Hallo,
Ich Suche nach einer Möglichkeit eine Festplatte auf 'Knopfdruck'
getriggert unbrauchbar zu machen. Daten sollen auch im Labor nicht
rekonstruierbar sein.
Meine Ideen sind bisher die folgenden
-hardware Verschlüsselung einsetzen und den Key auf einem Chip speichern
und dann beim Trigger entweder den Chip irgendwie zerstoeren oder
mehrmals überschreiben.
- Beim Trigger eine kleine Dose in der Festplatte offnen, in der Sand
enthalten ist.
- Eine Waermequelle in der Festplatte installieren, die die Platten auf
über die Curie Temperatur erhitzen kann.
Diese Methoden erscheinen mir alle recht schwer umsetzbar. Wem fallt
eine Losung ein, die leicht umsetzbar ist oder sogar schon umgesetzt
wurde?
c4 an der Festplatte anbringen :D
Scherz beiseite, verschlüssel die Platte einfach gut und schluck den
Zettel mit dem Passwort einfach runter, falls wer kommt
Bei SSD Festplatten könnte man versuchen einen ordnelich Starken Impuls
über die Spannunsversorgung der HDD zu schicken um den Falsh zu grillen.
Allerdings keine Garantie :-D
MfG.
Tim H. schrieb:> c4 an der Festplatte anbringen :D>> Scherz beiseite, verschlüssel die Platte einfach gut und schluck den> Zettel mit dem Passwort einfach runter, falls wer kommt
Ist gut, besser noch es gibt keinen Zettel. Wenn Du bei der
Hausdurchsuchung etwas vernichtest (und das wird bemerkt) dann wird
gerne Verdunklungsgefahr bejaht und Du kannst Dich mit einiger
Wahrscheinlichkeit bis zur Verhandlung in U-Haft vergnuegen.
Vielleicht geht die Antwort in die falsche Richtung, aber Truecrypt hält
den Schlüssel nur im RAM, ein Druck auf Reset hilft also, die Daten vor
Zugriff zu schützen, wenn das Passwort nicht erpreßt werden kann.
Ja nach Datenmenge wäre vielleicht auch dies eine Lösung:
http://www.picosafe.de/
noPlan schrieb:> Bei SSD Festplatten könnte man versuchen einen ordnelich Starken Impuls> über die Spannunsversorgung der HDD zu schicken um den Falsh zu grillen.> Allerdings keine Garantie :-D
In so einem Fall würde man vermutlich die Schutzdioden grillen oder
genau einen Speicherbaustein, aber der Rest wäre vermutlich noch intakt.
Mein Tipp wäre:
Es gibt Verschlüsselungen die mit einem USB-Stick laufen wo der Key
drauf gespeichert ist. So nen Stick zu killen wäre deutlich einfacher,
geht zur Not auch mechanisch.
Aber Aufpassen! Der Key wird vermutlich noch im RAM sein und dort bleibt
er, wenn man den stark herunterkühlt, noch einige Zeit erhalten.
Selbst wenn Du die Elektronik restlos ausbaust, störst Du damit kein
einziges Bit.
Einen kräftigen Magneten draufhalten, wie im Film, ist auch nutzlos. Ich
würde mich nicht wundern, wenn sogar der vielzitierte elektromagnetische
Impuls, hier bestenfalls die Fehlerkorrektur zum Glühen bringt.
Wenn Dein Knopf allerdings eine 250 Tonnen Presse in Gang setzt, sollte
es möglich sein.
Thomas Schulz schrieb:> Ich Suche nach einer Möglichkeit eine Festplatte auf 'Knopfdruck'> getriggert unbrauchbar zu machen. Daten sollen auch im Labor nicht> rekonstruierbar sein.
Mädchenmethode: Festplatte extern anschließen und in einen dicken
Shredder legen. Auf Knopfdruck sind alle Beweise vernichtet.
Männermethode: Noch einen größeren Shredder kaufen und den ganzen PC
hineinstellen.
HDD mit Quecksilber fluten, das ergibt mit dem Alu der Scheiben (aber
auch mit dem Gehäuse) ein mechanisch instabiles Amalgam.
HDD evakuieren, durch das fehlende Luftpolster gibt es einen Headcrash -
evtl. kann man jedoch einen Teil der Daten (sehr aufwendig)
rekonstruieren.
@eProfi
Lass' Punkt 1 ja nicht die Umweltschutzbehörden hören.
Auch wenn das Europäische Parlament das Quecksilber in Lampen als "Gut"
eingeordnet hat und das im Thermometer als "Böse".
Es gibt elektomagnetische Spulen, wie sie z.B. zum entmagnetisieren von
Rohren TV genutzt werden, oder besser gesagt genutzt wurden.
Wenn du eine solche über die FB hälst und kurz einschaltetst, dann sind
deine Daten garantiert weg und können auch im Labor nicht mehr
hergestellt werden.
Chemie Firmen nutzen diese um ihre PC's zu löschen, bevor sie die PC zum
schredern bringen.
Ich weiss das von einem Kollegen, der da arbeitet und habe es auch
selber ausprobiert. Eine Sekunde einschalten und dann ist nichts mehr zu
machen.
Wie die meissten hier schon treffend erkannt haben, gibt es einige
urbane Legenden, die sich bis heute halten
- Das Löschen per (E-) Magnet (klar: durch ein magnetisch abschirmendes
Gehäuse HaHa!)
- einen künstlich erzeugten Headcrash (Klar geht das, solange der
Headcrach alle Spuren auf allen Plattern ankratzt. Bemannte Raumfahrt
ist schließlich auch möglich...)
- Eine Presse (Funktioniert auch, Hauptsache, alle Plattern werden nicht
zusammensetzbar zerstört, ansonsten wird das nur eine hohe Rechnung
eines beliebigen kommerziellen Dattenretters werden)
die beste Methode ist eine Veschlüsselung der Platte. Schlüssel weg =
Daten weg.
Die Achillesferse: die Sicherheit der Verschlüsselungssoftware oder
-hardware. Bei Software gibt es zb so supertolle Software wie
SafeGuardEasy, was trotz AES von einem LKA-Beamten umgangen werden
konnte. Oder truecrpyt (kostenlos, aber nicht openSource!), wobei ich
noch keine Sicherheitswbetrwchtung von TC gelesen habe. Allen gemein:
ist die Maschine an und die Platte in Benutzung, kommt man auch an die
Daten. Und per Kältespray hat man auch Ram-einsicht auch (Minuten) nach
dem Abschalten.
Desweiteren: Es gibt mehrere Rootkits, die en passant auch bitblocker,
TC SGE und co. aushebeln.
Bei Hardware sieht die Landschaft wieder bunter aus. Da gibts Hardware,
die ein festes XOR-Muster auf die Plattendaten legen ( Zum knacken
reichen Papier + Bleistift) oder andere, die den Schlüssel codiert auf
einen geschützten Sektor der Platte ablegen (Sog selbstverschlüsselnde
Drives)..
Ansonsten kann ich noch ein paar wenige Exemplare des Enova Xwall MX256C
anbieten. Vorteil: Transparent für alle Partitionierer, Formatierer,
Betriebsysteme etc. Bekommt den Schlüssel nicht rücklesbar beim
Asic-Start über eine extra-Schnittstelle.
Gruß
Andy
Ich hatte die idee das du über ein Schütz das du per Taste aktivirst
eine Hohe Spannung auf die Platte schickst. diese Brennt durch und ist
nicht mehr zu nutzen.
ansonsten würde ich dir eine gute verschlüsselung empfehlen. Ein
geeignetes Programm wäre Truecrpyt unter http://www.truecrypt.org/ mit
einem Ausreichend komplaxen Passwort das heißt groß kleinschreibung
Sonderzeichen und Zahlen und min. 8 Zeichen.
Andy P. schrieb:
[...]
> konnte. Oder truecrpyt (kostenlos, aber nicht openSource!), wobei ich
Eehhhh, Du meinst die "TrueCrypt 7.1a Source.tar.gz" auf meiner
Festplatte enthält garnicht den Sourcecode? Verdammt! ;-)
> noch keine Sicherheitswbetrwchtung von TC gelesen habe. Allen gemein:> ist die Maschine an und die Platte in Benutzung, kommt man auch an die> Daten. Und per Kältespray hat man auch Ram-einsicht auch (Minuten) nach> dem Abschalten.> Desweiteren: Es gibt mehrere Rootkits, die en passant auch bitblocker,> TC SGE und co. aushebeln.
Das ist natürlich wahr. Siehe "Gedanken machen wogegen genau man sich
verteidigen will".
Wenn man den Rechner über Nacht ausschaltet ist z.B. Truecrypt eine gute
Verteidigung gegen "Polizei klingelt um 06:00 mit
Hausdurchsuchungsbefehl", aber nicht brauchbar gegen "BKA pflanzt
Bundestrojaner auf dem Rechner".
openSource bedeutet mehr als das Liefern des Sourcecodes. Schonmal
überlegt, wie du den aus dem Sourcecode generierten Treiber signieren
lassen willst? ;) oder wie man überprüfen will, ob der signierte Treiber
der binaries auch dem Treiber aus dem Sourcecode entspricht? Okay, das
ist eine Frage, die eigentlich Microsoft gestellt werden muß.
> Siehe "Gedanken machen wogegen genau man sich verteidigen will"
Stimmt. Das sollte die allererste Frage sein, die man sich stellen muß.
Andy P.
Schön, dass man hier auch bei Straftaten Unterstützung findet! :-)
Die runcore SSD sieht echt nett aus. Ich nehme mal an die Runcore SSD
hat noch einen Controller eingebaut der sicher stellt das jeder Flash-IC
auch einzeln gebrutzelt wird und nicht nach Ausfall eines Flash-ICs oder
einer Schutzdiode die Brutzelei schon vorbei ist.
Ich hätte jetzt auch an SSD+hohe Spannung gedacht. Über Schalter 230V
Netzspannung auf die Versorgung der SSD bringen sollte reichen, oder?
:-)
Wenn man ganz sicher gehen will schaltet man die Spannung direkt an die
Versorgungspins der Flash-ICs. Dann raucht die Platte bestimmt auch
effektvoller ab als die runcore SSD :-P
Man man man auf P0rnos gibt es doch garkein Urheberrecht mehr!
http://heise.de/-1908794
Kannst also beruhigt schlafen und die Rechenleistung zum Dekodieren
statt Verschlüsseln nutzen!
Die effektivste Methode dürfte in der totalen physischen Zerstörung der
Platte liegen (das Thermit ist ein guter Anfang). Ich würde etwas in die
Richtung SSD+Großkalibrige-Schreckschußpatrone an jedem Flash-chip
anstreben. Wenn nämlich das Silizium zu Staub zerpustet ist dann hilft
keine Datenrettung der Welt und gegen den Bundestrojaner einfach
irgendein okultes OS nehmen (würde mich wundern wenn der z.B. auf BSD
läuft, selbst Linux dürfte schon gewissen Ärger für diese leutchen
bedeutchen). Oder einfach den gesamten Internet-Traffic überwachen.
Die Frage ist hald immer was dein "worst-case" Szenario ist. Zum
Beispiel lohnt es sich für Filme im Wert von paar 100€ nicht eine
Killer-konstruktion für mehrere k€ zu bauen ^^. Wenn du jedoch Terrorist
bist und Angst hast das auf deinem PC noch dein "Termin"-Planer ist dann
sieht das ganz anders aus ^^
PS: das mit dem Terrorist war nur ein Witz, also nicht losflamen bitte
^^
Amateur schrieb:> Wenn Dein Knopf allerdings eine 250 Tonnen Presse in Gang setzt, sollte> es möglich sein.
Na, 40 Tonnen müssten da auch reichen :-)
Und es kommt darauf an. wer an der Tür klingelt.
Ist es der Papi, reicht schon den Stecker ziehen oder "Boss"-Taste.
Michael_ schrieb:> Ist es der Papi, reicht schon den Stecker ziehen oder "Boss"-Taste.
und ein entsprechender schreibtisch um die hose auf halbmast und den
entsprechenden fahnenmast unterzubringen ;-)
zum thema:
solange irgendwelche daten vorhanden sind besteht auch die (wenn auch
entfernte) möglichkeit, dass diese entschlüsselt werden können wenn die
schlüssellänge kleiner als die nachrichtenlänge ist.
"auf knopfdruck" ist immer relativ - wenns in sekunden(bruchteilen)
gehen muss, dann hilft (höchstwahrscheinlich) wirklich nur die
zerstörung der platte. thermit und c4 (auch wenn ich knauerit anstatt c4
nehmen würde) wurden ja schon genannt. bei einem sind es sekunden bis
das ding durch ist, beim anderen sekundenbruchteile. das problem an der
explosiven lösung: wie bringt man eine festplatte 300 meter entfernt
unter damit man sie noch benutzen kann ohne dass man im fall des falles
selber den löffel abgibt (ein halbes kg. plastiksprengstoff kann einem
ganz schön den tag vermiesen)? ;-)
Thomas Schulz schrieb:> Ich Suche nach einer Möglichkeit eine Festplatte auf 'Knopfdruck'> getriggert unbrauchbar zu machen. Daten sollen auch im Labor nicht> rekonstruierbar sein.
Was mag da wohl oben sein? PFUI !!!
Arduino Pilot schrieb:> Ich hatte die idee das du über ein Schütz das du per Taste> aktivirst> eine Hohe Spannung auf die Platte schickst. diese Brennt durch und ist> nicht mehr zu nutzen.
Super Idee! Damit grillst du die Elektronik, und die Daten selbst
bleiben fein säuberlich lesbar auf den Platten gespeichert.
Dass jemand in einem Notfall noch schnell die Platte selbst zerstören
kann (wenn es auch nur ein Knopfdruck ist) ist wohl kaum machbar. Außer
Du verbindest das mit der Türklingel.
Es benötigt in der Festplatte eine spezielle Software, die erst einen
Unlock macht, ohne den wird die Festplatte zerstört.
Als "Zerstörer" würde ich etwas aus der altbewährten Fotografie
verwenden:
Magnesiumpulver.
Brennt schnell und heiß und sollte leicht beschaffbar sein. Das Pulver
muss natürlich im Festplattengehäuse innen drin rein geklebt werden, was
wohl auch schon ziemlich fummelig ist und Staub sollte auch keiner rein
kommen.
Der Zünder muss natürlich in der Festplatten-Elektronik drin sein, denn
die Geheimdienste werden wohl kaum den PC selbst einschalten, sondern
eher die Festplatte ausbauen und in einen geschützten PC einbauen und
die so als zweite Disc betreiben. Dann sieht man alle Partitionen und
kann alles lesen - unabhängig vom ehemals installierten Betriebssystem.
Schlussendlich darf die Disc von außen auch nicht manipuliert aussehen
und wenn man es richtig macht wird dann auch gleich der PC vom
Geheimdienst mit angezündet.
Viel Spaß bei Deinem Vorhaben.
Markus Müller schrieb:> Der Zünder muss natürlich in der Festplatten-Elektronik drin sein, denn> die Geheimdienste werden wohl kaum den PC selbst einschalten,
Man könnte eine 2,5" Platte vielleicht im 3,5" Gehäuse unterbringen.
Dann müsste genug Platz für Zerstörungsmaßnahmen sein. Man könnte daran
vielleicht unauffällig einen Anschluss für ein Keypad vorsehen.
