Hallo,
sehe ich das richtig, dass ein "Grothe TR3119K" Sekundär-Seitig
Gleich-Spannung liefert?
Es geht mir um die Frage, ob ein daran angeschlossener Türöffner mit
beliebiger Polarität angeschlossen werden kann(bei Wechselspannung wäre
das ja wohl der Fall), oder ob die Polarität eines Türöffners zumindest
bei Gleichspannung eine Rolle spielt...
Thorsten
Thorsten schrieb:> oder ob die Polarität eines Türöffners zumindest> bei Gleichspannung eine Rolle spielt...
Der Wechselstromwiderstand einer Spule(=Induktivität) ist höher als der
Gleichstromwiderstand. Das heißt die Spule wird bei gleich hoher
Gleichspannung wahrscheinlich heiß weil ein höherer Strom fließt.
Genaues weiß Dein Typenschild/Datenblatt.
> ...Sekundär-Seitig Gleich-Spannung liefert?
Warum sollte es so sein?
Sieh dir das Schaltzeichen an, es gibt keinen Gleichrichter, wäre für
seinen Zweck auch völlig umsonst.
Flow schrieb:> wäre für seinen Zweck auch völlig umsonst.
Es gab durchaus Leute, die das häßliche Surren nicht mögen und deshalb
gesiebte Gleichspannung versuchen anzulegen. Die sollte dann aber
niedriger sein!
Soweit mir bekannt sind Türöffner "Allesfresser" also Gleich- und
Wechselspannung.
Allerdings relativ hungrige (Strom). Vor allem die Billigtüren haben es
nicht so mit Leichtgängigkeit.
Ginge ja auch gar nicht anders. Sonst müsste es ja Türöffner, nur für
........ (bitte passenden Namen eintragen), geben. Diese werden auch oft
von den Türbauern angeschlossen, da diese auch die Leitung verstecken
müssen.
oszi40 schrieb:> Flow schrieb:>> wäre für seinen Zweck auch völlig umsonst.>> Es gab durchaus Leute, die das häßliche Surren nicht mögen und deshalb> gesiebte Gleichspannung versuchen anzulegen. Die sollte dann aber> niedriger sein!
Es gibt auch Hersteller, die DC-Türöffner bauen.
BKS hat AC/DC.
mfg.
Hallo,
hier ist der Trafo abgebildet:
http://i.ebayimg.com/t/Grothe-Klingeltrafo-TR-3119-K-12V-8V-5V-/00/s/MTUwMFgxMTI1/z/TRsAAMXQO21Rp6co/$T2eC16Z,!zoE9s5ngM9gBRp6coLoRg~~60_12.JPG
Ich war mir nicht ganz sicher, weil auf dem Typenschild kein
Wechselspannungs-Symbol zu sehen ist und ich auch schon
Hutschienen-Trafos mit Gleichspannungs-Ausgang ohne aufgedruckte
Gleichrichter-Schaltsymbole gesehen habe. Allerdings fällt mir jetzt
auf, dass auch bei 220 V kein derartiges Symbol zu sehen ist.
Der Türöffner summt bei Betätigung übrigens häßlich.
Liefert der Ausgang somit definitiv Wechselspannung?
Thorsten
Thorsten schrieb:> Der Türöffner summt bei Betätigung übrigens häßlich.> Liefert der Ausgang somit definitiv Wechselspannung?>> Thorsten
Ja, dann ist es sicher Wechselspannung.
Ich habe kürzlich auch meinen Türöffner mit Gleichrichter und dickem
Elko leise gemacht, hat mich auch sehr genervt bei der Wohnungstür (die
mit RFID Schlüssel aufgeht).
Thorsten schrieb:> Ich war mir nicht ganz sicher, weil auf dem Typenschild kein> Wechselspannungs-Symbol zu sehen ist
Das Symbol ist "Transformator, kurzschlussfest".
