Trafowickler schrieb:
> Nochmal für mich zum Verständnis.
>
> Sagen wir mal, ein Trafo liefert 10V und max. 1A. Ich möchte bei
> gleicher Spannung den doppelten Strom. Dann hätte ich ganz naiv zwei
> Varianten vermutet:
>
> 1) eine zweite identische Sekundärwicklung, zur ersten dazuwickeln und
> beide parallel schalten.
>
> 2) die alte Wicklung abwickeln und eine neue mit doppeltem Querschnitt
> draufwickeln.
>
> Das geht auf diese Weise gar nicht, oder?
Ähm ...
Ich glaube, das geht hier in die falsche Richting **grins**
Also ... (idealer Trafo):
Im Trafo wird ein wechselndes Magnetfeld erzeugt, seine Energie
entspricht in ungefähr Eingangsspannung * Eingangsstrom.
Diese Energie wird auf der Sekundärseite wieder in Spannung und Strom
umgewandelt. Die max. Leistung am Ausgang kann also nicht höher sein als
die Leistung, mit der die Primärwicklung gefüttert wird.
Die Spannung am Ausgang steigt mit der Windungszahl der
Sekundärwicklung. Die Folge ist ein geringerer Maximalstrom.
Bei gleicher Windungszahl auf Primär und Sekundärseite sind die
Spannungen am Eingang und Ausgang gleich (der max. Strom auch).
Ist die Sekundärwindungszahl geringer als die Primär-, so ist die
Ausgangsspannung geringer. Bei entsprechend dickem Draht kann dann aber
ein höherer Ausgangsstrom entnommen werden. Max Grenze ist wieder die
Leistung am Eingang.
Ist der Draht am Ausgang zu dünn, brennt der bei höherer Stromentnahme
entweder durch, oder (aufgrund des Widerstandes) bricht die Spannung am
Ausgang zusammen.
Formeln:
1 = primär (Eingang), 2 = sekundär (Ausgang)