Anschluss an PC ohne Keypad -> Zerstörung
drei mal falsch eingegeben -> Zerstörung
Gehäuse geöffnet -> Zerstörung
Bekommt man C4 im Baumarkt? Ich würde zu Thermit tendieren. Die Frage
ist da nur: Wie elektrisch zünden? Das ganze dann im 3,5" Gehäuse
unterzubringen finde ich immernoch sportlich.
Sind bei Wohnunsdurchsuchungen immer absolute Fachleute dabei ?
Ich meine Eventeull brauchst du deine Festplatte nicht Zerstören.
Einfach in ein Wlan Nas gehäuse irgendwo gut verstecken. Zur sicherheit
noch verschlüsseln.
Wenn nun deine Wohnmung durchsucht wird und deinen Pc sichergestellt
wird, weiß doch niemand das du ein NAS in der Wand hast und niemand wird
gezielt danach suchen.
Die Frage ist gar nicht so uninteressant und abwegig und stellt in der
Tat auch einen Bereich in der Entwicklung dar.
Eine Entwicklung geht aktuell auf die Schiene mit explosivem Silizium.
Dabei wird das Si auf dem Chip so verändert, dass es beim Anlegen einer
Spannung knallt.
SSDs sind da nebenbei dankbarer. Ohne Verschlüsselung lassen sich die
Daten selbst beim Controllerdefekt zu großen Teilen wiederherstellen.
Festplatten sind für eine Selbstzerstörung zu unempfindlich (wenn man
mal Thermit als Finalisator außen vor lässt).
Wenn Du die Windows-Verschlüsselung drauf hast, und keinen Ruhezustand
aktiviert hast (bei diesem lässt sich der Schlüssel für die
HDD-Verschlüsselung auslesen), dann stehen die Chancen schonmal gar
nicht schlecht, die Daten unzugänglich zu machen.
Allerdings funktioniert das nicht in Amerika - eine Frau, deren Daten
dort verschlüsselt waren - wurde vom Gericht zur Beugehaft verurteilt.
Solange sie die Daten nicht freigibt, sodass die Ermittlungsbehörden
Zugriff nehmen können, sitzt sie im Knast.
Frag mal den Snowden, der weiß wo das Backup deiner Platte liegt.
Bei derlei Fragen ist doch ein illegaler oder zumindest sehr
zwielichtiger Hintergrund zu vermuten und ich finde, außer die
Spaßantworten, sollte da keiner drauf antworten.
Im Übrigen, es sind schon entsprechend viele "Reizwörter" gefallen,
sodass man sich nun mit dem Pseudonym beschäftigen wird.
Martin Schwaikert schrieb:> Allerdings funktioniert das nicht in Amerika - eine Frau, deren Daten> dort verschlüsselt waren - wurde vom Gericht zur Beugehaft verurteilt.> Solange sie die Daten nicht freigibt, sodass die Ermittlungsbehörden> Zugriff nehmen können, sitzt sie im Knast.
Gibt es hier auch.
Martin Schwaikert schrieb:> Allerdings funktioniert das nicht in Amerika - eine Frau, deren Daten> dort verschlüsselt waren - wurde vom Gericht zur Beugehaft verurteilt.> Solange sie die Daten nicht freigibt, sodass die Ermittlungsbehörden> Zugriff nehmen können, sitzt sie im Knast.
Dafür muss man nicht in Amerika leben, das wird hier genau so
gehandhabt.
F. Fo schrieb:> Martin Schwaikert schrieb:>> Allerdings funktioniert das nicht in Amerika - eine Frau, deren Daten>> dort verschlüsselt waren - wurde vom Gericht zur Beugehaft verurteilt.>> Solange sie die Daten nicht freigibt, sodass die Ermittlungsbehörden>> Zugriff nehmen können, sitzt sie im Knast.>> Gibt es hier auch.
In Deutschland gilt der Grundsatz, dass man sich selbst keiner Straftat
bezichtigen muss - dazu zählt auch, dass man den Schlüssel für die
Festplatte nicht herausgibt. Es gibt auch keinen Straftatbestand der
Behinderung der polizeilichen Ermittlungen. Es besteht also keine
Handhabe gegen jemanden, die Daten zu entschlüsseln. Allerdings gilt
auch: In dubio contra reo - also jemand, der unschuldig ist, wird sich
nicht weigern ;)
F. Fo schrieb:> Martin Schwaikert schrieb:>> Allerdings funktioniert das nicht in Amerika - eine Frau, deren Daten>> dort verschlüsselt waren - wurde vom Gericht zur Beugehaft verurteilt.>> Solange sie die Daten nicht freigibt, sodass die Ermittlungsbehörden>> Zugriff nehmen können, sitzt sie im Knast.>> Gibt es hier auch.
Welches Gericht? Aktenzeichen?
Martin Schwaikert schrieb:> In Deutschland gilt der Grundsatz, dass man sich selbst keiner Straftat> bezichtigen muss - dazu zählt auch, dass man den Schlüssel für die> Festplatte nicht herausgibt.
Mir ist auch noch nicht bekannt, dass man hierzulande dazu gezwungen
werden könnte. Wenn es sich bei dem fraglichen Rechner um ein portables
Gerät handeln sollte, dann kann das jedoch ein Thema werden. Denn das
wird anderswo auch anders gehandhabt. Mir spukt da beispielsweise
Grossbritannien im Kopf herum.
Unabhängig davon kann man an manchen Grenzen zurückgewiesen werden, wenn
man sich unkooperativ verhält. Dagegen hilft logischerweise keine
Verschlüsselung. Egal an welcher Stelle und in welcher Form.
An die Fans von Sprengstoffen in Notebooks auf Flugreisen: Wenn sie euch
jemals wieder rauslassen sollten, dann gibts zu dem Zeitpunkt
wahrscheinlich keine Notebooks mehr. ;-)
Dass hier noch keiner auf die Idee gekommen ist, ein Katapult zu bauen,
um auf Knopfdruck die Festplatte mehrere hundert Meter weit aus dem Haus
zu schleudern? Macht wenigstens was her.
Truecrypt kann einen Container in einem Container. Den ersten gibt man
ein blabla-passwort. Füllt ihn mit irgendwelchen Daten zur glaubhaften
Abstreitbarkeit. Den inneren Container öffnet man mit einem komplexeren
passwort. Dort kommen die wichtigen Daten rein. Den äuseren Container
lässt man ab sofort in Ruhe. Kommt es zu einer Durchsuchung, gibt man
das "blabla-passwort" heraus.
Alex schrieb:> Truecrypt kann einen Container in einem Container.
...zum Glück weiß das keiner!
Und vor allem wie willst Du (gerade in U-Haft) beweisen, dass es gar
keinen 2. Cointainer gibt und es demzufolge auch kein Passwort für den
2. Container...?
Mirko
Sinvoll wäre ein rotierender Schlüssel, welchen du selbst nicht kennst
und welcher automtisch erneuert wird solange du das entsprechend auf
aperiodische Anfrage bestätigst.
Bleibt diese aperiodische Anfragebestätigung aus oder wird sie per
Trigger unterdrückt wird der Satz neu verschlüsselt und der Schlüssel
nach NUL verschoben.
Die Daten sind dann unrettbar verloren und prinzipbedingt ist der
Schlüssel auch nicht erpressbar.
Namaste
Arduino Pilot schrieb:> Ich hatte die idee das du über ein Schütz das du per Taste aktivirst> eine Hohe Spannung auf die Platte schickst. diese Brennt durch und ist> nicht mehr zu nutzen.>> ansonsten würde ich dir eine gute verschlüsselung empfehlen. Ein> geeignetes Programm wäre Truecrpyt unter http://www.truecrypt.org/ mit> einem Ausreichend komplaxen Passwort das heißt groß kleinschreibung> Sonderzeichen und Zahlen und min. 8 Zeichen.
Blödsinn! Da brennt höchstens die Elektronik weg. Was glaubst Du, was
mit den Daten auf den Scheiben passieren wird? Nichts, rein gar nichts!
Für einen Datenretter wie Ontrack ist das eine Sache von 5 Minuten.
Zu Truecrypt: Glaub mir, es gibt Überzeugungsmethoden, da gibst Du den
Schlüssel ebenfalls innerhalb von 5 Minuten preis! Und den Schlüsel für
die 2. verborgene Partition nach weiteren 5 Minuten...
Richtig, es gibt keine direkten Gesetze, die einen zur Herausgabe
irgendwelcher Schlüssel nötigen oder zwingen können, aber:
Einer Hausdurchsuchung gehen umfangreiche Ermittlungen zur
Beweissicherung voraus, d.h. die kommen mal eben nicht nur so vorbei.
Dann liegt es im Ermessen des ermittelnden Beamten, wie der Verdächtige
kooperiert. Weiterhin gibt es eine deutliche Spannbreite in der Wahl der
Maßnahmen. Diese können eben sein, dass der Verdächtige auf freiem Fuß
bleibt oder das er eben direkt in U-Haft geht - je nach Kooperation.
So beobachtet im weiteren Bekanntenkreis, es ging um Raubkopien. Leute,
ihr wollt diese Situation nicht haben. Und einen solchen Knopf wollt ihr
dann auch in dem Moment nicht mehr haben. Wenn es gar
gesundheitsgefährdende Ideen geht ist der jahrzehnte lange Aufenthalt in
einer staatlichen Einrichtung in greifbarer Nähe.
@TE: lass es!
... und all die Sprüche, dass es im Knast nicht so schlimm ist ...
Ich habe da früher manchmal gearbeitet und obwohl ich ja wieder raus
durfte, es war ein beklemmendes Gefühl, als das Tor hinter meinem
Fahrzeug zu ging.
Ich möchte da nicht sein, nicht mal für einen Tag.
Also, immer schön ehrlich bleiben!
Ob sich das Risiko lohnt hängt davon ab was auf der HDD ist....
Für meine Musik-Sammlung aus der Grauzone sicher nicht ^^
Aber wenn der TE eine Zeitmaschine erfunden hat und diese vor Missbrauch
schützen will sieht das ganz anders aus :D
Diese Diskussion geht ja eigtl. um die technische Realisierbarkeit und
nicht um den Sinn und Unsinn solcher ideen. Wenn er so einen Knopf will
um Nachts schlafen zu können soll er einen haben :D.
Die Methode der physischen Zerstörung hat den Vorteil, dass auch kein
Schlüssel erpressbar ist (und wenn man "legale" Mischungen zur
Zerstörung einsetzt kann man ihm auch daraus keinen Strick drehen).
Die Verschlüsselung hat den Vorteil, dass kein Sachschaden auftritt.
Harald schrieb:> Richtig, es gibt keine direkten Gesetze, die einen zur Herausgabe> irgendwelcher Schlüssel nötigen oder zwingen können, aber:> Einer Hausdurchsuchung gehen umfangreiche Ermittlungen zur> Beweissicherung voraus, d.h. die kommen mal eben nicht nur so vorbei.> Dann liegt es im Ermessen des ermittelnden Beamten, wie der Verdächtige> kooperiert. Weiterhin gibt es eine deutliche Spannbreite in der Wahl der> Maßnahmen. Diese können eben sein, dass der Verdächtige auf freiem Fuß> bleibt oder das er eben direkt in U-Haft geht - je nach Kooperation.
Du bist der perfekter Untertan. Aus Angst vor der Polizei "kooperierst"
du und gibst deine Rechte preis. Typisch Deutscher.
Wie wär es denn damit: Daten mit AES verschlüsseln, Key im RAM. An der
Stromversorgung ein Relais welches mit einer Fernbedienung (wie für
Stereoanlageoder Autoöffner) angesteuert wird.
Wenn Bullen kommen,kannste mit der Fernsteuerung innert Sekunden den PC
ausknipsen. Den Key legste in einen Safe, ausgedruckt auf KNO3 oder
KClO4-geträngtes-Papier. Aussen an den Safe machste auch einen Empfänger
für die Fernbedienung und einen Mikrocontroller. Wenn der Code am Safe
z.B. 5x falsch eingegeben oder eine Tastenkombination auf der
Fernbedienung gedrückt wird, brennt am Papier eine kleiner elektrischer
Zünder,der dank dem Oxidator auf dem Papier das Papier innert
Sekundenbruchteile in grauen Rauch aufgehen lässt.
Die Fernbedienung, speziell eine in der Grösse eines Autoschlüssels ist
unauffällig und lässt sich schnell betätigen.
Wenn man dann die Keyeingabe noch kreativ macht, etwa mittels VR-Code,
Webcam und Bilderkennung oder mittels pseudozufällig angeordneter
Screen-Keyboard und Maus ist der Stasi auch mit Keyloggern machtlos.
'Key im Ram' ist oben schon als "mit mehreren Methoden Knackbar"
beantwortet worden.
Über Stromattacken auf die IDE-Boards der HDDS freuen sich Firmen wie
OnTrack und Co. Besonders, werden hier doch vergleichsweise hohe Magen
bei hoher Wahrscheinlichkeit der Datenrettung erzielt. Okay, es könnte
einige Leute abschrecken, 4000-6000Eur in die Reko zu investieren, aber
sonst...
Also ich weiß nicht, ob ihr euch schonmal aus Sata-Contollersicht
Gedanken über das Verschlüsseln einer HDD gemacht habt. Mal einfach so
umschlüsseln ist ein klein wenig langsamer als ein vollständiges
Kopieren + Wiederbeschreiben der HDD, das dauert schonmal einen
zweistelligen Stundenzeitraum!
Natürlich lässt sich die PassPhrase bei TC und anderen Softwareprodukten
ganz einfach ändern. Es ändert jedoch rein_gar_nichts am letzlich
verwendeten Schlüssel für die Daten. (Der Schlüssel wird üblicherweise
bei der Erstinstallation gebildet1).
Und auf diesen Schlüssel achten Rootkits, Hacker und Forensiker beim
Durchsuchen eures RAM. Die eingegebene Passphrase ist denen Sch...egal.
Deshalb nochmal meine Empfehlung: einen Hardwarecrypter. Der sitzt zw.
Mainboard und HDD und ist durch den PC nicht ansprechbar, er leitet die
Daten nur (ver- bzw. entschlüsselt) durch wie ein Satakabel. Den
notwendigen Schlüssel bekommt er beim Einschalten und speichert den in
chipinternen RAMzellen, nicht nicht auslesbar sind (auch nicht per
JTAG). Auch gibt es die Schaltungsfunktion der wiederholten
Schlüsselabfrage: ist der Schlüssel nicht mehr angesteckt, wird der
Ram-Inhalt verworfen und die Kommunikation zum Board eingestellt.
Diese Ramzellen sind für den PC genauso unerreichbar wie der Flash einer
EC-Karte mit chipTAN-Funktion.
Dagegen spricht, das ein Windows-PC leichter mit einem Rootkit zu
versorgen ist, als sich die Mühe zu machen, herauszufinden ob sich da
eine Software oder eine Hardware um die Verschlüsselung kümmert. Das
Rootkit selbst durchforstet dann semiinteraktiv die Platte. Halt das
Prinzip des Bundestrojanes.
Zu (mir bekannten) Rechtslage: In DE gibt es keine Beugehaft für
Schlüssel. Alerdings hinterfragt in DE kein Gericht die Herkunft von
Beweisen (so wie das in amerikan. Filmen gezeigt wird). In einigen
anderen Ländern gibt es allerdings schon sowas wie Beugehaft (und für
_diese_Länder ist TC ursprünglich gedacht!): z.B. England, Russland,
China, Australien und durch juristische Winkelzüge auch USA. Das Ganze
gilt auch für Durchreisende!
