Bieten die irgendwelche Vorteile, um sich damit abzuquälen? Die PIC24,
dsPIC und PIC32 sind doch viel programmiererfreundlicher. Besonders die
PIC24 Modelle mit interner Matrix, um die UARTs, PWM, TWI, usw. per
Software auf fast beliebige Ausgänge zu schalten find ich sehr
praktisch.
Oder bei Pic18 bleiben. Gibt kostenlose Libraries für kostenlose (leider
verkrüppelte) Compiler. Haben auch High-Speed, nicht nur Full-Speed.
So als Hobbybastler finde ich die paar Cent Preisunterschied nicht
besonders interresant.
Klar sind die 18er und 24er besser, aber wer einen schnellen und kleinen
16er braucht, ist jetzt besser dran als früher.
Der Post war ja eher als Mitteilung gedacht.
Naja, ich finde, wer wirklich einen PIC16 nutzen muss, ist und bleibt
arm dran. ;-)
Mich wundert es ehrlich gesagt schon sehr, dass von den PIC16 noch neue
Varianten entwickelt werden und dann auch noch ausgerechnet mit USB 2.0?
Der schafft 12 MIPS und hat 1kb RAM und 14kb Flash. Ich kann mir da beim
besten Willen keine sinnvolle Anwendung vorstellen.
Wieviel RAM und Flash bleibt eigentlich übrig, wenn man die USB
Funktionen mit eincompiliert? Ich hatte mal einen kleinen 8-Bit
Mikrocontroller von Cypress mit USB 1.1. Als ich da die nötigen USB
Funktionen mit eincompiliert hatte, war der Flash schon zu 90% voll. Ich
war froh, das ich grad noch so meinen Code reinbekommen habe.
Das Geschäftsmodell der Fa. Microchip ist eher nicht auf Kleinstmengen
für Hobbyanwendungen ausgelegt. Eher für Stückzahlenanwendungen wo es um
"Kampfpreise" geht, deshalb auch soviele Typenm, auch neue von
PIC16F1xxx.
Ob es sich "lohnt" jetzt einen neuen uC-Typ zu nutzen muss jeder selbst
entscheiden.
Viel interessanter als die o.g. Serie PIC16F1455-PIC16F1459 mit USB
erscheinen mir die angekündigten PIC16F1789.
Diese haben 12-Bit ADC , auch "fully differential" Betriebsart.
Erhältlich auch in bastlerfreudlichem DIP28-DIP40 Gehäuse.
Link hier
http://www.microchip.com/wwwproducts/Devices.aspx?dDocName=en559991
Nachteil ist die Verfügbarkeit: Estimated Availability: 31-Jul-2013
Gruss
Ja aber die sind ja noch nicht mal billig. Bei Abnahme von 1000 Stück
kostet einer z.B. 1.39$. Für den gleichen Preis bekommt man einen Cortex
M0 mit USB von NXP.
usuru schrieb:> Den PIC16F1789 hatte ich auch schon im Focus, aber leider noch kein> Sample bekommen.
Das sind geile Teile. Ich habe damit schon mit dem PIC16F1782
gearbeitet. Ich habe den Eindruck, dass die neusten Generationen der
PICs viel besser geworden sind. Auch erscheinen sie mir viel stabiler
als die AVRs. Die XMegas sterben mir nach 100 mal flashen wie die
Fliegen.
So richtig nützlich wäre ein Pic16 mit USB, wenn Smartphones USB Host
hätten.
Heizkörperthermostate, Rollladensteuerungen, Klingelanlagen... alles mit
USB. Einfach Smartphone einstecken, App wird automatisch installiert.
Endlich wieder ohne Handbuch und Gummitasten ein Thermostat einstellen!
PIC16F1459 48MHz Clock -> 12 MIPS vs. ATmega164 20 MHz -> 20MIPS
Ohne die beliebt Diskusion Atmel gegen Pic wieder aufzumachen. Aber das
ist doch nicht schnell...
