Brauche Hilfe bei Beamer-Problem

#3140934
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Hallo,

ich habe hier einen "Hitachi ED-A101" Beamer, der leider einen Defekt 
hat. Ein Zahnrad, das für das Aufklappen der Spiegelklappe zuständig 
ist, ist leider zerbrochen. Das Nachkaufen des Zahnrads kommt nicht als 
Option in Frage, da dies um die 150€ kosten würde (wegen 
Einzelanfertigung).
Nun kann die Klappe nicht mehr automatisch geöffnet werden. Der Beamer 
besteht leider darauf, dass die Klappe in einer bestimmten Position 
steht, damit er nicht nach einigen Sekunden automatisch in einen 
Fehlerzustand wechselt (hier gibt der Beamer auch keine Bild mehr aus).
In dem Beamer sind zwei Sensoren eingebaut, mit denen die Position der 
Klappe eingeschränkt feststellbar ist. Entweder ganz auf, ganz zu oder 
irgendwo dazwischen. Dies wird über zwei einfache Schalter geregelt, die 
einfach nur Signallleitungen bei Berührung auf Masse ziehen.
Mittlerweile habe ich die Sensoren ausgebaut. Hiermit kann ich jetzt 
manuell die Sensoren beeinflussen. Auch habe ich die Stromkabel für den 
Motor des Spiegels nach außen geführt. Mithilfe dieser Kabel kann ich 
messen, in welche Richtung der Spiegel gerade bewegt wird (entweder +12V 
oder -12V).

Ich versuche nun mithilfe eines ATMega168 diesen Vorgang zu manipulieren 
und den Beamer glauben zu lassen, dass die Klappe sich in der richtigen 
Position befindet.
Den Strom des Motors kann ich mithilfe von Relais, welche +5V ausgeben, 
wenn der Motor sich bewegt, als Input-Signal verwenden.
Um die Sensoren zu beeinflussen, muss ich lediglich die Signalleitungen 
auf Masse ziehen.

Das Problem hierbei ist, ich weiß nicht woran der Beamer festmacht, dass 
die Klappe sich in der richtigen Position befindet. Also was ist die 
Bedingung für ein "erfolgreiches Aufklappen"?

Vermutungen:
- Ein bestimmtes Zeitfenster muss eingehalten werden, indem der Spiegel 
an einem bestimmten Punkt angelangt ist.
- "Simple" Abfolge von Ereignissen (d.h. wenn bspw. die Klappe ganz auf 
ist (also ein Sensorschalter betätigt wird), dann ist die Klappe in der 
richtigen Position und resultiert nicht in einem Error) -> Diese 
Vermutung hat sich leider nicht bestätigt, da ich schon viele denkbaren 
Abfolgen ausprobiert habe.


Die Frage an euch: Hat jemand vielleicht eine Idee oder einen Ansatz zu 
diesem Problem? Erscheint euch die Idee, die ich verfolge (ATMega168 zur 
Manipulation der Sensoren) als umsetzbar?

Der Fehler in diesem Video ist meinem sehr ähnlich, wenn nicht sogar 
gleich: http://www.youtube.com/watch?v=eCiwfERkULc
Bei 0:21 kann man ungefähr sehen, wie es richtig aussehen sollte: 
http://www.youtube.com/watch?v=z45i-ov3uDo
Die verlinkten YouTube Videos sind nicht meine!


MfG Milka2009

PS: Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich geschrieben. Ich hatte 
echt Schwierigkeiten dieses komplexe Problem in Worte zu fassen.
Persönliche Seite #3141011
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Hallo Milka,

kannst Du mal ein bild vom Zahnrad machen? Vielleicht kann man es ja 
noch kleben. Kannst es mir also auch gerne zuschicken oder selbst 
Kleben.
Hier mal mein kleiner Artikel womit ich es kleben würde: 
industriekleber-sekundenkleber
Natürlich wäre zu prüfen ob es sich um einen schwerverklebbaren 
Kunststoff handelt.

Andererseits:
Wenn Du es tatsächlich mittels µC ersetzen möchtest würde ich Dir 
einfach mal raten es genau so zu machen wie es vorher war...

Das soll heißen, dass Du nicht ein Relais an den Motorleitungen brauchst 
sondern zwei. Mit zwei Dioden verschaltet, damit die Du Drehrichtung mit 
Deinem µC erkennen kannst. (an Kritiker: Relais sollen erstmal reichen!)

So und dann kannst Du eingentlich die ganze Lade Emulieren.

