Hallo liebe Elektronikfreunde,
ich bin Besitzer eines iPads (Version 3) und möchte mir einen MIDI
Controller drum herum bauen. Dank des im Internet erhältlichen
Breakoutboards für das iPad / iPod, sind viele Funktionen, die ich
brauche (Line-Out, Line-In, etc.) bereits abgedeckt. Leider komme ich
jedoch über das Breakoutboard nicht an die MIDI-Funktionen, da es
hierzu, anscheinend, andere Mittel braucht. Hier frage ich euch, wie
dies zu verwirklichen ist.
Es wäre zum Beispiel denkbar, dass ich etwas aufbaue, welches ich an die
USB Pins des Breakoutboards anschließe, sodass alle weiteren Funktionen
weiterhin gegeben sind.
Ich hätte gerne einen MIDI-Out sowie einen MIDI-In.
Besten Dank und liebe Grüße,
Christian
Christian schrieb:> da es hierzu, anscheinend, andere Mittel braucht.
In der Tat. Du kommst nicht umhin, Dir das "Camera Connection Kit"
anzuschaffen. Das enthält neben einem für diese Aufgabe uninteressanten
SD-Kartenleser für den Dock-Anschluss auch eine USB-Host-Schnittstelle
für den Dock-Anschluss.
An die kannst Du eine übliche USB-MIDI-Schnittstelle anschließen, die Du
auch durchaus mit einem AVR und V-USB selbst basteln kannst. Damit das
ganze funktioniert, sollte das USB-Gerät allerdings keinen Strombedarf
von mehr als 20 mA anmelden.
Um es nochmal klarzustellen:
Es führt kein Weg um das "Camera Connection Kit" herum, das ist
zwingend erforderlich.
Kommerziell produzierte Midi-Interfaces, die direkt am Dock-Verbinder
angeschlossen werden können, enthalten einen Hardware-Dongle-Chip, den
Apple nur an ausgesuchte Mitglieder des für Normalsterbliche nicht
zugänglichen "MFi"-Programmes verkauft, und der zwingend erforderlich
ist, damit das iPad (oder iPhone/iPod) mit dem Gerät zusammenarbeitet.
Hallo,
vielen Dank für eure Antworten.
Ja, das CCK habe ich bereits.
Die gepostete Lösung von axe4life (hier übrigens eine aktuellere Version
http://axe4live.wordpress.com/2012/02/04/diy-midi-interface-for-ipad-version-2/
) ist genau das, was ich suche. Leider gibt es den Code nicht
öffentlich. Ich hab ihn mal angehauen, ob er den veröffentlichen möchte.
Ich muss dazu sagen, dass ich selbst keine Ahnung von Mikrocontrollern
habe.
Ich kann Schaltungen aufbauen... kein Problem. Aber bei Programmierung
hörts auf und ehrlich gesagt möchte ich mich für dieses "winzige"
Projekt nicht die Arbeit machen und mich reinarbeiten. Wenn das jemand
für mich macht, bin ich auch gern bereit, das zu entlohnen.
However: Wieso könnte ich nicht die vier Pins des USB Mini direkt an die
vier USB Pins des Breakoutboards löten? Ist doch letztlich nichts
anderes.
Christian schrieb:> ist genau das, was ich suche
Und was ist hiermit?
http://cryptomys.de/horo/V-USB-MIDI/index.htmlChristian schrieb:> Wieso könnte ich nicht die vier Pins des USB Mini direkt an die> vier USB Pins des Breakoutboards löten?
Die USB-Schnittstelle, die auf dem Dock-Stecker liegt, ist keine
USB-Host-Schnittstelle, sondern eine USB-Device-Schnittstelle. Die
Host-Schnittstelle erzeugt einer der Chips im "Camera Connection Kit";
das enthält nicht nur den bereits erwähnten Hardwaredongle-Chip.
Hier ein paar Bilder, wie das Ding von innen aussieht:
http://www.flickr.com/photos/omegatron/sets/72157627862038757/
Hey,
okay. Ist jetzt auch klar, warum das Breakoutboard damit nicht
kompatibel ist.
Auf den V-USB-MIDI bin ich auch schon gestoßen. Leider blicke ich jedoch
nicht so wirklich:
a.) Wo in dem Schaltplan die MIDI-Buchse(n) ist/sind.
b.) Wie ich die Firmware auf einen Atmel kriege.
Das Projekt, was ich da vorhin ausgesucht habe, ist eher eine Art
MIDI-Keyboard, also nicht das, was ich Dir eigentlich zeigen wollte.
Sorry.
Nimm besser das hier:
http://morecatlab.akiba.coocan.jp/morecat_lab/MOCO-e.html
b) ist hier schon zigtausendfach geklärt worden, es gibt diverse
Möglichkeiten, AVRs über deren ISP-Schnittstelle zu programmieren, das
fängt mit einfachen Programmieradaptern für den Parallelport (keine
USB-Druckeradapter!) an und geht bis hin zu komfortableren USB-Adaptern.