Beim Einbau eines GPS-Trackers in ein Auto oder Motorrad zum
Flottenmanagement oder Diebstahlschutz besteht ja die Gefahr, dass bei
längerem Parken die Batterie soweit leergesaugt wird, dass es bei der
nächsten Nutzung zu Startschwierigkeiten kommt.
Der Tracker sollte beim Parken an der Batterie bleiben, damit z.B. ein
Wegschaffen per Tieflader bemerkt bzw. protokolliert werden kann. Meine
Idee ist es nun, quasi ein Vorschaltgerät zu bauen, dass bei nicht
laufendem Motor die Bordspannung soweit überwacht, dass der Tracker noch
so lange wie möglich von der Auto-Batterie gespeist wird, dass ein
normales Starten aber nicht gefährdet wird.
Ich habe noch nie etwas für Auto-Bordspannung gebaut, gibt es
hinsichtlich der Spannung bekannte Referenzwerte (bei 12V und 24V
Nennwert)?
und warum nicht irgend etwas primitives wie einenen
beschleunigungssensor+µc der den gps aktivert, wenn der hoble befegt
wird? dessen verbrauch sollte ja im bereich von einigen µA und somit
unter der Selbstentladung der batterie zu liegen kommen.
Frank schrieb:> Ich habe noch nie etwas für Auto-Bordspannung gebaut, gibt es> hinsichtlich der Spannung bekannte Referenzwerte (bei 12V und 24V> Nennwert)?
Hier steht das wesentliche:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23
Pragmatische Lösung: Lass den GPS-Tracker wie er ist, pack in jedes Auto
so ein billiges Solarmodul mit Zigarettenanzünderstecker. Reicht
vermutlich um Selbstentladung & Tracker-Verbrauch auszugleichen.
Clemens S. schrieb:> warum nicht irgend etwas primitives wie einenen> beschleunigungssensor+µc der den gps aktivert, wenn der Hobel bewegt> wird?
... weil ein GPS-Tracker regelmäßig etwas Strom aus seinen kleinen Akku
braucht (zur GPS-Aktualisierung) und der winzige eingebaute Li-Akku nach
3 Tagen leer sein kann. Interessanter scheint mir die Messunung des
Stomverbrauchs des benutzten Trackers, um dann zu überlegen ob ein
größerer Akku eine Lösung wäre.
ich schrieb:> Tipp: Caravan-Zubehör beispielsweise oder allgemein Kfz-Elektrik, da> findest du sowas.
Danke für den Tip. Aber ich befürchte, das Gerät schützt nur die
Batterie quasi vor "selbstzerstörerischem" Tiefentladen. Auch wenn es
aktiv wird, ist nachher kein Starten des Autos mehr möglich, oder?
Ich suche etwas, was zusätzliche Verbraucher abschaltet, bevor es nicht
mehr möglich ist, den Wagen anzulassen. Da der Stromverbrauch dafür bei
jedem Motor individuell verschieden ist, macht das die Sache wohl schwer
bis nicht lösbar ...
FRank schrieb:>> Danke für den Tip. Aber ich befürchte, das Gerät schützt nur die> Batterie quasi vor "selbstzerstörerischem" Tiefentladen. Auch wenn es> aktiv wird, ist nachher kein Starten des Autos mehr möglich, oder?>> Ich suche etwas, was zusätzliche Verbraucher abschaltet, bevor es nicht> mehr möglich ist, den Wagen anzulassen. Da der Stromverbrauch dafür bei> jedem Motor individuell verschieden ist, macht das die Sache wohl schwer> bis nicht lösbar ...
Nee, das schützt nicht nur vor Zerstörung der Batterie durch
Tiefentladung. Nur, wenn die Abschaltspannung zu tief gewählt wurde. Du
kannst bei diesem Gerät die Abschaltspannung zwischen 11,1 und 13V
einstellen. Die Wiedereinschaltung kann 12,6 bis 13,5V betragen. Also
kannst du ja die Abschaltspannung so einstellen, daß es rechtzeitig den
Verbraucher abschaltet, damit du auch noch starten kannst.
Frank schrieb:> zum> Flottenmanagement oder Diebstahlschutz besteht ja die Gefahr, dass bei> längerem Parken die Batterie soweit leergesaugt wird, dass es bei der> nächsten Nutzung zu Startschwierigkeiten kommt.
Na prima, dann kann der Dieb nicht mehr starten - wo liegt das Problem?
Als erstes sollte man berechnen, wie lange denn der GPS-Tracker aus der
Bordbatterie versorgt werden könnte. Wenn das einige Monate sind, lohnt
sich das Ganze nicht, dann ist die Batterie eher von selber leer.
Gruss Reinhard
Reinhard Kern schrieb:> Wenn das einige Monate sind, lohnt> sich das Ganze nicht, dann ist die Batterie eher von selber leer.
Mit dem eingebauten Akku läuft so ein Tracker ein paar Tage, da die
Autobatterie rund hundertmal soviel Kapazität hat, braucht der Tracker
auch ein paar hundert Tage, bis er sie leergesogen hat. Bis dahin ist
sie aber sowieso leer. Meine Meinung: das Problem ist keines.
Gruss Reinhard
Hallo Frank,
mal ganz dumm gefragt, wenn das Auto oder Motorrad weg ist, ist auch der
GPS-Tracker weg.Also wozu das Ganze.
Suche lieber mal im Internet nach professionellen Diebstahlschutzgeräten
mit Mitteilung auf Mobil falls das Fahrzeug bewegt wird. Diese Geräte
haben auch eine Lösung gegen Tiefentladung.
Gruss
RomanK
> Na prima, dann kann der Dieb nicht mehr starten - wo liegt das Problem?>
Problem ist, daß diese Strolche die Batterie evtl. abklemmen und das Kfz
einige Tage irgendwo zwischenparken bis sich der GPS-Tracker nicht mehr
meldet. Da hilft aber nur eine größere Batteriekapazität am Tracker!
oszi40 schrieb:> Problem ist, daß diese Strolche die Batterie evtl. abklemmen
Ich erinnere mich an eine Zeit vor 1990, als es Diebstahlserien gab, bei
denen man vorher das Auto stromlos machte.
Allerdings auf die nicht so feine Art: Langen Bohrer senkrecht auf der
Motorhaube angesetzt, und runter gebohrt, mitten durch die Batterie. In
nur 20 Sekunden ist die ganze Chose schon gelaufen. Es braucht ja nur
eine einzige Zelle auszulaufen, auch wenn die Säure auf Materialien im
Motorraum läuft, völlig egal, ist ja nicht das eigene Eigentum.
Die Gangster haben dann Karosseriemechaniker, die das Bohrloch in der
Haube in Feinarbeit wieder zu bekommen.
Man müßte da halt mit zwei entkoppelten Akkus arbeiten, etwa so, wie es
früher im VW-Bully mit Standheizung war.
Frank schrieb:> Der Tracker sollte beim Parken an der Batterie bleiben, damit z.B. ein> Wegschaffen per Tieflader bemerkt bzw. protokolliert werden kann.
Zusatzbatterie mit Trennrelais. Im Auto simpel, am Mopped etwas
schwieriger zu realisieren ;)
RomanK schrieb:> mal ganz dumm gefragt, wenn das Auto oder Motorrad weg ist, ist auch der> GPS-Tracker weg.Also wozu das Ganze.
Wenn der Tracker nicht so ganz offensichtlich zu sehen ist, besteht die
Chance, das entführte Fahrzeug wiederzufinden - enweder durch die
Polizei oder halt selber ...