Hallo,
Habt ihr Erfahrungen mit dem Thema kleine Firma oder großer Konzern? Wo
liegen die Vorteile bei beiden? Mit großen Konzernen meine ich Firmen
wie BMW oder Bosch. Ich habe schon von einigen Leuten gehört, dass das
Arbeiten als Ingenieur bei BMW nicht so toll sein soll(Arbeitsklima).
Mit kleineren Firmen meine ich Firmen mit kleiner 5000 Mitarbeiter.
also unter 5000 ist sicher nicht klein. Zum Einstieg würde ich, wenn man
überhaupt die Wahl hat, IMMER einen Konzern vor einem Mittelständler
vorziehen, wenn das Aufgabengebiet stimmt. Später kann ggf. ein Wechsel
zu einem Mittelständler Vorteile bringen. Ich habe bisher im Mittelstand
gearbeitet, bin jetzt bei einem Konzern. Hier habe ich Gleitzeit, 35 H
Woche, das bessere Gehalt, einen starken Betriebsrat und es gibt eine
Gewerkschaft. Überstunden werden abgefeiert oder ausbezahlt. Bei vielen
kleineren Unternehmen dagegen arbeitet man mehr für weniger Gehalt,
Überstunden werden nicht selten einfach so verlangt, einen BR gibt es
auch nicht immer.
Vorteile von kleinen Unternehmen KÖNNEN sein ( müssen aber nicht ) dass
man ggf. mit wachsen und schnell mehr Verantwortung übernehmen kann. Was
aber nicht sein muss. Aus diesem Aspekt aber kann es sich lohnen, mit BE
vom Konzern zum Mittelständler zu wechseln, wenn man dort dann in der
Hierachie aufsteigt und im Konzern merkt, dass man nicht viel weiter
kommt.
Allerdings hat mancher Konzern Ingenieur, ohne Führungsverantwortung,
schon ein Gehalt wie eine Führungskraft im Mittelstand.
Je nach Konzern und Job kann es leider halt sein, dass man nur ein sehr
enges Aufgabengebiet hat, während man im Mittelstand breiter aufgestellt
ist. Aber auch das ist nicht immer so, es gibt sehr viele
Mittelständler, die sehr hoch spezialisiert sind.
Also im Zweifel steht für mich immer fest : Konzern.
Die Frage ist meiner Meinung nach nicht, ob klein oder groß, sondern wie
gut die Firma geführt wird. Man meint ja immer, eine kleine Firma
überlebt unfähiges Management nicht, das stimmt aber leider nicht.
Mein Tipp, schau Dir die Produkte an. Sind die stimmig? Wird das total
unsinnig und praxisfremd gemacht?
Mal so ein paar krasse Beispiele die ich gesehen habe: Eine Firma
verkauft Hardware, verdongelt aber die Software mit Lizenzdateien. In
einer anderen Firma hab ich mal gesehen, dass die Konfigurationsdateien
für ein Gerät Binärdateien sind, für die man auch ein spezielles
grottiges Programm braucht, die Uhrzeit wird auch darüber eingestellt,
auf dem Gerät selber gibts natürlich kein Einstellungsmenü. Der
Klassiker, der immer wieder vorkommt ist natürlich der SQL-Server auf
dem Steuerrechner der die Einstellungen speichert. Natürlich angesteuert
von einer Software in C# und mit reichlich OPC garniert.
Wenn Du auf die Frage, warum denn nicht X für die Anwendung verwendet
wird "Damit kennt sich hier keiner aus" hörst, kannst Du davon ausgehen,
dass das eine der Firmen ist, die Bildung verachtet und bei der Du wohl
niemals eine Fortbildung bekommen wirst.
Nun, im Mittelstand ist wohl die Bandbreite ziemlich groß zwischen
Scheißfirma und tolle Firma. Bei Konzernen schwankt das nur zwischen
Abteilungen, aber Konzern ist Konzern. Ist auch ne Mentalitätsfrage, ich
hätte keine Lust auf einen überbürokratisierten Haufen. Hängt auch mit
deinen Prioritäten zusammen. Ich mein, manche nehmen das gute
Konzerngehalt nur noch als Schmerzensgeld, das würde ich nicht wollen.
Bzgl. Überstunden, ich glaube es gibt keinen Ing.-Job bei dem nicht mal
Überstunden anfallen. Es ist nur die Frage wie die behandelt werden.
Gleitzeit mit Abfeiern und/oder Ausbezahlen ist schonmal ein gutes Indiz
für ne vernünftige Firma. Firmen deren Geschäftsmodell auf unbezahlte
Mehrarbeit stuft meide ich.
Und ja, man muss sich freilich im Klaren sein, dass ein Mittelständler
üblicherweise nicht die gleichen Konditionen bietet oder bieten kann wie
ein Konzern in der IG Metall.
Einstieg im Mittelstand als Berufseinsteiger heißt in der Region N-FÜ-ER
in der Regel 41-46k / a und beim Konzern 44-50k. 40k wäre die absolute
unterste Schmerzgrenze für mich persönlich zum Berufseinstieg in die
Industrie.
Dieselbe Entscheidung hatte ich vor kurzem auch. Hab mich fürs 200 Mann
Softwarehaus entschieden. Ob die Entscheidung gut war seh ich dann ab
1.2. ;)
D. I. schrieb:> Ob die Entscheidung gut war seh ich dann ab ...
SAP hat auch klein angefangen. Wie schon beschrieben wurde, braucht jede
Firma eine Zukunft.
1.Eine größere Firma bietet mehr Möglichkeiten sich zu verändern und
evtl. auch eine Altersvorsorge.
2.Es gab schon große Firmen, z.B. Quelle,, die es heute nicht mehr gibt.
Rudi Radlos schrieb:> 1.Eine größere Firma bietet mehr Möglichkeiten sich zu verändern und> evtl. auch eine Altersvorsorge.
Betriebliche Altersvorsorge bieten die auch. Das ist wahr bei einer
größeren Firma gibts mehr Bereiche.
>> 2.Es gab schon große Firmen, z.B. Quelle,, die es heute nicht mehr gibt.
Und bei Konzernen kann es einen ebenso passieren ausgelagert etc zu
werden inkl. Umzug. Siehe Siemens.
