Wann Schraubsicherungen, wann Automaten

Gast #3364644
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Ich habe ein Gebläse mit einem Kraftstrommotor mit 3kW Leistung. Der 
Motor hängt an einer Kraftsteckdose, die Kraftsteckdose an einer 
Sicherung bestehend aus drei Neozed-Elementen.

Meine Frage - warum kann man für Starkstromgeräte keine Automaten 
benutzen? Es gibt z.B. Automaten im 3er-Set, die mit einem Bolzen 
verbunden sind. Fliegt ein Automat raus, zieht er die anderen beiden mit 
raus.

Da bei uns die Installation neu gemacht wurde, fragte ich den 
Elektriker, warum er nicht so ein Element einbaut, die Antwort war, dass 
man dies bei Starkstromgeräten an Kraftsteckdosen nicht macht, da darf 
man nur die Schraubsicherungen benutzen.

Ich kann leider nicht verstehen, warum das so ist.
Gast #3364648
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Warum frage ich das - ich habe z.B. einen Baustromverteiler. In dem 
Baustromverteiler ist die Kraftsteckdose AUCH mit einem 3fach-Automaten 
abgesichert und NICHT mit Schraubsicherungen.

Hat mri da der Elektriker was falsches erzählt?
Gast #3364795
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1.Der Vorteil/Nachteil der verbundnen Automaten könnte sein, daß der 
Motor nicht auf 2 Phasen läuft. Je nach Anwendung kann ein knurrender, 
kraftloser 3-Phasenmotor besser sein als ein sofort ausgeschalteter.

2.Ein Motorschutzschalter sollte bei Überlastung rechtzeitig abschalten 
bevor die Wicklung raucht...
Gast #3364929
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Der Motor braucht beim Anlaufen ggf. recht viel Strom. Das kann auch bei 
einem nur 3 kW Motor ausreichen um einen 16 A Sicherungsautomaten 
auszulösen. Das müsste man ggf. schon eine extra träge Version nehmen. 
Die gibt es, sind aber relativ teuer. I.A. sind das auch nicht einfach 3 
normale Sicherungen die Verbunden sind, sondern ein extra 3 poliger 
Automat, der nur von außen so aussieht wie 3 normale mit Verbindung.

Die Schraubsicherungen sind eher von sich aus träge und können dann auch 
kleiner sein - ja nach Kabel/ Verlegung darf die Sicherung ggf. nicht so 
groß sein.

Die Ideale Lösung wäre ein langsamer Automat (3-fach) und zusätzlich ein 
Motorschutzschalter (ggf. auch gleich als Schalter).
Gast #3364987
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Sicherungsfragender schrieb:
> ie Antwort war, dass
> man dies bei Starkstromgeräten an Kraftsteckdosen nicht macht, da darf
> man nur die Schraubsicherungen benutzen.

Ist Blödsinn. Entscheidend ist immer die Auslösecharakteristik - sprich 
die Strom-Zeit-Kennlinie.
Bei gL-Sicherungseinsätzen liegt die Auslösedauer beim zehnfachen 
Nennstrom bei ca. 500ms (nach 
http://www.sicherungen.de/en/downloads/zvei_schreibtischunterlage.pdf).
Sicherungsautomaten haben jedoch zur thermischen Überlastauslösung noch 
eine elektromagnetische Kurzschlussauslösung. Hier gibt es 
unterschiedliche Klassen - siehe z. B. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Sicherungsautomat. Je nach Verbraucher muss 
hier "lediglich" die korrekte Klasse ausgewählt werden; für einen Motor 
wäre z. B. ein C-, D- oder gar K-Automat zu wählen.

Wichtig: Wie schon erwähnt stellt ein Leitungsschutzschalter KEINEN 
Motorschutz dar; dieser muss separat ausgeführt werden. Auch sind bei 
der Dimensionierung die üblichen Themen wie Selektivität, 
Gleichzeitigkeit, zulässige Strombelastung, max. Spannungsfall etc. zu 
beachten.
#3365076
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Sicherungsfragender schrieb:
> Der Motor hängt an einer Kraftsteckdose

Die Sicherung sichert nur die Leitung bis zur 3phasigen Steckdose ab. 
Mehr nicht.
Dein Elektriker hat die Schmelzsicherungen genommen, weil man eine 
Drehstromsteckdose nicht mit B Automaten absichern will (fliegen zu 
schnell raus wenn ein Motor dranhängt) und er keine entsprechend trägen 
Automaten in seinem Bestand hat bzw. weil die teurer sind und er dann 
erkären müsste warum die Sicherungen so viel teurer sind wie die im 
Bauhaus.

Ansonsten hat Patrick alles gesagt.

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