MirkoB schrieb:> Alex schrieb:>> Truecrypt kann einen Container in einem Container.>> ...zum Glück weiß das keiner!>> Und vor allem wie willst Du (gerade in U-Haft) beweisen, dass es gar> keinen 2. Cointainer gibt und es demzufolge auch kein Passwort für den> 2. Container...?>> Mirko
Wenn es bei einem normalen TrueCrypt kein zweiten Container gibt, wie
will man dann in U-Haft ein Passwort mitteilen, das gar nicht existiert?
Wie sieht es denn mit diesen Löschmatten aus, wie man sie immer in
Filmen
gesehen hat. Man befestigt sie unter und über der Festplatte, gespeist
werden sie aus einem Fotoblitz Generator, die professionellen. Also ca
500V Spannung mit einigen Kjouls ist auch bei Abschalten des Stromnetzes
noch verfügbar.Ein großer roter Pilz ist über einen Jack damit dauern
verbunden.
Bau was das diese Einrichtung auslöst wenn die Wohnungstür oder das
Schloss-Blech bricht. Damit bist du auch in der Nacht vor plötzlich
ankommenden Überraschungen geschützt.
Aber das Konzept der glaubwürdigen Abstreitbarkeit dürfte auch hier
reichen und gut funktionieren. Einfach auf den 1. 0815 Container ein
paar "delikatere" (aber trotzdem legale) Pr0ns und schon wird dir jeder
glauben, dass du das nicht öffentlich haben willst ^^
Es geht noch viel einfacher: Direkt in die Festplatte wird ein kleiner
Beutel mit konzentrierter Salzsäure gegeben. An diesem Beutel ist eine
kleine Klinge montiert, an dieser Klinge ein kleines Nylonseil. Dieses
wird aus der Festplatte herausgeführt, aus dem Gehäuse heraus, und ist
hinten am Schreibtisch befestigt. Wenn jetzt die Polizei kommt, und
versucht den Rechner herauszuziehen, dann zieht man am Seil, die Klinge
schneidet das Kissen auf, die Säure läuft auf die Scheiben und diese
erledigt den Rest. Bis die das merken, hat die Säure und die Dämpfe im
Gehäuse alles zerfressen.
Es kommt erst einmal drauf an, vor wem man die Daten verstecken möchte.
Vor Mama/Papa ist kein Problem - TC ist sicher genug. Auch für den
Chef/Kollegen reicht das meist aus. Verschlüsselt wird mit einem
asymmetrischen Schlüsselpaar (kann TC das?). Privaten Schlüssel
vernichten = Daten sind vernichtet. Da braucht man nichts umkodieren.
Eine solche Verschlüsselung reicht auch bis ins Labor (kommt auf das
Labor an).
Das "Problem" ist hier aber, dass man sehen kann, dass etwas
verschlüsselt wurde. Wenn ein verschlüsselter TC-Container nur
unwichtiges enthält, kommt schnell einer auf die Idee, dass es noch
einen weiteren Container gibt.
Steganografie ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Das kann man aber auch
meist erkennen, wenn auf dem Rechner ein entsprechender Treiber
vorhanden ist.
Hardware schnell zerstören, deutet immer darauf hin, dass man etwas am
Kantholz hat. Dann fehlen zwar erst einmal direkte Beweise, was
sicherlich bei einigen Gerichten (im Falle von Säurekapseln;
Explosivstoffen; etc) eher nebensächlich sein wird.
Mal sollte im Auge behalten, dass die sicherste Plattenverschlüsselung
nichts bewirkt, wenn der Schnüffler per (Bundes-) Trojaner live ins
laufende System reinschaut.
Andy P. schrieb:> openSource bedeutet mehr als das Liefern des Sourcecodes. Schonmal> überlegt, wie du den aus dem Sourcecode generierten Treiber signieren> lassen willst? ;)
Opensource bedeutet genau nur das Liefern des Codes oder ich sitze da
einem gewaltigen Missverständnis auf. Opensource ist nicht ein
Heilsversprechen bezüglich Sicherheit, soweit ich weiss.
Signieren brauch ich nicht auf Rechnern die ich kontrolliere, kann man
meines Wissens abschalten. Das öffnet natürlich andere
Sicherheitslücken, wobei Code-Signing ja nicht wirklich die Sicherheit
verbessert, eher im Gegenteil... Siehe auch das Desaster SSL. :-(
In jedem Fall: "Reflections on Trusting Trust".
> oder wie man überprüfen will, ob der signierte Treiber> der binaries auch dem Treiber aus dem Sourcecode entspricht? Okay, das
Den Compiler Assembler ausgeben lassen, den Treiber aus der Binärversion
disassemblieren, vergleichen. Ja, klar, klingt einfacher als es wirklich
ist.
Immerhin arbeiten Leute an sowas, siehe was letztens zu Torbrowser
geschrieben wurde.
> ist eine Frage, die eigentlich Microsoft gestellt werden muß.
Eigentlich nicht, wieso sollten die daran ein Interesse haben?
> Opensource ist nicht ein Heilsversprechen bezüglich Sicherheit, soweit ich
weiss.
Gut. einigen wir uns darauf, daß jeder den Quelltext herunterladen kann.
die Frage ist: Kann ich
a) damit ein praktisch lauffähiges TC erstellen?
Dabei wird ein Ring-0-Treiber compiliert. Solange der nicht signiert
ist, ist es mit zunehmender Versionsnummer von windows schwierige, den
zu installieren. Verweigert nicht Win 7-64bit grundsätzlich alle
unsignierten (insbesondere Kernel-) Treiber? (Die Frage kann ich mangels
Windows nicht beantworten).
b) aufgrund des Quelltextes irgendwie überprüfen, ob der im
Binary-Download enthaltene signierte Ring-0-Treiber tatsächlich mit dem
Quelltext übereinstimmt? Hier kommt
>> ist eine Frage, die eigentlich Microsoft gestellt werden muß.
ins Spiel: Mit der Signierung durch Microsoft werden keine brauchbaren
Checksummen zum Vergleich mit einem unsignierten Treiber übermittelt.
die Signierung sagt also letzlich nichts weiter, als daß Microsoft das
Teil (mittelbar) abgesegnet hat. Und das Problem ist an Microsoft zu
addressieren.
Ergo: Trotz Quelltext hast du keine Möglichkeit, gerade den Teil zu
überprüfen, der sonst für RootKits benutzt wird. Und das das Überprüfen
notwendig ist, zeigen ja unsere "Vorzeige"-Datensicherheitsfirmen Gamma
und Utimaco.
Matze Ihring schrieb:> Wenn es bei einem normalen TrueCrypt kein zweiten Container gibt, wie> will man dann in U-Haft ein Passwort mitteilen, das gar nicht existiert?
[x] Du hast das Problem erkannt!
Wenn im ersten Container nicht das ist, wonach gesucht wird, muss es
doch einen 2. Container geben, wo das gesuchte drin ist... (oder so
ähnlich)
Mirko
Hallo zusammen,
hier geistern ja teilweise echt lustige Ideen durch das Forum...
Übrigens, wenn die entsprechenden Leute oder Behörden so einen Computer
in die Hand bekommen, müssen Sie alle Schritte und Aktionen beweissicher
dokumentieren. Also wird über eine entsprechende Hardware der
Datenträger ausgelesen. Diese Hardware stellt sicher das nur lesen auf
das Medium zugegriffen wird. Die Daten werden auf dem untersten Level
1:1 kopiert und man arbeitet nur noch mit diesen Kopien. Der originale
Datenträger kommt in die Asservatenkammer und bleibt dort.
An den Kopien werden dann alle Verschlüsselungen einzeln und ganz in
Ruhe und Tiefenentspannt geknackt. Das ist nur eine Frage der
Rechenpower und der Zeit. Die Kollegen die das beruflich machen sind
zwar überlastet und haben einen riesigen Berg an Arbeit vor sich, aber
die sind weder dumm noch unfähig. Wenn die wollen und dürfen zaubern die
dir deine Daten wieder hervor.
In den Ami-Krimis die regelmäßig im Fernsehen laufen ist es zwar immer
etwas übertrieben, aber so weit weg sind die im echten Leben nicht. Und
lustiger Weise rennen da auch wirklich pickelige Jungs mit Nerd-Brillen
rum :)
Und aus den Nachrichten wissen wir, deine Daten werden in Echtzeit von
den entsprechenden Stellen aufgezeichnet.
Rene Schube schrieb:> Also wird über eine entsprechende Hardware der> Datenträger ausgelesen.
Damit sind wir wieder bei der Eröffnungsfrage des Threads.
"Thomas Schulz" wollte genau dies wohl nicht...
Die Hardware stellt nur sicher das alle Schreibzugriffe verhindert
werden. Das ist auch nur notwendig damit die Daten Gerichtsfest
gesichert werden können. Mehr macht diese Hardware nicht.
Mir reicht die Mechanik der Festplatte, die gesamte Elektronik kann
gegrillt sein. Eigentlich reichen auch nur die Magnetplatten bzw. die
Speicherchips aus.
Wenn du nicht direkt auf dem Speichermedium (fast) alle Bits platt
machst hast du keine Chance. Egal ob Flash oder Magnetplatte. Nur ein
paar Bits zu kippen macht nichts, das ist vom Hersteller der Speicher
sogar mit eingeplant.
Eine weitere Möglichkeit wäre es die Festplatte in der Mikrowelle zu
betreiben und diese bei Bedarf anzuschalten.
Vorteil hier ist, dass weitere Medien wie CD,DVD, USB-Stick auch noch
aufbewahrt und zerstört werden können.
Aber die Dämpfe bitte nicht einatmen und einen Feuerlöscher
bereithalten..
> Mir reicht die Mechanik der Festplatte, die gesamte Elektronik kann> gegrillt sein. Eigentlich reichen auch nur die Magnetplatten bzw. die> Speicherchips aus.
Mir ist keine Behörde bekannt, die das selbst macht Auch das BKA hat
sowas noch nicht, obwohl das auf der Wunschliste steht! Das geht alles
an externe Firmen. Und wenn die eine HDD ohne Köpfe bekommen, haben die
zwar ein paar Schwierigkeiten mehr, das Teil auszulesen, aber das sind
dann nur 2-3KEU mehr auf der Rechnung an die Behörde. Gemeiner wird es,
wenn die Scheiben einzeln kommen, da es dann bei heutigen Platten
schwieriger (nicht unmöglich!) wird, die Scheiben wieder richtig
anzuordnen. Wieder ein Kostenpunkt auf der Rechnung an die Behörde.
Achja: Die Forensik-Hardware, von der du sprichst, war zu
IDE/PATA-Zeiten ein IDE-Kabel mit duchgekniffener Write-Leitung ;)
Und das die Kollegen tiefentspannt jede Verschlüsselung knacken, ist
auch falsch. Schau dich mal um, worüber sich die Forensiker im Inet
beschweren: TC und Co, wobei es in einigen kommerziellen Produkten
(Zitat eines Forensikers): "Hintertüren mit der Aufschrift 'nur für
Polizeigebrauch!' gibt". Ohne eine solche Hintertür kommt die Platte
i.d. R. mit "Daten nicht entschlüsselbar" an die Ermittler zurück. Sind
die Angreifer nicht in der Strafverfolgung sondern in Mitbewerbern,
Spionage etc zu suchen, werden dann andere Maßnahmen betrachtet.
Wer sagt euch eigentlich das der Beitragsersteller niemand vom
Geheimdienst\ Polizei ist um euch darüber auszufragen wie ihr eure
Festplatten zerstören würdet, wenn ihr unerwarteten Besuch bekommt ?
Finde es arg bedenklich was hier manche von sich geben; weniger was das
Technische angeht.
Paranoia schrieb:> Wer sagt euch eigentlich das der Beitragsersteller niemand vom> Geheimdienst\ Polizei ist um euch darüber auszufragen wie ihr eure> Festplatten zerstören würdet, wenn ihr unerwarteten Besuch bekommt ?
mist, heißt das, demnächst wird es kein Thermit mehr zu kaufen geben?
Vlad Tepesch schrieb:> mist, heißt das, demnächst wird es kein Thermit mehr zu kaufen geben?
Ja genau das !
Hoffe das niemand auf die Idee kommt zu schreiben das man eine Hdd mit
einem Wiener Schnitzel + Kartoffelspalten + kaltem Pils zerstören kann.
Thermit ist aber wirklich eine gute Idee, nun muß nur noch erklärt
werden wie man es elektronisch zündet.
Andy P. schrieb:> Mir ist keine Behörde bekannt, die das selbst macht Auch das BKA hat> sowas noch nicht, obwohl das auf der Wunschliste steht! Das geht alles> an externe Firmen. Und wenn die eine HDD ohne Köpfe bekommen, haben die> zwar ein paar Schwierigkeiten mehr, das Teil auszulesen, aber das sind> dann nur 2-3KEU mehr auf der Rechnung an die Behörde. Gemeiner wird es,> wenn die Scheiben einzeln kommen, da es dann bei heutigen Platten> schwieriger (nicht unmöglich!) wird, die Scheiben wieder richtig> anzuordnen. Wieder ein Kostenpunkt auf der Rechnung an die Behörde.
Selbst wenn man die Scheiben einzeln bekommt und diese auch noch stark
verkratzt sind, kann man sie locker wiederherstellen.
Sie werden einfach auf eine Spindel gepackt und die Vorder/Rückseite
einzeln per MO ausgelesen. Die gesammelten Datenfragmente können
innerhalb überschaubarer Zeit mit leistungsstarken Rechnern und guter
Software rekonstruiert werden.
Ich persönlich setze für so einen Fall auf den "Aus-Knopf". Damit
vergisst mein Rechner die Schlüssel zu den Platten und alles ist
"sicher".
"Im Labor" ist der Kram auch nicht lesbar, da die Entschlüsselung
entschieden mehr kosten (Zeit, Rechenzeit = Geld) würde, als
irgendjemand bereit wäre, für meine Daten auszugeben.
"RAM-Freeze" etc. sind nur Theorie und wenn hier jemand mit 'nem Kübel
Flüssigstickstoff anrückt, diskutier' ich mit dem halt die 10 Sec. die
mein RAM zum vergessen braucht, dass er mir nicht meine Zimmerpflanzen
beschädigen soll.
Was ich allerdings mal gesehen habe:
Festplatten in der Nachbarwohnugn und nur die Datenkabel durch die Wand.
Hilft offenbar tatsächlich gegen Behörden, weil der Nachbar (dessen
Daten man ebenfalls lagert - stets beschriftet mit "Eigentum von
*Nachbar*") dann alle Zeit der Welt hat, die Platter raus zu schrauben
und in Rohrfrei mit Kupferkrümeln Baden zu lassen.
Einen ml Nitroverdünner oder Aceton injizieren. Dann wird die
Plattenbeschichtung schön weich und kräuselig.
Die Auslöseelektronik dafür, sollte dann halt recht störsicher sein. ;-)
Vollpfosten schrieb:> Die Auslöseelektronik dafür, sollte dann halt recht störsicher sein. ;-)
Wie wäre es mit einer mechanischen Lösung?
Sobald der SATA Stecker gezogen wird, so wird durch einen Hebel/Feder
die Chemikalie frei gesetzt. Ganz ohne Strom und die Festplatte wird
sofort bei "unsachgemäßem" Ausbau zerstört.