Der Bachelor schrieb:> Hallo,> Habt ihr Erfahrungen mit dem Thema kleine Firma oder großer Konzern? Wo> liegen die Vorteile bei beiden? Mit großen Konzernen meine ich Firmen> wie BMW oder Bosch. Ich habe schon von einigen Leuten gehört, dass das> Arbeiten als Ingenieur bei BMW nicht so toll sein soll(Arbeitsklima).> Mit kleineren Firmen meine ich Firmen mit kleiner 5000 Mitarbeiter.
Das ganze ist auch eine Frage der eigenen Person. Konzerne brauchen
Durchschnittsleute, gute 2'er-Kandidaten mit Standard-Werdegang, die
sich in einer großen Organisation unterordnen wollen. Wer diese
Kriterien erfüllt, dem sei der Einstieg in einen Konzern anzuraten, denn
von dort kann man alles machen, auch später in kleinere Unternehmen
wechseln und dabei aufsteigen.
Es gibt jedoch auch Leute, die partout nicht in einen Konzern
reinpassen. Ich gehöre beispielsweise auch dazu, ich bin einfach keine
"Standard-Persönlichkeit", die in eine Schublade reinpasst. Auch Leute
mit Brüchen im Lebenslauf, Individualisten oder die "schwierigen
1'er-Kandidaten", wie Heiko Mell es ausdrückt, gehen besser woanders
hin.
Letztendlich kannst nur Du die Frage, wo Du besser hinpasst,
beantworten.
fchk
Hallo µC-Gemeinde,
verfolge diesen Beitrag, weil ich vor einer ähnlichen Entscheidung/Frage
stehe..
@fchk
Was ist denn mit "schwierigen 1'er-Kandidaten" gemeint. Habe mir ein
paar Karriereberatungen auf VDI-nachrichten durchgelesen (teilweise
recht interessant), aber den vermeintlich passenden noch nicht gefunden!
Gruß,
c
Christian schrieb:> Was ist denn mit "schwierigen 1'er-Kandidaten" gemeint.
Menschen, deren psychologisches Spektrum irgendwo zwischen
Asperger-Syndrom und Autismus liegt. So jemand ist in der Regel besser
an der Uni oder an einem Forschungsinstitut aufgehoben, oder vielleicht
in einer kleineren Firma die eher keine 08/15 Standardjobs anbietet.
Der Bachelor schrieb:> Ich habe schon von einigen Leuten gehört, dass das> Arbeiten als Ingenieur bei BMW nicht so toll sein soll(Arbeitsklima).
Verlass dich nie auf das, was du via stille Post erhälst, schon gar
nicht von Leuten, die nie dort waren oder die seit Jahrzehnten im
gleichen Unternehmen arbeiten. "Ich habe einen Bekannten, desser Vater
hat einen Kumpel, dessen Bruder seine Tochter kennt einen, der schon
gesagt hat, dass bei BMW arbeiten Schei*e ist." Mach dir selber ein Bild
von der Arbeit bei BMW, indem du dort arbeitest oder ein Praktikum
machst.
WorkLive schrieb:> also unter 5000 ist sicher nicht klein. Zum Einstieg würde ich, wenn man> überhaupt die Wahl hat, IMMER einen Konzern vor einem Mittelständler> vorziehen, wenn das Aufgabengebiet stimmt.
Dem möchte ich uneingeschränkt zustimmen. Von oben (Konzern) nach unten
(KMU - kleine und mittelständige Unternehmen) fällt man recht einfach,
von unten nach oben ist es aber oft schwieriger.
Vor allem als Student sollte man seine Praktika bei angesehenen
Unternehmen machen, je größer der Name desto besser. DAX-Unternehmen
(Telekom, VW, EON, etc.), die Weltelite (Apple, Microsoft, etc.), je
fetter desto gut. Mit solchen Unternehmen schmückt man seinen Lebenslauf
als Berufsanfänger.
Mark Brandis schrieb:> Menschen, deren psychologisches Spektrum irgendwo zwischen> Asperger-Syndrom und Autismus liegt. So jemand ist in der Regel besser> an der Uni oder an einem Forschungsinstitut aufgehoben, oder vielleicht> in einer kleineren Firma die eher keine 08/15 Standardjobs anbietet.
sehe ich als von Asperger Betroffener anders. Ich stieg bei einem
mittelständischen Dienstleister direkt nach dem Studium ein und wurde da
sehr schnell direkt ins kalte Wasser zum Kunden geschickt. Dort ging ich
gnadenlos unter. Nicht wegen dem fachlichen Können, das war laut Chef
definitiv vorhanden, sondern wegen Defizite im Verhalten bzw. Auftreten.
Noch in der Probezeit wechselte ich zu einem Konzern, wo ich keinen
direkten Kundenkontakt habe bzw. wenn doch, dann bin ich niemals alleine
mit einem Kunden bzw. auf einem Kundenprojekt. So klappt das Arbeiten
sehr gut und man ist sehr zufrieden mit mir. Allerdings habe ich keine
sehr starke Ausprägung vom Asperger Syndrom ( sonst hätte mich der DL ja
nicht eingestellt ). Bei uns arbeiten teils auch einige Leute, bei denen
ist das weit aus krasser als bei mir. In einem Konzern mit sehr vielen
verschiedenen Aufgaben und Themen ist eben eher Platz für Menschen mit
ganz unterschiedlichen Charakteren und Fähigkeiten. Kleinere Unternehmen
brauchen eher den Allrounder und können sich weniger einen eher
introvertierten Tüftler im Hintergrund leisten. Auch sind Konzerne,
aufgrund der Bürokratie und von oft streng definierten Vorgaben und
Prozesse besser für Menschen mit Asperger / Autismus. Solche Menschen
lieben nämlich Regelmäßigkeiten und klare Strukturen.
Der Bachelor schrieb:> Habt ihr Erfahrungen mit dem Thema kleine Firma oder großer Konzern? Wo> liegen die Vorteile bei beiden? Mit großen Konzernen meine ich Firmen> wie BMW oder Bosch. Ich habe schon von einigen Leuten gehört, dass das> Arbeiten als Ingenieur bei BMW nicht so toll sein soll(Arbeitsklima).> Mit kleineren Firmen meine ich Firmen mit kleiner 5000 Mitarbeiter.
Die Diskusion gibt es hier ja immer wieder.
Was ein großer und kleiner Betrieb ist ist übrigends garnicht so leicht
zu definieren. Betriebe mit 5000 Mitarbeitern zähle ich übrigends nicht
mehr zu kleinen Betrieben. Aber wenn man die Wahl hat sollte man in
meinen Augen Betriebe fokussieren die einen starken Betriebsrat und
klare Strukturen und eine gute Altervorsorge haben. Man kann natürlich
auch in kleinen Firmen sein Glück finden, tendenziel sind es aber die
größeren bei denen die Arbeitnehmer mehr möglichkeiten wie
Auslandserfahrung, Job intern wechseln, Schulungen etc.. haben.
