen Spannungsfolger.
Damit kannst du dann auch das Wechselspannungssignal filtern/verstärken,
musst es dann aber ggf. wieder über einen C auskoppeln, da es eben einen
Offset von Ub/2 hat.
Die Kondensatoren am Ein und Ausgang sind ja eh da.
Ok, also wenn ich das recht verstanden hab sollte das nun so aussehen.
Oder irre ich? Das Signal wird mit dem Teiler auf 1/2 UB hochgezogen und
hinten wieder über das C entkoppelt.
http://dump123.ohost.de/data/uploads/act_lp_prob_2.jpg
Malte91 schrieb:> Ok, also wenn ich das recht verstanden hab sollte das nun so aussehen.
Ja.
> Oder irre ich?
Ich empfehle LT-Spice für eigene Untersuchungen. Damit lässt sich schön
was ausprobieren und rumbasteln, und die Filterfunktion gibts billig
dazu. siehe z.B. den Beitrag "SallenKey Filter mit LTSpice"
Ok, erster Testlauf beendet.
Ergebnis: Tiefpassverhalten ist da, Fg. lässt sich auch regeln, nur
leider nicht in dem Bereich in dem ich es mir vorgestellt hatte. Zudem
habe ich bei recht weit herab gedrehter Fg eine ziemliche
Abschwächung meines Signals...
Stromverbrauch ist auch recht niedrig, kaum 15mA (soll für Akkubetrieb
werden).
Meine Fragen daher:
- Woran könnte es liegen das ich so eine große Abschwächung habe?
- Wieso kann ich mit dem Poti die Fg auf geschätzt/gehört 10kHz
hochschieben, anstatt wie in der Simu bis max. ca. 300Hz?
Schaltplan ist angehängt. Schaltung ist überprüft - sieht richtig aus.
http://dump123.ohost.de/data/uploads/act_lp_sch.gif.gif
>Ergebnis: Tiefpassverhalten ist da, Fg. lässt sich auch regeln, nur>leider nicht in dem Bereich in dem ich es mir vorgestellt hatte. Zudem>habe ich bei recht weit herab gedrehter Fg eine ziemliche>Abschwächung meines Signals...
Du mußt beide Widerstände gleichsinnig verändern, am besten mit einem
Stereopoti.
Ja stimmt, das hatte ich vergessen!
Wurde geändert, funktioniert nun recht gut, nur die C#s musste ich
verändern, Fg war einfach zu hoch. Danke für eure Hilfe! :)
Thread kann geschlossen/gelöscht werden.
Malte91 schrieb:> Stromverbrauch ist auch recht niedrig, kaum 15mA
Finde ich aber noch recht hoch. Würde an deiner Stelle versuchen gegen 1
mA oder niedriger zu gehen.
>Wurde geändert, funktioniert nun recht gut, nur die C#s musste ich>verändern, Fg war einfach zu hoch.
Es ist sinnvoll, zu jedem Potiwiderstand noch einen Festwiderstand in
Serie zu schalten, damit der resultierende Widerstand, wenn der
Schleifer auf Links- bzw. Rechtsanschlag steht, nicht Null ist. Das
Verhältnis von Potiwiderstand und Festwiderstand bestimmt dann auch den
Abstimmbereich.
Hallo nochmal :)
Vielen Dank nochmals für eure Hilfe bis hierher!
Ich habe aber immernoch das Problem das Fg Total falsch liegt...
Habe die Schaltung nun wie im angehängten Bild aufgebaut.
Die Formel dazu habe ich meinem Tabellenbuch entnommen.
In Multisim hat das wie gesagt auch alles bis auf 0,1Hz gestimmt :D
Allerdings wenn ich nun auf den 22k stecke, hab ich so gut wie KEIN
Tiefpassverhalten. Bei den anderen beiden sogar noch weniger. Geschätzt
im bereich von 10k-16kHz. Bin mehr oder weniger Ratlos...
Zwischen den Widerständen kann ich auf meiner Schaltung mittels Jumper
umschalten. Um eine annähernd passende Trennung zu erreichen, hat C2
(der auf Masse geht) jetzt noch einen 680nF parallel dazu bekommen, bei
den Widerständen bin ich auf Werte im Bereich von 100-1000 Ohm gegangen.
Nun liegt Fg bei irgendwas um die 200Hz wenn ich so tief trenne wie ich
kann.
Signal kommt von einem PC-Kopfhörerausgang, am Ausgang des Filters ist
ein TDA7267 zum testen angeschlossen.
Habt ihr vielleicht eine Ahnung woran es liegen könnte?
