Gute Tag,
immer wieder mal muss ich mir Widerstände basteln, da ich bestimmte
Werte nicht in meinem Sortiment habe.
Kennt vielleicht jemand ein Programm, das anhand von Gesamtwiderstand
und Leistung möglichst einfache Parallel- und/oder Reihenschaltungen
erzeugen kann, die den Eingangsparametern entsprechen?
Danke und viele Grüße
Dieses Thema gab es hier im Forum schon öfter. Ein netter Forenteilneh-
mer hat hier sogar schon ein Programm dazu veröffentlicht (evtl. in der
Codesammlung). Es wurden auch Links zu Online-Rechnern genannt (ähnlich
dem, der gerade von "klettern g." gepostet wurde).
Nur bin ich gerade zu faul, danach zu suchen. Aber vielleicht wirst du
trotzdem fündig :)
PS: Es kann sein, dass in diesen Tools nicht die Leistung nicht berück-
sichtigt wurde.
PPS: Excel & Co sind maximal ungeeignet, um so etwas zu realisieren. Man
könnte allenfalls den eingebauten Basic-Interpreter einen geeigneten
Algorithmus zur Lösungsfindung ausführen lassen. Dann kann man aber auch
gleich ein "richtiges" Programm schreiben.
Yalu X. schrieb:> Excel & Co sind maximal ungeeignet
Ich habe von Leuten gehört (ich kenne natürlich keinen), die schreiben
ihre Geschäftsbriefe aus (angeblich) Bequemlichkeit in Excel.
Taschenrechner? Ist der nach der Schulzeit doch wieder verboten?
Robert schrieb:> Ich habe von Leuten gehört (ich kenne natürlich keinen), die schreiben> ihre Geschäftsbriefe aus (angeblich) Bequemlichkeit in Excel.
Ich hab mal so einen kennengelernt. Der macht Nebenkostenabrechnungen
für Vermieter. Da hat er die Kosten für Öl, Gas, Müllabfuhr und was
weiss ich eingegeben, dazu die Kalorimeterwerte und aus dem Drucker
kamen die kompletten Nebenkostenabrechnungen für die Mieter.
Alles mit Excel. Alles selber gemacht.
Und das geilste war: der Typ war Rentner. Kein Frührentner. So um die
siebzig. Also die Generation, der man zumeist nichtmal zutraut, daß sie
beim PC den Einschaltknopf findet.
mfg.
Ich mache auch alles mit CALC (Excel-Variante von OpenOffice).
Geschäftsbriefe, Auftragsverwaltung, FiBu etc. Mit selbst erstellten
Makros hat man eine extreme Vielfalt an Möglichkeiten für effizientes
Arbeiten.
Ich denke aber, der Dietrich sucht eine fertige Software?
Selber programmieren geht wohl mit ziemlich allen Programmiersprachen.
Auf derlei Antworten hat er sicher nicht gehofft.
etwas OT:
was hat es eigentlich mit diesen 4,7 auf sich?
das scheint mir eine (zu) beliebte zahl bei Widerständen zu sein.. hat
das irgend einen tieferen sinn
Robert L. schrieb:> etwas OT:>> was hat es eigentlich mit diesen 4,7 auf sich?>> das scheint mir eine (zu) beliebte zahl bei Widerständen zu sein.. hat> das irgend einen tieferen sinn
Wenn man 12 Widerstände, z.B. E12-Reihe, mit gleichen geometrischen
Abständen auf eine Dekade, z.B. von 1 bis 10 verteilt, da kommt man
zwangsläufig irgendwo auf den Wert 4,7, so wie auch z.B. 3,3 oder 6,8.
Robert L. schrieb:>>https://de.wikipedia.org/wiki/E-Reihe>> ich glaube, die Erklärung ist: dass es 4,7 auch schon bei E3 gibt..
Ja, die Werte, die in niedrigeren E-Reihen drinne sind, kommen natürlich
auch in den höheren E-Reihen vor.