Wie die Stimmung ist wirst du schon merken. Das wird von Abteilung zu
Abteilung von Schreibtisch zu Schreibtisch unterschiedlich sein.
Andi $nachname schrieb:> Dem möchte ich uneingeschränkt zustimmen. Von oben (Konzern) nach unten> (KMU - kleine und mittelständige Unternehmen) fällt man recht einfach,> von unten nach oben ist es aber oft schwieriger.
Und warum ist das so?
Die meisten Konzernangestellten sind doch nur strikte Vorgaben, peinlich
genaues Einhalten von Prozessen und Arbeit mit hochstandardisierter
Software gewöhnt.
Die Leute dort sind weniger flexibel und können schlechter mit
wechselnden Anforderungen umgehen, Stichwort Arbeitsteilung. Viele
arbeiten dort in einem hoch spezialisierten Bereich.
Warum ist dann ausgerechnet der Wechsel vom Konzern zum Mittelständler
der Königsweg?
Bei den meisten Mittelständlern hat man die unterschiedlichsten Aufgaben
zu erfüllen. Man bearbeitet meist verschiedene Themengebiete mit
unterschiedlicher Software und diversen Methoden. Die Einarbeitung in
neue Themen ist oft nötig, man ist "Mädchen für alles".
Solche Fähigkeiten müssten doch eigentlich dafür sorgen, der der Wechsel
vom Mittelständler zum Konzern der einfachere ist. Leute vom KMU sind i.
d. R. anpassungsfähiger.
Was meint ihr?
Der Bachelor schrieb:> Mit großen Konzernen meine ich Firmen> wie BMW oder Bosch. Ich habe schon von einigen Leuten gehört, dass das> Arbeiten als Ingenieur bei BMW nicht so toll sein soll(Arbeitsklima).
Man kann sicher keine pauschale Aussage über das Arbeitsklima treffen.
Das kann von einer Abteilung zur anderen schon ganz unterschiedlich
aussehen. Von mehreren Standorte und Tochterfirmen ganz abgesehen.
Andi $nachname schrieb:> Mach dir selber ein Bild> von der Arbeit bei BMW, indem du dort arbeitest oder ein Praktikum> machst.
Es ist richtig das man auf den Buschfunkt nicht viel Wert legen kann.
Die Stichworte lauten hier Glaubwürdigkeit und Belege. Mit einem "Ich
habe gehört das..." oder ähnlichem darf man seine Ohren ruhig auf
Durchzug stellen.
Aber ganze sechs Monate seines Lebens verschwenden nur um eine läppische
Frage (Arbeitsklima BMW) zu beantworten ist überhaupt nicht effektiv. Da
ist man auf andere Meinungen angewiesen.
ser schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> Dem möchte ich uneingeschränkt zustimmen. Von oben (Konzern) nach unten>> (KMU - kleine und mittelständige Unternehmen) fällt man recht einfach,>> von unten nach oben ist es aber oft schwieriger.>> Und warum ist das so?
Das ist weder ein Naturgesetz, noch ist das so auch wenn das scheinbar
gebetsmühlenartig wiederholt wird.
Wenn du dir 5 Jahre im Konzern nur den Arsch plattsitzt und dich
ausruhst ist dein Marktwert zusammengeschrumpft.
Wenn man was drauf hat, kann mans in beide Richtungen zu was bringen.
Man muss einfach für sich selbst das Richtige finden. Ich persönlich
z.B. habe keine Lust 40 Jahre Arbeitnehmer zu sein, das wäre maximal zum
Kotzen.
Es gibt im Leben kein Automatismus ala "Wenn A, dann B".
Genauso wie mir echt schlaue Füchse begegnet sind während meines
Praktikums bei IBM, gabs genauso Leute die froh waren "untergekommen" zu
sein. Es hängt an einem selbst und nem Quentchen Glück. Ohne Letzteres
geht gar nichts ;)
Gibt z.B. noch genug Alt-Ings für die Outlook immer noch Rocket Science
ist oder frag die ganzen Bi-Polar-Experten nachdem CMOS ins Rollen kam.
Mark Brandis schrieb:> Christian schrieb:>> Was ist denn mit "schwierigen 1'er-Kandidaten" gemeint.>> Menschen, deren psychologisches Spektrum irgendwo zwischen> Asperger-Syndrom und Autismus liegt. So jemand ist in der Regel besser> an der Uni oder an einem Forschungsinstitut aufgehoben, oder vielleicht> in einer kleineren Firma die eher keine 08/15 Standardjobs anbietet.
Also so ein Quatsch. lol. Ich hab auch n 1er Diplom (1,5 genauer
gesagt). Bin in ner großen Firma gelandet. Arbeite quasi nur in Teams
usw. Keine Probleme. An deiner Stelle würde ich auch immer sagen die mit
ner 1 sind komisch wenn ich selber keine hätte.. Sind halt die gleichen
Leute die meinen ne Promotion wäre überflüssig.
Viel Spaß weiterhin in Liga 2 ;-)
An alle 1er: wir sehen uns in der Champions League :-D
Arno Nüm schrieb:> So weit kann es mit dem 1,5er Diplom nicht sein, es steht doch nirgends,> dass alle 1er-Kandidaten "schwierige" Kandidaten sein müssen :-).
Karl Heinz ist ganz offensichtlich einer dieser schwierigen Fälle.
Er bildet isch zu viel auf seine ach so tolle Diplomnote ein, die aber
kein bisschen über seine verkorkste Persönlichkeit aussagt. Besserwisser
und Angeber sind nirgendwo gefragt, weder bei Konzernen noch bei KMUs.
ser schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> Dem möchte ich uneingeschränkt zustimmen. Von oben (Konzern) nach unten>> (KMU - kleine und mittelständige Unternehmen) fällt man recht einfach,>> von unten nach oben ist es aber oft schwieriger.>> Und warum ist das so?
Im Konzern arbeitet man meistens spezialisiert, beim KMU eher breit. Das
bringt einfach die Unternehmensgröße mit sich. Sich nur auf ein Thema
verbeißen (spezialisieren) geht im Konzern besser, wenn man dann da
Profi ist kann man einfacher in KMU wechseln, die solche Profis suchen,
weil sie selber zu oft eierlegende Wollmilchsäue haben.