Tobias schrieb:> SSDs mit Zerstörung auf Knopfdruck kann man kaufen:> Youtube-Video "RunCore InVincible SSD with Physical Self-Destruction --> Official Launch"
Eindeutig! In dem Video sieht man das die Daten in Form von Rauch
gespeichert werden! Sobald der Rauch entweicht sind die Daten weg!
Die Frage ist: Vor wem soll der Inhalt geschützt werden?
Frau, Eltern, Polizei?
Frau und Eltern sind in aller Regel einfach auszutricksen, Tipps dazu
gab es schon genug.
Das Problem ist bei Behörden. Lösungsvorschläge mit Säure, Aceton etc.
mögen zwar effizient sein aber bleiben keinesfalls unbemerkt.
Und ich glaube kaum, dass es eine plausible Erklärung gibt für Thermit
im PC.
Verschlüsselung ist da am plausibelsten
"Warum verschlüsseln Sie Ihre Daten, haben Sie etwas zu verbergen?"
"Ich verschlüssele aus Prinzip. Jeder sollte seine Daten verschlüsseln,
um die IT-Sicherheit endlich voranzubringen."
Gegen Schadsoftware von Geheimdiensten o.ä. hilft Truecrypt natürlich
nicht, auch nicht gegen HW-Keylogger an der Tastatur...
Phantomix Ximotnahp schrieb:> auch nicht gegen HW-Keylogger an der Tastatur
Dagegen hülfe aber eine Software, wo man den Key nicht per Tastatur,
sondern per Maus eingäbe. Ein Fenster, zufällig platziert, mit einer
eigenen virtuellen Tastatur (nicht der von Win), dürfte einen
Keylogger ausbremsen. Allerdings muss dann halt immer eine Maus
angeschlossen sein und funktionieren.
Man sollte wirklich einmal sagen: Ja!, ich/wir haben etwas zu verbergen.
Den meisten ist nur nicht klar wie viel.
Drei wirklich primitive Beispiele hier zu.
Bei den jetzt stattfindenden Gesprächen über eine Freihandelszone
zwischen Usa und Europa haben die Usanesen ihren Verhandlern bestimmt
bereits kommentierte PDFs zur Verfügung gestellt, in denen die gesamte
Verhandlungsstrategie der Europäer zusammengefasst wurde. Natürlich nur
zu unserem Vorteil, damit Sie besser auf Europas Wünsche eingehen
können.
Die Geldbewegungen - wir wissen was wohin geht - z.B. der Firma VW sagt
unendlich viel über die kurz- und langfristige Strategie des Konzerns.
Beim US-Patentamt wurden bereits Kopien eingereicht, die noch Teile der
deutschen Firmen Korrespondenz enthielten. Wer zuerst kommt...
a) Schlüssel im Battery-gebufferten SRAM -> Knopfdruck schaltet
Bufferbat ab -> schlüssel wech
Das schütz dich auch vor den Fall dass dir jemand den Strom im Labor
abschaltet bevor du den Knopf drücken kannst
b) Daten fragmentiert halten, Knopfdruck startet verwürfeln der FAT
(clusterzuordnung innerhalb der files FS-konsistent aber inhaltlich
falsch-> ohne rekonstruieren der Fat grösstenteils müll
c) Überschreiben zufällig ausgeählter cluster mit Zufallsdaten , dauert
zwar seine zeit aber wenn es der Knopfdruck startet
Feuer und so dauert meist länger und garantiert auch keine Vernichtung,
aus dem abgestüzten Space-shuttle hat man auch noch daten rekonstruieren
können.
Clever wäre imho auch die daten nicht im PC dauerhaft zu speichern,
sondern in einer per WLAN verbunden NAS im Nachbarzimmer auf der ein
Blumentopf steht Um die daten zu klauen muß man schon die richtige
Festplatte finden ;-)
Wird bei der Hausdurchsuchung nur der Rechner mitgenommen? Oder auch die
Peripherie? Wenn die nur den Rechner mitnehmen, könnte man sich auch
eine USB Festplatte in den USB-Scanner bauen (+USB Hub). Den Scanner
lassen die ja bestimmt da. Über einen Taster könnte man die Festplatte
deaktivieren falls sie den Rechner vor Ort anschmeißen und durchsuchen.
Der nächste Step wäre, eine Festplatte im Scanner die nur entschlüsselt
wird, wenn ein bestimmtes Blatt eingescannt wurde. Das könnte man ja
schnell schreddern wenn es nötig ist.
Aber wie schon oft geschrieben hilft das alles nur wenn der Rechner
nicht im Netz hängt und von dort überwacht werden könnte.
Zum Thema "Virtuelle Tastatur mit Maus":
Auch das lässt sich per Logger mitschneiden. Man hat dann zwar nicht
mehr direkt das Passwort sondern Mausbewegungen, die lassen sich aber
leicht auf ein XY-Koordinatensystem abbilden, skalieren und über eine
gedachte "Tastatur" schieben - bingo.
Gegenmaßnahme wäre wieder, die Tasten der gedachten Tastatur wirklich
zufällig anzuordnen - usw. Man kann das Ganze bis zur Unendlichkeit
weiterspinnen.
Es wäre dann übrigens einfacher, einen installierten Bootloader zu
kompromittieren. Ein portabler Bootloader auf USB-Stick o.ä. wäre dann
also sicherer. Aber was, wenn der bei der Zollkontrolle am Flughafen mal
untersucht wird usw?
Hallo,
amateur schrieb:> Man sollte wirklich einmal sagen: Ja!, ich/wir haben etwas zu verbergen.> Den meisten ist nur nicht klar wie viel.
Ob es wirklich noch nie vorgekommen ist, dass sichergestellte
Informationen oder zum Beispiel Bildmaterial zum Nachteil zu unrecht
beschuldigter geleakt sind?
Also zu meiner Schulzeit haben Polizisten-Kinder jedenfalls ganz schön
viele Details aus dem Berufsalltag ihrer Eltern erzählt.
> Drei wirklich primitive Beispiele hier zu.
nun ja, man kann auch einfachere Beispiele finden: Man denke
zum Beispiel an die so genannten Lippert-Durchsuchungen, im Zuge derer
600 Kunden des Chemikalien-Händlers Lippert Lehrmittel Besuch
von der Polizei bekommen haben.
Dabei gab es wohl mit viel gutem Willen verständliche Fälle, in denen
Kunden Substanzen aus der Grundstoffüberwachung gekauft haben,
allerdings nicht in den gesetzlich erforderlichen Mengen.
Aber der Löwenteil waren Kunden die völlig legale Substanzen in völlig
legalen Mengen erworben haben. Wer Glück hatte, hatte freundliche
Polizisten, die gleich wieder kopfschüttelnd abzogen, auch noch Glück
hatten diejenigen, die Dinge wie ihren Computer innerhalb von Wochen
wiederbekamen, aber es gab auch zahllose Fälle die sich – trotz
ausschließlich legaler Chemikalien – über viele Monate hinzogen.
In manchen Fällen liefen die Hausdurchsuchungen wohl auch ausgesprochen
grenzwertig und nach normalem Rechtsempfinden wohl jenseits der
Schmerzgrenze (keine Belege, Vernichtung der –legalen– Asservate ohne
Zustimmung, Durchsuchung von Räumen für die der Beschluss nicht galt,
Verweigerung von Kleidung/Anwalt/Anruf, etc.).
Es gibt zahllose Beispiele dieser Art, wie zum Beispiel auch die
Hausdurchsuchung bei einem Ninjutsu Trainer, der nichts weiter getan hat
als einen Antrag auf Eintragung einer erlaubnispflichtigen Waffe
(Kyoketso-Shogei), zwecks späteren Erwerbs dieser Waffe für sein Dojo zu
stellen, die Hausdurchsuchung ist zwar vom Bundesverfassungsgericht als
unerlaubte Verletzung der Grundrechte eingestuft worden ist (BVerfG, 2
BvR 1774/10 vom 26.10.2011). Man hat davon nur nichts. Schadenersatz
oder Schmerzensgeld für die traumarisierten Familienangehörigen gibt es
nur, wenn individuell vorsätzlich rechtswidriges Verhalten nachgewiesen
werden kann, was natürlich objektiv unmöglich ist.
Wenn man also davon ausgehen muss, dass Hausdurchsuchungen durchaus nach
Lust und Laune möglicherweise amoklaufender Strafverfolger erfolgen
können und wie wir an meinen Beispielen oder gern auch den großen
Justizpossen wie dem Prozess gegen Lothar König, oder dem sogar in
Straßburg verhandelten extrem unrühmlichen Fall Görgülü folgern müssen,
dass es unterhalb der Bundesgerichte möglicherweise ebenso willkürlich
zugehen kann, dann
kann ich daraus durchaus ein berechtigtes Interesse mancher Mitmenschen
ableiten, nicht noch Öl in das Feuer zu gießen. Mir wäre nicht bekannt,
dass es verboten wäre private Unterlagen/Daten zu zerstören und
fehlendes Vertrauen in das Rechtssystem dürfte eine plausible und gut
nachvollziehbare Begründung darstellen.
Mein Zerstörungstip ist übrigens NanoFoil von innen in das Gehäuse
einzubringen. Man müsste halt gut auf Staub achten. Zur absolut
zuverlässigen Zündung genügen 9V bei 250 mA.
Vlg
Timm
Timm Reinisch schrieb:
(...)
> Aber der Löwenteil waren Kunden die völlig legale Substanzen in völlig> legalen Mengen erworben haben. Wer Glück hatte, hatte freundliche> Polizisten, die gleich wieder kopfschüttelnd abzogen, auch noch Glück> hatten diejenigen, die Dinge wie ihren Computer innerhalb von Wochen> wiederbekamen, aber es gab auch zahllose Fälle die sich – trotz> ausschließlich legaler Chemikalien – über viele Monate hinzogen.
In den Fällen, die durch die Presse gingen, gabe es später nochmal
Nachschlag wegen illegal kopierter Filme und Musikdateien. Diese
"Zufallsfunde" waren zwar nicht Ziel der Durchsuchung, nachdem die
Beweise einmal gesichert waren wurden sie jedoch auch ausgewertet.
Eine Festplatte ist vielleicht etwas groß um zerstört zu werden. Was
haltet ihr von einer SD oder noch besser MicroSD-Karte? Wenn man die mit
ein bisschen Thermit vernichtet, dann bleibt ein unscheinbarere
Metallklumpen zurück. Leider ließe sich die Karte darin eventuell noch
anhand der Materialien (Kunsstoff, Silizium, Kupfer, Gold, etc.)
nachweisen.
Das Backup würde ich definitiv auf eine MicroSD machen. Die ist so
winzig, die kann man unter eine Schubladen kleben und niemand wird sie
dort finden! Für selternere Backups könnte man sie auch unter die Tapete
kleben....
Bei diesen Winzlingen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt ;-)
Hallo,
Es gibt von Seagate sog. SED HDDs.
Die haben einen zufälligen Schlüssel in der HDD.
Damit wird erst mal alles was auf die HDD geschrieben wird komplett
verschlüsselt.
Dazu gibt es dann ein Tool um den Schlüssel zu erneuern.
Schlüssel erneuern = alles weg.
Gruß
Timm Reinisch schrieb:> In manchen Fällen liefen die Hausdurchsuchungen wohl auch ausgesprochen> grenzwertig und nach normalem Rechtsempfinden wohl jenseits der> Schmerzgrenze (keine Belege, Vernichtung der –legalen– Asservate ohne> Zustimmung, Durchsuchung von Räumen für die der Beschluss nicht galt,> Verweigerung von Kleidung/Anwalt/Anruf, etc.).
In machen reicht da wohl nicht so ganz. Auf Versuchschemie.de findet
sich ein ganzer Thread mit Betroffenen der Hausdurchsuchungen.
Was allerdings noch viel dramatischer wiegt, als die Durchsuchungen an
sich, ist der Grund aus denen diese durchgeführt wurden. Der Kauf von
Wasserstoffperoxid und Aceton reichte schon als Legitimation. Dass das
frei käufliche Wasserstoffperoxid überhaupt nicht dafür geeignet ist,
Acetonperoxid herzustellen, interessierte keinen. Genausowenig, dass man
mit 12,5%iger Salpetersäure keine Nitrierung durchführen kann, die
hinterher Explosivstoffe darstellen. Sehr lustig ist vor allem, wie
unwissend und dumm viele Vollzugsbeamte alles eingepackt haben, was nur
irgendwie chemisch aussah. Wahrscheinlich hätten sie sogar noch Gläschen
mit dem hochgefährlichem Dihydrogenmonoxid mitgenommen, wäre es so auf
dem Gläschen gestanden.
> Es gibt zahllose Beispiele dieser Art, wie zum Beispiel auch die
(...)
Vollkommen richtig. Das viel viel größere Problem ist:
soul eye schrieb:> In den Fällen, die durch die Presse gingen, gabe es später nochmal> Nachschlag wegen (...) "Zufallsfunde"
Es reicht doch schon aus, dass irgendetwas auf der Festplatte einen
Anfangsverdacht darstellt.
Als blödes Beispiel: Man ist (natürlich NIE) auf irgendwelchen
einschlägigen Unterhaltungsseiten unterwegs. Zur Köderung von Pädophilen
werden dort oftmals unverfängliche Bilder von nakten Kindern gezeigt.
Jetzt reicht es doch schon aus, dass eben eines dieser Bilder aus dem
Browsercache gefunden wird und schon läuft die Ermittlungsmaschinerie
an. Und gegen solche Fälle kann man sich nicht schützen. Aber wenn dann
im Anbetracht dieses eigentlich absolut unverfänglichen Fundes jedes
Dokument auf dem Rechner durchsucht wird, dann kann man seiner
Privatsphäre ade sagen.
Selbst wenn die Hausdurchsuchung unberechtigt war dürfen die sog.
Zufallsfunde trotzdem verwertet werden. Und dazu kann es schnell kommen:
Ein bekannter hatte an einen Kumpel einen Lagerraum vermietet, der hatte
Kontakt zu jemandem, der irgendwelche krummen Dinger gedreht hatte.
Der Kumpel fuhr längere Zeit eine GPS-Wanze spazieren und eines Tages
hatten beide früh um 7 Uhr Besuch. Dabei ist noch etwas ganz anderes
aufgefallen. Obwohl sich der ursprüngliche Vorwurf nicht beweisen lies
wurde es richtig teuer. Eine Verschlüsselung der Daten hätte das höchst
wahrscheinlich verhindert (und den Rechner plätten, wenn man ihn wieder
zurück bekommt, wer weiß ob die nicht noch etwas darauf installiert
haben).
Hierzulande muss sich niemand selbst belasten, auch einen Tresor muss
man nicht aufsperren, aber dafür gibt es im Gegensatz zu verschlüsselten
Dateien Universalschlüssel und Leute, die damit umgehen können. Und wenn
ich durch Länder reise, die das anders vorsehen lasse ich mein
Schlepptop daheim. Wie soll ich denn im Zweifelsfall beweisen, dass
irgend eine Dateileiche kein verschlüsselter Container ist? Das
womöglich in einem rechtsstaatlichen Entwicklungsland wie der United
Stasi of America?
Wenn ich daran denke was ab jetzt im stillen Kämmerlein in Sachen
Freihandelszone im stillen Kämmerlein ausgehandelt wird läuft es mir
schon kalt den Rücken hinunter. (Das ist eigentlich ein gefundenes
Fressen für die Piraten, aber von denen hört man leider nichts mehr).
