rabarto schrieb:
> ich möchte eine maximal einfach aufgebaute IR-Remotecontrollschaltung
> realisieren. Diese muss im Grunde nur 2 verschiedene Codes senden (mehr
> ist auch ok). Auf Empfängerseite ist ein TSOP31238 mit µController, der
> auch ein einigermaßen unsauberes Signal interpretiert kriegen sollte.
Was ist für dich "einfach" und was nicht?
> Der Sender soll aber ohne µC oder Spezial-ICs auskommen.
Warum? Was spricht gegen einen z.B. AtTiny? Wenn du einen µC auf
Empfängerseite programmieren kannst, dann doch sicher auch einen im
Sender.
> Ich dachte
> zunächst an einen 555er zur Taktgenerierung und für die 2 Codes
> Frequenzhalbierung durch Veränderung der RC-Parameter.
Der 555 ist lausig für solche Sachen. Zumal du ja erst mal die
Trägerfrequenz erzeugen mußt und dann noch die Modulation. Ein einzelner
555 reicht also nicht.
> Ich bin mir aber
> nicht sicher, ob der TSOP die halbe Frequenz dann nicht bandfiltert.
Die Modulationsfrequenz mußt du auf jeden Fall konstant halten. Und ein
TSOP braucht auch einen extra Burst vor dem Telegramm, damit sich seine
AGC einstellen kann.
> Hat wer Ideen?
Klar. Ein Tiny25 o.ä. im Sender. Im Empfänger IRMP. Und dann
irgendein standardisiertes Protokoll. Als Sender könnte man IRSND
nehmen, aber kleiner und und relativ trivial wäre eine Implementierung
von z.B. NEC. Einen funktionierenden und getesteten(!) Empfänger kriegst
du ja frei Haus.
Ein Standardprotokoll hat auch den Vorteil, daß man es einer
Universalfernbedienung beibringen kann. Es gibt nichts ätzenderes als
Geräte mit einem proprietären Protokoll, die dann ausschließlich mit der
Original-Fernbedienung funktionieren.
XL