Joel schrieb:
> Sobald ich jedoch den
> Motor wieder einbaue bricht die Spannung auf ca. 1V zusammen.
Das ist nicht verwunderlich. 47K an der Basis sind schon recht viel.
Der Kollektorstrom Ic = Beta * Ib, also dem Basisstrom. Bei
Kleinsignaltransistoren liegt die Verstärkung Beta - je nach Typ - bei
etwa 20-100, bei den Leistungstransistoren bei 10. Mit 30 lässt sich
ganz gut rechnen: Ib = Ic / Beta = 1A / 30 = 30mA. Das ist für
Kleinsignaltypen allerdings schon zu viel. Bei den BCxxx reichen
eigentlich so um die 1-3mA um das Teil gnadenlos in die Sättigung zu
fahren.
Über die Basis-Emitter-Strecke fallen bei der Emitterschaltung 0,7V ab.
Damit gilt für den Basiswiderstand:
R = (U_b - 0,7)/I_sat mit I_sat = 3mA und U_b deiner Betriebsspannung.
Bei 9V wären das über den Daumen 2,8kOhm.
Du hast einen 47k Widerstand genommen. Das entspricht einem Basisstrom
von 1,8*10^-4 A und damit einem Ic von 5mA.
Das sind natürlich nur Schätzwerte, die grob für Kleinsignaltransistoren
gelten. Aber sie zeigen Dir, warum Dein Motor nicht dreht und die
Spannung in die Knie geht.
Außerdem solltest Du bei induktiven Lasten NIEMALS die Schutzdioden
vergessen. Bereits ein kurzer Hochspannungsimpuls, den jeder Motor oder
ein abfallendes Relais erzeugt, reicht, um den Transistor zu killen.
Du willst den Transistor zum Schalten nehmen, also in die Sättigung
fahren. D.h. dass er nicht mehr im linearen Bereich arbeitet. Bei einem
Basisstrom von 3mA wird aber ein Beta von 300 benötigt. Entweder nimmst
Du zum Schalten einen Mosfet, oder Du brauchst einen Treiber. Eine
mögliche Kombination für letzteres wären BC546 als Treiber und ein
BD136/138/140 als Leistungstransistor.
> Ich benutz einen Motor mit 9V und 1A maximaler Stromaufnahme.
> Kann es sein das 1A einfach zu viel für den Transistor sind?
Die 1A nimmt er normalerweise nur unter Last auf. Im Leerlauf sollte es
weit weniger sein - vielleicht so 100-250mA. Wenn der Transistor in der
Type ein BCxxx ist, dann brennt der Dir dabei ab. Es sollte schon ein
BDxxx sein.