Hallo!
Als jemand, der zwar so viel Freizeit wie möglich mit Freude an
Mikrocontrollern hantiert, aber baby- und jobbedingt nicht genügend Zeit
hat, um das Fach wirklich professionell auszuüben, frage ich mich, wo
waschechte µC-Programmierer an ihre Grenzen stoßen.
Angefangen beim blinkenden Lämpchen, dann UARTs, SPI, TWI, vorsichtig an
die fuses herantasten, Timer, Interrupts, sogar nen Analogwert einlesen-
irgendwann merkt man (ich), dass es sich am Ende immer um schlichte 8
Bit dreht, mit denen man interessante, hübsche oder praktische Sachen
machen kann. Und am besten gleich mehrere Sachen auf einmal.
Aber so ein richtiges WOW (was nicht durch das Finden eines selbst
verursachten Fehlers ausgelöst wird) habe ich lange nicht mehr erlebt
und ich sehe auch am Horizont keine Möglichkeit, die ich heute für
unmöglich halte, die mich so richtig reizt, sie hinzubekommen.
Darum meine Frage: programmiert eigentlich noch jemand an Sachen, die es
noch nicht gibt?
Ich hole mir ein volles Störtebeker Atlantik-Ale und bin gespannt auf
Neues.
Kurz gesagt läuft das Meiste ins Extreme:
Datendurchsatzraten teilweise im GBit/s-Bereich
Extrem geringe Latenzzeiten
Komplexe Modulationen (OFDM, GMSK, ...)
Präzision
Low-Power
Ich find man muß das differenzieren... Komplexe Modulationsarten sind
mit den passenden ICs ja kein Problem mehr, hohe Datenraten auch nicht.
Aber wenn man sich mal anschaut welche Dinge manche Leute aus einer
8-Bit-CPU rausquetschen, dann wirds interessant.
Ben _ schrieb:> Aber wenn man sich mal anschaut welche Dinge manche Leute aus einer> 8-Bit-CPU rausquetschen, dann wirds interessant.
Und was quetscht man da raus?
Mal zu echt praktischen Anwendungen übergehen, selbst Messgeräte,
Steuerungen (Hausbus) o.ä. entwerfen. Nicht nur alte Beispiele
nachvollziehen, dadurch lernt man.
Und wenns dann noch langweilig ist, einfach eigenen Compiler
bauen. ;-)
Guido B. schrieb:> Mal zu echt praktischen Anwendungen übergehen
Ja genau, hört sich an als wenn der TE bisher die Funktion des ein oder
anderen Peripheriebausteins erkannt hat aber nicht so recht weiß, was er
damit anfangen soll. Es geht "echten" uC Programmierern nicht darum den
uC kennenzulernen, sondern eine Anwendung zu realisieren. Der uC ist
dabei Nebensache und aus dem ff bekannt.
Stephan schrieb:> Hallo!>> Als jemand, der zwar so viel Freizeit wie möglich mit Freude an> Mikrocontrollern hantiert, aber baby- und jobbedingt nicht genügend Zeit
...
> Aber so ein richtiges WOW (was nicht durch das Finden eines selbst> verursachten Fehlers ausgelöst wird) habe ich lange nicht mehr erlebt> und ich sehe auch am Horizont keine Möglichkeit, die ich heute für> unmöglich halte, die mich so richtig reizt, sie hinzubekommen.>> Darum meine Frage: programmiert eigentlich noch jemand an Sachen, die es> noch nicht gibt?
Naja, das ist schon eine interessante Frage. Ich denke das dieser Ansatz
frü einen Fachmann relativ schwierig zu beantworten ist.
Was ist eigentlich neu?
Vielleicht kann man das besser beleuchten wenn man mal 10 Jahre in der
Zeit zurück springt. Bereits zu Star Trek - The Next Generation wurden
als Notizzettel Tablett-PCs benutzt und man hatte Flachbildschirme (wenn
auch recht dicke). Das war vor 10 Jahren noch absolut High Tech. Die
Serie stammt aber aus den 90gern.
Wirklich neu sind die Sachen die heute so abgefahren klingen das man die
Urheber für Spinner hält. Ich stelle mir auch oft die Frage wam man denn
mal erfinden könnte. Und damit meine ich nicht technische Umsetzungen
sondern Anwendungen. Bis es Bluetooth gab war es normal das das Headset
mit Kabel an das Telefon gesteckt wurde, da hat auch keiner danach
gefragt. Es musste erst jemand meinen das man das kleine Kabel doch
weglassen können muss, und dann wurden passende Akkus gebraucht. Von
daher war die Idee weit vor der Umsetzbarkeit geboren.
So isses für uns zum beispiel völlig normal das wir mit der Sprache
kommunizieren. Einem Medium das recht langsam ist und Fehlerträchtig. Es
benötigt die rasante Informationsverarbeitung um mit der gringen
Bandbreite auszukommen.