Tante Edit erinnerte mich noch daran: Wer seinen Rechner vorsätzlich mit
Thermit in Brand setzt ist wegen Brandstiftung und noch mehr, falls es
in einem Wohnhaus geschieht dran, siehe auch die Vorwürfe gegen Beate
Zschäpe. Das ist doch zu viel für Paranoia oder geklaute Filme.
>dürfen die sog. Zufallsfunde trotzdem verwertet werden.
Dabei bin ich mir noch nicht sicher, WIE diese Bösartigkeiten immer auf
den Rechner gelangen. Nicht jede Datei auf dem PC muß ein User
selbstverschuldet dorthin geladen haben. "Sasser" war ein klassisches
Beispiel für schuldlose Infektion.
http://support.microsoft.com/kb/841720
In der Zwischenzeit ist dieses eine Loch gestopft, es sind "nur" noch
die anderen...
heinz schrieb:> zerreisst mich nicht gleich.>> Warum nicht verschlüsselt in der Cloud?
1. Die Daten können dort noch einfacher abgegriffen werden, dazu muss
man nicht einmal in deine Räumlichkeiten
2. Wenn die "Cloud" abgeschaltet wird sind deine Daten weg
Sven schrieb:> heinz schrieb:>> zerreisst mich nicht gleich.>>>> Warum nicht verschlüsselt in der Cloud?>> 1. Die Daten können dort noch einfacher abgegriffen werden, dazu muss> man nicht einmal in deine Räumlichkeiten
Daher auch verschlüsselt. Und solange man zum Verschlüsseln eine
sichere(re) Open Source Lösung ohne Hintertürchen einsetzt, bringen
einem die Daten schonmal gar nichts.
> 2. Wenn die "Cloud" abgeschaltet wird sind deine Daten weg
Dann verteilt man seine Daten halt auf zwei Gewitterwolken.
Mal eine Frage in dem Zusammenhang: Was spricht gegen einen
TrueCrypt-Container in einem TrueCrypt-Container in einem
TrueCrypt-Container ?
Sollte doch eigentlich kein Problem sein, und ab welcher
Schachtelungstiefe habe ich denn dann bewiesen, dass da nichts ist ?
Gruss
Axel
Martin Schwaikert schrieb:> Sven schrieb:>> heinz schrieb:>>> zerreisst mich nicht gleich.>>>>>> Warum nicht verschlüsselt in der Cloud?>>>> 1. Die Daten können dort noch einfacher abgegriffen werden, dazu muss>> man nicht einmal in deine Räumlichkeiten>> Daher auch verschlüsselt. Und solange man zum Verschlüsseln eine> sichere(re) Open Source Lösung ohne Hintertürchen einsetzt, bringen> einem die Daten schonmal gar nichts.
Richtig, aber abgreifen kann die Daten potentiziell erst einmal jeder.
>> 2. Wenn die "Cloud" abgeschaltet wird sind deine Daten weg>> Dann verteilt man seine Daten halt auf zwei Gewitterwolken.
Und wenn beide abgeschaltet werden? Dann auf vier? Oder gleich auf acht?
Oder sechzehn? Meiner Meinung nach haben wichtige Daten absolut nichts
in der "Cloud" verloren.
Daten in die Cloud...
Wie lange wird es wohl dauern, bis die Ersten die zugehörigen Server
knacken und nicht die Daten lesen, sondern verschwinden lassen bzw.
selber verschlüsseln.
"Wir haben die Sicherheit Ihrer Daten übernommen, bitte überweisen sie
einen Unkostenbeitrag von xxx auf unser Konto auf den Seychellen unter
der Nummer"...
Übrigens es gibt da einen recht interessanten Aspekt in unserem
Datenrecht. Ich kann von Ihnen alle möglichen und unmöglichen Daten
fordern. Sie müssen ja nicht... Aber es gibt keine Möglichkeit mich,
natürlich bei einem Einbruch durch Unbekannt, für einen eventuellen
Missbrauch damit zur Verantwortung zu ziehen.
Ein Container ist eine Datei, und auch die Datei im nicht formatierten
Bereich ist auffindbar. Auch gelöschte Dateien gehören dazu, kann auch
noch benutzt werden.
Summa summarum, wenn du den Schlüssel preisgibst, sieht man dann ob ein
weiterer Container drin ist oder nicht. Ohne Schlüssel kann es ein oder
viele
verschachtelte Container sein.
Auch haben verschlüsselte Dateien bestimmte statistische Merkmale, so
sieht man auch auf unallozierten Bereichen der Festplatte, ob da was ist
oder nicht. Ist der Bereich klein, ist es ein Password/key, ansonsten
ein verschlüsseltes Dokument.
Nachtrag. Man kann Dateien verstecken (Systemdateien nicht anzeigen),
man kann im Unallozierten Bereich einen Container machen, man kann ... .
Auch interessant, GHOST/... Sicherungen mit korrektem Header und darin
der Container. Es kommt halt darauf an, ob ein Tepp die Festplatte
ansieht
oder einer der sich auskennt. Wenn man Glück hat, ist es ein Tepp,
ansonsten
hat man Pech gehabt. Dazwischen gibt es ein bisschen, viel Glück/Pech,
... .
Was man aber auf jeden Fall braucht ist ein Trojaner, welcher mit
entsprechender Tastenkombi die Programme aufruft, ohne daß sich diese
in den Windows/... logs aufscheinen und der diese Programme auch in PS
usw
versteckt. Ein entsprechend kompiliertes Mozilla, ... eignet sich dafür
gut. Es gibt auch Gerüchte daß es dafür dort eine Backdoor gibt wenn
man was bestimmtes eingibt, oder man tarnt es als WURM/Trojaner welches
jeder Virenscanner erkennt.
Programme auch in PS usw> versteckt.
1.Je komplizierter das Verfahren wird, desto schlechter kannst DU selbst
im einfachen Fehlerfall Deine Daten zurückholen.
2.Eine simple Statistik zeigt: ob Deine HD nur mit Nullen gefüllt ist
oder mit bunten Daten belegt ist. Jedes bessere Foto-Reparaturprogramm
kann verlorene Daten gut oder schlecht wieder zusammensetzen.
3.Beim BSI liest man, daß physikalische Zerstörung erfolgreich ist.
Dachdecker-Hammer?
Thomas Schulz schrieb:> Ich Suche nach einer Möglichkeit eine Festplatte auf 'Knopfdruck'> getriggert unbrauchbar zu machen. Daten sollen auch im Labor nicht> rekonstruierbar sein.
Ich will jetzt nicht den ganzen Thread durchlesen, aber mit dem
"Knopfdruck" sollte man eine leistungsfähige Stanze betätigen,
die 2...3 2cm Löcher durch die ganze Festplatte macht.
Gruss
Harald
oszi40 schrieb:> 3.Beim BSI liest man, daß physikalische Zerstörung erfolgreich ist.> Dachdecker-Hammer?
Reicht nicht aus. Nach 9/11 konnten Datenforensiker Daten von
Festplatten wiederherstellen welche beim Einsturz des WTC massiv durch
Trümmer und Feuer beschädigt wurden. Die einzig sichere Methode ist es,
die Festplatte vollständig zu schreddern, wobei die geschredderten
Partikel bestimmte Größen nicht überschreiten sollten (-> Google).
Neben der physischen Zerstörung gibt es noch folgende Methoden:
1. Festplatte mindestens einmal mit Zufallsbytes vollschreiben. Ob man
mehrmals überschreiben muss, daran scheiden sich die Geister.
2. Festplatte verschlüsseln. Idealerweise sollte dies so erfolgen, dass
man ohne den passenden Schlüssel nicht sagen kann, ob sich auf der
Festplatte Daten befinden oder ob sie tatsächlich leer bzw. einfach nur
gelöscht ist.
Sven schrieb:> Idealerweise sollte dies so erfolgen, dass> man ohne den passenden Schlüssel nicht sagen kann, ob sich auf der> Festplatte Daten befinden oder ob sie tatsächlich leer bzw. einfach nur> gelöscht ist.
Das geht z.B. mit einem OTP, der genau den zu speichernden Daten
enspricht...
Auf der Festplatte sind alle Sektoren mit 0x00 gefüllt, aber durch den
richtigen Schlüssel werden wieder die Original-Dateien draus.
Daten in die Cloud...
>Und wenn beide abgeschaltet werden?
Dann sind die Daten weg, aber wenn Du auf den Knopf drückst auch.
Ausserdem gibts ja ein Backup in Dritt Staaten ;)
Es geht ja erstmal um die Strafverfolgungsbehörden. Können die einen
Serverbetreiber in z.B. der Ukraine zwingen die Daten herauszugeben -
wohl eher nicht. Und wenn ich über Proxy chaining drauf zugreife müssten
sie erstmal den Serverstandort raus bekommen?
>Auf der Festplatte sind alle Sektoren mit 0x00
gibts da einen passenden Schlüssel :O
Εrnst B✶ schrieb:> Das geht z.B. mit einem OTP, der genau den zu speichernden Daten> enspricht...> Auf der Festplatte sind alle Sektoren mit 0x00 gefüllt, aber durch den> richtigen Schlüssel werden wieder die Original-Dateien draus.
Es reicht auch jedes andere Verschlüsselungsverfahren, bei dem im
Festplatteninhalt kein Muster mehr erkennbar ist.
heinz schrieb:>>Auf der Festplatte sind alle Sektoren mit 0x00> gibts da einen passenden Schlüssel :O
Ja. Der Schlüssel entspricht in diesem Falle genau den Nutzdaten.
Sven schrieb:> Ob man> mehrmals überschreiben muss, daran scheiden sich die Geister.
Bereits seit Jahren ist es nicht nur theoretisch, sondern auch
experimentell bestätigt, dass überschriebene Daten bei modernen
Datenträgern nicht zurückzuholen sind.
vn nn schrieb:> Bereits seit Jahren ist es nicht nur theoretisch, sondern auch> experimentell bestätigt, dass überschriebene Daten bei modernen> Datenträgern nicht zurückzuholen sind.
Richtig, aber es hält sich dennoch hartnäckig die Meinung, dass man
x-mal überschreiben muss. Da ich darüber keine Grundsatzdiskussion
führen wollte habe ich diesen Zusatz eingebaut.
Andy P. schrieb:> Und per Kältespray hat man auch Ram-einsicht auch (Minuten) nach> dem Abschalten.
Wie geht denn das technisch? In eingelötete RAms kann man doch nicht
reingucken?
E. M. schrieb:> Wie geht denn das technisch? In eingelötete RAms kann man doch nicht> reingucken?
Man kann aber den gefrorenen RAM-Riegel herausnehmen. Ausser Du hast nen
8086er, da sind die SIL-RAMs noch eingelötet :-)
heinz schrieb:> Daten in die Cloud...
Ein Rechner ist während der Online-Zeit zusätzlichen Risiken ausgesetzt!
Außerdem müssen diese Daten über mehr als 10 Rechner wo auch etwas
abgegriffen werden könnte. Wenn jedoch genügend Müll dabei ist wird die
Sache für die Auswertung etwas mühsamer durch die Menge (ähnlich
Steganographie). Das könnte auch ein Hintergrund sein, warum man die
Flatrate gerne kastrieren möchte?
Man könnte auch die gefährdeten Daten verschlüsselt auf einer
batteriegepufferten Ramdisk speichern.
Der rote Knopf schaltet dann einfach die Pufferspannung aus und gibt am
Besten noch einen Hochspannungsimpuls auf die Ram-Module.
Dann sollte auch einfrieren des Speichers nichts mehr helfen.
Frank
Stefan E. schrieb:
>> anzuordnen. Wieder ein Kostenpunkt auf der Rechnung an die Behörde.> Selbst wenn man die Scheiben einzeln bekommt und diese auch noch stark> verkratzt sind, kann man sie locker wiederherstellen.
"locker wiederherstellen" ist was anderes. wie bereits geschrieben: es
geht. Die Frage ist der Preis.
> Sie werden einfach auf eine Spindel gepackt und die Vorder/Rückseite> einzeln per MO ausgelesen. Die gesammelten Datenfragmente können> innerhalb überschaubarer Zeit mit leistungsstarken Rechnern und guter> Software rekonstruiert werden.
Leistungsstarke Rechner braucht es dazu nicht. Und gute Software ist
Standardwerkzeug derjenigen.
Doch so einfach ist das nicht. Servoinfos sind bei heutigen Platten nur
noch auf einen Kopf zu lesen. Alle anderen Kopfebenen sind ja eh
winkelstarr zu dieser. Aber das ist nicht unmöglich, nur aufwändig.
Das Problem: wenn zur Wiederherstellung eines Raid5 5x3 einzelne
Scheiben angeliefert werden, dann kann die Rechnung des Datenretters
schonmal >> 20.000EUR betragen. Das zahlt eine kleine Staatsanwaltschaft
nur einmal, beim nächsten Mal bittet der Innenminister persönlich zum
Suspendierungsgespräch. Schließlich sind >>20.000EUR für eine einzelne
Untersuchung zu einem Fall kein kleiner Betrag.
Selbst wenn der Angreifer aus dem Bereich der (Wirtschafts-) Spionage
kommt, wird wohl erstmal nach alternativen
Datenbeschaffungsmöglichkeiten gesucht und dann eine
Kosten-Nutzenanalyse gemacht werden.
Oder wie man so schön sagt: "Ist es möglich? Ja, bemannte Raumfahrt ist
schließlich auch möglich!"
Axel Laufenberg schrieb:> Mal eine Frage in dem Zusammenhang: Was spricht gegen einen> TrueCrypt-Container in einem TrueCrypt-Container in einem> TrueCrypt-Container ?>> Sollte doch eigentlich kein Problem sein, und ab welcher> Schachtelungstiefe habe ich denn dann bewiesen, dass da nichts ist ?
Der erste hidden truecrypt container ist als solcher nicht zu erkennen.
Man gibt das Passwort für den äußeren Container, und der sieht aus wie
ein vollständiger Container, überall dort, wo "freier Speicherplatz"
ist, stehen scheinbar reine Zufallszahlen. Es steht nirgends ein "hier
beginnt der hidden container, und der ist so und so groß". Man kann nun
den "äußeren" Container mit Daten füllen, bis er voll ist - es gibt die
Fehlermeldung "kein Speicherplatz mehr" erst wenn der gesamte
Speicherplatz überschrieben wurde. Dann ist der hidden Container einfach
nur kaputt, überschrieben worden. Aber feststellen, dass da überhaupt
verdächtige Zufallszahlen waren, konnte man nicht, denn auch im normalen
Container ist freier Speicherplatz mit Zufallszahlen vollgeschrieben.
Einfach nur ein truecrypt-Container in einem truecrypt-Container ist
zwar auch möglich, aber eben etwas anderes. Das wäre eine Datei, sagen
wir Zufallszahlen.dat, die jeder, der das Passwort zum äußeren Container
hätte, sehen könnte, und sich wundern könnte, was da jemand mit
Gigabytes an Zufallszahlen eigentlich anfangen will. Und dieses Schema
kann sich beliebig oft in die Tiefe wiederholen. Wenn da irgendwo viele
Zufallszahlen sind, für die man keine Erklärung hat, könnte das Verhör
weitergehen.
