Merkwürdiges FET-Verhalten bei LOW-Pegel

Gast #3240276
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Hallo,

habe hier ein merkwürdiges Problem mit dem MOSFET IRLIZ44N:

Es soll ein kleiner DC-Motor (ca. 200mA Leistungsaufnahme bei 12V) 
gesteuert werden, siehe Anhang.

Wenn vor dem 1k-Widerstand +5V gegen Masse anliegen, steuert der FET 
voll durch und der Motor bekommt seine 12V, so weit alles klar.

Wenn aber vor dem 1k-Widerstand 0V gegen Masse anliegen (Gate liegt dann 
über die 1k auf Masse), wird der FET nicht richtig hochohmig, am D des 
FET sind ca. 7V gegen Masse messbar. Der Motor dreht munter weiter.

Austausch gegen ein anderes Exemplar bringt auch nichts, das Problem 
bleibt bestehen.
Handelt es sich bei den mir vorliegenden IRLIZ44N-Exemplaren um eine 
Fehlproduktion oder stimmt die Schaltung nicht???
Angehängte Dateien:
Gast #3240305
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Hubert G. schrieb:
> 47k vom Gate nach GND könnten helfen.

Joe B. schrieb:
> Mess mal im ausgeschalteten Zustand die Spannung von Gate nach Source.
> Und schalte einen hochohmigen Widerstand von Gate nach Masse. Der zieht
> das Gate sicher auf Masse.

Gate liegt bei LO-Pegel definitiv über den 1k-R auf Masse.

Wenn ich bei LO-Pegel direkt am Gate ein V-Meter gegen Masse anschließe, 
sind dort 0,00V zu messen.
Gast #3240310
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Hubert G. schrieb:
> Das Verhalten sieht so aus als würde der Port nicht als Ausgang sondern
> als Eingang mit PullUp realisiert sein. Du schaltest nur den PullUp ein
> und aus.

Gute Überlegung, aber der Ausgang ist schon richtig eingestellt. Bei HI 
mißt man 4,92V gegen Masse direkt am Gate. Bei HI funktioniert auch 
alles.
Nur bei LO schaltet der Motor nicht richtig ab, da liegt das Problem...
Gast #3240314
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Hubert G. schrieb:
> Dietrich L. schrieb:
>> DAC schrieb:
>>> Wenn aber vor dem 1k-Widerstand 0V gegen Masse anliegen (Gate liegt dann
>>> über die 1k auf Masse)
>>
>> :-))
>
> Als Eingang hochohmig misst man immer 0V.

Man mißt aber auch direkt am Gate 0,00V und darauf kommt es ja an.
(Mit einem Durchgangsprüfer stellt man außerdem fest, dass bei LO der 
Portpin tatsächlich auf Masse liegt)
#3240317
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Da schaltungsmäßig alles gut aussieht, würde ich als nächstes nach 
völlig unerwarteten Fehlern suchen:
- Schaltung falsch verdrahtet -> als Freiluftschaltung neu aufbauen (nur 
12V-Versorgung, Motor + Diode, FET mit Gate an GND)
- Schaltung schwingt -> mit Oszi messen
- die 12V-Versorgung spinnt -> mit Oszi messen
- ???

Gruß Dietrich
#3240341
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Wie hast Du das Ganze bis jetzt aufgebaut? Mit
Dietrich L. schrieb:
> -> als Freiluftschaltung neu aufbauen
meinte ich, nichts verwenden, was Du jetzt hast, sondern neu aufbauen 
ohne Steckbrett, Leiterplatte, ... Also Gate+Source an GND, Drain an 
Motor mit Diode, +12V an die andere Seite des Motors. Entweder direkt 
verlöten oder mit Prüfkabeln in Freilufttechnik verbinden. Und auf die 
Pin-Belegung des FETs achten (man kann sich leicht vertuen, z.B. Blick 
auf Vorder- oder Rückseite verwechseln).

Dann gibt es keine "versteckten" Bauteile mehr. Wenn es dann nicht geht, 
fällt mir auch nichts mehr ein außer Chargenfehler, mangelhafte 
Raubkopien, vorab schon mal unsachgemäß behandelt...

Gruß Dietrich
Gast #3240358
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Danke Leute für eure Hilfestellungen!

Das Problem war ein anderes:

Der Motor selber war nicht richtig isoliert und hatte eine (mehr 
schlechte als rechte) mechanische Masseverbindung, muhhhh.

Zuerst dachte ich an Geister, als sich der Motor mit abgeklemmtem 
Minuspol weiter drehte...

Die FETs sind absolut ok.

Danke für die Postings!!!!

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