Hallo zusammen,
ich muss in nächster Zeit einige (100 bis 200) Platinen (Einseitig
200x140mm) löten. Die SMD Schablonen für Lötpaste habe ich.
Jetzt denke ich darüber nach wie ich diese am besten Löten kann.
Ich habe einen Laborofen den ich bis auf 250°C exakt aufheizen kann.
http://labfish.de/img/lab-equipment/1839-0-thermo-heraeus-t12-t.jpg
Das aufheizen dauert aber ca. 15 bis 20 Minuten.
Ist dieser dafür geeignet?
Alternativ würde ich auch bis 600 oder 700 Euro für eine andere
Alternative ausgeben. Was ist von diesen China Geräten zu halten. habe
was von einem T962 gehört der mittels IR heizt, aber scheinbar nicht den
kompletten Bereich gleichmässig erhitzt und auch die Reflexion der
Platine eine Rolle spielen soll.
Wie gesagt meine Platine ist 200x140mm und sollte gleichmässig erhitzt
werden.
Gruss
Dank
Soll das ganze Professionell sein?
Wenn du es Bleifrei machst und die Qualität gut sein soll, brauchst du
schon einen echten Reflowofen preis min 3.000 Euro (wenn es eine kleine
Billige ist).
Auch gebraucht wirst du die fast nicht unter 1.500 Euro finden.
Wieso lässt du es nicht irgendwo fertigen?
Alex72 schrieb:> ich muss in nächster Zeit einige (100 bis 200) Platinen (Einseitig> 200x140mm) löten.
Bei dieser Stückzahl und Platinengröße solltest du das an einen
Dienstleister geben.
In einem billigen Ofen wird es sehr schwer, eine so große Platine
gleichmäsig warm zu machen.
Alex72 schrieb:> Das aufheizen dauert aber ca. 15 bis 20 Minuten.> Ist dieser dafür geeignet?
Nein. Google mal nach Reflow-Profil. Das macht dir kein Baustein mit -
schon garnicht wenn es kein Hobbygebastle ist, sondern du Qualität
liefern musst.
Alex72 schrieb:> Alternativ würde ich auch bis 600 oder 700 Euro für eine andere> Alternative ausgeben.
Dann geh zu einem Bestücker od. jemandem der Dampfphase löten kann.
Alex72 schrieb:> Was ist von diesen China Geräten zu halten. habe> was von einem T962 gehört der mittels IR heizt, aber scheinbar nicht den> kompletten Bereich gleichmässig erhitzt und auch die Reflexion der> Platine eine Rolle spielen soll.
Das ist Hobbyschrott
Alex72 schrieb:> 200x140mm
Das geht darin nicht.
Was ein Reflow Profil ist weiss ich schon. Dachte aber ich könnte den
Ofen irgendwie aufheitzen und dann bei ca. 180 die Platine rein und dann
warten bis der Ofen bei 230 oder so ist, aber ist eine blöde idee und
lassen wir diese idee somit.
und was würdet ihr für ca. 3000 Euro empfehlen?
Ich bin da mal gespannt was es da so gibt auf dem markt.
von ersa habe ich das hier gesehen.
da steht sogar "• Reflowlöten einseitig bestückter Platinen"
was ist davon zu halten?
http://www.ersa.de/art-i-con-loetstationen-und-heizplatten-246-4894.html
Gruss
Danke für die Infos und die geposteten Maschinen. Da ich ausschließlich
einseitige platinen (kein multilayer) damit löten will ist vermutlich
die irhp200 von ersa ne günstige Alternative. Aber verfärbt sich da die
Platine nicht wenn ich die erhitze? Die Wärme muss ja durch die Platine
also geh ich davon aus, dass an der unterseite die Temperatur grösser
ist als die geforderte lötTemperatur.
Am liebsten wäre mir eine kleine reflow Anlage ohne Dampfphase da ich
dort die galdenflüssigkeit besorgen muss. Kennt ihr Seiten wo man So
Maschinen gebraucht ersteigern kann?
Gruss und sorry für die gross und klein schreibefehler aber ein Handy
ist zum tippen nicht super geeignet
Danke für die Info.
Jetzt muss ich nurnoch eine solche Heizplatte finden, bei der die
Heizelemente so nah beieinander sitzen und die Wärme gleichmässig auf
der Platte verteilt ist.
Hast Du mal eine Kostenkalkulation vorgenommen, was Dis das Ganze incl.
Vorversuchen und Deiner Arbeitszeit kosten wird?
Dem kannst Du dann Angebote von professionellen Bestückern
gegenüberstellen.
