Bartels? Bartels?!

Gast #3036997
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Hallo,

heute morgen bin ich aufgewacht und hatte das Bedürfnis, über Bartels 
AutoEngineer nachzudenken... Nein, also ich nutze privat eine 
Eagle-Version und habe mir vor einer Weile endlich mal die 
Non-Commercial-Version gekauft. An der Hochschule musste ich mich mit 
dem Target-Dreck herumquälen. Und in der Firma kam dann, naja, Bartels.

Bartels ist, zugegebenermaßen, gewöhnungsbedürftig. GUI-technisch sieht 
das oberflächlich sehr nach Bastelware aus, kommt wohl noch von früher 
und von DOS (naja, elendig tiefe Menüs, etwas seltsame Handhabung von 
modalen Dialogen und so weiter). Der Schaltplaneditor ist hier und da 
etwas hakelig (verschieben von Bus-Signalen geht beispielsweise immer 
mal wieder schief). Dann kommt aber der Layouteditor. Im Gegensatz zu 
vielen anderen Programmen berechnet der tatsächlich Kupferfläche. Das 
heißt, um eine Leiterbahn anzuschließen, muss man nicht exakt einen 
Punkt des Pads treffen, sondern die Leiterbahn ist genau dan 
angeschlossen, wenn der Kupferquerschnitt zwischen Pad und Bahn 
ausreichend (Design Rules) ist. Das gleiche für händisch platzierte 
Kupferpolygone und so weiter. Das hat mich irgendwie überzeugt.

Was ich aber seltsam finde: Ich glaube, Bartels ist quasi das einzige 
Layout-Programm, zu dem man - abgesehen von der Herstellerseite - 
irgendwie garnichts im Internet findet. Kein Forum, keine Community. Das 
bringt mich zur Frage: Wer benutzt denn Bartels, also in welcher Sparte 
findet man es? Also, klar, man findet es vermutlich bei 
Entwicklungsbuden. Ich meinte aber eher, kauft das heute noch jemand? 
Wenn ich die Entscheidung zu treffen hätte, würde ich mich vermutlich 
als letztes für Bartels entscheiden. Nicht, weil das Programm nix taugt, 
sondern weil sich kaum was drüber findet.

Das wäre auch mein zweiter Punkt. Ich vermute, Bartels kann noch viel 
mehr. Was ist zum Beispiel mit dem neuronalen Autorouter und dem 
Regelsystem? Dokumentiert ist davon ja praktisch garnichts, nichtmal im 
Handbuch von Bartels.

Wie und wo sortiere ich das denn nun ein...?

Danke und schönes Wochenende!
Sven
Gast #3037121
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Sven P. schrieb:
> Das heißt, um eine Leiterbahn anzuschließen, muss man nicht exakt einen
> Punkt des Pads treffen, sondern die Leiterbahn ist genau dan
> angeschlossen, wenn der Kupferquerschnitt zwischen Pad und Bahn
> ausreichend (Design Rules) ist.

Da ist es mir aber lieber, wenn ich genau mittig auf die Pads muss bzw. 
meine Leiterbahn mittig "gefangen" wird. Alles andere sieht doch schei*e 
aus.

> Wie und wo sortiere ich das denn nun ein...?

Absonderlichkeiten im Elfenbeinturm deiner Hochschule.
Gast #3037223
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Kabelkasper schrieb:
Bitte les doch erst.

> Sven P. schrieb:
>> Das heißt, um eine Leiterbahn anzuschließen, muss man nicht exakt einen
>> Punkt des Pads treffen, sondern die Leiterbahn ist genau dan
>> angeschlossen, wenn der Kupferquerschnitt zwischen Pad und Bahn
>> ausreichend (Design Rules) ist.
>
> Da ist es mir aber lieber, wenn ich genau mittig auf die Pads muss bzw.
> meine Leiterbahn mittig "gefangen" wird. Alles andere sieht doch schei*e
> aus.
Ich schrieb, man muss nicht die Mitte treffen. Das steht nicht im 
Widerspruch dazu, dass man sie treffen kann. Per Tastendruck wird eine 
Leiterbahn automatisch in die Mitte des nächsten Pads unter dem 
Mauszeiger angeschlossen.

>> Wie und wo sortiere ich das denn nun ein...?
>
> Absonderlichkeiten im Elfenbeinturm deiner Hochschule.
Target? Schön wärs, mit dem Müll arbeiten tatsächlich Leute.

Ich fragte aber nach Bartels.
Gast #3037288
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> Bitte les doch erst.

Habe dich falsch verstanden - ich war der Meinung, dein Programm bietet 
keine "fangen"-Funktion. Sorry!

> Target? Schön wärs, mit dem Müll arbeiten tatsächlich Leute.
Es bestellen auch tatsächlich Leute beim PCB-Pool... Finde ich genauso 
unverständlich.
Gast #3037504
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Kabelkasper schrieb:
>> Bitte les doch erst.
>
> Habe dich falsch verstanden - ich war der Meinung, dein Programm bietet
> keine "fangen"-Funktion. Sorry!
Ist ja nicht schlimm.

Bartels bietet sogar noch viel mehr, es ist durch und durch in einer 
C-ähnlichen Sprache programmierbar. Ich vermute, auch das stammt noch 
aus einer Zeit laaaaange bevor an eingebettete Skriptsprachen (wie heute 
Python/Ruby/Lua) überhaupt zu denken war. Tatsächlich sind viele 
Standardfunktionen schon in dieser Sprache implementiert und die Quellen 
liegen dabei.
Das Programm beschränkt sich also vermutlich auf das absolut Nötigste 
und der Rest wird in dieser Sprache umgesetzt. Man kann also quasi alles 
nach Belieben umprogrammieren und anpassen.

Leider ist auch das alles eher spärlich dokumentiert, ums mal vorsichtig 
zu beschreiben.
#3038155
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Sven P. schrieb:
> Leider ist auch das alles eher spärlich dokumentiert, ums mal vorsichtig
> zu beschreiben.

Vielleicht ist das Absicht um noch an Schulungen dran zu verdienen.
Schon mal den Hersteller angesprochen obs bei denen weitere Infos gibt?
Anfang der 90er war ich mal bei einer Firma zum Vorstellungsgespräch
wo die Bartels nutzten. Heute haben die Altium und Mentor im Gebrauch.
(Firma: vyuxc) #3038975
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Hab mal mit dem BAE gearbeitet, war die 5.5
Das waren noch Altprojekte die ich anfassen mußte. Der neuere Kram wurde 
mit Mentors Teuerware gemacht. Was soll man sagen, der BAE hat 
funktioniert. Die Bedienung ist APITA wenn du nicht regelmäßig damit 
arbeitest, dafür ist die Software stabil und die Ergebnisse konsistent. 
Support gabs von Oliver B. himself, war also sehr fix und kompetent.
Bei Bartels läuft die Sache eher im Hintergrund, sie benutzen es selber 
und machen ihre Projekte damit. Neukunden wissen entweder worauf sie 
sich einlassen oder lassen es bleiben.

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