Nachglühen einer Halogenlampe

Gast #3330083
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Hi,

es handelt sich (etwa) um ein exponentielles Abfallen des Lichtstroms.
Gleichzeitig wird das Licht immer röter je dunkler es wird, genauso wie 
bei einer gedimmten Lampe.

Wie lange das Nachleuchten dauert hängt vor allemdavon ab, mit welcher 
Stromstärke die Lampe betrieben wird (also 12V 60W Halogenlampen 
leuchten länger nach als 230V 60W Halogenlampen) weil der Glühdreht 
dicker ist.

Grüße,
Rainer
Gast #3330108
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Hannes schrieb:

> hallo
> ich möchte mit einer cob led möglichst genau eine Halogenlampe
> imitieren. meine frage ist wie lange eine halogenlampe nach dem
> ausschalten bis zur dunkelheit nachglüht.

Das dürfte eine abklingende e-Funktion mit noch einem Offset sein, da 
man ja schon bei mehreren 100°C Glühfadentemperatur nichts mehr sieht. 
Diese Funktion könnte man bspw. als Tabelle für die PWM in einem µC 
ablegen.

Die Zeitdauer würde ich kurz und schmerzlos über eine Filmaufnahme mit 
der Digitalknipse ermitteln, oder einfach durch Probieren.

Rainer nannte den Farbwechsel, den man mit einer einfachen LED wohl 
nicht hin bekommt. Ich glaube, das mit dem Lichtspektrum nannte sich 
"Wiensches Verschiebungsgesetz".
Moderator Persönliche Seite #3330736
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Wilhelm F. schrieb:
> Die Zeitdauer würde ich kurz und schmerzlos über eine Filmaufnahme mit
> der Digitalknipse ermitteln

Oder halt mit einer Fotodiode.  Ist doch mal ein nettes Experiment
für einen Samstagabend. ;-)

Bisschen Krimskrams aus der Bastelkiste, größtenteils Dinge, die da
schon seit mehr als 25 Jahren rumliegen: eine Fotodiode SP101, einen
B081 (TL081) als Transimpedanzverstärker, ein paar Widerstände und
Kondensatoren.  Ausgang davon an den Oszi.

Ein elektrisch schaltbares Lab-Netzteil für den Prüfling, dessen
Spannung dient mit der fallenden Flanke als Trigger für den Oszi.

Erste Messung nur für die Plausibilität der Schaltung: eine rote LED.
Das Bild ist erwartungsgemäß, letztlich sieht man die Geschwindigkeit,
mit der die Spannung des Lab-Netzteils abfällt, die LED folgt dem
schnell genug.  (Die Zeitauflösung hier wurde viel höher gewählt als
dann für das Glühobst.)

Zweite Messung: der Fernlichtfaden einer H4-Lampe.  Völlig erwartet ein
sehr deutliches Nachleuchten von über 250 ms.

Dann noch eine G4-Stiftsockel-Halogenlampe 12 V / 10 W.  Die ist nach
0,1 s finster.

Zum Abschluss nochmal eine Kleinglühlampe gesucht.  Da fiel mir eine
Sofittenlampe 6,3 V / 0,3 A in die Finger, wie sie in Röhrenradios
zur Skalenbeleuchtung genutzt worden sind.  Ist ja nochmal eine Klasse
kleiner als die 10-W-Lampe, außerdem wird sie bei vergleichsweise
niedriger Temperatur betrieben und gibt ein sehr rötliches Licht.  Es
ist interessant, dass die Ausschaltkurve sich von der 10-W-Lampe
praktisch nicht unterscheidet.
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