Hallo an alle,
im Auftrag meines Vaters muss ich eine Lichtorgel bauen, folgende
Parameter sollten erfüllt werden:
- 5 Kanäle
- Mikrofoneingang
- Leistung pro Kanal mind. 150 Watt (PA Lampen)
- Betrieb an Netzspannung
- Verwendung von Thyristoren, KEINE Triacs, fragt mich nicht warum
(Ich habe mir überlegt, die Netzspannung einfach gleichzurichten für die
Thyristoren, den Lampen ist es ja im Endeffekt egal (Halogen) )
Hat jemand einen guten Schaltplan und/oder Anregungen für mich? Ich habe
zwar im Netz viele Pläne gefunden, allerdings alle mit Thyristoren
Danke schonmal im Voraus
Elektrofritze schrieb:> - Verwendung von Thyristoren, KEINE Triacs,Elektrofritze schrieb:> Ich habe> zwar im Netz viele Pläne gefunden, allerdings alle mit Thyristoren
Dann kanns doch losgehen mit dem Bau.
Elektrofritze schrieb:> die Netzspannung einfach gleichzurichten
würde ich nicht machen. Wer weiss, ob in 10 Jahren nicht doch einer
einen Trafo an deine Lichtorgel anschliesst. Und Warnschilder: "Achtung
Gleichspannung!" werden weder gelesen noch verstanden.
@Pink Shell:
Natürlich würde außen an das Gehäuse nur ein normaler Netzanschluss
hingebaut, nur intern gleichgerichtet, lässt sich bei den Idioten, die
es später bedienen werden, eh nicht anders lösen, das Ding muss absolut
Iodiotensicher sein.
Du kannst auch die Lampen einfach in Reihe zum Brückengleichrichter
schalten (also auf Wechselspannungsseite des Gleichrichters), und
schließt mit dem Thyristor die Gleichspannungsseite kurz.
Brauchst aber leider für jeden Kanal einen Gleichrichter ...
Elektrofritze schrieb:> Verwendung von Thyristoren, KEINE Triacs, fragt mich nicht warum> (Ich habe mir überlegt, die Netzspannung einfach gleichzurichten für die> Thyristoren, den Lampen ist es ja im Endeffekt egal (Halogen) )
halogener sind für ne lichtorgel recht träge.
ich habe farbige reflektorlampen 60w im einsatz.
die sind schön schnell.
die hat der chinese im angebot (bucht).
doch ich frag mal wieso thyristoren?
mfg
dolf schrieb:> doch ich frag mal wieso thyristoren?
Werden sicherlich vorhanden sein, während Triacs noch gekauft werden
müssen und die Thyristoren dann immer noch nur rumliegen. Aber mit o.g.
GR Brücke gibts die Lösung.
Früher wurde beim Thyristor einfach 110V Typen genommen.
Da wird alles gaaanz einfach. Als US-Typen müßte das doch auch heute
verfügbar sein.
Klärt bitte mal einen alten Mann auf, was PA-Lampen genau sind.
Michael_ schrieb:> Früher wurde beim Thyristor einfach 110V Typen genommen.
Wie weit muss man da in der Geschichte zurückreisen? In den
Lichtorgelanfängen so bei 400 V wäre der Startparameter mal gewesen,
wenn ich mich nicht irre...
Michael_ schrieb:> was PA-Lampen genau sind
Er meint sicher das:
http://de.wikipedia.org/wiki/PAR-Scheinwerfer
@mhh
Genau die meinte ich, entschuldigung. Sind ja im Prinzip in Glas
gekapselte Halogenlampen
Zu den Thyristoren:
Schlicht und einfach, weil es mir selbst so vorgegeben wurde. Außerdem
habe ich seit ewigkeiten nichts mehr mit den Dingern gebastelt, da wird
es langsam mal wieder Zeit, die zu verbauen ;)
Elektrofritze schrieb:> Außerdem> habe ich seit ewigkeiten nichts mehr mit den Dingern gebastelt, da wird> es langsam mal wieder Zeit, die zu verbauen
Du hast bestimmt auch seit Ewigkeiten nichts mehr mit
Quecksilbergleichrichtern und Thyratrons gebastelt. Wird also mal
Zeit...
@Timm Thaler
Komm, entscheidet doch bitte nicht für mich, welche Bauteile ich
verwenden soll. Die Thyristoren sind eine VORGABE -> MUSS ich verwenden.
