Suche Lötnägel, Kontaktstifte, Lötstützpunkte, Soldering Pins

#3080143
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Eigentlich sollte man denken es handelt sich um ein triviales Thema aber 
nachdem ich mir nun stundenlang die Finger wund "gegoogelt" habe mal 
eine Frage an das Forum:

Ich benötige für ein vergossenes Modulgehäuse Anschlussstifte um dieses 
Modul auf einer Leiterplatte zu bestücken.

Leider gibt es offenbar nirgens runde, verzinnte, harte, gerade 
Drahtstücke mit einem Durchmesser von 1,1 bis 1,2 mm und einer 
Gesamtlänge von ca. 20mm.

Die üblichen Lötnägel (meist von Fa. Vogt) haben in der Regel 1mm (zu 
dünn) oder 1,3mm (zu dick) Durchmesser.

Oft haben Lötnägel auch eine Verdickung die dann aber leider für mich 
immer an der falschen Stelle ist.

Das ideale Teil sähe so aus:

       =
======= ===============
======= ===============
       =
8mm     15-18mm

       0,5mm


Hat jemand eine Idee?
#3080172
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Nee, das Teil kommt dem was ich suche leider in keine Weise nahe.
An so etwas Ähnliches hatte ich auch schon gedacht (Wire-Wrap-Ausführung 
von IC-Sockel-Kontakten) aber die sind leider zu dünn und ausserdem 
vierkantig.

"Nackte" Drahtstücke aus Phosphobronze (CuZn37) wären schon eine 
"Notlösung".

Wenn man zum Beispiel wüsste wo die Stifte von vergossenen Printtrafos 
herkommen...
#3080232
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Von der Idee her nicht schlecht aber leider viel zu teuer!

Geht um eine (Klein) Serie (500 Stück pro Fertigungslos).

Handelt sich um ein vergossenes 40W-Schaltnetzteilmodul.
Ist eine Notwehrreaktion auf die Abzocke / Nichtlieferfähigkeit der 
Distris von Recom  Arch  TDK-Lamda etc.

Was ich noch gefunden habe wäre das hier:

http://www.conrad.de/ce/de/product/220630/Messing-Rund-Profil-x-L-12-mm-x-500-mm

oder

das hier:

http://www.modulor.de/shop/oxid.php/sid/4fbaf1f320acbb9b9a6fdce303533aea/cl/details/cnid/TF_ENB/anid/131691

Wären halt, wie bereits gesagt Notlösungen zum zurechtschnippeln.
Gast #3080278
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Holger Bettenbühl schrieb:
> Geht um eine (Klein) Serie (500 Stück pro Fertigungslos).

Da sieht die Wlt doch schon ganz anders aus.

Gehst halt in eine Lohndreherei und lässt dir die Dinger aus 
Phosphorbronze o. ä. drehen.

Programm kostet bei den paar Schritten ca. 150 Euro. 
Maschinenzeit/Material geschätzt ähnliche Größenordnung.
Gast #3080291
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Naja, 60 ct für einen Lötstift ist aber auch nicht gerade ein
"Schnäpchen".

Na, dann ist es ja kongruent zu dem hier:

>Ist eine Notwehrreaktion auf die Abzocke / Nichtlieferfähigkeit der
>Distris von Recom  Arch  TDK-Lamda etc.

Notwehrreaktionen sind teurer.
Günstiger ist es mit dem Strom zu schwimmen.
Gast #3080337
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Holger Bettenbühl schrieb:
> Ja, nur leider ist es Kupferdraht und der ist erstens zu weich und
> zweitens nicht gerade (Ist ja auf Rolle gewickelt).

Dann mal ein Spezialist:

http://rst-wire.de/werkstoff/phosphor-bronze-cusn


Der Preis für gute Kontakte kommt übrigens -neben dem Markenaufschlag- 
durch die Präzision und die Galvanik (mehrere Schichten am Ende z.B. 
Hartvergoldet) zu Stande.
#3080338
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Hmm schrieb:
>>Was nutzt das "mit dem Strom schwimmen" wenn kein Wasser da ist!
>
> Der Strom ist immer da, also auch das Wasser.

