Da mein alter Lötkolben kaputt ist, will ich mir einen neuen kaufen. Ich
möchte max. 30€ ausgeben. Der Lötkolben wird zum Löten von Platinen
eingesetzt. Ich will damit ICs im DIL-Gehäuse, aber auch z.B. im TQFP44
Löten. Widerstände will ich bis 0805 Löten. Hat jemand eine Empfehlung?
Ja, kaufe nicht zweimal.
D.h. gebe etwas mehr Geld aus und kauf dir eine ordentliche Lötstation.
Idealerweise von Weller.
Diese Steckdosen Lötkolben sind zum Löten von Elektronik Mist und
rausgeschmissenes Geld. Das mag okay für denjenigen sein, der einmal in
5 Jahren irgendetwas zusammenlöten muss, was nicht mit
Elektronikbauteilen zu tun hat, aber wenn du Elektronik als Hobby hast,
dann solltest du schon in eine ordentliche Lötstation investieren. Sie
ist ihr Geld wert und du kannst auch die Temperatur regeln, was für
Elektronikbauteile IMO ein absolutes MUSS ist.
Bei den Anforderungen wird es echt eng mit den 30€-Kolben. Ich kann dir
auch nur eine halbwegs ordentliche Lötstation empfehlen.
Es gibt zwar so abenteuerliche Lötkolbenkonstrukte mit eingebautem
Thermostat ( http://www.conrad.de/ce/de/product/616675/ ), aber sowas
kann man wirklich nur als absolute Notlösung mit Vorsicht empfehlen.
Das gilt auch für die "regelbaren" Lötstationen, bei denen man im
Prinzip die Heizintensität, aber eben nicht die Temperatur regeln kann.
Im Prinzip für deine Anwendung alles, was eine "echte"
Temperaturregelung hat und am besten mit Digitalanzeige. Die gibt es bei
den einschlägigen Händlern im Set Station/Halterung/Schwamm/Kolben ab
etwa 60€.
Beim großen C z.B. auch schon was für 69€ gesehen.
Pollin/Reichelt/Westfalia/ELV/... wollen nicht ungenannt bleiben.
Lass aber mal von Amazon und Ebay die Finger wegen der Beschaffung der
Lötspitzen.
Falls noch aktuell und interessant,
ich nehm seit jahren nur Lötstationen von JBC nachdem Weller mich arg
mit dem Service im stich gelassen hat.
Kann imo gegen JBC nix sagen obwohl die wohl für den privaten Gebrauch
ne Ecke zu teuer sein sollten ausser du bekommst bei ebay ne gut
gepflegte gebrauchte zu kaufen.
Gruss
Swen
ich kann problemlos alles mit nem 20E steckdosen kolben loeten. Alles
was du mehr zahlst steigert den "luxus". Bei 30E wuerde ich vermutlich
der AOYUE empfehlung folgen. Habe eine heissluftstation von denen und
kann nix schlechtes sagen.
asdf (Gast) schrieb:
> Da mein alter Lötkolben kaputt ist, will ich mir einen neuen kaufen. Ich> möchte max. 30€ ausgeben. Der Lötkolben wird zum Löten von Platinen> eingesetzt. Ich will damit ICs im DIL-Gehäuse, aber auch z.B. im TQFP44> Löten. Widerstände will ich bis 0805 Löten. Hat jemand eine Empfehlung?
Ja, verabschiede dich von der Denke ALLES mit einem ungeregelten
Lötkolben erschlagen zu können. Ohne ordentlich Leistung geht es nicht
an stark wärmeableitenden Flächen löten zu wollen. Und ohne
Temperaturregelung verbrennt dir jedes Flussmittel schneller als mit.
Solche Lötungen tendieren gerne zu knorz und zwar genau dann, wenn man
es nicht gebrauchen kann.
Darum such dir eine preiswerte Lötstation die zu deinem Geldbeutel
passt.
Du brauchst mindestens 80W. Auch wenn Du hiervon nur einen Bruchteil
dauerhaft benötigst. Die Leitung wird vor allem für die "Nachführung"
der Temperatur benötigt. Und die sollte möglicht schnell vonstatten
gehen.
Das benötigt wiederum eine regelbare Lötstation. Die Reglung sollte sehr
schnell erfolgen (nur so klebt der Lötkolben dann nicht an größeren
Kupferflächen best).
Als Hersteller kommen erst einmal JBC (mein Favorit), Weller und Ersa
infrage.
Aoyue habe ich noch nicht als Kolben in der Hand gehabt, stelle ich mir
aber eher grobschlächtig vor. Schnelles Regelverhalten traue ich denen
nicht zu (kann aber in der Realität ganz anders sein).
Es muss keine mit einer Digitalanzeige sein! Das braucht man nur, wenn
man die genaue Spitzentemperatur wissen muss oder wenn man mehrere
Temperaturen speichern möchte. Ich rate hier aber wiederum nur zu, in
der Regel teurere, Marenware.
Für 6 Euro gibt es bei Pollin 840134 etwas brauchbares. Besser als manch
teures.