Außerdem finde ich, sollte ich die mal wieder verbauen ;) Ich weiß, dass
das ganze mit einem Triac leichter wäre.
Aber so ein Quecksilberdampfgleichrichter hat schon was, vor allem der
blaue Kathodenfleck ;)
Darfst du denn Fotowiderstände verwenden bzw. gibts die noch?
Ob ich es noch komplett zusammenkriege, weiss ich nicht (Pennälerzeit,
also lange her)
-2 Thyristoren antiparallel pro Kanal
-Zündschaltung war ausschliesslich zwischen den beiden Gates geschaltet
-wurde also abwechselnd von beiden Seiten über die Katode/Gate-Diode
gespeist
-nur wenig Kleinkram erforderlich (2 Transistoren, 2 Kondensatoren, ein
paar Widerstände)
-Eigenbau-Optokoppler aus Glühlampe und Fotowiderstand
Fotowiderstand hatte den Vorteil, dass er in beide Richtungen
funktioniert, Triacs gab es nicht.
Alternativ: Zündübertrager.
Leider bin ich fast ein Jahr zu spät hier drauf gestoßen.
Einen solchen Plan von 1974 habe ich noch im Original.
4-Kanal-Lichtorgel mit Farblichtwechsel/Voll-Licht.
Zu finden im DDR-Funkamateur Heft 6/1974 und 7/1974.
Heißt dort schon zukunftsweisend Sound-Light 2000...
Beide Hefte sind in meinem Besitz und ich könnte die Schaltungen inkl.
Leiterplattenpläne und Beschreibung mal einscannen. (wenn noch benötigt)
Ich habe statt Farblichtwechsel 2 Kanäle mehr gebaut auf 6 Kanäle.
Steuergerät funktioniert heute noch einwandfrei.
Den Übertrager habe ich gegen einen spannungsfesten Übertrager aus einem
alten Phono-Gerät getauscht (197 V Anoden-Spannung)
Die 220V für die Thyristoren sind mit 4Stück 25A Dioden vorher gleich
gerichtet. (um volle Helligkeit zu erreichen)
Mal abgesehen wie du das auf der Netzseite löst, empfehle ich dir der
Lichtorgel eine automatische Lautstärkekorrektur vorzuschalten.
So wie in diesem Schaltplan:
http://www.b-kainka.de/bastel85.htm
Alexander Schmidt schrieb:> der> Lichtorgel eine automatische Lautstärkekorrektur vorzuschalten.
Hallo Alexander!
Für wen war der gut gemeinte Ratschlag?
Meine Sound Light 2000 läuft seit 1978 tadellos, nur der Ü85 wurde gegen
einen spannungsfesten Übertrager ausgetauscht. Die Anlage kann HF
(Chinch/Diodenkabel) oder NF (Kophörerausgang/Endstufe) eingespeist
werden.
Dazu hat der Eingang einen Umschalter und ein 1MOhm Poti davor. Bei mir
steckt das Teil am Kopfhörerausgang vom Mischpult dran. (linker Kanal,
klar ist ja mono...). Also nicht so ein Zeug wie es heute fertig
angeboten wird in Conrad-Lichtorgeln oder Billig-Show-Laser... Die
Anlage kann pro Kanal mit 4A belastet werden, macht 24A bei 6 Kanälen!
In der Realität aber nicht machbar bei normaler Absicherung!
Daher bei mir nur je 4x60W E27 verspiegelte Glühlampen. Da passt die
Lichtbox noch auf mein verstärktes Licht-Stativ.
Best Regards
Mario schrieb:> Die Anlage kann HF (Chinch/Diodenkabel) oder NF> (Kophörerausgang/Endstufe) eingespeist werden.
HF am Diodenkabel?
Du meinst sicher hoch- vs. nieder-impedant.
Jörg Wunsch schrieb:> Du meinst sicher hoch- vs. nieder-impedant.
Genau: Damals sagte man nieder-oder hochohmig.
Im Anhang ist der Schaltplan.
Beste Grüße.
Ich hätte noch einen Originalplan einer 3fachen, eine selbstgebauten
6fachen sowie einen Elektorschaltplan anzubieten. Leider alle mit
Triacs. Aber die sind ja verboten. Aber vielleicht will ja jemand anders
?