Weiterhin haben Konzerne oft spezielle Auswahlverfahren, etwa Assessment
Center. Die KMU können sich das oft gar nicht leisten. Wenn die also
einen Bewerber haben, der gerade in einem solchen Konzern arbeitet, dann
wissen die, dass du gut sein musst (solltest), weil du deren
Auswahlverfahren überstanden hast. Deshalb kommt man einfacher von einem
Konzern zu KMU. Andersrum geht das eher nicht.
Vom Konzern aus in eine Führungsposition beim KMU zu gehen ist auch viel
einfacher, als andersrum vom KMU-Job in eine Führungsposition eines
Konzerns zu wechseln.
> Warum ist dann ausgerechnet der Wechsel vom Konzern zum Mittelständler> der Königsweg?
Ich habe nichts von Königsweg geschrieben! Ich schrieb, dass es
einfacher ist, nicht dass es besser ist.
> man ist "Mädchen für alles".
Mädchen für alles werden schlechter bezahlt als Spezialisten und
schlechter angesehen sind sie auch.
> Solche Fähigkeiten müssten doch eigentlich dafür sorgen, der der Wechsel> vom Mittelständler zum Konzern der einfachere ist. Leute vom KMU sind i.> d. R. anpassungsfähiger.
Die braucht man im Konzern aber nicht!
Lasst mich Arzt schrieb:> Aber ganze sechs Monate seines Lebens verschwenden nur um eine läppische> Frage (Arbeitsklima BMW) zu beantworten ist überhaupt nicht effektiv.
Wenn man es wissen will dann muss man es genau so tun!
Ich kenne mehrere Leute, die von meinem Arbeitgeber zu BMW gewechselt
sind und noch keiner von denen hat dort wieder aufgehört. Die (alles
Informatiker) schwärmen alle von BWM.
> Da> ist man auf andere Meinungen angewiesen.
Kann man natürlich auch und sich damit zufrieden geben.
Apropos: Fährst du selber in den Urlaub oder reicht es dir, wenn man dir
erzählt, wie schön es irgendwo ist? Siehste!
Wenn man jung ist sollte man mal was wagen, raus von der gewohnten
Umgebung, mal ein paar Monate/Jahre ins Ausland gehen, mehrere Jobs
ausüben. Langweiler könnt ihr werden, wenn die Alte ein Haus bauen und
sich mit Kindern dauerhaft niederlassen will.
ser schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> Dem möchte ich uneingeschränkt zustimmen. Von oben (Konzern) nach unten>> (KMU - kleine und mittelständige Unternehmen) fällt man recht einfach,>> von unten nach oben ist es aber oft schwieriger.>> Und warum ist das so?
Die oft gegebene Begründung ist, dass Größe imponiert und der Ruf des
Konzerns auf den Bewerber ausstrahlt. Es wird allgemein unterstellt,
dass dort auf einem fachlich höheren Niveau gearbeitet wird und der
Konzern nur die besten Leute einstellt.
Es ist klar, dass das nicht zwangsläufig zutrifft, aber die Denkrichtung
der Personaler ist oft so.
Umgekehrt, und das habe ich selbst erlebt, wird man als (Ex-)Mitarbeiter
eines kleinen Unternehmens eher abschätzig beurteilt - das Image des
Unternehmens ("Klitsche") strahlt auch hier auf den Bewerber ab.
Unnötig zu erwähnen, dass das bei Licht betrachtet in beide Richtungen
Unsinn ist, aber die Leute denken oft so. Und das bekommt man aus denen
auch nicht so einfach raus.
fchk
ser schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> Dem möchte ich uneingeschränkt zustimmen. Von oben (Konzern) nach unten>> (KMU - kleine und mittelständige Unternehmen) fällt man recht einfach,>> von unten nach oben ist es aber oft schwieriger.>> Und warum ist das so?
Es ist wie im Fußball mit 1. Bundesliga (Konzern) und 2. Bundesliga
(KMU). Dienstleister/Sklavenhändler sind Kreisklasse oder darunter. ;-)
Ein Aufstieg in eine höhere Liga ist immer schwerer als ein Abstieg, das
ist doch wohl einleuchtend.
Ein guter Spruch von meinem Chef:
Die Summe der Scheiße ist konstant.
Wenn man erstmal mehrere Firmen und Konzerne gesehen hat, kann man da
uneingeschränkt zustimmen.
Ich weiß gar nicht, ob bei großen Konzernen wirklich noch jemand echte
Entwicklungsarbeit leistet. Nach meiner Erfahrung wird die von externen
Firmen gemacht. Die Mitarbeiter sind eigentlich den ganzen Tag in
Meetings. In großen Konzernen kann es auch vorkommen, das man für eine
2€ Sub-D Buchse 3 Formulare ausfüllen muß und 2 Leute das noch
gegenzeichnen müssen.
Kleine Firmen, wo der Chef noch jeden Mitarbeiter kennt, haben den
Vorteil, das man als Entwickler nicht nur eine Nummer und beliebig
austauschbar ist. Da hängts dann natürlich sehr vom Chef ab, ob man
glücklich ist oder nicht. Ich kann euch sagen, auch in Firmen mit 10
Mitarbeitern kann man glücklich sein. Da kann man noch mitsprechen, der
Chef hört auf seine Mitarbeiter, man kann den Chef auch mal zusammen
scheißen, ohne das man rausgeschmissen wird. Mein Chef sagt zum
Beispiel, es ist egal wie lange ihr auf Arbeit seid, hauptsache die
Arbeit wird gemacht. Manchmal bedeutet es Überstunden, aber genausogut
kann ich früh erst um 10Uhr kommen oder zeitiger gehen, wenn grad nicht
so viel zu tun ist. Dafür wird man schnell mal im Urlaub angerufen, weil
eben kein Ersatzmann da ist, um mal fix kompetent bei einem Projekt
Auskunft zu geben.
Die Summe der Scheiße ist eben konstant.
Ich würde empfehlen zum Konzern zu gehen, wenn du die Möglichkeit hast.
Wie die Arbeitsatmosphäre sein wird, ob die Arbeit Spaß macht, wie die
Kollegen sein werden...etc. das weiß man vorher so oder so nicht. Man
kann überall die Arschkarte ziehen.