Sascha schrieb:> Wenn da irgendwo viele> Zufallszahlen sind, für die man keine Erklärung hat, könnte das Verhör> weitergehen.
Nicht, wenn die Zufallszahlendatei in einem Ordner
"Projekte/C++/MyRngTest/out" neben ein paar Quelldateien mit
RNG-Implementierungen liegen.
>scheinbar reine Zufallszahlen
... die als Nebenwirkung beim Sichern unheimlich Platz brauchen weil
Nullen wesentlich besser zu komprimieren sind als der reine Zufall.
Das würde dann bedeuten, dass man TrueCrypt entsprechend erweitern muss.
Am Besten mit einer konfigurierbaren Schachtelungstiefe.
Denn im Prinzip ist das doch kein Problem.
Wundert mich, dass das nicht längst implementiert ist.
Macht für mich aber sehr viel mehr Sinn, als eine Festplatte zu
schreddern. Wer in Anbetracht der Polizei mal eben Rauchwolken in seinem
PC entwickelt, dürfte jedenfalls die Bude sehr sorgfältig durchsucht
bekommen. Ein TrueCrypt Container mit der Steuererklärung und ein paar
SM-P**** ist da schon wesentlich unverfänglicher.
Gruss
Axel
ps.: bei einem begründeten Interesse der Strafverfolgungsbehörden an den
Daten, hift Deine wie auch immer geartete Verschlüsselung rein GAR
NICHTS.
DAFÜR wurde die Beugehaft erfunden,.... um das Passwort zu bekommen.
Nach so 4-5 Monaten gibts man das bestimmt raus....
Ergo mechanische Zerstörung der Scheiben. (Spitzer Hammer)
evtl. hiflt das bei der Findung einer Lösung
ps. ps. vermutlich/sehr warscheinlich sind die Daten ja eh nicht mehr
geheim :-)))
( BND, Spionageabwehr, MI6, CIA, etc.pp. )
Stephan Henning schrieb:> ps.: bei einem begründeten Interesse der Strafverfolgungsbehörden an den> Daten, hift Deine wie auch immer geartete Verschlüsselung rein GAR> NICHTS.>> DAFÜR wurde die Beugehaft erfunden,.... um das Passwort zu bekommen.> Nach so 4-5 Monaten gibts man das bestimmt raus....
Natürlich Unsinn! Siehe: Aussageverweigerungsrecht.
Vlg
Timm
Stephan Henning schrieb:> ps.: bei einem begründeten Interesse der Strafverfolgungsbehörden an den> Daten, hift Deine wie auch immer geartete Verschlüsselung rein GAR> NICHTS.>> DAFÜR wurde die Beugehaft erfunden,.... um das Passwort zu bekommen.> Nach so 4-5 Monaten gibts man das bestimmt raus....>
Genau dafür wurden versteckte Container erfunden. Man gibt den äusseren
frei, es kann einem aber keiner beweisen, dass da noch einer drin ist.
Gruss
Axel
Stefan Henning
> DAFÜR wurde die Beugehaft erfunden,
Nein. Beugehaft ist etwas völlig anderes. zumindest nach deutschem
Recht.
> Ergo mechanische Zerstörung der Scheiben. (Spitzer Hammer)
Falsche Schlußfolgerung. siehe entsprechende Beiträge
> ( BND, Spionageabwehr, MI6, CIA, etc.pp.
du hast definitv zu viel schlechte Filme geschaut.
Im Übrigen hat der BND nicht gerade den besten Ruf bei "ausländischen
Mitbewerben". Er wird kompetenzmäßig in etwa auf eine Stufe mit dem
mongolischen Innengeheimdienst gestellt. Was gleiche Quellen über das
BfVS sagen, ist ... nicht zitierfähig :)
> frei, es kann einem aber keiner beweisen, dass da noch einer drin ist.
Braucht man auch nicht. Dein Finanzamt wartet nur, bis Du wieder zu
Hause bist und da Dein PW eintippst .... (schon irgendwo gelesen)
Wie wirkt sich eigentlich eine Mikrowelle auf eine Festplatte/SSD aus?
CDs britzeln da drin ja gerne und werfen tolle Funken.
Mit ein bisschen Einfallskraft und ordentlichen Kabeln zur Mikrowelle
auf dem Schreibtisch kann man die Festplatten doch gleich im Garraum
lagern und muss nur das 1000W Programm starten wenn man seine Daten
loswerden will.
Wie wär ne MicroSD in nem Kleinem Alugehäuse ne Starke Feder und ein
kleiner Meißelder direkt über dem Silizium der MicroSD sitzt. Bei
Knopfdruck wird der Meißel entriegelt und zertrümmert das Silizium.
Susi Sorglos schrieb:>> frei, es kann einem aber keiner beweisen, dass da noch einer drin ist.>> Braucht man auch nicht. Dein Finanzamt wartet nur, bis Du wieder zu> Hause bist und da Dein PW eintippst .... (schon irgendwo gelesen)
Wieso, was wollen die denn machen ?
Die Festplatte kommt dann allenfalls in einen jungfäulichen Rechner mit
Knoppix-CD oder so als Bootmedium. Und dann wird der Container als
Ganzes kopiert. Falls ich da überhaupt noch mal drangehe. Ich gebe denen
doch keine Chance, einen Virus zu plazieren.
Finanzamt macht mir aber eh keine Sorgen. Die brauchen meine Festplatte
nicht (mehr).
Gruss
Axel
Winfried J. schrieb:> Alle Hinweise scheinen für den TO zu spät gekommen ?Fast alle. Denn bereits nach einem Versuch mit dem ersten Tip ...
Tim H. schrieb:> c4 an der Festplatte anbringen
... sanken die Chancen auf Foren-Kommunikation ins esoterische. Das
Schicksal der Festplatte wird im Polizeibericht leider nicht erwähnt.
Stephan Henning schrieb:> ps.: bei einem begründeten Interesse der Strafverfolgungsbehörden an den> Daten, hift Deine wie auch immer geartete Verschlüsselung rein GAR> NICHTS.>> DAFÜR wurde die Beugehaft erfunden,.... um das Passwort zu bekommen.> Nach so 4-5 Monaten gibts man das bestimmt raus....
1.
Timm Reinisch schrieb:> Natürlich Unsinn! Siehe: Aussageverweigerungsrecht.
2.
Axel Laufenberg schrieb:> Genau dafür wurden versteckte Container erfunden. Man gibt den äusseren> frei, es kann einem aber keiner beweisen, dass da noch einer drin ist.
Stichwort glaubhafte Abstreitbarkeit.
Wer will, kann im äußeren Container noch ein paar Dinge platzieren, die
einerseits nicht verfänglich, andererseits doch privat genug sind, damit
die Ermittler einen in Ruhe lassen.
Dass sowas nichts mehr hilft, wenn du dich tatsächlich mal in Gtmo
wiederfinden solltest, ist natürlich klar. Aber dann hilft sowieso
nichts mehr, bis sie was finden.
Susi Sorglos schrieb:> Braucht man auch nicht. Dein Finanzamt wartet nur, bis Du wieder zu> Hause bist und da Dein PW eintippst .... (schon irgendwo gelesen)
Natürlich sollte man im Zweifelsfalle nicht auf der Hardware
weiterarbeiten, die man gerade wieder zurückerhalten hat. Allerdings
wird die idR ohnehin so lange einbehalten, dass man sich bereits Ersatz
organisiert hat und höchstens noch Daten rüberkopiert.
Die Idee mit der SD-Karte ist bisher mein Favorit :) Gnade dem
Vollzugsbeamten, wenn er da seine Finger reinsteckt, um die Karte
rauszuholen.
Schnipp schnapp Loch im Finger :)
Man könnte auch die Festplatte weit entfernt (nachbarhaus, baum im
nachbargarten) anbringen und mit richt-wlan anbinden, dann hätten die
leiben durchsucher zugangs-probleme, weil für nachbarhaus wirds keinen
beschluss geben (und bis die den haben ist die festplatte in aller ruhe
pulverisiert).
Andy P. schrieb:> Das Problem: wenn zur Wiederherstellung eines Raid5 5x3 einzelne> Scheiben angeliefert werden, dann kann die Rechnung des Datenretters> schonmal >> 20.000EUR betragen. Das zahlt eine kleine Staatsanwaltschaft> nur einmal, beim nächsten Mal bittet der Innenminister persönlich zum> Suspendierungsgespräch.
Wenn dann aber was (zufalls-)gefunden wird, dass eine Verurteilung nach
sich zieht, dann kannst Du mal raten, wer die Rechnung übernimmt.
Daher sollte man immer was finden. Wie bei jeder Form der
Informationswiederbeschaffung...
Ich kann nu davor warnen, Festplatten zu löschen oder an ihnen zu
manpulieren, denn wenn die Polizei mal irgendeine Durchsuchung macht,
ist das der Beste Beweis, dass man illegales Material drauf hatte.
So jedenfalls mein Eindruck, wenn ich die aktuellen DPA-Meldungen lese,
dass bei der Durchsuchung im Hause Edathy manipulierte Platten gefunden
worden sein sollen.
Wie sieht es eigentlich aus mit der Unschuldsvermutung? Gibt es die oder
kann man jetzt kederzeit alles behaupten und mit gelöschten Platten
untermauern?
Ich jedenfalls habe mir überlegt, statt einer knallharten Löschung die
kritischen Bereiche meiner Platte lieber mit einem script überschreiben
zu lassen:
1. kritischen Ordner löschen
2. mittels Irfanview eine Masse an Urlaubsbildern umskalieren und
speichern
3. parallel dazu ständig ein willkürliches Datum in der Vergangenheit
setzen und den PC einstellen
In 90% aller Krimis hat der Täter einen Fehler gemacht. :-)
> 1. kritischen Ordner löschen
Gründliches löschen dauert lange bei großer Datenmenge. Dewegen hatte
auch die Stasi noch Akten übrig. Ja, heute ist alles schneller und DAFÜR
die Datenmenge noch größer. Reste sind im Dateisystem evtl. trotzdem
noch da oder einige Hinweise in der Reg?
http://de.wikipedia.org/wiki/Journaling-Dateisystem
Kritiker schrieb:> 1. kritischen Ordner löschen> 2. mittels Irfanview eine Masse an Urlaubsbildern umskalieren und> speichern> 3. parallel dazu ständig ein willkürliches Datum in der Vergangenheit> setzen und den PC einstellen
Dilletantisch!
Jedes bessere Backup/Datensicherungsprogramm hat die Option zur
restlosen Entfernung von Dateien/Verzeichnissen.
Und wenn ich so etwas machen wollte, dann arbeite ich nicht auf HD.
Falls etwas sein sollte, lasse ich die Micro-SD-Karte hinter die
Scheuerleiste fallen.
Und was mir in meiner Jugend bei der Armee gelehrt wurde, es wird nicht
die Tat bestraft, sondern das man sich dabei hat erwischen lassen.
Nämlich die eigene Dämlichkeit.
Weshalb löschen? Daten und Betriebssystem verschlüsseln und den
Schlüssel nicht heraus geben, das ist (noch) unser gutes Recht. Bei
diesen Datei-Schreddern bleibt immer noch die Gefahr dass irgendwelche
Fragmente irgendwo auf der Platte liegen und die Löschaktion überleben.
Und dann die Schmuddelbilder das nächste Mal besser nicht per
Kreditkarte bezahlen...
Georg W. schrieb:> Daten und Betriebssystem verschlüsseln und den> Schlüssel nicht heraus geben, das ist (noch) unser gutes Recht.
Noch.
Wie sieht es denn mit der Performance aus? Hab mal Truecrypt
ausprobiert, das macht ja einen guten Eindruck. Aber ist das auch für
größere Datendurchsätze zu gebrauchen, oder zieht da die Ver- und
Entschlüsselung zu viel Leistung vom System ab?
Timm Thaler schrieb:> Georg W. schrieb:>> Daten und Betriebssystem verschlüsseln und den>> Schlüssel nicht heraus geben, das ist (noch) unser gutes Recht.>> Noch.
Dafür wurde die Beugehaft erfunden :) In den USA wird sie schon dafür
angewendet. In Deutschland verstößt es gegen fundamentale Prinzipien des
Strafrechts.
> Wie sieht es denn mit der Performance aus?
Gut. Man merkt nichts davon.
> Hab mal Truecrypt> ausprobiert, das macht ja einen guten Eindruck. Aber ist das auch für> größere Datendurchsätze zu gebrauchen, oder zieht da die Ver- und> Entschlüsselung zu viel Leistung vom System ab?
Überhaupt nicht.
Meine Lösung die ich aktuell verwende um schnell Daten sicher zu löschen
und Container unauffällig zu verstecken:
Größenangaben sind hier jetzt mal Beispiele:
PC mit 1 Platte mit 500GB.
Darauf Windows, sonstige Programme, "Eraser" oder "H2Testw" und TC
installiert. Platte frisch defragmentiert.
Alles was man an Programmen+Daten hat braucht z.B. 100GB ....
Jetzt die restlichen 400GB einfach mit einem Löschprogramm (z.B. Eraser
oder H2Testw) überschreiben lassen. Während die Dummy-Daten geschrieben
werden einen eigenen neuen Ordner erstellen und ihn z.B. "Dummy-Daten"
nennen. Dann während dem Schreiben aus dem temporären Ordner immer mal
wieder einen ganzen Schwung an gerade erzeugten z.B. 1GB-großen
Zufallsdaten in den Ordner rüberziehen.
Am Ende sind z.B. 300GB in 300 einzelnen Dateien im
"Dummy-Daten"-Ordner, 100GB sind noch frei.
Jetzt mit TC eine oder mehrere Dateien in exakt dieser 1GB Größe
erzeugen und zu den anderen 300 in diesen Ordner legen. Dateinamen und
Erweiterung an vorhandene Daten anpassen. Erstellungsdatum ebenso...
Jetzt sieht alles harmlos aus. Begründung für den Dummy-Ordner: Es
dauert sonst immer Stunden, bis der freie Bereich sicher überschrieben
wurde. So sind die 100GB in z.B. 5/10 min sicher gelöscht.
Wenn mal mehr Platz gebraucht wird einfach einen Teil der Dummy-Daten
löschen.
Das mit den Dummy-Daten mache ich auch bei meinen SD+CF-Karten sowie bei
meinen USB-Sticks so.
Da ich fast nie (Urlaub mal ausgenommen) die kompletten z.B. 4/8/16 GB
für Fotos benötige, aber man nur schwer kleinere Karten bekommt, liegen
dort immer die frischen Dummy-Daten drauf, so dass nur ein Rest von z.B.
1GB fei bleibt. Für den "täglichen" Gebraucht reichen mir 1G locker aus.
versteckte Container gibt´s hier dann aber nicht.
So kann man die Karte nach Übertragung der Bilder sehr schnell sicher
löschen. Das dauert dann oft nur 1-2 Minuten bis alle Bilder nicht mehr
wiederherstellbar sind. Muss ja nicht jeder der vielleicht den Foto mal
findet oder Zugriff auf die Karte hat, gleich alles auslesen können.
Leere USB-Sticks sind bei mir grundsätzlich immer komplett voll. Der
Ordner heißt dann: "Inhalt bitte löschen wenn Platz benötigt wird"
So kann man jederzeit seinen Stick einem Bekannten oder sonst wem
ausleihen ohne sich Gedanken machen zu müssen, was man selbst vorher
drauf hatte. Ein Blick auf den Stick und man weiß, dass er leer ist.