Das wird unseren technischen Geräten auch blühen. Heute ist es auf
Messen zum Beispiel manchmal kaum möglich WLAN zu benutzen, weil es alle
Messestände machen und das Medium einfach nicht mehr hergibt. Vielleicht
könnten hier forschungsschwerpunkte Liegen: wie kann ich die Information
priorisieren um nicht mehr zu übertragen, sondern erstmal die Wichtigen
sachen. Wenn einer Täglich seinen Updateservice prüft, dann kann der
vielleicht warten wenn ich weiss das es seit 3 Tagen keins gibt. Aber
wenn er versucht ne Mail wegzuschicken, dann wird das wohl eher wichtig
sein. Ausser vielleicht ich erkenne das er schon die 200ste Mail mit dem
gleichen Inhalt schickt, dann wird er sich wohl was eingefangen haben.
Ist ja untypisch das auf dem Messestand Rundmails verschickt werden.
Oder die SMS zu Silvester.
Uns hier werden kaum Bahnbrechende Anwendungen einfallen weil wie viel
zu seht mit der Umsetzung beschäftigt sind.
Neue Anwedungen sind wahrscheinlich das was du suchst. Heute ist es für
uns total normal Flaschen aufzuschrauben, zu entkorken oder den Deckel
mit diesem Plopp-Hebel zu öffnen. Vielleicht sollte man eine Flasche
bauen wo man direkt draus trinken kann? Autofahren ohne Zündschlüssel
sit ja auch schon stand der Technik, geht nur nicht wenn man nur die
Badehose anhat (Transponder).
Was ist für uns normal, aber eigentlich ganz umständlich? Der
kühlschrank der mir die Einkaufsliste vorlegt?
letztens habe ich echt gestaunt. Beim Curiosity-Rover auf dem Mars hat
man doch tatscöhlich ein Spektrometer eingebaut das mit nem Laser das
Gestein verdampft um es zu spektroskopieren. Diese Laserkanone fand ich
echt klasse.
Ich weiss garnich wo das jetzt alles hinführen soll, deswegen höre ich
einfach mal auf zu schreiben ;o))
bye uwe
@Uwe R. (aisnmann)
>sondern Anwendungen. Bis es Bluetooth gab war es normal das das Headset>mit Kabel an das Telefon gesteckt wurde, da hat auch keiner danach>gefragt. Es musste erst jemand meinen das man das kleine Kabel doch>weglassen können muss, und dann wurden passende Akkus gebraucht. Von>daher war die Idee weit vor der Umsetzbarkeit geboren.
Gabs auch schon in Star Trek 1968, Uhura als Kommunikationsoffizier!
Energie!
Falk Brunner schrieb:> @Uwe R. (aisnmann)>>>sondern Anwendungen. Bis es Bluetooth gab war es normal das das Headset>>mit Kabel an das Telefon gesteckt wurde, da hat auch keiner danach>>gefragt. Es musste erst jemand meinen das man das kleine Kabel doch>>weglassen können muss, und dann wurden passende Akkus gebraucht. Von>>daher war die Idee weit vor der Umsetzbarkeit geboren.>> Gabs auch schon in Star Trek 1968, Uhura als Kommunikationsoffizier!
Achja, stimmt ja. Da sieht man es, keine Ahnung wie man es umsetzen
kann, aber die Idee ist schonmal da.
Solche Ideen würden sicher viele von Uns verwerfen, weil eben nicht
durchführbar, Unsinn. Es entspricht ja nicht unserem primären Interesse
über Sachen zu träumen von denen man keine Ahnung hat wie man es
anstellen soll. Ein "Hoover-Board" beispielsweise, oder der Replikator
;o))
Was haltet Ihr von einer Mütze mit eigebautem Kompass? Man hätte einen
zusätzlichen Sinn fürs Erdmagnetfeld. Hab ich neulich in nem Podcast
gehört, forschen wohl auch einige dran rum. Man mus snicht immer aufs
Display gucken, mit dem smartphone die Navigationsdaten in den Hut
schicken, die dann die richtung und die Entfernung anzeigt, wie die
Bienen im bienenstock. Richtung und anzahl der Impulse die auch beim
rumdrehen in die gleiche Richtung zeigen....
bye uwe
Uwe R. schrieb:> schicken, die dann die richtung und die Entfernung anzeigt, wie die> Bienen im bienenstock. Richtung und anzahl der Impulse die auch beim
(Vibrationsmotor-Impulse von mehreren vibrierenden Vibrationsmotoren)
Mit "Wald/Wiesen Atmegas" haben Leute schon VGA-Signale in Echtzeit
erzeugt und USB 1.1 in Software gefahren....
Und was ist aus dem Russen geworden der schon weit damit war einen PC
der ersten Generation auf einem hochtaktigen (ca. 100MHz, single cycle)
8051 zu emulieren... find die Seite gerade nicht...