Beim Konzern weiß man zumindest einiges sicher: höheres Gehalt, keine
Überstunden (oder abfeiern) und das wichtigste: ein guter Name im
Lebenslauf, das öffnet später sehr viel mehr Türen, als wenn da steht
man war bei der Firma Müller und Sohn.
> Wer will schon von einem Konzern zum KMU wechseln ..> Andersherum wollen es natürlich viele, ist aber schwer ..
Sagt der FAKE Dipl Ing ( FH )
Admin BITTE!
Auf alle Fälle keine Junge Aufstrebende Firma, die auf zukünftige
Erfolge hofft.
Ich hab da leider bittere Erfahrung machen müssen.
Und wenn, dann den Erfolg mitnehmen und rechtzeitig abspringen.
Eigentlich ist es egal ob 10 oder 10000 Mitarbeiter. Pleite gehen können
alle.
Hi, "Der Bachelor",
> Habt ihr Erfahrungen mit dem Thema kleine Firma oder großer Konzern?
Kleine Firma:
„Wenn die Leute nicht immer per wir in Geschäftsangelegenheiten
sprechen, nicht Gelegenheit haben, sich bei Ehren und Sorgen des
Geschäfts beteiligt zu fühlen, so kann man kein treues Festhalten, auch
in trüberen Zeiten, verlangen und erwarten.“ (Werner von Siemens)
Unüberschaubarer Konzern: "Jeder für sich, jeder gegen jeden, und unser
Boss gegen alle, bis er wegen dauernd roter Zahlen abgelöst ist oder
wegen Burnout".
Die Aufklärung hat die Höllenfeuer gelöscht. Dafür aber die Arbeit in
manchem Konzern zur Hölle auf Erden.
Die Größe einer Organisation ist wohl ein Indiz, aber kein Beweis. Denn
Alexander der Große hat ein großes Heer geführt. Er hätte gegen die
Übermacht des persischen Heeres in Gaugamela kaum siegen können, hätten
sich seine Soldaten opportunistisch verhalten. Da muss Miteinander
gewesen sein.
Sonder viel wichtiger ist, ob die Führungskräfte in ihren Teams
Miteinander schaffen können, wollen und dürfen.
„Wer es einem Vorgesetzten gleichtun will, beginnt mit den schlechten
Eigenschaften." (Aus Japan)
Wo diese Weisheit wahr ist, da hängt das immer von der höchsten
Autorität ab. Fische stinken bekanntlich vom Kopf her.
Zu erkennen ist das weniger auf Hochglanzdrucken. Sondern eher in
persönlichen Kontakten - und in der Probezeit.
Ciao
Wolfgang Horn
Dipl Ing ( FH ) schrieb:>> Wer will schon von einem Konzern zum KMU wechseln ..>>> Andersherum wollen es natürlich viele, ist aber schwer ..>> Sagt der FAKE Dipl Ing ( FH )>> Admin BITTE!
Sicher nicht.
Wir werden hier nicht mehr Deine Bequemlichkeit unterstützen.
Melde Dich an und löse das Problem selbst.
Ansonsten: lebe damit.
Chris D.
Kleine Firmen haben meist kein Potenzial, viel zu zahlen. Wenn das ok
ist, gut. Momentan, wo Ingenieure relativ knapp sind, wird besonders
genau hingeschaut. Viele beschäftigen Personalberatungen oder
annoncieren auf dem zweiten Weg ihre Stellen dort, wo sie hoffen, junge
und billige zu bekommen.
Beispiel gefällig:
http://www.mikrocontroller.net/jobs/fpga-design-polytron
Und dies ist die Firma:
Beitrag "Ein wahres FPGA-Weihnachsmärchen"
Warum sucht eine schwarzwälder Firma über eine Personalberatung in
Dresden?
1) Weil die billiger ist, als einen grosse PB
2) Weil aus der Ecke billige Ingenieure kommen
Ich denke, wenn man einen guten Job will, muss man sich selber auf die
Suche machen. Firmen, die inserieren, finden unter den Bewerbungen, die
sie zweiffellos haben (jede Firma ist zumindest im direkten Umland bei
den Absolventen bekannt) offenbar nicht den richtigen und meistens sind
es finanzielle Gründe.
Berater schrieb:> Firmen, die inserieren, finden unter den Bewerbungen, die> sie zweiffellos haben (jede Firma ist zumindest im direkten Umland bei> den Absolventen bekannt) offenbar nicht den richtigen und meistens sind> es finanzielle Gründe.
Meistens siedelt sich die Gehaltspanne für Einsteiger bei diesen kleinen
Unternehmen dann im Bereich von 31.000 bis 34.000 Euro an. Da hier jetzt
der Schwarzwald vorliegt, könnte ich mir vorstellen, dass maximal bis
36.000 Euro hochgegangen wird wegen der teuren Gegend.. Man möge mich
berichtigen, falls ich falsch liegen sollte.
Da wird es natürlich schon schwer, jemanden mit hoher Begabung zu
finden, der sonst zu Siemens, MTU, Kuka, FANUC etc. gehen könnte, dort
auch angenommen wird und auf die Stunde bezogen locker das Doppelte
verdient.
Planen kann man das nicht. Einfach nach Bauchgefühl gehen.
Es kann z.B. auch passieren, dass man im KMU anfängt, der ganze Laden
aber von einem Grosskonzern aufgkauft wird.
Hallo!
Vorweg, ich habe nicht alle Beiträge gelesen.
Meine Persönliche Erfahrung bezüglich der Betriebsgröße ist wie folgt:
Ich habe in einem Großen Konzern >3000 Mitarbeiter gelernt und dort auch
länger Gearbeitet. Anschließend habe ich in den Mittelstand ~ 100
Mitarbeiter gewechselt und bin dort noch.
Stichpunktvergleich:
Urlaub?
Jetzt weniger (keine "vernünftige" Gewerkschaft)
Geld?
Meine Qualifikation ist inzwischen deutlich höher, ich verrichte
deutlich komplexerer aufgaben, verdiene aber nicht mehr.
Arbeitszeit?
Zuvor konnte ich oft (wenn ich wollte) auch am Wochenende mit Aufschlag
Arbeiten oder Schichten mit Kollegen im 3-Schicht Betrieb bei
Wochenweisem Wechsel tauschen. Überstunden konnten, wie man wollte,
Abgefeiert oder Ausbezahlt werden.
40h Woche.
Jetzt sind 20 Überstunden im Monat "abgegolten" alles Darüber (und das
ist jede Menge!) wandert auf ein Konto zum angucken - nicht zum
Ausbezahlen oder Abfeiern.