Du solltest dabei auch beachten, dass mit falschem Temperaturprofil
gelötete Platinen eher ausfallen und das dadurch ebenfalls Kosten
verursacht werden können.
... schrieb:> http://www.madelltech.com/MD5001.html> Das Teil ist Original der China-Schrott, den man bei eBay bekommt.
Diese Reflow Öfen überschwemmen ja gerade eBay. Ab 250 Euro bekommt man
da einen mit Versand aus UK.
Was ist davon zu halten?
Wirklich Schrott?
Aktuell verlöte ich SMD Prototypen (privat zuhause) mit einer
Heißluftstation (auch billig) und Lötpaste. Das funktioniert an sich
gut. Bisschen Umständlich halt. Fahre kein Profil (Lufttemperatur
dauerhaft 270 Grad).
Wäre in diesem Fall so ein Ofen nicht eine Verbesserung? Oder
funktioniert das am Ende gar schlechter? Hat diese Öfen jemand in
Verwendung?
gruß cyblord
Also zu diesen Öfen habe ich bis jetzt nix gutes gelesen.
Sind die denn zu gebrauchen wenn meine Platine 200x140mm in der grösse
ist?
Die gibt es wie schon geschrieben ja für 250 Euro aber taugen die echt
was?
Ich hatte mal Gelegenheit damit zu arbeiten....
Wärmeverteilung sehr schlecht. In der Mitte sehr heiß, zum Rand einer
100x160 Karte immer kühler. Effekt: in der Mitte wurde die Leiterplatte
schon braun, zum Rand schmolz das Bleifrei-Lot nicht.
Folien-Tasten nicht entprellt. Durchs Sichtfenster sieht man nichts, da
kein Licht innerhalb des Gerätes. Der Minilüfter rechts neben der
Anzeige macht naturgemäß einen höllischen Lärm.
Die eingestellten Zeiten verändern sich bei Erwärmung.
Temperatur habe ich jetzt nicht nachgemessen.
... schrieb:> Ich hatte mal Gelegenheit damit zu arbeiten....> Wärmeverteilung sehr schlecht. In der Mitte sehr heiß, zum Rand einer> 100x160 Karte immer kühler. Effekt: in der Mitte wurde die Leiterplatte> schon braun, zum Rand schmolz das Bleifrei-Lot nicht.
Also -> Tonne
> Folien-Tasten nicht entprellt.
Meine Güte ...
> Durchs Sichtfenster sieht man nichts, da> kein Licht innerhalb des Gerätes. Der Minilüfter rechts neben der> Anzeige macht naturgemäß einen höllischen Lärm.> Die eingestellten Zeiten verändern sich bei Erwärmung.
Wie bitte? RC-Oszillator verbaut und offenbar nicht gedämmt? Unfassbar
...
> Temperatur habe ich jetzt nicht nachgemessen.
Ich denke, das ist auch nicht mehr nötig ;-)
Eine weitere Diskussion zu einem zumindest ähnlichen Ofentyp gibt es
hier:
Beitrag "Was haltet ihr hier von diesem Reflow-Ofen?"
Ich denke, da ist man mit einem selbstgebauten Dampfphasenlöter deutlich
besser bedient.
... schrieb:> Ich kauf mir jetzt 5Kg Galden LS230 für 140,-€
Oh, ist das schon so günstig geworden? Oder sind die 140€ Kilopreis?
> und eine Minifriteuse> http://intergastro.de/artikelnummer/200056/pgruppe/380/rp/-1 für 38,-€> und werde mal Dampfphasenlöten ausprobieren.
Bitte hier berichten :-)
Chris D. schrieb:> ... schrieb:>> Ich kauf mir jetzt 5Kg Galden LS230 für 140,-€>> Oh, ist das schon so günstig geworden? Oder sind die 140€ Kilopreis?
Oha... Asche auf mein Haupt. Ich habe den Verkäufer falsch verstanden.
Du hast Recht, pro Kilo....Leider gibt es nur noch 5Kg-Einheiten.
Also 5Kg kosten insgesamt 664,-€ incl. Mwst. und Versand.
Aber immehin noch billiger als das vergoldete Galden von dem Schweizer
Shop der das in 50 bzw. 100gr. Einheiten verkauft. Da kosten dann
hochgerechnet 5Kg 1500,-Schweizer Franken...
... schrieb:> Aber immehin noch billiger als das vergoldete Galden von dem Schweizer> Shop der das in 50 bzw. 100gr. Einheiten verkauft. Da kosten dann> hochgerechnet 5Kg 1500,-Schweizer Franken...
