PWM und EMV im Auto

Gast #3141369
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Hallo,

ich halte morgen einen kurzen Vortrag zu Leistungsumrichtern in 
Elektroautos. Die größte Stöquelle schein ja die PWM Ansteuerung der 
Leistungsbauelemente zu sein. Nun stellen sich mir noch folgende Fragen:
1:
Wird bei der EMV Prüfung geprüft, ob sich der Inverter selbst duch seine 
eigenen PWM Signale stört, oder ist es wichtiger, dass er nach außen 
möglichst wenig abstrahlt?

2:
Weiß jemand etwas über die konkreten Maßnahmen, die bei der Konstruktion 
eines Inverters angewendet werden?
Beschränken sich die Maßnahmen auf das Verbauen von Abschirmungen und 
unzähligen Induktivitäten?
Ich denke mal, dass da nicht an der Flankensteilheit des PWM Signals 
gedreht wirde, da Energieeffizients ja das wichtigste Thema der Welt 
ist.

Über Quellenangaben wäre ich sehr dankbar.

Gruß,
Johannes
#3141434
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Ähem, die "PWM Ansteuerung" ist i.d.R. nicht die Quelle von den 
Störungen, sondern die damit angesteuerten Bauteile (MOSFET / IGBT) 
erzeugen beim Schaltvorgang mit hoher Flankensteilheit die Störungen.

Deine Frage 1 verstehe ich nicht ganz.
Sicher wird der Umrichter auch mit seinen selbst erzeugten Störungen 
beaufschlagt und muss trotzdem korrekt arbeiten. Mit einer 
synchronisierten Abtastung der Ströme und Spannungen symmetrisch zur PWM 
kann man die Kommutierungsstörungen stark unterdrücken.

2. ich denke folgende Maßnahmen sind sinnvoll:
.Schaltgeschwindigkeit anpassen
.Abtastung synchronisieren
.parasitäre Kapazitäten der Schalter gegen Erde / Gehäuse reduzieren
.EMV Filter => Induktivitäten / Kapazitäten
.Abblockkondensatoren und Tiefpassfilter für steuersignale
.Aufbau mit niedriger Streuinduktivität
Gast #3141491
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Johannes schrieb:
> Die größte Stöquelle schein ja die PWM Ansteuerung der
> Leistungsbauelemente zu sein.

Ja stimmt! Wenn KEINER die Störer ansteuert ist Ruhe.

Johannes schrieb:
> die konkreten Maßnahmen, die bei der Konstruktion
> eines Inverters angewendet werden?

Jahrelange Erfahrung im Aufbau dieser Schaltungen, die Dir keiner in 5 
Minuten verraten wird, weil die Spur des flüssiges Siliziums über den 
Transitorfriedhof zum funktionierenden Produkt sehr lang ist.
Gast #3141754
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Da steht doch "Antwort schreiben" und nicht "Kommentar schreiben".
Wenn ich nach einer Woche fündig geworden wäre, hätte ich nicht gefragt.

@ Michael O.
Vielen Dank, das hilft mir erstmal weiter. Entschuldigung dass ich das 
flasche ausgedrückt habe. Es waren natürlich die durch die Ansteuerung 
erzeugten starken Spannungsänderungen am Ausgang des Inverters gemeint.
Gast #3141763
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Johannes schrieb:

> Wird bei der EMV Prüfung geprüft, ob sich der Inverter selbst duch seine
> eigenen PWM Signale stört, oder ist es wichtiger, dass er nach außen
> möglichst wenig abstrahlt?

Letzteres. Google nach "CISPR-25". Die "richtigen" Normen der OEMs sind 
aber deutlich strenger.


> Beschränken sich die Maßnahmen auf das Verbauen von Abschirmungen und
> unzähligen Induktivitäten?

Genau das will man nicht weil schwer und teuer. Üblicherweise versucht 
man die Störaussendung über ein vernünftiges Leiterplatten-Layout zu 
minimieren.
Gast #3141794
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beim Umbau von einem Opel auf Elektro wurden die störenden Inverter 
einfach abgeschaltet, damit das Fahrzeug seine Zulassung erhalten 
konnte.

Das war der, der die riesigen LiPo Akkus in der Klappkiste im Kofferraum 
hatte. Wer erinnert sich?

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