E3, da bin ich jetzt etwas überrascht. Wahrscheinlich, weil sie nicht
üblich ist. Die Bausteintoleranzen spielen ja bei den Zwischenwerten
auch eine Rolle. Z.B. E12 hat maximal 10%, sonst wäre man ja schon bei
einem benachbarten Nennwert plus Toleranz.
Genaue Zahlen müßte ich jetzt nach schlagen, aber es geht ja ums
Prinzip.
Thomas Eckmann schrieb:> Alles mit Excel. Alles selber gemacht.> Und das geilste war: der Typ war Rentner. Kein Frührentner. So um die
Klar, solche Nutzer gibt es auch, ich hatte allerdings auch schon das
Vergnügen mit Anwendern vom Schlag: "Ich schreibe immer alles in Excel,
da ist das Papier schon so schön liniert und ich weiß immer gleich, in
welcher Zeile ich grade bin."
42m
Was habt Ihr gegen Excel? Das ist sehr vielseitig verwendbar.
Zuletzt machte ich damit noch Statistikauswertungen von langen
Zahlenkolonnen, die mir ein µC seriell ins Terminal einspielte, und ich
die abgespeicherte Textdatei dann wieder in Excel laden kann. Z.B. eine
Plausibilitätsprüfung von Pseudo-Zufallszahlen für ein Spiel, um zu
sehen, wie gut der Algorithmus arbeitet.
Allerdings verwende ich Calc von OpenOffice. Ist aber genau so gut.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Was habt Ihr gegen Excel? Das ist sehr vielseitig verwendbar.
Ich glaube, niemand hat etwas gegen Tabellenkalkulationen. Sinnvoll
angewendet sind sie sehr hilfreich.
Mir persönlich läuft nur immer wieder ein Schauer über den Rücken, wenn
ich sehe, wie manchmal Programme "missbraucht" werden.
Bilder werden in ein Textdokument oder eine Präsentation gepackt, weil
man dann nur eine Datei mailen muss, Briefe in der Tabellenkalkulation
geschrieben, weil da die Linien schon drin sind ... das sind so Dinge,
bei denen ich mir denke: hääääää? Mehr als Kopfschütteln fällt mir dazu
aber leider auch nicht ein.
Ich warte eigentlich nur darauf, daß jemand einen Brief in der
Tabellenkalkulation schreibt und ein Diagramm als handgemalte Zeichnung
einscannt und reinklebt.
42m
Michael Krauth schrieb:> Bilder werden in ein Textdokument oder eine Präsentation gepackt, weil> man dann nur eine Datei mailen muss, Briefe in der Tabellenkalkulation> geschrieben, weil da die Linien schon drin sind ... das sind so Dinge,> bei denen ich mir denke: hääääää? Mehr als Kopfschütteln fällt mir dazu> aber leider auch nicht ein.
Das ist wohl alles wahr. Vor allem transportabel sind solche Dateien
nicht, dafür gibt es aber PDF.
Natürlich schaue ich mir auch an, für welche Aufgabe ich was am besten
verwende. Dem steht aber schon mal ein neues komplexes Tool entgegen, wo
ich mich erst mal eine Woche einarbeiten müßte, um ein paar Zahlen
auszuwerten. Sowas mache ich sinnvollerweise nur, wenn es anders nicht
mehr geht.
Man weiß aber nie, was in anderen Menschen vor geht. Die allermeisten
sind keine Akademiker, und haben auch keine Tools-Lehrgänge, und den
Kopf und Verstand für sowas gar nicht.
Nur ein Drittel aller Bundesbürger kann auch nur Englisch. Es ist zwar
mehr erwünscht, aber das ist eben Wunschdenken.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Man weiß aber nie, was in anderen Menschen vor geht. Die allermeisten> sind keine Akademiker, und haben auch keine Tools-Lehrgänge, und den> Kopf und Verstand für sowas gar nicht.
Akademiker bin ich auch nicht ... ich hab zwar mal ein halbes Semester
studiert, das dann aber zu Gunsten der Praxis aufgegeben.
