Sascha M. schrieb:
> Hallo,
> wir programmieren bei uns in der Schule gerade einfache Beispiele mit
> PIC Mikrocontrollern (PIC18F876).
So machten wir es in Mikroprozessortechnik im Studium auch. Anfangs erst
mal die Architektur und den Befehlssatz und das Datenblatt eines
mittleren Typen besprechen, und dann ging es ins Labor, MPLAB
downloaden, installieren, und mit dem Simulator arbeiten.
> Leider fehlt mir noch etwas der
> Durchblick und ich bin auf der Suche nach einem guten Buch. Kann jemand
> von euch ein Buch empfehlen? Ich habe mir schon mal das Buch
> Mikrocontroller für Einsteiger angesehen und es sieht recht brauchbar
> aus.
Ein Buch ist für einen Einsteiger immer gut. Ich hatte aber vom 8051
schon Bücher und erweiterte Kenntnisse, das hilft dir aber sicherlich
nicht so. Das Mikrocontroller-Kochbuch verhalf mir vor 20 Jahren am
besten zum Einstieg.
Wenn man die Möglichkeit hat, dann besucht man aus eigener Erfahrung am
besten mal einen großen Buchhandel in einer großen Stadt wie Köln. Da
gibt es fast alles, was der Markt bietet, direkt zum Anschauen. Alleine
nur der Elektronikbereich ist in solchen Häusern größer, als ein ganzer
Buchladen einer Kleinstadt. Bei Gonski in Köln verbrachte ich früher
ganze Nachmittage 4-5 Stunden nur Bücher anlesen, bevor ich mich zum
Kauf entschied. Na ja, sie verkauften an mich ja auch über die Jahre,
sicherlich über 1000 Euronen. Sonst wäre ich selbst auch nicht so weit
gekommen.
Auf Empfehlungen gab ich wenig, schaute mir immer Bücher selbst an, und
entschied, was mir persönlich am besten gefällt.
Für den PIC suchte ich mir immer was auf der Microchip-Homepage
zusammen, die haben da schon eine Menge brauchbarer Dinge wie
Application-Notes. Man will ja seine Bausteine verkaufen, und
schmackhaft machen. Die Microchip-Homepage und Code war auch der Tipp
des Professors. Wir gründeten Arbeitsgruppen, die den fertigen Code in
Projekten zusammen kloppen sollten. Microchip hat aber auch einiges an
Codesammlung, die kompletten Mathe-Routinen inklusive Floating Point,
alles in Assembler.
Im Augenblick habe ich 30 ausgedruckte Seiten des Datenblattes PIC12F675
hier liegen, nur die Features, mit denen ich gerade arbeite. Die
gesamten 128 Seiten drucken war mir zu viel des guten. Das sind dann
Pinbelegung, Configuration, und die beiden Registerbänke, und noch Timer
und Comparator. Um auch beim Kaffee und ausgeschaltetem PC mal ein wenig
zu schmökern, oder eine halbe Stunde draußen auf einer Sitzbank in der
Sonne.
Sprut scheint vom Hörensagen gut, aber damit hatte ich es noch nicht so.
Einen Programmer für 30€ will ich auch gar nicht selbst basteln, sowas
kauft man. Im Augenblick besitze ich auch nur das PICkit1 für die
kleinen PICs. Vielleicht steige ich da mal noch auf.
> Danke schon mal für eure Antworten.
Bitte.
Apropos Englisch: Für Datenblätter muß man schon mal in der Lage sein,
das zu lesen, und wirklich alles zu verstehen. Man kommt in der Technik
gar nicht daran vorbei. Die jüngeren Generationen sollen es angeblich
aber besser können, als wir alte Knacker Ü50.