Beispiel:
- Nach dem Einschalten des Beamers wird er womöglich erstmal prüfen wo 
die Lade steht. Hier also "Taster 1" betätigen.
- Wenn er die Klappe hochfahren will sollte erstmal der Taster1 öffnen 
und eine Weile später der Taster2 geschlossen sein. Was ja schon die 
Obere Endlage wäre.
-Falls er in die falsche Richtung drehen will, musst Du ihm dann durch 
belassen der Tasterstellungen mitteilen dass das nicht geht. Hier ist 
der Grund für die zwei Relays. Es könnte sein, dass er das überprüft, 
aus welchem Grund auch immer.
Jedenfalls ist es für das Vorgehen von Vorteil, da man nicht genau weis 
was er wirklich tut. Es vereinfacht die Entwicklung.


Ich empfinde das Projekt, falls das Zahnrad tatsächlich nicht 
wiederbelebbar ist, als sinnvoll.

Gruß Steven
Persönliche Seite #3141017
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Ach ja, man könnte auch das Zahnrad selbst nachbauen.

Man könnte es Ausmessen, Zeichnen und bei Formulor beispielsweise aus 
Kraftplex lasern lassen. Falls ein weiteres Zahnrad aufgebaut ist, kann 
man auch mit zwei oder mehr Schichten hantieren, die dann mit Stifte 
gegen verdrehen schützen und/oder zusammenkleben.

Jetzt kannst Du Dir's raussuchen.

Gruß Steven

PS: Hier der Link zum Artikel: Sekundenkleber - Industriekleber Der 
von Oben ging ja nicht.
#3143642
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Also wegen den Zahnrädern, es sind exakt drei Stück die defekt sind.
Wobei bei zweien von Denen Zähne herausgerissen sind und bei einem ein 
Riss ist. Dieses Zahnrad mit Riss hat das Problem, dass sie bei jedem 
Beamer dieser Bauart nach ca 2 Jahren kaputt gehen. Der Beamer war ein 
Geschenk von meiner Schule da er kaputt war, somit brauche ich auf den 
Service eher weniger hoffen :(
An den Zahnrädern selber bastel ich schon seit nem Jahr aber bis jetzt 
bin ich noch nicht zu einer befriedigenden Lösung gekommen :(
Ich habe mal ein Foto mit den Beschädigungen ( rot markiert ) und die 
Maße der Zahnräder angehängt. Doch eigentlich habe ich sie 
abgeschrieben.
Hier ist eine andere Diskussion über die Zahnräder von einem anderem 
Forum:

http://www.edugeek.net/forums/av-multimedia-related/83771-hitachi-ed-a100-lens-door-error-door-wont-close.html#post953552

Da ich den Beamer gerne trotzdem retten würde hatten ich mich auf die 
Elektronik gestürzt hat dazu vielleicht irgend jemand noch Ideen ?

Bitte nicht verwirrt sein, das der erste Post nicht von mir geschrieben 
wurde, ich war bei nem Freund und hatte ihn um Rat gebeten, doch nachdem 
wir bis mitten in der Nacht herumexperimentiert hatten kam er auf die 
Idee hier nach Hilfe zu fragen und hat dies über seinen acc gemacht.

Vielen Dank für euer Bemühen

Bustux
Angehängte Dateien:
Persönliche Seite #3143700
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Wenn das nicht gerade ein schwerverklebbarer Kunstoff ist (PE, PP o.ä.) 
kann ich Dir das gerne kleben. Mit Sekundenkleber und Füllstoff dürte 
das gehen.

Vielleicht machst Du mal ein Test:
-Sekundenkleber oder Irgendeinkleber auf Papierstreifen
-auf Zahnrad kleben,
-warten
-sehen obs hält; wenn es sehr leicht abgeht kann mans leider schlecht 
kleben.

Gruß Steven
Gast #3684908
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Hier gab es auch schon einen Thread, in dem gezeigt wurde, wie man ein 
defektes Teil abformt und einen Ersatz aus Gießharz fertigt. Dies wird 
von Restaurateuren alter Radios oft für defekte oder fehlende Knöpfe 
durchgeführt. Siehe auch Artikel hier: 
http://www.jogis-roehrenbude.de/Formteile.htm
Für Zahnräder müßte man wahrscheinlich dem Gießharz einen verstärkenden 
Füllstoff (z.B. Fasern) zufügen.
Gast #3691357
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Hallo,

wir werden den Beamer jetzt mal zur der Firma zusenden. Dort hat man 
wohl schon vor Monaten mit dem Nachbau aller Zahnräder versucht die 
Mechanik zur reparieren. Da dies trotz hochwertig gefertigter Zahnräder 
keine zufriedenstellendes Ergebnis gebracht hat, wurde dies dann auch 
eingestellt.

Der Einbau einer neuen Motoreinheit war dann wohl ein voller Erfolg.

Gebe dann später mal ein Feedback

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