Rene Schube schrieb:> PIC16F1459 48MHz Clock -> 12 MIPS vs. ATmega164 20 MHz -> 20MIPS> Ohne die beliebt Diskusion Atmel gegen Pic wieder aufzumachen. Aber das> ist doch nicht schnell...
Wie oft spielt denn der "enorme" Geschwindigkeitsvorteil" eine Rolle? Es
geht doch meistens um die Peripherie. Wenn jemand wirklich auf
Geschwindigkeit Wert legt, dann wird er doch gleich zu einem (Cortex)
ARM (wie oben erwähnt) greifen, z.B. die Kinetis-Dinger von Freescale
sind preislich unschlagbar. Also, wenn man nach
Preis/Leistungsverhältinis gehen würde, dann müssten die PICs und AVRs
bald ausgestorben sein oder?
Apropos Freescale Kinetis: ich hatte grad die Werbung von einem Cortex
M0 mit 20 Pins gesehen, im BGA Gehäuse mit 1,9mm x 2mm Kantenlänge. Das
heißt dann "smart dust" :-) Das fand ich beeindruckend. Da klingt ein
neuer PIC16 wie etwas aus dem letzten Jahrtausend. ;-)
> PIC16F1459 48MHz Clock -> 12 MIPS vs. ATmega164 20 MHz -> 20MIPS> Ohne die beliebt Diskusion Atmel gegen Pic wieder aufzumachen. Aber das> ist doch nicht schnell...
Nur kostet der ATMEGA164 eben 5 Euro und der PIC16F1459 nur nur
1.50-1.80 Euro. Beim Basteln ist das wurscht, in der Produktion nicht.
Und den ATMEGA164 gibt es nur mit 44 Beinen, das könnte manchmal schon
zu gross ein.
... schrieb:> Der schafft 12 MIPS und hat 1kb RAM und 14kb Flash. Ich kann mir da beim> besten Willen keine sinnvolle Anwendung vorstellen.
Tja, wenn DU dir keine sinnvolle Anwendung vorstellen kannst, meinst
du daß es somit auch keine sinnvolle Anwendung in dieser Welt gäbe. Das
ist die Chuzpe der Unbedarftheit.
Ich glaub, es war Adenauer, der mal gesagt hatte "Wir leben zwar alle
unter der gleichen Sonne, aber wir haben nicht alle den gleichen
Horizont". Und wenn du dir was nicht vorstellen kannst, dann ist das
dein Problem.
W.S.
usuru schrieb:> Von Microchip gibt es 3 neue schnelle PIC der Reihe PIC16F: PIC16F1454,> PIC16F1455, PIC16F1459, alle laufen bis 48 MHz
Und brauchen minimal wieviele Perioden dieses Taktes pro Instruktion?
Die Taktfrequenz an und für sich ist eine Angabe, die nur für
Schwanzlängenvergleicher irgendeine nennenswerte Bedeutung hat.
Und schon garnicht hat sie irgendwas mit "schnell" zu tun. Ja OK, ein
PIC mit 48MHz wird schneller sein als einer mit 12MHz. Aber immer noch
langsamer als ein AVR mit 12MHz. Das ist der Punkt. Deswegen sollte man
mit Attributen wie "schnell" etwas vorsichtig sein.
... schrieb:> Cortex> M0 mit 20 Pins gesehen, im BGA Gehäuse mit 1,9mm x 2mm Kantenlänge
Ok, da muss ich mal schauen, wo ich eine passende Lochrasterplatine
dafür bekomme. :-P
Die PICs haben den großen Vorteil, dass es fast alle Typen auch im
lochrasterfreundlichen DIP gibt. Und darum ging es hier. Für die meisten
Bastler dürfte es etwas schwieriger werden, ein BGA-Gehäuse mit ca.
0,4mm Ballabstand zu verarbeiten. Abgesehen natürlich von der
ML-Platine.