Hallo,
ich baue mir gerade einen Antennentracker für ein Modellflugzeug. Dieser
hat einen GPS Empfänger an Bord, die GPS Koordinaten werden zur
Bodenstation gefunkt.
Die Bodenstation hat ebenfalls einen GPS Sensor, so dass mit den 2
bekannten Punkten der notwendige Neigungswinkel und Ausrichtung
berechnet werden kann. Die eigene Ausrichtung wird mit Hilfe von einem
Kompass ermittelt.
Die PAN-Korrektur gleiche ich mit dem Kompass ab. Für den Tilt-Abgleich
wollte ich einen Neigungssensor verbauen.
Habe ich keinen Denkfehler? Dh wenn meine Software einen Tilt-Winkel von
zB 30° berechnet, fahre ich diesen mit dem Servo solange an, bis der
Wert vom Neigungssensor bestätigt wird. Funktioniert mein Aufbau auch,
wenn die Bodenstation nicht waagerecht aufgebaut wurde?
Könntet ihr mir eine Empfehlung für einen Neigungssensor geben?
Danke!
Alternativ könnte man einen Schrittmotor nehmen und selbst kalibrieren -
so dass bekannt ist, wieviele Schritte welchem Winkel entsprechen und so
die Winkel anfahren.
Nur was mache ich, wenn meine Station schief steht?
Ein Neigungssensor ist leider der Falsche. Er misste die senkrechte duch
eine beschleunigung. Eine Kurvenbeschleunigung ergibt so einen falsche
Eindruck...
> Oh ok. Womit könnte man den Neigungswinkel einer Ebene messen?
Läuft wahrscheinlich auf eine IMU raus, siehe Quadcopter. Also z.B.
Beschleunigungssensoren und Gyros, aus denen man dann die Lage im Raum
sauber rausrechnen kann.
Floh schrieb:> Also z.B. Beschleunigungssensoren und Gyros, aus denen man dann die Lage> im Raum sauber rausrechnen kann.
Oder man fuchtelt nicht ganz so wild mit der Antenne rum. Wenn das nicht
gerade ein 30dB-Monster ist, kommt es i.a. auf ein paar Grad nicht drauf
an. Zeig doch mal das vertikale Antennendiagramm.
Hi, m32,
> ich baue mir gerade einen Antennentracker für ein Modellflugzeug.
Wenn Dein Tracker fest auf dem Boden steht, brauchst Du Deine vertikale
Drehachse nur ins Lot bringen.
Klassischerweise mit einem Dreifuss mit einer Libelle.
Bei der Aufstellung einmal mit der Libelle senkrecht stellen, das wars.
Das ist wesentlich genauer als der Kompass!
Ciao
Wolfgang Horn
Auf ein Grad genau muss es nicht sein. Die Antenne ist eine 14 turn
Helicail. Die genauen Werte habe ich aber nicht.
Was wäre mit der Idee Schrittmotor und selber nachmessen wieviele
Schritte einem Grad entsprechen
.trivial. schrieb:> Ein Neigungssensor ist leider der Falsche. Er misste die senkrechte duch> eine beschleunigung. Eine Kurvenbeschleunigung ergibt so einen falsche> Eindruck...
Ich hätte jetzt vermutet, daß die Bodenstation ... naja, stationär ist
und sich daher selten in der Kurve befindet. Oder habe ich was
missverstanden?
Die Bodenstation ist fest auf dem Boden installiert (kann aber schon mal
uneben stehen, da mobil)
Habe jetzt den Öffnungswinkel der Antenne: 28,9° mit ca 15db Gewinn
m32 schrieb:> Die Bodenstation ist fest auf dem Boden installiert (kann aber schon mal> uneben stehen, da mobil)
Na ja. So schnell ändern sich die Winkel ja nicht, so dass ich mal
schätzen würde es ist ok, den Winkel etwas nachzuführen, die Antenne zu
stoppen, Neigungsmessung machen, wieder nachführen.
Solange du nicht den Neigungssensor einsetzt, während der Klapperatismus
in Bewegung ist, liefert er auch brauchbare Werte.
GPS liefert nur "Punktkoordinaten". Die Ausrichtung deines Fliegers und
die der Bodenstation sind dabei völlig unwichtig.
Wenn ich aber eins über halbautomatische Modellflieger weiß, so ist es:
Das Teil muss sich selber ausrichten können und zwar unabhängig davon wo
Du (oder der Sender) bist.
Solltest Du auf die Idee kommen das Flugverhalten von GPS abhängig zu
machen, so darfst Du dich über Kommentare wie: "Hat das Teil denn einen
Schluckauf?" nicht wundern. 10 m Toleranz und mehr dürften insbesondere
bei einer Landung 50 cm unterhalb der Grasnarbe interessant werden.
amateur schrieb:> GPS liefert nur "Punktkoordinaten". Die Ausrichtung deines Fliegers und> die der Bodenstation sind dabei völlig unwichtig.
So ein Unfug. Aus der Differen der beiden GPS-Positionen ergibt sich der
Azimut zum Flieger. Damit die Bodenstation die Antenne auf den Flieger
ausrichten kann, muss die Orientierung der Bodenstation sehr wohl
bekannt sein, sonst zielt die irgendwo hin, aber nicht auf den Flieger.
Ich will ja die Neigung berechnen. Z wäre die y Achse und x die x Achse
im 2d System.
Um an die Neigung zu kommen würde ich die Formel nach alpha auflösen.
Also alpha = arctan ( Ax / Az )
m32 schrieb:> Also alpha = arctan ( Ax / Az )
Das ergibt ein Problem: bei waagrechtem Einbau (ich vermute das meinst
du mit X und Y) und Ausrichtung sind beide Werte Null. Division durch
Null ist aber bei Prozessoren nicht beliebt, sollte also nicht gerade
der Normalzustand sein. Eher kannst du den Sensor senkrecht einbauen (X
und Z) und mit der Antenne drehen.
Gruss Reinhard