Theoretisch 40h Woche, Realistisch 50-70h.
Klima?
Im Konzern hatte man zwar zur Chefetage keinen wirklich heißen Draht,
aber damit konnte man gut klarkommen. Die "gleichgestellten" waren
wirklich super Kollegen und mit den Vorgesetzten konnte man auch mal ein
Bierchen trinken gehen. Irgendwie waren alle noch auf dem Boden der
Tatsachen.
Klar einige fielen dort aus dem Raster...
Jetzt sitzen sich die Projektgruppen und Abteilungen immer gegenseitig
im Nacken und jeder schiebt die Schuld wo anders hin. Nur mit den direkt
angrenzenden Büros kann man auch mal 5 Minuten einen Kaffee trinken
gehen.
Zwar laufen mir die Chefs jetzt ständig über den weg, sind aber ständig
am Jammern und einmischen....
Summarum:
Ich werde wenn möglich wieder in die Industrie/Größeren Betriebe
wechseln und dort mein Glück suchen. Insgesamt war ich dort glücklicher
und der Feierabend bedeutete auch noch Feierabend.
Jetzt schleppe ich den ganzen quatsch von der Arbeit immer mit mir rum
und habe nie wirklich Zeit etwas für mich zu machen. Aus 2012 noch 16
Tage Urlaub und >250 Überstunden.
Gruß
Esieh
PS: Ich merkte ähnliches schon einmal im Gehälter Thread an. Einige der
hier genannten Gehälter sind doch etwas Abenteuerlich. Vor allem wenn
hier Einstiegsgehälter von 45K+ genannt werden. Das wären Netto(!!!)
grob über den Daumen gepeilt 2750€ im Monat. Ich denke ein Nettogehalt
von etwa 1600€/Monat bzw. 32K Brutto im Jahr sind OK für den
Berufseinstieg.
Natürlich deutlich(!) ausbaufähig nach einiger Zeit.
Esieh schrieb:> Meine Persönliche Erfahrung bezüglich der Betriebsgröße ist wie folgt:> Ich habe in einem Großen Konzern >3000 Mitarbeiter gelernt und dort auch> länger Gearbeitet. Anschließend habe ich in den Mittelstand ~ 100> Mitarbeiter gewechselt und bin dort noch.>
Ja hast nen Griff ins Klo gemacht, kommt vor. Genauso gibts auch gute
Mittelständler.
>> PS: Ich merkte ähnliches schon einmal im Gehälter Thread an. Einige der> hier genannten Gehälter sind doch etwas Abenteuerlich. Vor allem wenn> hier Einstiegsgehälter von 45K+ genannt werden. Das wären Netto(!!!)> grob über den Daumen gepeilt 2750€ im Monat. Ich denke ein Nettogehalt> von etwa 1600€/Monat bzw. 32K Brutto im Jahr sind OK für den> Berufseinstieg.> Natürlich deutlich(!) ausbaufähig nach einiger Zeit.
45k sind weder bei Stk 1 noch 3 2750 netto im Monat sondern im Bereich
2k. 45k zum Einstieg ist ok, nicht übermäßig viel nicht übermäßig wenig.
Wenn du dich ausbeuten lässt ist das auch zur Hälfte deine Schuld. Und
32k zum Einstieg? Als was? Sicher nicht als Ing./Inf.-Absolvent der auch
nur ein bisschen was zu bieten hat
Hallo,
zugegeben, die 2750 waren eine einfache Scätzung, nachgerechnet sind es
Klasse 1: ~2200€ und Klasse 3: ~2500€.
Es ist eine Sache den Anspruch zu haben mehr Geld zu wollen. Eine andere
Sache auch eine entsprächende Stelle zu bekommen. Meiner Meinung nach
sollte man auch für die verrichtete Arbeit und nicht für die Zettelchen
bezahlt werden die man mal vor X-Jahren bekommen hat.
Gruß
Esieh
Esieh schrieb:> Es ist eine Sache den Anspruch zu haben mehr Geld zu wollen. Eine andere> Sache auch eine entsprächende Stelle zu bekommen. Meiner Meinung nach> sollte man auch für die verrichtete Arbeit und nicht für die Zettelchen> bezahlt werden die man mal vor X-Jahren bekommen hat.
Sicher, ich ging einfach mal davon aus das ein Ing/Infler nicht als
Burgerbräter anheuert. Ändert aber nichts daran, dass ein
durschnittlicher Einstieg bei 40-50k liegt, darüber sehr gut wird und
darunter die Ausbeute anfängt.
Warum bist du denn vom Konzern zum Mittelständler gegangen? Stand denn
in deinem Vertrag nichts zur Überstundenregelgung?
Ein Vertrag in dem steht "x Überstunden sind im Monat pauschal
abgegolten" kann derjenige sich entweder sonst wohinschieben oder das
Gehalt wird mit dem entsprechenden Faktor skaliert.
Ich möchte die Diskusion nicht noch unnötig verlängern, aber auf deine
Frage möchte ich gerne noch Antworten :)
Ursprünglich komme ich aus dem Bergbau Bereich. Aufgrund des
"Zechensterbens" hatte ich mich rechtzeitig umgeschaut und die
angebotene sah soweit auch gut aus. Eigene Erfahrungen aus dem
Mittelstand hatte ich bisher nicht wirklich.
Die abgegoltenen Überstunden standen natürlich im Vertrag, aber zu
diesem Zeitpunkt war die Massive Stundenbelastung für mich nicht
abzusehen. Im Nachhinein war das natürlich sehr Blauäugig... aber
hinterher ist man ja bekanntlich schlauer, noch einmal lasse ich so
etwas nicht zu.
Also mein Resümee zu der Diskussion
Bei Arbeitsklima, Arbeitsbedingungen, Stress, Geregeltes Arbeitsleben:
Gewinnen die großen Firmen vor dem Mittelstand
Natürlich kann man, wie einige Beiträger hier zeigen auch Glück haben
und all dies in einem kleineren Betrieb vorfinden, ich denke aber im
Regelfall wird es auf ein etwas geringeres Gehalt bei
eigenverantwortlichem Arbeiten enden. Und letzteres ist nicht immer ein
Vorteil.