Ich bastele nun schon seit mehreren Stunden an dem Teil rum, aber
irgendwie wirds nichts... Kann doch nicht sein..
http://dump123.ohost.de/data/uploads/act_lp_prob_3.jpg
Malte91 schrieb:> Nun liegt Fg bei irgendwas um die 200Hz wenn ich so tief trenne wie ich> kann.
Wie stellst du das fest?
> hat C2 (der auf Masse geht) jetzt noch einen 680nF parallel dazu> bekommen, bei den Widerständen bin ich auf Werte im Bereich von> 100-1000 Ohm gegangen.
C größer und gleichzeitig R kleiner?
Wenn ich mir die Formel so ansehe, macht das keinen Sinn...
PS: mir fehlen da ein paar/Paar Punkte (je einer links und rechts) im
Schaltplan...
Lothar Miller schrieb:> Wie stellst du das fest?
Im Augenblick ganz einfach durch hören, weil ich keine Lust habe das
Filter zu vermessen, wenn ichschon beim Testhören feststelle das es
immernoch zu hoch ist.
> C größer und gleichzeitig R kleiner?> Wenn ich mir die Formel so ansehe, macht das keinen Sinn...
Nein, ergibt auch keinen Sinn :D Jedoch WENN ich das tue, dann geht Fg
runter :D
> PS: mir fehlen da ein paar/Paar Punkte (je einer links und rechts) im> Schaltplan...
Meinst du die Masse-Kontakierung von IN / OUT? Die ist einfach nicht mit
aufgeführt. Sie gehen aber an selbige Masse wie auch der
Spannungsteiler, OP und C2.
Ein sehr sehr eigenartiges Phänomen...
Lothar Miller schrieb:> PS: mir fehlen da ein paar/Paar Punkte (je einer links und rechts) im> Schaltplan...
Achso, jetzt hab ichs auch bemerkt ;)
Natürlich sind dort Verbindungen gesetzt. Habe nur irgendwie vergessen
sie einzuzeichnen.
Hier nochmal als Bild wenn's dich beruhigt ;)
http://dump123.ohost.de/data/uploads/act_lp_prob_3_0.jpg
Also der 10µ und 470||470 am Eingang ergeben durchaus einen ziemlichen
Hochpaß, der die 200Hz vermutlich schon deutlich dämpft (genau so auch
der 680n+4,7k im einem der ersteren Schaltpläne).
Mach die 470R deutlich höher, so daß sie im interessierenden Bereich
kein Hochpaßverhalten zeigen. Sollte kein Problem sein, solange Deine
Signalquelle nicht zu hochohmig ist (ansonsten Buffer davoschalten als
Impedanzwandler)
Jens G. schrieb:> Also der 10µ und 470||470 am Eingang ergeben durchaus einen ziemlichen> Hochpaß, der die 200Hz vermutlich schon deutlich dämpft
Kann gut sein, immerhin habe ich ja keinen Line-out als Signalquelle,
sondern eher immer etwas im Bereich von 16-32 Ohm (MP3 Player, Handy,
PC).
Habe die beiden 470R jetzt durch 10k ersetzt. Stromverbrauch ist auf 1mA
runtergegangen. Waren ja eh nur zur Anhebung des Signals auf 1/2 UB
gedacht. Das geht ja mit nem 10k Teiler genauso wie mit einem 470R.
Allerdings hat sich dadurch nichts am Filterverhalten geändert :(
Auch hatte ich vorher nicht großartig das Gefühl das ein Hochpass mit am
Gange ist. Aber wie gesagt, nicht gemessen, weils beim ersten Probehören
schon falsch war...
Im Anhang der Schaltplan exakt so wie die Schaltung nun aufgebaut ist.
Ok, da habe ich jetzt rausgelesen, das ein Teiler nicht die beste
Möglichkeit ist sowas zu realisieren.
Zu meinem Problem:
Ich habe mich wohl bei den Koppel-C's total vertan. ich habe sie jetzt
durch 1000µF ersetzt, und bekomme nun ein etwas besseres Ergebnis.
Allerdings immernoch nur mit
C1=690nF C2=430nF
R1=5k R2=100R
Das steckt der Wurm aber ganz tief drin...
>Allerdings immernoch nur mit>C1=690nF C2=430nF>R1=5k R2=100R
??
>Das steckt der Wurm aber ganz tief drin...
Dann bau doch die Schaltung einfach nochmal auf, mit ganz neuen Teilen.
Teile hab ich schon ersetzt, ist schon die zweite komplett neue
Schaltung.
C's und R's nach Formel berechnet. Geht trotzdem nicht. OP auch schon
zig mal ausgetauscht... Bin ratlos...