...sind nur so meine Vorschläge, vielleicht hilft´s dem einen oder
anderen.
Timm Thaler schrieb:> Wie sieht es denn mit der Performance aus?
Es könnte gefühlt immer schneller gehen, aber eine zusätzliche Einbuße
konnte ich bei Büronutzung nie feststellen.
Kritiker schrieb:> Ich kann nu davor warnen, Festplatten zu löschen oder an ihnen zu> manpulieren, denn wenn die Polizei mal irgendeine Durchsuchung macht,> ist das der Beste Beweis, dass man illegales Material drauf hatte.
Beweis? Nein, das ist überhaupt kein Beweis dafür, daß auf der Platte
was illegales ist. Es ist lediglich ein Beweis dafür, daß evtl.
Verdunkelungsgefahr besteht. Die setzt aber voraus, daß tatsächlich eine
Straftat begangen wurde. Nur das zu beweisen, dürfte schwer fallen, wenn
der Inhalt der Platte das einzige Beweismittel ist und seit der Aktion
leider nicht mehr zugreifbar ist.
Georg W. schrieb:> Weshalb löschen? Daten und Betriebssystem verschlüsseln und den> Schlüssel nicht heraus geben, das ist (noch) unser gutes Recht. Bei> diesen Datei-Schreddern bleibt immer noch die Gefahr dass irgendwelche> Fragmente irgendwo auf der Platte liegen und die Löschaktion überleben.
... und im Hintergrund ein Totermann-Skript laufen lassen, das nach
diskreter Warnung nach einer Karenzzeit den Rechner runterfährt.
Beitrag "Re: Festplatte auf 'Knopfdruck' unbrauchbar machen"
Das Thema ist zwar schon längst tot und hier gibt es noch viele andere
abenteuerliche/blödsinnige Einfälle (wie im Internet nicht anders zu
erwarten) aber angesichts dieses Kommentars muss ich einfach 3 Fragen
stellen:
1. wer stellt dir denn den Reinraum zur Verfügung damit du dieses
Konstrukt in deine HDD bekommst ohne sie zu beschädigen?
2. Wie bringst du das überhaupt unter ohne den Betrieb zu
beeinträchtigen (angesichts der Tatsache dass dort ohnehin fast kein
Platz ist) und last but not least
3. Wie soll denn diese Nylonschnur aus dem Gehäuse der HDD geführt
werden (obendrein noch so dass sie verschieblich ist und nicht
eingespannt) ohne die staubreine Atmosphäre darin zu beeinträchtigen?
Und nur Salzsäure außen über das Gehäuse zu schütten wird dir leider
garnichts bringen, das macht schlimmstenfalls das äußere Interface der
Platte unbrauchbar.
Man könnte eine der Schutzettiketten abreißen und das ding wie es ist in
ein Salzsäurebad werfen, aber das ist dann vielleicht etwas zu
umständlich um es schnell genug zu erreichen und die HDD füllt sich
vielleicht auch nicht schnell genug mit der Flüssigkeit.
Thermit oder Mikrowelle sind noch die schnellsten und Zuverlässigsten
Methoden um nicht verschlüsselte Daten unbrauchbar zu machen, mit der
ersten sollte man allerdings aufpassen nicht sein Haus anzuzünden..
Schüssel gefüllt mit Sand unterstellen oder Steingut, alle anderen
haushaltsüblichen Gegenstände würden Thermit nur bedingt aufhalten.
Verschlüsselung ist sicherlich noch die einfachste Methode und auch
nicht unbedingt weniger effektiv als die Platter zu vernichten.
leute die frage ist ziemlich heiss, oder? ich möchte niemanden kennen,
der soetwas braucht, und keine tips geben. AUSSERDEM bin ich sehr
sicher, dass der staat, die dienste, aber auch verrückte private, die
beruflich über staatliche mittel verfügen, genau feststellen können, was
du treibst.. - als normalo kannst du eine platte gut vernichten, indem
du sie erst professionell löschst, ausbaust, und die scheiben mechanisch
zerstörst (vorsicht es gibt platten-scheiben aus glas!)
Ob das nach über drei Jahren noch jemanden interessiert?
Edit:
Platter aus Glas gibt es glaube ich nicht mehr. Da hat IBM mit der
Deathstar-Serie schmerzlich erfahren müssen, das das nicht so eine gute
Idee war. Inzwischen dürften wohl alle dieser Platten zuverlässig den
Arsch hochgerissen haben.
also es gibt bestimmt noch leute, die angst vor einer durchsuchung
haben.. und daß es plattenstapel aus glas gibt, habe ich erst gemerkt,
als ich voriges jahr eine völlig intakte platte vernichtet habe.
übrigens hab ich auch eine intakte, ca. 20 jahre alte notebook-platte
vernichtet. halbes GB, nicht leise, langsam, und viel mehr
stromverbrauch als die CF-karte, die ich als SSD verwendet habe. aber
sie ging!
Ich habe nicht alles gelesen, aber in der heutigen Zeit würde ich die
Daten auf eine SD Karte speichern, die mit einer Feder gegen eine Akku
Fräse gedrückt wird.
Das funktioniert sogar, wenn die Vermummten als erstes den Strom kappen.
Verschlüsseln mit guter Passphrase: Laptopdeckel zuklappen oder Stecker
ziehen und die Daten sind sofort zu 100% unbrauchbar, und zwar solange
bis der Eigentümer vorbeikommt und sich wieder an seine Passphrase
erinnern kann. Das geht schneller als das ganze alberne mechanische
Rumgehampel mit Fräse oder Schredder oder dergleichen und ist auch
zuverlässiger und sicherer, es geht ohne Werkzeug und es geht ohne Strom
vollautomatisch.
Bernd K. schrieb:> Verschlüsseln mit guter Passphrase: Laptopdeckel zuklappen oder Stecker> ziehen und die Daten sind sofort zu 100% unbrauchbar, und zwar solange> bis der Eigentümer vorbeikommt und sich wieder an seine Passphrase> erinnern kann. Das geht schneller als das ganze alberne mechanische> Rumgehampel mit Fräse oder Schredder oder dergleichen und ist auch> zuverlässiger und sicherer, es geht ohne Werkzeug und es geht ohne Strom> vollautomatisch.
Jup, da gibts wohl auch einen K-P-Verdächtigen, der die Passphrase für
seine TrueCrypt-HDD nicht rausrücken will. KBA hat sich da bis dato
seine Zähne ausgebissen.
Wenn man sicher gehen will:
Erstens: Die Passphrase ist ja m.W. auch "nur" das Passwort für den
extrem gut verschlüsselten eigentlichen Schlüssel für die Daten. Da
kommen zwei unterschiedliche Verschlüsselungsmethoden zum Einsatz. Für
die Daten eine schnelle, die durch einen sehr langen Schlüssel sicher
wird, welcher dann mit einer langsamen starken Verschlüsselung mit der
Passphrase verschlüsselt wird.
Also: einfach den Schlüssel für die Daten überschreiben und niemand wird
mehr da rankommen.
Zweitens: die Behörden stecken bei Hausdurchsuchungen m.W. mittlerweile
USB-Sticks ran, die Mausbewegungen simulieren, um ein einschalten des
Bildschirmschoners/Standby zu verhindern, was wohl gerne mit dem
auswerfen von verschlüsselten Volumes gekoppelt wurde.
Das also erweitern und beim Anstecken von unbekannten HIDs ebenfalls die
verschlüsselten Volumes auswerfen. Mit genügend Paranoia koppelt man
dass dann mit einem Timer der "Erstens" durchführt.
Lukas T. schrieb:> Ich persönlich setze für so einen Fall auf den "Aus-Knopf". Damit> vergisst mein Rechner die Schlüssel zu den Platten und alles ist> "sicher".> "RAM-Freeze" etc. sind nur Theorie und wenn hier jemand mit 'nem Kübel> Flüssigstickstoff anrückt, diskutier' ich mit dem halt die 10 Sec. die> mein RAM zum vergessen braucht, dass er mir nicht meine Zimmerpflanzen> beschädigen soll.
Wenn du mal so wichtig geworden bist, dass die Behörden auf deinen
eingeschalteten Rechner spekulieren und sogar Kältespray für den RAM
mitbringen, dann hast du weder Zeit den Rechner auszuschalten, noch
wirst du irgendwas mit denen Diskutieren.
Allerdings muss du dann schon ein richtig unartiger Junge gewesen sein.
Bei einer normalen Durchsuchung wird die Hardware niemals vor Ort
gesichtet. Es wird wenn dann alles nur eingepackt. Normalerweise sind da
keine Spezis mit dabei.
Hier gibts einen sehr interessanten Vortrag von einem Kongress des CCC
zu diesem Thema:
Hausdurchsuchung, Razzia - Was tun wenn die Polizei vor der Tür steht? -
35C3
https://www.youtube.com/watch?v=rfFaK-npP_M
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Behörden mit einer
verschlüsselten Festplatte nichts anfangen können, wenn man das Passwort
nicht rausrückt.
Eine sichere verschlüsselte Festplatte dürfte für die gängigen Behörden
wohl ein unüberwindbares Hindernis sein.
Bei der Hausdurchsuchung im Rahmen der DIDW-Geschichte mussten die
deutschen Behörden nicht umsonst einen Hack vortäuschen (war glaube ich
gefakte SQL-Injection) um den Admin längerfristig an den PC zu locken.
Die hätten sich sicher nicht den Aufwand gemacht wenn es einen
einfacheren Weg gegeben hätte.
Matthias S. schrieb:> Jup, da gibts wohl auch einen K-P-Verdächtigen, der die Passphrase für> seine TrueCrypt-HDD nicht rausrücken will. KBA hat sich da bis dato> seine Zähne ausgebissen.
Der hat sie mittlerweile "freiwillig" herausgerückt…
Cyblord -. schrieb:> Bei einer normalen Durchsuchung wird die Hardware niemals vor Ort> gesichtet. Es wird wenn dann alles nur eingepackt. Normalerweise sind da> keine Spezis mit dabei.
Stimmt nicht. Bei dem Darknet-Deutschland-Buben haben sie vor Ort
versucht, die Daten vom Tor-Server zu ziehen.
Unterwegs drohte allerdings der Laptop eines der Forensiker schlapp zu
machen. Eine freie Steckdose gab es nicht und deswegen wollte er die
Waschmaschine vom Netz abzuklemmen. Leider irrte er sich im Stecker und
zu den des Servers heraus…
https://www.golem.de/news/deutsche-darknet-groesse-wie-lucky-demaskiert-wurde-1811-137709.html
Uhu U. schrieb:> Stimmt nicht. Bei dem Darknet-Deutschland-Buben haben sie vor Ort> versucht, die Daten vom Tor-Server zu ziehen.
Was hast du an "Normal" nicht verstanden? Weißt du wie viele
Durchsuchungen die Polizei im Jahr so macht?
Es ist die absolute Ausnahme wenn da Forensiker dabei sind.
Cyblord -. schrieb:> Es ist die absolute Ausnahme wenn da Forensiker dabei sind.
Das mag ja sein, nur weißt du, was in den Köpfen irgend welcher
Kriminaler alles an Vermutungen über dich herum spukt?
Wenn die rauskriegen, dass verschlüsselt wird, musst du worst case eben
damit rechnen, dass Experten dabei sind. Du brauchst noch nichtmal
selbst verdächtigt zu werden - es reicht völlig, dass sie vermuten, du
wüsstest irgendwas von einem Dritten, was sie unbedingt wissen wollen…
Uhu U. schrieb:> Du brauchst noch nichtmal> selbst verdächtigt zu werden
Und was machen die dann in seiner Wohnung? Du verwechselst da was mit
dem Staat, der seit dem 03.10.1990 nicht meht existiert.
Thomas E. schrieb:> Du verwechselst da was mit dem Staat, der seit dem 03.10.1990 nicht meht> existiert.
Du irrst.
Im Zweifelsfall kann sich auch ein Ermittler "irren" und entschuldigt
sich dann eben hinterher. Aber gewisse Taten sind unumkehrbar…
Uhu U. schrieb:> Wenn die rauskriegen, dass verschlüsselt wird, musst du worst case eben> damit rechnen, dass Experten dabei sind.
Klar, wenn du Snowden oder Assange bist, dann musst du wohl damit
rechnen. Dann würde ich auch mit Waterboarding in Guantanamo rechnen.
Und ich würde damit rechnen dass du dein Passwort schneller singst als
ein Kanarienvogel.
Ansonsten bist du Fall 496 von 5000 auf dem Schreibtisch vom
Staatsanwalt, der mit der Hausdurchschung zwei maximal gelangweilte
Polizisten beauftragt die es einen Scheiß juckt ob du verschlüsselst
oder nicht, weil in dem Wisch drin steht dass sie alle Computer
mitnehmen sollen.
Und der "Forensiker" ist dann meist ein ganz normaler Bulle mit 2 Wochen
Crashkurs der nach 4 Wochen dem Staatsanwalt mitteilt, dass leider
nichts zu holen ist, weil verschlüsselt. Standardphrase. Jeder ist
glücklich, niemand hat Arbeit.
Es wird kein Spezialteam von Navy CIS auf deinen Rechner angesetzt und
nicht der NSA Computer dafür angezapft. Das alles wird einfach nicht
passieren.
Verstehst du jetzt den Unterschied zwischen deinen Theorien und der
echten Realität?
Cyblord -. schrieb:> Klar, wenn du Snowden oder Assange bist, dann musst du wohl damit> rechnen.
Andersrum gefragt: woher weißt du, dass sie eine "normale" Durchsuchung
planen? Kündigen sie das an?
> Und der "Forensiker" ist dann meist ein ganz normaler Bulle mit 2 Wochen> Crashkurs der nach 4 Wochen dem Staatsanwalt mitteilt, dass leider> nichts zu holen ist, weil verschlüsselt.
Richtig erkannt: die Daten abzuziehen ist kein Hexenwerk. Es reicht, ein
paar von den Burschen sorgfältig zu konditionieren und dann wird das in
den meisten Fällen klappen, vorausgesetzt, die Jungs mit dem Rammbock
haben saubere Arbeit abgeliefert…
In letzterem sind die aber schon seit mindestens 1000 Jahren perfekt.
Uhu U. schrieb:>> Klar, wenn du Snowden oder Assange bist, dann musst du wohl damit>> rechnen.>> Andersrum gefragt: woher weißt du, dass sie eine "normale" Durchsuchung> planen? Kündigen sie das an?
Nein, aber ich denke ich wüsste es wenn ich Staatsfeind Nr 1 wäre, oder
Top-Terrorist. Denkst du nicht auch?
Wegen zwei geklauter MP3s oder ner Hanf Plantage aufm Balkon muss ich
eben NICHT damit rechnen. Da kommen dann die gelangweilten Bullen.
Jetzt verstanden?
Cyblord -. schrieb:> Nein, aber ich denke ich wüsste es wenn ich Staatsfeind Nr 1 wäre, oder> Top-Terrorist.
Das musst du doch gar nicht, um zu dieser "Ehre" zu kommen. Auch die
Polizei ist nicht unfehlbar und hinterher entschuldigen können die sich
immer…
Uhu U. schrieb:> Auch die> Polizei ist nicht unfehlbar und hinterher entschuldigen können die sich> immer…
Sprichst du aus eigener Erfahrung oder wo hast du diesen Unsinn her?