PS:
Das mit dem Burger Bräter ist übrigens gar nicht so abwegig. Hier im
Hause arbeitet beispielsweise ein, meines Erachtens nach, sehr fähiger
Verfahrens Ingenieur (viel Erfahrung, Mitte bis Ende 30) der nicht als
solcher eingestellt ist (geschweige denn so Bezahlt wird) und die
Dokumentation für Projekte zusammenstellt.
Er sucht also den lieben Tag lang aus den Netzlaufwerken Dokumente
heraus und heftet sie in einen Ordner. Und das tolle daran, er ist
wirklich zufrieden.
D. I. schrieb:> Sicher, ich ging einfach mal davon aus das ein Ing/Infler nicht als> Burgerbräter anheuert. Ändert aber nichts daran, dass ein> durschnittlicher Einstieg bei 40-50k liegt, darüber sehr gut wird und> darunter die Ausbeute anfängt.
Nein. Es gibt Regionen, da sind 36k zum Einstieg für Informatiker
normal.
Dafür sind die Lebenshaltungskosten gering, sodass 36k einen höheren
Lebensstandard bedeuten, als 45k in einer anderen Region.
Das Einstiegsgehalt ungekoppelt zur Region zu betrachten, ist viel zu
kurz gedacht.
Esieh schrieb:> Die abgegoltenen Überstunden standen natürlich im Vertrag, aber zu> diesem Zeitpunkt war die Massive Stundenbelastung für mich nicht> abzusehen. Im Nachhinein war das natürlich sehr Blauäugig... aber> hinterher ist man ja bekanntlich schlauer, noch einmal lasse ich so> etwas nicht zu.
Ja, passiert einfach mal das man geneppt wird. Nur man sollte nicht
wieder darauf reinfallen.
> Bei Arbeitsklima, Arbeitsbedingungen, Stress, Geregeltes Arbeitsleben:> Gewinnen die großen Firmen vor dem Mittelstand
Ich würde das maximal als Tendenz sehen. Gibt auch 35h-Konzerne wo du
auch deine 5 Min Klopause zu dokumentieren hast. Außerdem kannst du
genausogut an ein Team geraten, welches kollektiv ausstempelt und
trotzdem weiterarbeitet, wenn du dann der bist der seinen Stift fallen
lässt...
uswusf.
Sind alles Möglichkeiten, letztendlich muss man seine eigene
Schmerzgrenze und Prioritäten finden.
Ich persönlich kann auf ein maximiertes Bruttogehalt verzichten
zugunsten von 2-3 Mann Büros, kurzen Anfahrtswegen und günstiger
Wohnlage. MIR persönlich ist das für ein zufriedenes Arbeiten wichtiger,
wohingegen für mich persönlich der Unterschied zwischen 44k und 49k zum
Einstieg erstmal relativ Wumpe ist, aber herschenken würde ich mich auch
nicht.
>>> Natürlich kann man, wie einige Beiträger hier zeigen auch Glück haben> und all dies in einem kleineren Betrieb vorfinden, ich denke aber im> Regelfall wird es auf ein etwas geringeres Gehalt bei> eigenverantwortlichem Arbeiten enden. Und letzteres ist nicht immer ein> Vorteil.
Ja es gibt nun mal Köpfe die möchten ein geregeltes, sicheres 9-5 Leben
und Dienst nach Vorschrift machen und andere brauchen mehr die Action
aus welchen Gründen auch immer. Mein mittel-langfristiges Ziel ist die
Selbstständigkeit mit allen Vor- und Nachteilen, daher richte ich mich
danach aus entsprechendes Wissen und Kenntnisse aufzubauen. Natürlich
ist das nichts für Leute die pünktlich um 17 Uhr ihren Feierabend
brauchen. So ist jeder nunmal anders und sieht sien Glück woanders. Wenn
ichs nur soweit schaffe wie Chris D. es hier immer beschreibt wäre ich
persönlich mit mir zufrieden und hätte das erste Ziel erreicht welches
ich mir für mich vorstelle.
> PS:> Das mit dem Burger Bräter ist übrigens gar nicht so abwegig. Hier im> Hause arbeitet beispielsweise ein, meines Erachtens nach, sehr fähiger> Verfahrens Ingenieur (viel Erfahrung, Mitte bis Ende 30) der nicht als> solcher eingestellt ist (geschweige denn so Bezahlt wird) und die> Dokumentation für Projekte zusammenstellt.> Er sucht also den lieben Tag lang aus den Netzlaufwerken Dokumente> heraus und heftet sie in einen Ordner. Und das tolle daran, er ist> wirklich zufrieden.
Ja wenn er zufrieden ist, ist doch wunderbar. Erm uss sich nicht den
Kopf über irgendwelchen Entwicklungsscheiß zerbrechen und hat vllt. den
Kopf frei für andere für ihn wichtigere Dinge wie Familie. Mei, das
Leben ist lang, wer weiß schon ob er 40 Jahr das Gleiche macht und vor
allem das was er gelernt hat.
Dipl Ing ( FH ) schrieb:> Nein. Es gibt Regionen, da sind 36k zum Einstieg für Informatiker> normal.>> Dafür sind die Lebenshaltungskosten gering, sodass 36k einen höheren> Lebensstandard bedeuten, als 45k in einer anderen Region.
Ja, das ist schon richtig wenn die Region das entsprechend zulässt.
Ich kann jetzt nur für N-FÜ-ER sprechen, dort habe ich nun 44k/a. und
wohne zusammen mit meiner Partnerin für 520€ warm (86m² 3,5 Zimmer, 1.
Stock Dreifamilienhaus) und einem Arbeitsanfahrtsweg von 5km einfach,
ca. 10km von ER entfernt.
Ich wüßte nicht warum ich das die nächste Zeit eintauschen wollte für
einen Konzernjob in Stuttgart oder München wo ich für die gleiche
Wohnung 900€ hinlegen müsste und dann auch nur 50k verdienen würde. Klar
hier gibts Siemens, aber das angebotene 20-Mann Großraumbüro in einer
Werks-/Produktionshalle haben mir nicht wirklich zugesagt. Und weiter
raus fahren, Richtung Nbg. hätte ich auch keine Lust. Da steht man ewig
auf der A73 oder B4 und fährt schon fast 45-50 Minuten rein.
Im Moment bin ich vollauf zufrieden mit meiner Situation.
D. I. schrieb:> Im Moment bin ich vollauf zufrieden mit meiner Situation.
Achso? Und warum hast du dich dann bei Facebook in Menlo Park, CA
beworben?
Das war doch im "Ausnahmsweise Anonym"-Thread zu lesen.