>Ich habe kürzlich auch meinen Türöffner mit Gleichrichter und dickem>Elko leise gemacht, hat mich auch sehr genervt bei der Wohnungstür (die>mit RFID Schlüssel aufgeht).
... ist aber ein zweiseitiges Schwert.
Deine Gäste, also die, die ohne RFID kommen, hören jetzt nicht mehr ob
sich das Rütteln an der Türe lohnt. Indirekt war der Türöffner ja mit
einer akustischen "Anzeige" versehen. Jetzt müssen Deine Gäste auf
Verdacht rütteln.
Frag' sie mal, ob sie das als Fortschritt ansehen.
Übrigens je nach Umgebungslautstärke und Gehör, ist das Klacken, welches
als akustische Anzeige übrig geblieben ist, leicht zu überhören.
Georg G. schrieb:> Thorsten schrieb:>> Ich war mir nicht ganz sicher, weil auf dem Typenschild kein>> Wechselspannungs-Symbol zu sehen ist>> Das Symbol ist "Transformator, kurzschlussfest".
Da sind alle nötigen Symbole drauf. Der TO sollte sich diese Symbole mal
anschauen und dann unter Klingeltrafo, Sicherheitstrafo ... diese
Symbole googlen. Aus den Symbolen allein ergeben sich schon gewisse
Spec's.
Hallo,
vielen Dank für eure Antworten...ich habe dann mal
gegoooooooooooogelt...
Der Trafo entspricht laut Symbolen den VDE-Bestimmungen und genügt den
Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes.
Sekundär-Seitig können 12 V (0.67A), 8 V (1A) und 5 V (1A) abgegriffen
werden...aber darf man das gleichzeitig abgreifen oder immer nur eine
Spannung davon? Und warum ist bei 8 V die Stromangabe genau so hoch wie
bei 5 V?
Das T35/E konnte ich nicht finden, genau so wenig diesen Pilz auf zwei
Beinen rechts daneben. Was bedeuten diese Symbole?
Das Symbol daneben heißt glaube ich, dass es ein umschlossener
Sicherheitstransformator ist. Die beiden Quadrate bedeuten wohl, dass es
ein Kunststoff-Ummantelter Trafo ist.
Bei dem Symbol ganz rechts bedeutet der kurzgeschlossene rechte Kreis
wohl, dass es sich um einen kurzschlussfesten Trafo handelt.
S und FI stehen für Schweden und Finnland? Kein Plan!
Na, dann bitte ich die Trafo-Experten mal, vorzutreten und etwas Licht
ins Dunkel zu bringen...
Thorsten
>Sekundär-Seitig können 12 V (0.67A), 8 V (1A) und 5 V (1A) abgegriffen>werden...aber darf man das gleichzeitig abgreifen oder immer nur eine>Spannung davon? Und warum ist bei 8 V die Stromangabe genau so hoch wie>bei 5 V?
Unter vielem anderen werden Transformatoren durch folgendes begrenzt:
Der maximal zulässigen Leistung, meist in VA angegeben.
Deiner hat wohl 8VA.
Rein rechnerisch wären das 12V/0,67A oder 8V/1A oder 5V/1,6A.
Wäre da nicht ein weiterer Faktor, der sich vor allem aus dem
verwendeten Drahtquerschnitt ergibt.
Deshalb 8V/1A und 5V/1A.
Normalerweise kann auch gemischt Leistung entnommen werden. Diese darf
aber in der Summe die 8VA nicht überschreiten.
Eigentlich sind Klingeltrafos recht einfache Gebilde. Aber man sollte
aber trotzdem Vorsicht walten lassen.
Der Hauptgrund hierfür ist der:
Sie sind für Dauerbetrieb vorgesehen, also nicht mal kurz 'ne halbe
Stunde, sondern 364,8 Tage im Jahr. Hinzu kommt auch oft eine schlechte
Wärmeabfuhr in Kunststoffgehäusen, aber auch der Schaltschrank ist
diesbezüglich nicht der große Bringer.
