Parallel-Xilinx-Programmier-Adapter ersetzen oder weiterverwenden?

#3046567
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Hi,

bisher habe ich nur ein Programmer-Adapter: ein parallel-Kabel von 
Xilinx. Damit kann ich mit der DesignSuite Xilinx-Produkte 
programmieren. Gleichzeitig kann AVRdude aber auch die Atmel-Dinger über 
SPI flashen!

Dass alles mit einem Kabel geht, finde ich klasse. Leider werde ich 
jetzt bald aufrüsten und mein neuer Rechner wird keinen Parallelport 
mehr haben. Mit einem USB-Parallelkabel wird der adapter nicht mehr 
funktionieren, da diese Dinger in der Regel nicht alle parallel-Ausgänge 
gleichzeitig schalten können. Man muss ja genau definierte Flanken und 
timings erzeugen können.

Daher will ich hier mal eine Diskussion anstoßen. Ich habe mehrere 
Vorschläge.


1. Es gibt eine Möglichkeit, meinem neuen Rechner einen brauchbaren 
Parallelport zu spendieren. Eigentlich kann es ja nicht so schwer sein, 
denn die Datenrate ist ja da - man muss nur das toggeln der pins genauer 
timen, als es die Billigdinger tun.
Gibt es fertige Lösungen zu einem fairen Preis? Oder ein Eigenbauteil 
mit überschaubaren Aufwand?

2. Ich brauche einen neuen Programmer
Es gibt wohl keinen anderen, den ich für XILINX ISE und ATMEL verwenden 
kann, oder? Die software für die µCs ist mir eigentlich egal. Bisher 
nutze ich avrdude, aber programmieren tue ich im avr studio.
Ich möchte nicht unsummen investieren. Sagen wir mal <25€ wäre meine 
Grenze. Aber wieder käme auch ein Eigenbau in Frage.

3. Ich behalte einen alten 1GHz PC und nutze mein altes Kabel weiter.
Wäre ne akzeptable Lösung, aber tötet den, neudeutsch, "Workflow". Die 
ISE braucht ja schon einiges an Ressourcen und daher wäre es sinnvoll 
auf dem neuen Rechner zu simulieren und synthetisieren. Das Alles dann 
zum Einspielen auf den anderen Rechner zu übertragen wird das Debugging 
zur Hölle machen, oder?
AVR Studio wäre aber gut machbar auf der alten Mühle, z.B. mit WinXP.



Meinungen?
Persönliche Seite #3046577
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A. S. schrieb:
> Mit einem USB-Parallelkabel wird der adapter nicht mehr
> funktionieren, da diese Dinger in der Regel nicht alle parallel-Ausgänge
> gleichzeitig schalten können. Man muss ja genau definierte Flanken und
> timings erzeugen können.

Die Begründung ist nicht richtig, aber die Auswirkung ist richtig 
erkannt: Mit USB geht's nicht. Die einzige Ausnahme ist der 
USB-Parallelport-Adapter von Henrik Haftmann, das aber wird sehr 
langsam.


> 1. Es gibt eine Möglichkeit, meinem neuen Rechner einen brauchbaren
> Parallelport zu spendieren.

Nicht per USB. Als PCI- bzw. PCIe-Karte geht das.

Voraussetzung ist, daß die Software mit den sich ändernden I/O-Adressen 
des Frickelports zurechtkommt. Zweite Voraussetzung ist, daß das 
Betriebssystem sich nicht allzusehr vom Betriebssystem des alten PCs 
unterscheidet - wenn da noch ein Windows 95/98/Me drauf war, wirst Du 
wenig Glück mit was neuerem haben.
#3046613
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A. S. schrieb:

> 2. Ich brauche einen neuen Programmer

Das brauchst Du ohnehin, wenn Du mal etwas anderes als AVRs 
programmieren willst - schon die XMegas haben was anderes. Und Debuggen 
kannst Du über ISP auch nicht. Also ist die Lösung ein AVR Dragon für 
50€. Der kann alles: ISP, PDI, JTAG, dW.

Und für die Xilinx Teile ein DLC9 Clone vom Chinesen. Hat den Vorteil, 
dass das Flashen auch deutlich schneller geht.

fchk
#3046764
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Also reines JTAG kommt für mich leider nicht in Frage, da ich bei meinen 
bisherigen Platinen die entsprechenden pins nicht rausgeführt habe - ich 
habe immer nur das SPI an den header angeschlossen.
Abwärtskompatibilität ist also nötig!


Ich bin schon für eine maximale Flexibilität, wenn ich mir jetzt etwas 
Neues zulege!
möglichst viele AVR-Baureihen (mindestens. SPI) und Xilinx (JTAG) sind 
interessant. Scheint aber nur schwer zusammen zu gehen...

kann man solche µCs überhaupt über SPI debuggen? Wohl kaum, oder? Gerade 
wenn man auch noch das SPI im Quelltext benutzen möchte :)
#3046803
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A. S. schrieb:

> möglichst viele AVR-Baureihen (mindestens. SPI) und Xilinx (JTAG) sind
> interessant. Scheint aber nur schwer zusammen zu gehen...

korrekt.

> kann man solche µCs überhaupt über SPI debuggen? Wohl kaum, oder? Gerade
> wenn man auch noch das SPI im Quelltext benutzen möchte :)

ISP (das was Du als SPI bezeichnest) ist eine reine 
Programmierschnittstelle. Debuggen geht darüber nicht. JTAG und PDI 
können beides. Neuere AVRs haben mitunter auch debugWire, aber das ist 
eher ein Krampf. Diese drei Schnittstellen erfordern ein JTAGice MK ii, 
JTAGice3 oder Dragon, insbesondere zum Debuggen. Punkt. Eine andere Wahl 
hast Du hier nicht. Der AVRISP mk ii kann über PDI nur programmieren, 
aber nicht debuggen.

fchk

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