Ja, das war ein wenig missverständlich ausgedrückt nur leider konnte ich 
es wegen des 15 Minuten edierlimits nicht mehr korrigieren

Gemeint ist folgendes:

Abgesehen von den völlig überzogenen Preisen für diese Module sind sie 
in der Regel auch nur selten schnell lieferbar.

Nach einigen Jahren Ärger mit den Teilen habe ich ein eigenes, 
kompatibles Modul entwickelt welches einen bedeutend besseren 
Wirkungsgrad, ein besseres Modulgehäuse und trotz Eigenfertigung nur 
etwa die Hälfte des normalen Verkaufspreises der Distris kostet.

Um ab Hersteller (ist immer Arch) zu kaufen sind meine Stückzahlen zu 
gering daher muss ich zum Distributor gehen.
Der hat nie auch nur ein Stück an Lager.

Die Verkaufspreise varieren je nach Distri zwischen 50 und 110 € (+ 
Steuer) pro Stück und da denen das zu teuer ist um davon etwas zu lagern 
habe ich die letzten 60 Stück selbst hergestellt.

Problematisch waren bei denen nur die etwas "schwachbrüstigen" 1mm Pins.
#3088602
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Gerhard O. schrieb:
> Die Firma Mill-Max hat ein reichhaltiges Angebot an Lötstiften die
> vielleicht für Dich geeignet wären:
>
> 
http://www.digikey.ca/product-search/en/connectors-interconnects/terminals-pc-pin-connectors/1442576?k=mill-max
>
> mfg,
> Gerhard

Mill-Max war mir bekannt aber die haben nichts passendes. Die meisten 
Stifte sind Vierkantpfosten für Wire-Wrap.
Weiterhin ist der größte Teil von derem umfangreichen Program nur eine 
Katalogfatamorgana die im Falle eines tatsächlichen Bedarfs nur in 
astronomischem Mengen zu bekommen ist.

Zu dem Thema habe ich selbst noch eine Sache gefunden zu der ich noch 
eine kleine Geschichte zu erzählen habe:

Da auch jeder Trafowickler Spulenkörper mit solchen Pins benötigt kam 
ich auf die Firma "Norwe" ond fand dies hier:

http://www.norwe.eu/products/de/017/B01/70425/drawing

Toll, dachte ich, dass war doch genau das was ich suchte!
Also, via EMail eine Anfrage über Preis und Lieferbarkeit von 600 Stück 
abgeschickt und keine Antwort erhalten.

Also rief ich dort an und erfuhr im Laufe des Telefonats das denen 600 
Stück zu wenig sind. Da ich keine Menge genannt hatte und man dort von 
600 Stück sprach zeigte schon mal, dass meine Anfrage gelesen wurde.
Eine Antwort hielt man aber wohl nicht für nötig.

Man sagte mir die Mindestabnahmemenge betrüge 15000 Stück da es sich 
sonst nicht lohnen würde eine entsprechende Drahtrolle zu kaufen.
Ich fragte daraufhin wieso man dann diese Produkte überhaupt auf ihren 
Internetseiten presentieren würde wenn man doch sowieso nur 
auftragsbezogen Drahtrollenweise verarbeiten würde.

Die Antwort war die, dass es doch irgendwann mal auch einen Lagerbestand 
geben könne.
Wie der allerdings bei dieser Arbeitsweise je entstehen solle, konnte 
man mir auch nicht beantworten (Kopfschüttel).

Es ist eigentlich ziemlich traurig wie durch die immer mehr einreissende 
Verhaltensweise von Herstellern und Verteilern (neudeutsch 
Distributoren) Produkte zu presentieren die man gar nicht hat die 
Herstellung von neuen, innovativen Produkten im Keim erstickt.
#3088614
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Timm Thaler schrieb:
> http://www.conrad.de/ce/de/product/220630/
>
> Zum selbst Abschneiden. Halt ohne Sicke oder Verdickung, aber stabiler
> als Kupferdraht.

Ja, das ist auch meine Idee gewesen und mein derzeitiger Favorit.

Wenngleich man die diese Stäbe nicht unbedingt vom ehemaligen 
Bauteilhändler (jetzt Verkäufer von billigen, chinesischen Spielwaren) 
"Conrad" zu dessen Schandpreisen erwerben muss.