Damit kannst du alles löten. Da zuschaltbar auf 50W schafft der auch h
etwaskritischere Bereiche wo man mal mehr Energe braucht. Der Preis sagt
eigentlich gar nichts über die Verwendbarkeit aus.
Das einzige was mir bei dem nicht gefällt ist die spitze Lötspitze. Bei
Ebay gibt es ein 4er Set Spitzen für unter 5 Euro. Wenn Du dir zwei
Kolben kaufst, brauchst du die Spitze nicht wechseln sondern wechselst
schnell den Lötkolben. praktisch wenn er heiß ist. :) Der Knopf liegt
praktisch so das man im beim Löten problemlos bei Bedarf drücken kann.
Ein Ständer ist nicht dabei, falls du keinen hast muß du den extra
kaufen.
Natürlich löte ich lieber mit meiner Lötstation, aber die ist preislich
auch in einer anderen Klasse. Für kleines Geld ist dieser aber nicht
schlecht.
asdf (Gast) schrieb:
> Bis jetzt hatte ich diese "Lötstation" und habe damit alles was mit bis> jetzt untergekommen (auch 0805 und TQFP44) ist erfolgreich gelötet...
Was fragst du dann hier erst nach Meinungen herum, wenn du eh alles
besser weißt? Dann kauf dir halt wíeder einen x-beliebigen Lötkolben und
gut ist.
Mannoman ...
Hallo zusammen,
Ich möchte mich gerne einmal an diesen Thread anhängen. Ich habe mir,
nachdem mir mein alter Ersa in der Hand quasi explodiert ist, das Weller
WS81 Set gekauft. Das ist die Analoge Station PU81 mit dem kleinen
Lötkolben WSP 80.
Welche Lötspitzen würdet Ihr dazu empfehlen? Der Einsatzbereich ist
ähnlich dem hier beschriebenen. Platinen Bestücken, teilweise TQFP.
Vielleicht ein paar SMD und regelmässig eigentlich irgendwelche Breakout
Boards, die ich gerne einmal schnell auf Lochraster mit Kupferlackdraht
verdrahte.
Gibt es da irgendwelche Vorlieben? Die Auswahl ist ja recht groß.
Gruß Martin
Martin K. schrieb:> Ich möchte mich gerne einmal an diesen Thread anhängen.
Mach doch einen eigenen Thread auf. Bei deiner Frage geht es um
Lötspitzenformen, nicht um Lötkolben/Lötstationen.
asdf schrieb:> Ich habe heute die Lötstation gekauft, ich werde berichten, wenn ich sie> erhalte...
Ja, ein kleiner Test, z.B. Festlöten einer 2,5 qmm Litze auf einer
Massefläche, am besten mit bleifreiem Lot, wäre nicht schlecht.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Ja, ein kleiner Test, z.B. Festlöten einer 2,5 qmm Litze auf einer> Massefläche, am besten mit bleifreiem Lot, wäre nicht schlecht.
Damit bringst du aber eine ältere Weller mit 50W und ohne breiten
Lötmeissel auch an die Grenze :-)
> Sind natürlich keine Weller
Na und? Spielt doch keine Rolle. 80W sind 80W.
Bei der Regelung wird es auch keinen Unterschied geben.
Sind eigentlich die Lötspitzen von Atten und Weller kompatibel?
Die Aufnahme sieht jedenfalls identisch aus.
Hallo
Ich benutze seit gefuehlt 20 Jahren eine Weller
die ich mal aus´m Schrottcontainer gefischt habe.
Das Gehaeuse des Trafo´s war kaputt (und ist es immernoch).
Aber funktioniert prima.
Vor einem halben Jahr hab ich die Spitze ausgetauscht,
und die Huelse (weil sie ausgeglueht war).
Die Spitze hatte schon eine regelrechte "Einbrandkerbe".
Also ich bin damit (und jetzt wieder) sehr zufrieden.
Ein Neukauf sprengt jedoch den 30€-Rahmen.
Und obwohl ich zufrieden bin stimmt folgendes Zitat:
Udo Schmitt schrieb:> Damit bringst du aber eine ältere Weller mit 50W und ohne breiten> Lötmeissel auch an die Grenze :-)
Gruss Asko.
Ich kann die ERSA Analog 60 empfehlen.
Das ist meine Lieblings Lötstation.
Habe auch noch eine alte Mangastat die nicht schlecht ist. Aber die
Analog 60 benutze ich lieber.
Habe auch noch so ne billig Station. Toolcraft oder wie das ding heißt.
Die taugt nicht viel, steht nur rum.
Steckdosen Lötkolben habe ich auch einen.
Für den Werkzeugkoffer, damit ich nicht immer ne ganze Lötstation
mitschleppen muss. Für unterwegs reicht der auch.
Und ich habe nen "Wattboliden" für das Grobe als "Steckdosenlötkolben".
Also so nen 200 Watt Oschi. Brauche ich ab und zu auch mal.
Thomas schrieb:> Sind eigentlich die Lötspitzen von Atten und Weller kompatibel?> Die Aufnahme sieht jedenfalls identisch aus.
Ich glaube die sind nicht kompatibel.
Bei den einen ist die Spitze ein solider Zylinder, bei den anderen wird
die Spitze quasi über die Spule gesteckt.