Uhu U. schrieb:> Du brauchst noch nichtmal> selbst verdächtigt zu werden - es reicht völlig, dass sie vermuten, du> wüsstest irgendwas von einem Dritten, was sie unbedingt wissen wollen…
Uhu hat insoweit Recht, dass es tatsächlich nicht nur Durchsuchungen
beim Verdächtigten/Beschuldigten (§ 102 StPO) gibt, sondern auch bei
Dritten/Zeugen. Siehe § 103 StPO.
Solange nicht gerade Staatsfeind#1 im Kleiderschrank vermutet wird,
dürfte aber nicht gleich ein Super-Spezialisten-Team anrücken - da hat
Cyblord einen Punkt.
Rat mal, was die jetzt machen, nachdem der Trick bei DIDW nur wegen
einem läppischen kleinen Irrtum morgens um 4 nicht ganz so erfolgreich
war, wie erhofft.
Sie richten ihre Kettenhunde ab, Daten aus mit Brachialgewalt
übernommenen Rechnern auf Platten der "Guten" zu kopieren. Dazu braucht
man noch nichtmal gelernte IT-Leute - die Skriptkiddies stehen schon in
den Startlöchern…
Uhu U. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Nein, aber ich denke ich wüsste es wenn ich Staatsfeind Nr 1 wäre, oder>> Top-Terrorist.>> Das musst du doch gar nicht, um zu dieser "Ehre" zu kommen. Auch die> Polizei ist nicht unfehlbar und hinterher entschuldigen können die sich> immer…
Die Frage ist: sind diese Irrtümer die Regel, mit der man planen muss
oder passiert das einem von Tausend?
Es geht doch darum welchen Aufwand ich treiben will um meine Daten zu
schützen.
Wenn ich vor 10 Jahren mal ein paar mp3s bei eMule (das waren noch
Zeiten...) geladen habe dann bin ich ein kleines Lichtlein und es reicht
mir, meine Festplatte zu verschlüsseln um einigermasen sicher zu sein.
Habe ich gerade einen Anschlag geplant oder Dokumente der NSA geleaked
bin ich für die Behörden etwas interessanter und sollte etwas mehr
Aufwand treiben denn manche Behörden sind durchaus in der Lage
verschlüsselte Festplatten zu entschlüsseln (sei es durch IT-Profis oder
durch intensive Befragungen).
Jetzt kanns natürlich sein dass ich zu den Zwei-Mp3-Kleinstganoven
gehöre, aber aufgrund eines Irrtums trotzdem mal die GSG9 vor der Tür
steht (wobei, die benutzen eher Fenster statt Türen).
Das ist ja das Szenario auf das du hinauswillst.
Klar, ist denkbar.
Aber wie wahrscheinlich ist das?
Und wie groß ist der Ärger der mir droht wenn sie die zwei mp3s finden?
Das halte ich für Restrisiko.
Wenn ich mit sowas rechne dann müsste ich konsequenterweise mit allem
rechnen was so passieren kann und mir einen Prepper-Bunker graben...
Le X. schrieb:> Jetzt kanns natürlich sein dass ich zu den Zwei-Mp3-Kleinstganoven> gehöre, aber aufgrund eines Irrtums trotzdem mal die GSG9 vor der Tür> steht
Das passiert in der Tat öfter. Zwar nicht die GSG9 sonder eher die BFE,
aber die Rücken auch bei Kleindealern u.ä. an, wenn zu befürchten ist
die Person könnte bewaffnet sein.
Und es gibt öfters mal Verwechslungen bei Durchsuchungen. Soweit
korrekt.
(Aber dagegen kann man sich eh nicht schützen, das ist irrelevant für
das aktuelle Thema).
NUR, die haben immer noch keinen IT-Forensiker im Gepäck.
Und je wichtiger die Zielperson ist, desto geringer die
Wahrscheinlichkweit für eine spontane Verwechslung, weil dann wird
vorher auch gerne mal observiert.
Vermuten die also Snwoden bei Uhu in der Wohnung, und Rücken mit dem
Navy CSI Spurensicherungsteam und Kältespray an, könnte es sich zwar
immer noch um einen Irrtum handeln, aber nicht einfach wegen einer
vertauschten Hausnummer.
Thomas E. schrieb:> Uhu U. schrieb:>> Auch die>> Polizei ist nicht unfehlbar und hinterher entschuldigen können die sich>> immer…>> Sprichst du aus eigener Erfahrung oder wo hast du diesen Unsinn her?
Deine naive Obrigkeitsgläubigkeit ist bewundernswert aber auch zutiefst
erschreckend. Es sind schon unschuldige Unbeteiligte in ihrer eigenen
Wohnung erschossen wurden nur weil sich die Bullen zufällig mal in der
Tür geirrt haben.
Bernd K. schrieb:> Es sind schon unschuldige Unbeteiligte in ihrer eigenen> Wohnung erschossen wurden nur weil sich die Bullen zufällig mal in der> Tür geirrt haben.
Es sind auch schon viele Leute an Fischgräten erstickt. Warum schreibst
du hier nichts gegen Fische?
Cyblord -. schrieb:> Es sind auch schon viele Leute an Fischgräten erstickt. Warum schreibst> du hier nichts gegen Fische?
Weil der Vorposter die Unfehlbarkeit der Obrigkeit postuliert, nicht die
der Fische.
Bernd K. schrieb:> Weil der Vorposter die Unfehlbarkeit der Obrigkeit postuliert
Wo genau?
Dass bei der Polizei Irrtümer passieren oder bei der vorherigen Zuarbeit
ein Fehler passiert, der eine falsche Adresse ausspuckt und dass auch
der eine oder andere Durchsuchungsbeschluss rechtswidrig ergangen ist,
das hat IIRC niemand bestritten.
Inwiefern hilft das Verschlüsseln der Festplatte mit den Urlaubsfotos,
den Briefen an die Krankenkasse und der MP3-Sammlung dagegen - und worin
besteht das ernstzunehmende Risiko, wenn das irrtümlich eingefallene
Rollkommando diese Daten in die Finger bekommt?
Ärgerlich und erschreckend ist das natürlich schon, keine Frage. Und
dass in den Daten mal geschaut wird, ob da nicht "zufällig" irgendwas
anderes illegales darin finden könnte, ja, davon würde ich auch
ausgehen. Hier wären ein paar gerippte MP3 aber harmlos; die
interessieren die Polizei wenig, weil strafrechtlich uninteressant - die
Polizei schreibt ja keine Abmahnungen.
Also, natürlich kommt es vor, dass die Sicherheitsbehörden auch mal
unberechtigt eine Durchsuchung vornehmen. Aber doch nicht in Mengen und
Massen - davon, dass aus Jux und Spaß an der Freude mal eben reihenweise
zufällig ausgewählte Wohnungen durchsucht werden, habe ich tatsächlich
noch nix gehört oder gelesen.
Le X. schrieb:> Aber wie wahrscheinlich ist das?
Nun, wie sorgfältig die Kerle "arbeiten", kannst du z.B. hier lesen:
https://www.welt.de/vermischtes/article185399216/Rocker-Razzia-in-Luedenscheid-SEK-stuermt-Wohnung-88-Jaehrige-bietet-Kaffee-an.html
Das ist die eine Seite. Die andere ist, dass im deutschen Recht
Verwertungsverbote für illegal erlangte Beweimittel äußerst restriktiv
gehandhabt werden. MaW: sie können einem mit beliebig erlangten
Informationen einen Strick drehen.
Das Risiko muss man auch als "unbescholtener Bürger" nicht eingehen.
> mir einen Prepper-Bunker graben...
Man muss aber auch nicht gerade die Haustür offen stehen lassen…
In der Vor-IT-Ära hatten es die Schnüffler um Größenordnungen schwerer,
das Haar in der Suppe zu finden, wenn sie - aus welchen Gründen auch
immer - eins gesucht haben. Unseren Rechenknechten vertrauen wir Dinge
an, die wir allen verheimlichen. Wer da dran kommt, hat mehr als nur
eine Brechstange in der Hand…
Und wenn man in die Abrgründe der "Dienste" blickt, die sich bei den
diversen NSU- und Amri-Untersuchungsausschüssen auftun, sollte sich
eigentlich jede Art von Vertrauensseeligkeit absolut verbieten und zwar
für jeden.
Im deutschen Recht war bis vor ca. 20 Jahren waren Deals zwischen
Verteidigung und Anklage in Deutschland verpönt. Das hat sich geändert
¹). Damit haben die Staatsanwaltschaften ein höchst wirksames
Erpressungsmittel in der Hand - wohin das führt, kann man in den USA
sehen, dort wird das ganz exzessiv betrieben.
¹) https://de.wikipedia.org/wiki/Verst%C3%A4ndigung_im_Strafverfahren
Matthias L. schrieb:> davon, dass aus Jux und Spaß an der Freude mal eben reihenweise> zufällig ausgewählte Wohnungen durchsucht werden, habe ich tatsächlich> noch nix gehört oder gelesen.
Weil die Opfer solcher Aktionen durch Chemtrails ruhiggestellt werden
damit sie nicht berichten können!
Cyblord -. schrieb:> (Aber dagegen kann man sich eh nicht schützen, das ist irrelevant für> das aktuelle Thema).
Aber man kann sich dagegen schützen, dass sie auch noch grenzenlos in
die Privat-/Intimsphäre eindringen.
Du musst nur etwas längere Haare haben und schon bist du in ansonsten
harmlosen Situationen nicht nur der Arsch, sondern der Arsch³.
Ich kann ein kleines Beispiel erzählen:
Ich wollte zur Urteilsverkündung beim letzten Prozess i.S. Harry Wörz
vor dem BGH. Besuchern wurden dort Taschen duchsucht, bevor sie
überhaupt aufs Gelände durften. Mich haben sie komplett gefilzt, weil
der leitende Bulle sichtlich Freude daran hatte, Leute, die kein
Arschgesicht, wie er selbst haben, auf die Rolle zu nehmen.
Was würde passieren, wenn ich so einem in einer weniger öffentlichen
Situation in die Hände falle?
Diese Kerle sind zu doof, um auf die Idee zu kommen, dass jemand, der
irgendwas anstellen will, sich eher verkleiden wird, wie ein Zivilbulle…
Le X. schrieb:> Matthias L. schrieb:>> davon, dass aus Jux und Spaß an der Freude mal eben reihenweise>> zufällig ausgewählte Wohnungen durchsucht werden, habe ich tatsächlich>> noch nix gehört oder gelesen.>> Weil die Opfer solcher Aktionen durch Chemtrails ruhiggestellt werden> damit sie nicht berichten können!
Das hier ist der Durchsuchungsbeschluss der mir und vielleicht 150
anderen Haushalten vor die Nase gehalten wurde.
So eine Druchsuchung ohne auch nur einen Anfangsverdacht zu haben geht
sehr schnell, und die sind da auch nicht kleinlich wen sie alles
durchsuchen - alle.
Uhu U. schrieb:> Das ist die eine Seite. Die andere ist, dass im deutschen Recht> Verwertungsverbote für illegal erlangte Beweimittel äußerst restriktiv> gehandhabt werden. MaW: sie können einem mit beliebig erlangten> Informationen einen Strick drehen.>> Das Risiko muss man auch als "unbescholtener Bürger" nicht eingehen.
Stimmt. Das ist möglich.
Allerdings ist trotzdem das Vorhandensein irgendwie illegaler oder oder
illegal wirkender Daten die Voraussetzung dafür, dass aus diesen bei
zufälliger Entdeckung ein Strick gedreht wird. Wie schon geschrieben,
ein paar MP3 oder DVD-Rips sind für die Strafverfolger eher
uninteressant.
Anleitungen zum Bombenbau, Kontaktadressen des örtlichen Drogendealers
oder Deeplinks zum Waffenhandel im Darknet habe ich weder auf dem
Rechner noch auf Papier, Fotos von unbekleideten Kindern auch nicht.
Dass auf irgendeinem Urlaubsfoto im Hintergrund zufällig ein
weltbekannter Terrorist beim Mittagessen zu sehen ist, tja, das kann ich
natürlich nicht ausschließen - die Wahrscheinlichkeit halte ich aber für
gering. Der Strick, der mir aus meiner Festplatte gedreht werden könnte,
wäre nicht besonders reißfest.
Da ist der Verlust der Hardware IMHO der größere Ärger, denn die Mühlen
der Justiz mahlen halt nicht besonders schnell - bis man das Zeug dann
mal wiederbekommt, vergehen Monate bis Jahre.
Christobal M. schrieb:> So eine Druchsuchung ohne auch nur einen Anfangsverdacht zu haben geht> sehr schnell, und die sind da auch nicht kleinlich wen sie alles> durchsuchen - alle.
Und, was hat der Inhalt deiner Festplatte an Vorwürfen gegen dich
ergeben?
Matthias L. schrieb:> ..... Wie schon geschrieben,> ein paar MP3 oder DVD-Rips sind für die Strafverfolger eher> uninteressant.
stimmt, trotzdem bekam ein Freund hinterher Post vom Abmahnanwalt, das
konnten wir aber abbügeln.
Matthias L. schrieb:> Und, was hat der Inhalt deiner Festplatte an Vorwürfen gegen dich> ergeben?
Die wurden nicht durchsucht. Die bewaffneten Gewalttäter sind nur durch
die Wohnung gelatscht, allerdings hatte ich Glück das sich auf dem
Küchentisch grade keine "krümelartige Substanz" befand.
So einen "Zufallsfund" hätten die sich bestimmt nicht entgehen lassen.
edit:
Meine Festplatten sind im übrigen Verschlüsselt - seit Schäuble
Innenminister war.
Christobal M. schrieb:>> Und, was hat der Inhalt deiner Festplatte an Vorwürfen gegen dich>> ergeben?>> Die wurden nicht durchsucht.
Dann war's ja egal, ob sie nun verschlüsselt war oder nicht...
Edit:
Der große Umbruch in den Befugnissen der Sicherheitsbehörden stand eher
im Otto-Katalog von Otto Schily, Schäuble hat da IIRC nur noch hie und
da was draufgesetzt.
Matthias L. schrieb:> Christobal M. schrieb:>>> Und, was hat der Inhalt deiner Festplatte an Vorwürfen gegen dich>>> ergeben?>>>> Die wurden nicht durchsucht.>> Dann war's ja egal, ob sie nun verschlüsselt war oder nicht...
Wenn du das Haus verlässt, macht du dann die Hauseingangstür zu und
schließt vielleicht sogar ab?
Laut deiner Argumentation könntest du sie offen lassen solange keiner
einbricht…
Nein.
Hier geht's um Festplatten, nicht um Haustüren. Dein Vergleich hinkt
nicht mal, dem fehlen beide Beine.
Ich schließe mein Haus ab und lasse meine Festplatte unverschlüsselt -
IM abgeschlossenen Haus. Und nein, das ist nicht inkonsequent.
Matthias L. schrieb:> Ich schließe mein Haus ab und lasse meine Festplatte unverschlüsselt -> IM abgeschlossenen Haus. Und nein, das ist nicht inkonsequent.
Doch. Wenn Dein Rechner geklaut wird, sind Deine Daten öffentlich.
Hier war immer von Geheimdiensten bzw Hausdurchsuchungen die Rede, das
sind sicherlich Angriffszenarien, die nur wenige von uns betreffen. Mit
neugierigen Nachbarn oder unerwünschten Sekundärnutzern dagegen kann
jeder konfrontiert werden.