MOSFET-Ausgangskennlinie

Gast #3367262
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Hallo,

ich habe eine Frage zum Verständnis dieser MOSFET-Ausgangskennlinie:
Warum ist die Änderung der Uds möglich bei konstanter Ugs und Id 
(bezogen auf Linearbetrieb)?

Im Linearbetrieb befindet sich MOSFET in der so genannten 
stromgesättigten Region was die Veränderung von Uds bewirken soll, aber 
wodurch genau wenn Id und Ugs konstant ist?

Gruß.
Angehängte Dateien:
Gast #3367306
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Besucher schrieb:
> Im Linearbetrieb befindet sich MOSFET in der so genannten
> stromgesättigten Region was die Veränderung von Uds bewirken soll, aber
> wodurch genau wenn Id und Ugs konstant ist?


denke dir die Sache andersrum: in dieser Region lässt der FET immer den 
selben Strom fließen, egal was von außen mit U_DS gemacht wird. Du 
kannst in einer Schaltung also z.B. das Netzteil verstellen, mit dem die 
Versorgungsspannung der Schaltung bereitgestellt wird. U_DS ändert sich 
dadurch, aber der MOSFET hält den Strom konstant.
Gast #3367401
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Besucher schrieb:
> also agiert ein MOSFET in der stromgesättigten Region wie eine
> Konstantstromquelle wenn Ugs konstant ist?

Genau: wenn der MOSFET im stromgesättigten Bereich läuft stellt er 
(näherungsweise) eine Konstantstromquelle dar, und der Stromwert hängt 
von U_GS ab.

Besucher schrieb:
> Passiert es nur dann wenn Ugs
> kleiner ist als die eigentliche Einschaltspannug wo MOSFET voll
> durchgeschaltet ist?

Das gilt tatsächlich nur im stromgesättigten Bereich (was du mit diesem 
Satz wohl indirekt ausdrücken willst).

Ich schätze aber unter dem Begriff "Einschaltspannung" würden die 
meisten Leute die Schwellspannung U_th des MOSFET verstehen. Diese 
markiert den Übergang vom Sperrbereich (wo praktisch kein Strom fließt) 
in den stromgesättigten Bereich (oder Abschnürbereich), wo der MOSFET 
wie eine Konstantstromquelle arbeitet.

Wenn man U_GS dann weiter erhöht wird der Strom immer größer und (in 
einer normalen Schaltung mit Arbeitswiderstand am Drain) der Wert von 
vom U_DS immer kleiner. Irgendwann erreicht U_GS dann den Wert U_DS + 
U_th (anders ausgedrück: U_DS wird kleiner als U_DS,sat). Dann machst du 
den Übergang vom stromgesättigten Bereich in den Widerstandsbereich, den 
man bei Schaltanwendungen nutzt. Und dann ist tatsächlich der FET keine 
Konstantstromquelle mehr sondern arbeitet mehr wie ein 
spannungsgesteuerter Widerstand mit krummer Kennlinie.

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