Hier eine bessere Quelle:

http://www.architekturbedarf.de/index.php/katalog/artikelinfo/9290-1-show-messing_rundstange_12_mm.html

Hier bekommt man einen Meter blanken Messingstab für 88 cent.
Bei Conrad gibt es 50 cm korrodierten Messingstab zu 1,35 €

Die Sache funktioniert recht gut hat aber ein paar Nachteile:

1.) Zurechtschneiden geht nur mit Trennscheibe
2.) Enden müssen entgratet werden
3.) Leider nicht in verzinnt erhältlich
#3148154
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Abschließend die endgültige, praktizierte Lösung des Problems (traurig 
aber wahr!)

Man nehme "KUPFERDRAHT STARK VERZINNT 10M" mit 1.2mm Durchmesser von 
Conrad Best. Nr. 605514) schneide ihn in Stücke von ca. 1,5m, spanne ein 
Ende in einen Schraubstock und wickele das andere Ende um eine Zange.
Nun das Stück fest ausziehen und die enstandenen, geraden Stücke 
herausschneiden und ablegen.
Nachdem man genügend Stücke vorbereitet hat schneide man mit einer 
Kabelschere (auf keinen Fall Seitenschneider !!!) wegen der sauberen, 
geraden Anschnitte, viele kleine 2cm Stücke (ich benötigte 1000 Stück).

Jetzt besorgt man sich von TME (www.tme.eu) (kommen aus Polen, Sitz in 
Leipzig, hier praktisch nicht zu bekommen da im Rahmen der allgemeinen 
Sparwut im Lauf der Jahre immer kürzer gewordenen) Aderendhülsen für 
1,5mm² mit 12mm !!! Länge (Best Nr. TUL-NI-01512, 1000 Stück=7,27€).

Nun ein um 10 mm abisoliertes Ende einer AWG22/7-Litze (gibts bei 
Metrofunk in Berlin) von der nicht gebördelten Seite in die Aderendhülse 
schieben und ein Drahtstück von der "gebördelten" Seite in die 
Aderendhülse schieben.

Das Ganze nun mit einer Presszange verpressen.

Nun hat man einen erstklassigen, stabilen Pin der durch die vergrößerte 
Auflagefläche auf der Leiterplatte auch nicht seitlich wegbricht.

Die ersten 200 leiterplattenbestückbaren Netzmodule mit 40W sind bereits 
im Einsatz und die Kistenschieber / Umlabeler können ihren Mist in 
Zukunft behalten.

Mein Netztmodul hat über 93% Wirkungsgrad (statt der 82% der 
Fernostware) und produziert daher deutlich weniger Abwärme.

Es kostet mich in der Eigenproduktion nur 70% des günstigsten 
Kistenschieberangebotes, ist "Made in Germany" und sorgt hier für 
Wertschöpfung und Arbeitsplätze.
Leider kann man das Produkt nicht vermarkten da kein Kistenschieber mit 
einer Handelsspanne unter 100% zufrieden ist und es somit nicht 
verkäuflich ist.
Aber das macht mir persönlich nichts aus da ich ja selbst der "Abnehmer" 
bin.

Nie wieder Affentheater mit "untergegangenen Schiffen" aus Fernost, 
Lieferzeiten von 16-30 Wochen, Lagerbeständen von NULL und dazu noch ein 
deutlich besseres Produkt - was will man mehr!

PS: Kistenschieber = Distributor (neudeutsch für "Verteiler")
#3148567
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Hallo Holger,

Holger Bettenbühl schrieb:
> Nun ein um 10 mm abisoliertes Ende einer AWG22/7-Litze (gibts bei
> Metrofunk in Berlin) von der nicht gebördelten Seite in die Aderendhülse
> schieben und ein Drahtstück von der "gebördelten" Seite in die
> Aderendhülse schieben.

Verstehe ich das richtig? Du hast Du die (Anschluss-)Litze bzw. Leitung 
zusammen mit dem Stift vercrimpt und dann in das Board eingelötet? Das 
wäre ja dann eine mögliche Antwort auf meine Frage in diesem Thread von 
mir Beitrag "Litze (0,5 mm² / bis 3A) mit Leiterplatte verbinden. Gibt es alternativen zum anlöten?".
Kannst Du ein Foto von Deiner "Konstruktion" hochladen? Ein Bild sagt 
bekanntlich mehr als tausend Worte.

Mit freundlichen Grüßen
Guido

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