Naja, in der Schweiz ist natürlich auch ein anderes Einkommen vorhanden
und etwas darf der gute Mann ja auch durchaus verdienen. 100% Aufschlag
empfinde ich da jetzt nicht als soooo viel. Abfüllen etc. kostet ja
auch.
Vielleicht sollte man hier mal eine Sammelbestellung organisieren?
Aber davon ab: ich kann nicht glauben, dass es nur dieses eine Mittel
dafür geben soll. Gibt es da keine anderen?
Alex72 schrieb:> kannst du mir da dann mal die anleitung zu schicken
Da ist nicht viel mit Anleitung. Galden auf 230°C erhitzen, so dass sich
Dampf entwickelt. Da der Dampf schwerer als Luft ist, bleibt er im
Gefäß.
Das Lotgut langsam in den Dampf tauchen, eine Zeitlang (muss man
ausprobieren) warten und wieder heraus holen. Die Zeit sollte nicht
kritisch sein, da die Temperatur 230°C nicht übersteigt.
und das soll alles sein.
Dann kann ich das ja wirklich eine Friteuse kaufen. Den Heizkörper
steuer ich mit nem PID Controller den man bei ebay kaufen kann auf 230°C
und dann fahr ich die Platine an einer Spindel langsam nach unten. Das
soll es gewesen sein. Ich meine hier in dem Forum mal noch was von
Kühlkörpern gelesen zu haben, die nenötigt werden für dieses Bad.
Gruss
Alex72 schrieb:> Das soll es gewesen sein. Ich meine hier in dem Forum mal noch was von> Kühlkörpern gelesen zu haben, die nenötigt werden für dieses Bad.
Kann man machen. Verringert den Verlust an Galden.
Also nach dem Lötvorgang Heizung aus und Gefäß abkühlen, der Dampf
kondensiert und fällt in sich zusammen. Dann das Lotgut herausholen.
Aber jetzt im ernst.
Ist es damit wirklich getan. Galden erhitzen und dann durch die
verschiedenen Schichten fahren?
Muss ich keine Angst haben, dass sich das Zeug in der Luft verflüchtigt?
Muss da noch ein kleiner Rührer rein, der die Flüssigkeit während des
Erhitzens zirkuliert?
Muss ich die Dampfschichten auch irgendwie durchwirbeln mit einem
Lüfter?
Gruss
Alex72 schrieb:> Aber jetzt im ernst.> Ist es damit wirklich getan. Galden erhitzen und dann durch die> verschiedenen Schichten fahren?
Ja
>> Muss ich keine Angst haben, dass sich das Zeug in der Luft verflüchtigt?
Dazu ist ja die Kühlschlange vorhanden, die dies verhindert.
> Muss da noch ein kleiner Rührer rein, der die Flüssigkeit während des> Erhitzens zirkuliert?
Auf keinen Fall
> Muss ich die Dampfschichten auch irgendwie durchwirbeln mit einem> Lüfter?
Lüfter nicht für den Dampf sonder für das Board um abzukühlen.
>> Gruss
Hier ein Link, dort ist eine gute Zeichnung:
http://www.wenesco.com/vapor.htm
Chris
Alex72 schrieb:> Aber jetzt im ernst.> Ist es damit wirklich getan. Galden erhitzen und dann durch die> verschiedenen Schichten fahren?
Ja,nur in den Dampf fahren. Dadurch wird der Dampf an der Leiterplatte
und den Bauteilen kondensieren. Der Dampf wird weniger. Durch weiteres
Erhitzen des Galden baut sich die Dampfschicht dann wieder auf. Das
dürfte dann der Zeitpunkt sein das Lotgut langsam aus dem Dampf wieder
heraus zu ziehen. Das Lotgut oberhalb des Dampfs abkühlen lassen. Dabei
die Erwärmung des Galden abschalten.
> Muss ich keine Angst haben, dass sich das Zeug in der Luft verflüchtigt?
Der Dampf ist schwerer als Luft. Da verflüchtigt sich nichts, solange du
nicht:
> Muss ich die Dampfschichten auch irgendwie durchwirbeln mit einem> Lüfter?> Muss da noch ein kleiner Rührer rein, der die Flüssigkeit während des> Erhitzens zirkuliert?
Nein Warum? Deine Hitzequelle wird nicht gerade Punktförmig sein.
Da müssen auch nicht zig Liter erhitzt werden. Gerade soviel, dass deine
Wärmequelle gut bedeckt ist.