Aber gerade, wenn ich so lese, was manche Profs für Vorstellungen haben,
wie Arbeiten abzugeben sind, bin ich froh, daß ich diese Ausbildung
nicht bis zum Ende durchlaufen habe :)
Da ist dann gerne mal die Rede davon, daß angehende Informatiker
angehalten werden, ihre Arbeiten als Word-Dokument abzugeben, PDF will
oder kann der Lehrende oft nicht. LaTeX ist ja auch nur was fürs
Schlafzimmer ... das hat in der Lehre nix zu suchen ...
Wenn schon in den heiligen Hallen der deutschen Intelligenz nur noch
"mach Word, mach bunt und mach viel Grafik" gelehrt, zumindest aber
gefordert und höchstens erlaubt wird, darf man sich dann über
Erscheinungen wie "powerpointende" Hausfrauen und Freiherren mit
"besonderem" CV (Strg-C/Strg-V) wundern?
42m
Michael Krauth schrieb:> Akademiker bin ich auch nicht ... ich hab zwar mal ein halbes Semester> studiert, das dann aber zu Gunsten der Praxis aufgegeben.
Dann bist du aber durchaus einer mit besserer Grundbildung, oder?
Wieviel Prozent der Bundesbürger haben noch mal eine Schulbildung, mit
der sie auch ein Studium bestehen würden? Also, sich selbst nicht klein
reden lassen.
Aber ja, ich erlebte da mit der EDV auch viel Grauenhaftes, was an mich
heran getragen wurde.
Michael Krauth schrieb:>> Ich warte eigentlich nur darauf, daß jemand einen Brief in der> Tabellenkalkulation schreibt und ein Diagramm als handgemalte Zeichnung
Noch besser: Ich hatte mal mit jemandem zu tun, der hat die Firmenkosten
mit Excel abgerechnet. Und jedesmal war die komplette Abrechnung falsch.
Er beharrte darauf, das könne gar nicht sein, er hat es ja schließlich
auf dem Computer mit Excel gemacht. Bis ich ihn dann mal bei einer
"Abrechnung" gesehen habe. Er hat sämtliche Berechnungen von Hand
gemacht und die Ergebnisse dann in Excel eingetragen. Darauf muß man
erstmal kommen...
Bernd S. schrieb:> Er hat sämtliche Berechnungen von Hand> gemacht und die Ergebnisse dann in Excel eingetragen. Darauf muß man> erstmal kommen...
Sicher einer mit abgebrochener Maurerlehre. Oder einen, der die Materie
vergessen hat, Kampflernen nur für Klausuren. ;-)
Sowas hatte ich kürzlich im Bekanntenkreis. Der Jung bekam in der Schule
eine Textaufgabe, die er lösen sollte. Folgen und Reihen. Irgendwelche
Tiere haben sich in mehreren Zyklen in verschiedenen Anzahlen
gegenseitig gefressen, und übrig blieb eins. Die Anfangssituation war
gefragt. Die Eltern trugen dann die Werte nacheinander in Excel ein, und
es war sogar auch noch richtig. Aber nur, weil ihnen nirgendwo ein
Folgefehler passierte. Sie sind keine Akademiker, und ich verstehe das.
Als Letzten, der es kann, kontaktierten sie dann mich, um die Lösung
wirklich zuverlässig zu verifizieren, damit der Jung bei seiner
Präsentation in der Schulklasse nicht dumm da steht.
Die Rechnung ging auch rein nur mit Excel, und prima.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Sicher einer mit abgebrochener Maurerlehre.
Hallo Wilhelm,
nee, war leider der Firmeninhaber. Aber rate mal, ob er es immer noch
ist ;-)
Bernd S. schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>>> Sicher einer mit abgebrochener Maurerlehre.>> Hallo Wilhelm,>> nee, war leider der Firmeninhaber. Aber rate mal, ob er es immer noch> ist ;-)
Das gibt es auch heute tatsächlich noch! Wirklich!