P.S. Die Miete ist fast ein wenig zu günstig. 520€ warm für 86m², sind
nur 6€/m². Das wäre kalt schon ein sehr günstiger Kurs. Muss wohl in
einem sehr ländlichen Ort liegen, wo kaum einer wohnen will.
KT schrieb:> Achso? Und warum hast du dich dann bei Facebook in Menlo Park, CA> beworben?> Das war doch im "Ausnahmsweise Anonym"-Thread zu lesen.
Weil es immer besser geht und sich die Gelegenheit ergab es zu
versuchen. Nur weil man zufrieden ist muss man ja nicht auf der Stelle
treten. Dafür ist man aber auch nicht traurig sollte es, wie in diesem
Fall war, nicht klappen.
KT schrieb:> P.S. Die Miete ist fast ein wenig zu günstig. 520€ warm für 86m², sind> nur 6€/m². Das wäre kalt schon ein sehr günstiger Kurs. Muss wohl in> einem sehr ländlichen Ort liegen, wo kaum einer wohnen will.
In diesem Fall einfach etwas Glück? Vermietet von privat innem
3-Familienhaus, okayer Typ, gibt kein Stress. Ja in der Tat ein
kleinerer Ort (~2,5k Bewohner) ca. 8 km von Erlangen entfernt und hier
in der Umgebung auch als Siemensdorf bekannt.
Meine Erfahrung dazu:
Habe nach dem Studium (Dipl. Inf) in einem kleinen Laden gearbeitet( ~20
Mann). Bezahlung natürlich so lala, Stimmung unter den Kollegen ganz
gut. Überstunden 20 automatisch abgegolten, Wochenendarbeit und ständige
Erreichbarkeit ohne zusätzlichen Lohn.
Ende vom Lied: IT ausgelagert an Dienstleister.
Glücklicherweise hatte ich vorher schon eine neue Stelle bei einem
Konzern ( > 100.000 Mitarbeiter weltweit). Jetzt habe ich Feierabend,
wenn ich Feierabend habe. Meine Reisezeit zur Niederlassung zählt als
Arbeitszeit (ca 4 Stunden in der Summe pro Tag). Überstunden werden
ausgezahlt oder abgefeiert.
Die Arbeitsweise ist viel professioneller, die Kollegen aber trotzdem
nicht weniger nett.
Gehalt von 42.000 auf 51.000 gestiegen. Sonderleistungen sind da nicht
eingerechnet und machen nochmal einiges aus.
Ich würde immer aufgrund meiner Erfahrung zum Konzern gehen
D. I. schrieb:> Weil es immer besser geht und sich die Gelegenheit ergab es zu> versuchen. Nur weil man zufrieden ist muss man ja nicht auf der Stelle> treten. Dafür ist man aber auch nicht traurig sollte es, wie in diesem> Fall war, nicht klappen.
Ja, finde ich auch gut, und es war auf jeden Fall sehr interessant zu
lesen wie der Bewerbungsprozess dort so abläuft. Ich wollte eigentlich
auch nur eine Bestätigung für meine Vermutung herauskitzeln, was mir ja
auch gelungen ist. ;-)
D. I. schrieb:> In diesem Fall einfach etwas Glück? Vermietet von privat innem> 3-Familienhaus, okayer Typ, gibt kein Stress. Ja in der Tat ein> kleinerer Ort (~2,5k Bewohner) ca. 8 km von Erlangen entfernt und hier> in der Umgebung auch als Siemensdorf bekannt.
Ja, würde ich auch so einschätzen. Nur 8 km von Erlangen entfernt ist
das wirklich sehr glücklich, wenn man sich die Mieten in Erlangen und
Umgebung so anschaut. Ich arbeite bei Siemens in Erlangen, wohne aber um
Einiges weiter draußen als du und zahle mehr pro m².
KT schrieb:> Ich wollte eigentlich> auch nur eine Bestätigung für meine Vermutung herauskitzeln, was mir ja> auch gelungen ist. ;-)
Diplomatische Meisterleistung ;)
KT schrieb:> wenn man sich die Mieten in Erlangen und> Umgebung so anschaut.
Ja in Erlangen, das ist ja schon nicht mehr normal.
KT schrieb:> Ich arbeite bei Siemens in Erlangen, wohne aber um> Einiges weiter draußen als du und zahle mehr pro m².
Dann gehörst du hoffentlich nicht zu den Glücklichen die Siemens 2014 im
Weg stehen ;)
KT schrieb:> Ich wollte eigentlich> auch nur eine Bestätigung für meine Vermutung herauskitzeln, was mir ja> auch gelungen ist. ;-)
:-D
KT schrieb:> Ich arbeite bei Siemens in Erlangen, wohne aber um> Einiges weiter draußen als du und zahle mehr pro m².
Vielleicht hast du dafür andere Vorteile an deiner Wohnung.
Andi $nachname schrieb:> Vielleicht hast du dafür andere Vorteile an deiner Wohnung.
oder wir haben den Post falsch verstanden und er zahlt ANTEILIG diesen
Betrag und seine Partnerin die andere Hälfte. Oder sind Öl - bzw.
Gaseinzelöfen und die Kosten dafür kommen auf die "Warm"miete oben drauf
aber ist ansonsten echt sehr günstig. 8 km von Erlangen ( City ? oder
Standrand ? ist ja noch fast zentral. Wohne mal in München 8 km von der
City, da zahlt man immer noch sehr hohe Preise.
haben_sie_was_gegen_fusspilz? schrieb:> oder wir haben den Post falsch verstanden und er zahlt ANTEILIG diesen> Betrag und seine Partnerin die andere Hälfte.
Nein das ist schon der Gesamtbetrag.
haben_sie_was_gegen_fusspilz? schrieb:> Oder sind Öl - bzw.> Gaseinzelöfen und die Kosten dafür kommen auf die "Warm"miete oben drauf> aber ist ansonsten echt sehr günstig.
Nein nur der Strom kommt noch extra dazu ;)
haben_sie_was_gegen_fusspilz? schrieb:> 8 km von Erlangen ( City ? oder> Standrand ? ist ja noch fast zentral.
Google Maps sagt zur Techfak sinds 8.7km und zu den Arcaden 8.8km
haben_sie_was_gegen_fusspilz? schrieb:> Wohne mal in München 8 km von der> City, da zahlt man immer noch sehr hohe Preise.
München ist ja auch wirklich krank, dagegen ist Erlangen ja schon wieder
ein Schnäppchen.