Leider sind heute nicht mehr alle Klingeltrafos kurzschlussfest.
Die Bezeichnung T35/ E konnte ich auch nicht finden, aber nach Din 40719
gibt es Kennbuchstaben für elektrische Betriebsmittel. "T" steht da für
Trafo
Gerade muss ich feststellen, dass mein Buch schon sehr alt ist ...
http://de.wikipedia.org/wiki/DIN_40719-2
Da wird dann auf die EN 81346 verwiesen.
>Da wird dann auf die EN 81346 verwiesen.
Die mit den Normungsgremien verbandelten Verlage verdienen hiermit ihr
Geld.
Das kannst Du einfach überprüfen indem Du versuchst die Normen im Netz
zu finden.
T35: Alte Kennung für die höchstzulässige Umgebungstemperatur (35°C),
wird heute als ta geschrieben (kurzfristig sind +10°C zugelassen)
E: Isolierstoffklasse der Wicklung (120°C)
Die zwei Rechtecke sind das Symbol für Schutzklasse II.
S (SEMKO, Schweden) und FI (FIMKO, Finnland) sind Zeichen von
Prüfstellen, wie oben VDE (Verband der Elektrotechnik), GS (geprüfte
Sicherheit, BG) oder KEMA (Holland).
Die meisten Normen kosten zwischen 50...200 €, beim Beuth oder VDE
Verlag kann jeder die Preise sehen.
Mit dem Geld wird die Normenarbeit finanziert.
(7000 sind eine Räuberpistole).
AK-XXX schrieb:> Mit dem Geld wird die Normenarbeit finanziert.> (7000 sind eine Räuberpistole).
Aber nicht von mir. Ich schrieb ja auch, dass ich die genaue Summe nicht
mehr weiß. Es war aber irre teuer. Selbst wenn ich 200 Euro schon für
teuer halte und es überhaupt für unverschämt halte -das muss öffentlich
und kostenlos zugänglich sein- so hätte ich das sicher bezahlt.
Eigentlich will ich ja nicht schon wieder...
Normen sind öffentlich und kostenlos einsehbar, in jeder Uni Bibliothek,
in den Auslegestellen.
Und wenn man eine kaufen willst, ist zu bezahlen, wie für ein Buch.
Du kannst ja mitarbeiten. Ist nach Deiner Vorstellung völlig ohne
Aufwand, nicht mit Kosten und Zeit verbunden. Dann gibt es auch ein
Freiexemplar.
Warum das Muß für kostenlos? Der VDE ist nur ein Verein, von DIN, DKE,
CENELEC, IEC usw. will ich gar nicht reden.
AK-XXX schrieb:>> Warum das Muß für kostenlos? Der VDE ist nur ein Verein, von DIN, DKE,> CENELEC, IEC usw. will ich gar nicht reden.
Auch wenn er nur ein Verein ist, sowie der TüV. Dennoch sind die
Vorschriften bindend.
Warum kostenlos? Einfache Antwort: weil ich Steuern und Abgaben wie
verrückt bezahle und wenn es einzuhaltende Vorschriften gibt, dann
sollten die auch zugänglich sein und wenn nötig sollte das aus
Steuergeldern bezahlt werden.
Verordnungen, Vorschriften oder Empfehlungen (auf die man sich im
Schadensfall vor Gericht bezieht) sollten immer Allgemeingut sein.
Eine Norm ist keine Vorschrift und schon gar nicht bindend. Durch
ständige Wiederholungen wird das auch nicht richtig. Niemand muß sie
einhalten.
Wurde hier schon oft erläutert, z. B. in
Tilo L. schrieb:
...
>Wenn man eine Norm nicht beachtet ist das völlig OK, so lange man> gleubhaft nachweisen kann, dass man eigene Überlegungen und Maßnahmen> unternommen hat, mit denen man mindestens die gleiche Sicherheit erzielt> hat. So etwas ist aber aufwendig, man tut sich meist leichter, wenn man> sich an Normen hält.
...