Ich war in einer Automationsfirma Schweranlagenbau ausgeliehen, und die
Jungs hatten dort mit komplexer Software und der Anlage zu tun. Nicht
der Leiter! Der kam wohl 1950 mal als einfacher Elektriker da hin. Er
hielt sich dort alleine nur auf Grund der Hierarchie, nicht wegen
Ahnung.
Bei der Post hatte ich bis 1995 auch noch Dorfschmieden aus der Eifel
als Vorgesetzte. Nach dem Krieg nahmen die alles, was zwei Beine hatte.
Gleiches Schema.
Ein Bruder eines Onkels war bis vor ein paar Jahren Gebietsleiter einer
großen Versicherung. Ebenfalls wieder gleiches Schema. Den lösten sie
aber mit 60 kurz vor dem Ruhestand ab, da mußte dann nach neueren
Erkenntnissen ein richtiger BWLer hin. Sie bezahlten ihm den Lohn bis
zur offiziellen Rente weiter, gaben ihm noch einen hübschen Benz mit,
und die Villa hat er ja auch schon.
Wilhelm Ferkes schrieb:> zur offiziellen Rente weiter, gaben ihm noch einen hübschen Benz mit,> und die Villa hat er ja auch schon.
Ja, das sind unsere Leistungsträger... Was die alles heimtragen und
damit für einen Schaden anrichten. Aber Arbeit, Wissen und vor allem
Können zählt immer weniger, wenn man sich so umschaut. Nur noch
Abschlüsse (egel wie sie zustande kamen) und Beziehungen. Und natürlich
das Geld, das für einen arbeitet. Dann braucht man selber ja nicht mehr
arbeiten. Ich kann nur noch den Kopf schütteln.
Aber wir schweifen hier vom Thread-Thema ab, sorry :-)
Bernd S. schrieb:> Was die alles heimtragen und> damit für einen Schaden anrichten. Aber Arbeit, Wissen und vor allem> Können zählt immer weniger, wenn man sich so umschaut
Die heutigen Verlierer sind die ab 1960 geborenen, wie ich, die erstmals
wirklich was leisten mußten, und heute wegen Überalterung ohne Benefits
arbeitslos sind.
Aber ich glaube, wir kommen zu sehr Offtopic.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Michael Krauth schrieb:> Dann bist du aber durchaus einer mit besserer Grundbildung, oder?
So hoch würde ich nicht stapeln wollen.
Ich lese ab und zu mal Zeitung oder ein Buch und versuche, ein wenig auf
der Höhe der Zeit zu bleiben. Ansonsten bin ich recht normal :)
> Wieviel Prozent der Bundesbürger haben noch mal eine Schulbildung, mit> der sie auch ein Studium bestehen würden?
Es muss ja auch nicht jeder studieren. Ich glaube, einen Dipl.-Ing. in
Abflusstechnik würde ich meine Toilette nicht reparieren lassen wollen.
Der soll anpacken und das Problem beheben und nicht philosophieren, daß
er genau weiß und erklären kann, warum es überläuft.
> Aber ja, ich erlebte da mit der EDV auch viel Grauenhaftes, was an mich> heran getragen wurde.
Wenn es nur Hörensagen wäre ... aber manch Grauen habe ich live erlebt.
Und ich kann den Leuten nicht mal böse sein, es hat ihnen ja niemand
gesagt, daß eine Tastatur einen viertel Liter Wasser nicht mag (gut,
hätte man sich denken können) oder daß ein bestimmtes Produkt aus
Redmond sich in einer ganz bestimmten Situation so unberechenbar verhält
(kommt vermutlich kein Mensch direkt drauf, ich hab auch ne Weile
gebraucht).
Insofern ist es nicht nur menschliches Versagen beim Anwender, sondern
oft auch einfach grottiges Anwendungsdesign - also menschliches Versagen
beim Entwickler. Und da können Anwender nun wirklich nix dafür.
Auch wenn manche Anwender wirklich sehr kreativ sind, was ihre
Anwendungen angeht.
Aber jetzt wird es sehr OT ... wir sollten das vielleicht beenden :D
42m